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![]() Vorzeitiger Abbruch des dritten Rennens Raffaele Marciello verläßt Monza als Tabellenführer ![]() Die ersten drei Läufe der FIA Formula 3 European Championship fanden vom 22. bis 24. März auf der altehrwürdigen 5,793 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke von Monza in Italien statt. Mit einem Starterfeld von 30 Teilnehmern, darunter zwei Damen, präsentiert sich die Nachwuchsschmiede als eine der stärksten Rennserien der Welt. Alle Piloten haben nur ein Ziel: Sie wollen in die Fußstapfen so berühmter Formel-3-Absolventen wie Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton treten und eines Tages in der Formel 1 um Siege und Titel kämpfen. Der Schauplatz des Saisonauftakts der FIA Formel-3-Europameisterschaft in Italien ist Monza, eine Rennstrecke mit viel Geschichte. Dank ihrer langen Geraden erlaubt die Piste vor den Toren Mailands, auf der alljährlich der Grand Prix von Italien ausgefahren wird, viele Windschattenduelle und Überholmanöver. Für die "alten Hasen" wird diese Saison nicht leicht werden, denn die Rookies liegen bereits auf der Lauer, so z.B. Josh Hill, Sohn des Formel-1-Weltmeisters Damon Hill. Der Italiener Antonio Giovinazzi (Double R Racing) und der Brite Jordan King (Carlin) wollen sich hier in Szene setzen. Beide Youngsters verbuchten je eine Top-5-Platzierung in