Monza / I
22.03. - 24.03.2013

Silverstone / GB
12.04. - 13.04.2013

Hockenheim
03.05. - 05.05.2013

Brands Hatch / GB
17.05. - 19.05.2013

Red Bull Ring / A
31.05. - 02.06.2013

Norisring
12.07. - 14.07.2013

Nürburgring
16.08. - 18.08.2013

Zandvoort / NL
27.09. - 29.09.2013

Vallelunga / I
11.10. - 13.10.2013

Hockenheim
17.10. - 20.10.2013


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Marciello Raffaele holte sich das Nürburgring-Trippel
Lucas Wolf bester deutscher Pilot

Im Rahmen der DTM standen die Läufe 19 bis 21 vom 16. bis 18. August auf dem Programm. Nach dem Stadtkurs von Nürnberg ging es an diesem Wochenende ab in die Eifel. Gefahren wurde diesmal die Kurzanbindung von 3,629 Kilometer Länge auf dem Nürburgring. Mit 297,5 Punkten kam der Italiener Raffaele Marciello (Prema Powerteam) als Tabellenführer hierher angereist. Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport) mit 273 und Alex Lynn (ebenfalls Prema Powerteam) mit 188,5 Zähler, auf Platz zwei und drei liegend wollten es dem Italiener hier nicht so einfach machen und ihn in der Meisterschaft davon ziehen lassen. Aber auch die anderen Nachwuchspiloten haben im Kampf um Siege und Platzierungen noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Raffaele Marciello und Felix Rosenqvist waren schon im vergangenen Jahr auf dem Nürburgring erfolgreich und eroberten jeweils einen Podestplatz. Der Tabellenführer holte sich Rang zwei, Felkix Rosenqvist sah die Zielflagge als Dritter. Auch Alexander Sims (ThreeBond with T-Sport) erinnert sich gern an die Traditionsstrecke in der Eifel. Im vergangenen Jahr errang er auf dem Nürburgring als Gaststarter den einzigen Sieg eines ThreeBond-Nissan-Motors in der Formel 3 Euro Serie. Der 25-jährige Brite geht in der Eifel in sein zweites Rennwochenende der FIA Formel-3-EM.

Sven Müller vom Team ma-con rechnet sich ebenfalls gute Chancen für die drei Wertungsläufe auf dem Nürburgring aus: Der gebürtige Mainzer durfte 2012 einen zweiten Platz hinter dem jetzigen DTM-Piloten Daniel Juncadella feiern. Der 21-Jährige wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Podestplatz; allein dreimal verpasste er als Vierter nur knapp den Sprung auf das Siegertreppchen. Zusammen mit seinem Teamkollegen André Rudersdorf und Lucas Wolf (URD Rennsport) vertritt er an diesem Wochjenende bei der FIA Formel 3-Europameisterschaft die deutschen Farben. Der Jüngste des Trios, Andre Rudersdorf holte auf dem Norisring in Nürnberg mit Rang neun sein bisher bestes Resultat in der FIA Formel-3-EM. Den bisher einzigen Podiumsplatz der deutschen Piloten sicherte sich Lucas Wolf, als er auf dem Red Bull Ring Anfang Juni als Dritter abgewinkt wurde.

André Rudersdorf (ma-con): "Ich freue mich auf die Rennen auf dem Nürburgring, denn dieser Kurs hat eine lange Tradition und ist außerdem auch meine Heimstrecke. Da ich nur eine Stunde vom Nürburgring entfernt wohne, werden am Wochenende viele Freunde und Bekannte kommen, um mich anzufeuern. Diese Unterstützung ist natürlich immer auch eine zusätzliche Motivation. Sportlich nehme ich mir vor allem vor, mich weiter zu steigern und das bisher Gelernte immer besser umzusetzen. Wenn es in diesem extrem starken Feld dann für Platzierungen in den Top Ten und für weitere Punkte reichen würde, wäre ich in meinem ersten Jahr auf diesem sehr hohen Niveau schon ganz zufrieden."

Für die 26 Piloten stand am Freitagmittag das erste und zweite freie Training, jeweils mit einer Unterbrechung von fünf Minuten auf dem Programm. Die Positionen wechselten wie immer des öfteren. In der ersten Session konnte sich der Tabellenführer nach 18 Runden mit einer Zeit von 1:22,788 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz durchsetzen. Hinter ihm lagen der Brite Jordan King (Carlin) und Alexander Sims (TreeBond with T-Sport). Felix Rosenqvist und Alex Lynn mussten sich zunächst mit den Rängen sechs und vierzehn zufrieden geben. Auf Rang 15 platziert sich der beste deutsche Pilot Sven Müller. Sechs Plätze dahinter befand sich Andre Rudersdorf. Nach der Pause von fünf Minuten ging es dann nochmals von vorne los. Zeitmäßig gegenüber dem ersten freien Training hatte sich Raffaele Marciello nicht verbessern können. Er war trotzdem nach 16 absovlierten Runden mit einer Zeit von 1:221 Minuten der schnellste Mann im Feld, gefolgt von Sven Müller und Alexander Sims. Felix Rosenqvist war zwar schneller geworden, musste sich aber mit Platz acht zufrieden geben. Hingegen konnte sich Alex Lynn verbessern. Er lag auf den Platz zwölf. Andre Rudersdorf hatte seinen 21. Platz behauptet.

Am Freitag von 17.30 Uhr bis 17.50 Uhr standen die beiden Qualifyings für die Rennen am Samstagvormittag und Samstagabend an. Die schnellste Zeit war nun ausschlaggebend für die Startaufstellung am Vormittag und die zweitschnellste Zeit für Samstagabend. In diesen 20 Minuten wechselten wie immer die Positionen des öfteren. Nachdem die Sitzung beendet war hatte niemand die Zeit von Raffaelo Marciello knacken können. Er holte sich für das Rennen am Vormittag und am Samstagabend die Pole-Position. Alexander Sims und Felix Rosenqvist werden am Vormittag von den Rängen zwei und drei aus ins Rennen gehen. Sven Müller startet aus der fünften Startreihe. Zwei Startplätze hinter ihm befand sich Alex Lynn.

Andre Rudersdorf wird in der elften Startreihe stehen. Lucas Wolf der dritte deutsche Pilot im Feld startet drei Plätze hinter ihm. Die einzige Dame im Feld Tatiana Calderon (Double R Racing) nimmt das Rennen von Rang 23 aus auf. Damit hatte sie ihre Platzierung aus dem freien Training behauptet. Rang zwei und drei für das Rennen am Samstagabend gingen an Felix Rosenqvist und Luis Felipe Derani (Fortec Motorsport). Sven Müller und Alex Lynn hatten einen bzw. zwei Startplätze eingebüst. Auch Lucas Wolf musste sich diesmal mit der 25. Startposition zufrieden geben. Tatiana Calderon wird wieder aus der zwölften Startreihe starten.

Nach einer Pause von 15 Minuten ging es dann wieder von vorne los. Nun fuhr man die Startaufstellung für das Rennen am Sonntagvormittag aus. Bei noch sechseinahlb Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Raffaele Marciello mit einer Zeit von 1:22,714 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Felix Rosenqvist und Harry Tincknell (Carlin). Alex Lynn befand sich zu dieser Zeit auf Rang dreizehn. Direkt hinter ihm lag Sven Müller. In der Schlußphase hatte der Tabellenführer noch einiges zulegen können und seine Bestzeit nochmals unterboten. Er hatte für alle anderen eine Zeit von 1:22,584 Minuten gefahren. Auf Rang zwei hatte sich nun Lucas Auer (Prema Powerteam) geschoben. Die dritte Pole holte sich der Tabellenführer nach neun Runden mit einer Zeit von 1:22,416 Minuten, gefolgt von Lucas Auer und Felix Rosenqvist. Sven Müller wird aus der achten Startreihe das Rennen aufnehmen. Andre Rudersdorf, Lucas Wolf und Tatiana Calderon stehen auf den Startplätzen 22, 25 und 26.

Raffaele Marciello (Prema Powerteam). "Die drei Pole-Positions hier sind wichtig, denn auf dieser Strecke kann man nicht gut überholen. Nun benötige ich noch jeweils einen guten Start, dann ist alles möglich. Mein Auto ist schnell und über die gesamte Renndistanz konstant. Trotz der drei Bestzeiten denke ich noch nicht an die Meisterschaft, sondern immer noch von Rennen zu Rennen. Ich will versuchen, im jedem der drei Läufe das Maximum herauszuholen, der Rest kommt dann von ganz alleine."

Bei strahlenstem Sonnenschein nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Samstagvormittag ihren 19. Saisonlauf in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Dort versuchten schon einige der Fahrer Positionen gut zumachen. Zunächst einmal steckte man aber zurück. Sehr diszipliniert war das Feld unterdessen unterwegs. Vor der NGK-Schikane kamen dann die ersten Überholmanöver. Dort mussten dann einige der Fahrer durch den Notausgang um eine Kollision zu vermeiden. Nach der ersten Runde führte weiterhin der Pole-Setter vor Alexander Sims und Felix Rosenqvist. Hingegen hatte Alex Lynn zwei Plätze eingebüst. Nach zwei gefahrenen Runden hatte sich Raffaele Marciello bereits mit 1,0 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Sven Müller auf Platz sieben versuchte Felix Serralles zu attackieren. Einen harten Kampf lieferten sich Andre Rudersdorf und Lucas Wolf. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er setzte sich Runde um Runde weiter ab.

Der russische Pilot Daniil Kvyat konnte sich auf Rang zehn platzieren. Damit hatte er drei Plätze gut gemacht. Lucas Auer hatte zwischenzeitlich auch einen Platz gut gemacht und lag nun hinter Jordan King auf Rang fünf. Tatiana Galderon versuchte nach neun Runden den Anschluß an Richard Goddard auf Platz 21 zu bekommen. Überall im Feld hatten sich Grüppchen von zwei oder drei Fahrern gebildet. Nach elf gefahrenen Runden hatte Lucas Wolf von der Rennleitung die schwarze Flagge bekommen, weil er seine Durchfahrtsstrafe wegen Verlasens der Strecke durch Verschaffens eines Vorteils nicht angetreten hatte. Rundenlang dauert der Kampf zwischen Felix Seralles und Sven Müller an. Der US-Amerikaner schlug dem Deutschen jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Da sich diese beiden immer behackten, konnten die nachfolgenden Fahrer näher herankommen. Der US-Amerikaner hatte nun eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich. In der NGK-Schikane war in der 16. Runde Felix Serralles mächtig über die Curbs räubernd unterwegs.

Mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden war Raffaele Marciello an der Spitze auf und davon gefahren. Im Verlauf der 18. Runde hatte Sven Müller zuviel riskiert, mit der Folge er kam viel zu weit raus und dies konnte sofort Daniil Kvyat ausnutzen und an ihm vorbei ziehen. Danach musste er sich harten Attacken von Harry Tincknell und Mitchell Gilbert erwehren. Zu dieser Zeit hatte Andre Rudersdorf auch eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen Verlassens der Strecke. In den letzten vier Minuten sah es so aus als wären die ersten acht Plätze bereits bezogen. Mit einem Vorsprung von 6,1 Sekunden wurde Raffaele Marciello nach 25 Runden als Sieger abgewunken, gefolgt von Alexander Sims und Felix Rosenqvist. Sven Müller und Alex Lynn sahen die Zielflagge auf den Rängen zehn und vierzehn. Tatiana Calderon wurde als Zweiundzwanzigste abgewunken.

Raffaele Marciello hat nun 322,5 Punkte auf seinem Meisterschaftskonto, gefolgt von Felix Rosenqvist mit 288 und Alex Lynn mit 188,5 Punkten. Auf Rang eins in der Teamwertung liegt Prema Powerteam mit 554 Zähler vor kfzteile24 Mücke Motorsport mit 392 und Carlin mit 291 Zähler.

Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Mein Auto war heute sehr schnell und konstant – dann ist es immer einfach, ein gutes Rennen zu fahren. Warum es am Norisring nicht so gut lief, weiß ich nicht, vielleicht lag es daran, dass es dort sehr heiß war. Hier lief es auf alle Fälle wieder besser und darüber bin ich sehr glücklich."

Alexander Sims (ThreeBond with T-: "Nachdem ich im vergangenen Jahr hier am Nürburgring das Reversed-Grid-Rennen gewonnen hatte, freue ich mich über diesen zweiten Platz. Dieser zweite Platz zeigt vor allem, wie gut das Paket von T-Sport und dem ThreeBond-Nissan-Motor wirklich ist. Das Rennen selbst war nicht äußerst spannend. Ich habe am Start versucht, an Raffaele vorbeizukommen, danach war er aber einfach schneller als ich."

Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke : "Am Start hätte ich den Motor fast abgewürgt und habe mich darüber ziemlich geärgert. Denn genau genommen war der Start heute die einzige Chance, Raffaele zu überholen und Platz eins zu übernehmen. Persönlich fand ich mein Rennen eigentlich ganz gut, obwohl Raffaele schneller war als ich und ich ihm nicht folgen konnte. Aber Rang drei ist nicht so schlecht und am Ende wird meiner Meinung nach derjenige die Meisterschaft gewinnen, der über die gesamte Saison die konstantere Leistung gezeigt hat. Der Titelkampf ist noch lange nicht entschieden."

Für die Protagonisten ging es am Samstagabend nochmals hinaus und nun nahmen sie ihr zweites Rennen an diesem Tag unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start ohne Probleme. Wiederum konnte sich der Pole-Setter gegenüber allen anderen durchsetzen und führte die Meute in die erste Kurve hinein. Felix Rosenqvist hatte Probleme beim Start, denn er war zunächst nicht weggekommen und musste danach fast das ganze Feld durchlassen. Im übrigen Feld wurden schon harte Kämpfe ausgetragen. Unterdessen hatte sich der Tabellenführer bereits mit einigen Wagenlängen abgesetzt. Nach der ersten Runde hatte er einen Vorsprung von 0,7 Sekunden vor Luis Felipe Derani und Alexander Sims. Sven Müller und Alex Lynn befanden sich auf den Rängen acht und neun. Zwischenzeitlich war Jann Mardenborough mit technischen Problemen in die Box gekommen. Unterdessen war Antonio Giovinazzi etwas auf Abwegen unterwegs. Felix Rosenqvist hatte sich bereits nach zwei gefahrenen Runden auf Rang 22 vorgearbeitet. Beim nächsten Umlauf hatte Raffaele Marciello sich schon wieder mit 1,5 Sekunden abgesetzt. Sven Müller auf Platz sieben hatte nun eine Armada von sieben Fahrzeugen hinter sich.

Lucas Auer auf Platz fünf hatte sich harten Attacken von Felix Seralles zu erwehren. Felix Rosenqvist war auf einer harten Aufholjagd unterwegs. Einen Piloten nach dem anderen versuchte er dann niederzuringen. Luis Felipe Derani hatte Alexander Sims und Jordan King hinter sich. Diese beiden versuchten sich den Brasilianer zurecht zu legen. Tatiana Calderon hatte bereits einen Platz gut gemacht. Lucas Wolf konnte schon vier Plätze nach vonre fahren. Da sich Antonio Giovinazzi und Nicholas Latifi behackten konnte Felix Rosenqvist gleich an beiden vorbeigehen. Nach sieben gefahrenen Runden rempelte Felix Rosenqvist leicht Dennis van de Laar an. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er war bereits mit 3,7 Sekunden auf und davon gefahren. Bei noch zwanzig Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Felix Rosenqvist bis auf Platz 15 nach vorne gearbeitet. Er legte sich nun Eddie Cheever zurecht. Im Verlauf der zwölften Runde wurde der Kampf zwischen Sven Müller und Alex Lynn um Platz sieben immer härter. Zu dieser Zeit hatte Nicholas Latifi auf Rang 18 alle Hände voll zu tun sich Dennis van de Laar, Lucas Wolf und Sean Gelael vom Hals zu halten.

In der vierzehnten Runde drehte sich Roy Nissany im Bereich der Mercedes Arena. Danach wollte er seine Fahrt weiter fortsetzen, aber der nachfolgende Lucas Wolf konnte diesem nicht mehr rechtzeitig ausweichen und traf ihn dann noch seitlich. Beide stiegen unverletzt aus und sofort schickte die Rennleitung das Safety Car heraus um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Die herausgefahrenen Vorsprünge waren nun erst einmal futscht. Besonders ärgerlich für den Tabellenführer, denn dieser hatten einen Vorsprung von über fünf Sekunden herausgefahren. Zu dieser Zeit war Sandro Zeller mit Problemen in die Box gekommen. Er konnte wenig später diese aber wieder verlassen. Der Re-Start erfolgte dann nach 16 Runden und wieder war Raffaele Marciello mit einigen Wagenlängen dem Feld davongefahren. Von der Kollision hatten Tatiana Calderon und auch Andre Rudersdorf profitiert, denn sie waren auf Platz 20 und 22 vorgefahren. In der Schlußphase war Felix Seralles auf Rang sieben mit allen vier Rädern durch den Dreck gekommen. Er konnte aber seine Position verteidigen.

In den letzten sechs Minuten hatte sich Felix Rosenqvist bis auf Platz vierzehn nach vorne gearbeitet. Unterdessen war Raffaele Marciello an der Spitze bereits schon wieder mit 2,7 Sekunden auf und davon gefahren. Alexander Sims auf Rang drei versuchte sich Luis Felipe Derani zurecht zulegen. Genauso hart ging es zwischen Michael Lewis und Harry Tincknell um Platz neun zu. Der Schwede Felix Rosenqvist hatte nun Daniil Kvyat auf Platz elf vor sich. Dieser bekam aber weil er Gaststarter war keine Punkte. Nach 22 Runden hatte er nun Harry Tincknell vor sich. Zur gleichen Zeit hatte Felix Seralles versucht an Alex Lynn vorbeizugehen. Doch er musste zurückstecken. Beim nächsten Umlauf hatte sich Felix Rosenqvist in die Punkte gefahren. Nach 25 Runden holte sich Raffaele Mardciello an diesem Tag mit einem Vorsprung von 5,4 Sekunden einen Doppelsieg, gefolgt von Luis Felipe Derani und Alexander Sims. Sven Müller und Felix Rosenqvist wurden auf den Rängen sechs und neun abgewunken. Tatiana Claderon und Andre Ruderdorf wurden als Zwanzigste und Zweiundzwanzigster gewertet.

In der Meisterschaft liegt Raffaele Marciello weiterhin mit 347,5 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Felix Rosenqvist mit 290 und Alex Lynn mit 194,5 Punkten. In der Teamwertung hat Prema Powerteam mit 587 Zähler die Nase vorne vor kfzteile24 Motorsport mit 397 und Carlin mit 305 Zähler.

Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Mein Rennen war ähnlich wie der erste Lauf heute Mittag, mein Auto war wieder sehr gut. Auch der Restart nach der Safety-Car-Phase war kein Problem, und danach konnte ich mich wieder schnell vom Feld absetzten."

Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports): "Es war ein gutes Rennen. Nach dem Norisring-Wochenende haben wir daran gearbeitet, unsere Pace im Rennen zu verbessern und die Reifen besser einzuteilen, weil das in der ersten Saisonhälfte unsere größten Probleme waren. In diesem Rennen habe ich vor allem versucht, keinen Fehler zu machen, denn ohne Fehler ist es hier schwierig, ein erfolgreiches Überholmanöver durchzuführen. Ich freue mich auch über den zweiten Platz, mein erstes Podium in diesem Jahr."

Alexander Sims (ThreeBond with T-Sport): "Ehrlich gesagt bin ich etwas enttäuscht über den dritten Platz. Nach Rennen eins konnte ich mich leicht verbessern und wir haben das Auto etwas schneller gemacht, nur leider schlug sich das nicht im Ergebnis nieder. Aber insgesamt freue ich mich natürlich über das zweite Podium an diesem Wochenende. Ob ich auch nach diesem Meeting noch Formel-3-Rennen für ThreeBond with T-Sport fahren werde, weiß ich noch nicht. Unsere Vereinbarung geht zunächst nur bis zu diesem Rennen, ich wäre aber sehr gerne auch in Zandvoort dabei."

Am Sonntagvormittag nahmen die Pilotinnen und Piloten bei geschlossener Wolkendecke und kühleren Temperaturen ihren 21. Lauf unter die Räder. Nach der Einfrührungsrunde funktionierte auch diesmal der Start ohne große Probleme. Beim Ausschalten der Startampel hatte der Tabellenführer und Pole-Setter einen guten Start und konnte das Feld in die erste Kurve führen. Im hinteren Mittelfeld knallte es dann schon zwischen drei Fahrzeugen. Dort blieb dann mit stark havariertem Fahrzeug Jordan King und Tom Blomqvist liegen. Felix Seralles konnte weiter fahren. Nach wenigen Metern waren sich dann schon wieder drei nicht ganz einig und kollidierten. Davon betroffen waren Sven Müller, Daniil Kvyat und auch Richard Goddard. Danach musste Daniil Kvyat mit beschädigten Frontflügel in die Box kommen. Die Rennleitung schickte nun das Safety Car heraus. Zu dieser Zeit führte Raffaele Marciello vor Lucas Auer und Luis Felipe Derani. Felix Rosenqvist hatte einen Platz eingebüst.

Der Re-Start erfolgte nach drei Runden und ging zu Gunsten des Pole-Setters aus. Diesmal kamen sie alle gut durch die erste Kurve. Die ersten beiden hatten sich etwas absetzen können. Im hinteren Mittelfeld ging es schon wieder zur Sache. Luis Felipe Derani hatte alle Hände voll zu tun sich eine Armada von vier Fahrzeugen vom Hals zu halten. Alex Lynn hatte enorm an Boden gut gemacht. Denn er war von zwölf bis auf Rang sechs vorgefahren. Er versuchte sich nun Felix Rosenqvist zurecht zulegen. Als bester deutscher Pilot war Lucas Wolf auf Rang 15 unterwegs. Drei Plätze hinter ihm befand sich Andre Rudersdorf. Tatiana Calderon lag auf Platz 20. An der Spitze hatte sich Raffaele Marciello noch nicht richtig absetzen können. Sein Vorsprung vor Lucas Auer betrug nur 0,7 Sekunden. Danach riss das Feld ab. Felix Rosenqvist hatte immer noch keinen Weg gefunden an Harry Tincknell auf Platz vier vorbeizugehen.<7P<

Bei Halbzeit des Rennens hatten sich Raffaele Marciello und Lucas Auer mit über sechs Sekunden vom Feld abgesetzt. Um Platz zwölf war ein harter Kampf entstanden zwischen Sean Gelael und Nicholas Latifi. Letzterer hatte in der vierzehnten Runde den Inder etwas angeschubst. Beide konnten aber ihre Fahrt weiter fortsetzen. Rundenlang gab es keine Positionswechseln. In der 17. Runde hatte sich Felix Seralles Sean Gelael zurecht gelegt und ging dann an ihm vorbei und hatte nun Platz zwölf eingenommen. Nicholas Latifi war auf Rang vierzehn zurückgefallen. Zu dieser Zeit hatte sich der Tabellenführer endlich von Lucas Auer befreien können. Sein Vorsprung war nun auf 2,3 Sekunden angewachsen. Auf Platz 15 fahrend versuchte Lucas Wolf in der Endphase an Nicholas Latifi vorbeizugehen, doch dieser setzte sich rundenlang zur Wehr.

Absolute Kampflinie musste Harry Tincknell fahren, denn Felix Rosenqvist drängelte Runde um Runde. In Lauerstellung lag hier noch Alex Lynn. Tatiana Calderon auf Platz 20 hatte nach vorne und hinten genug Luft. Nach 23 Runden kam Nicholas Latifi in die Box und holte sich einen neuen Frontflügel. Nach 25 Runden holte sich Raffaele Marciello an diesem Wochenende das Trippel. Mit einem Vorsprung von 3,2 Sekunden wurde er als Sieger abgewunken, gefolgt von Lucas Auer und Luis Felipe Derani. Felix Rosenqvist und Alex Lynn sahen das Ziel auf den Plätzen fünf und sechs. Lucas Wolf und Tatiana Calderon überquerten die Ziellinie auf Platz vierzehn und 19.

In der Meisterschaft hat Raffaele Marciello nun 372,5 Punkten, gefolgt von Felix Rosenqvist mit 300 und Lucas Auer mit 211 Punkten. Prema Powerteam führt die Teamwertung mit 622 Zähler an vor kfzteile24 Mücke Motorsport mit 417 und Carlin mit 320 Zähler.

Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Mein Wochenende war wirklich perfekt, denn ich habe die maximal mögliche Punktzahl geholt. Mein Auto war wieder sehr schnell. Dieses Rennen war das schwierigste des Wochenendes, denn Lucas war sehr schnell. Ich habe zunächst versucht, meine Reifen zu schonen und konnte deshalb zu Beginn noch keinen Vorsprung herausfahren. Umso schöner ist es, wieder ganz oben zu stehen."

Lucas Auer (Prema Powerteam): "Mein Start war in Ordnung und ich habe versucht, Raffaele auf der Außenseite der ersten Kurve anzugreifen. Aber das hat leider nicht funktioniert. Gegen Ende haben meine Reifen abgebaut und mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen, deshalb konnte Raffaele sich schließlich doch noch absetzen."

Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports): "Es war ein gutes Rennen und ich freue mich, nach gestern schon wieder auf dem Podium zu stehen. Wir haben vor diesem Wochenende viel gearbeitet und es hat sich gelohnt. Nun dürfen wir nicht locker lassen, sondern müssen weiter arbeiten, damit wir weiterhin um Podestplätze mitfahren können."


CS

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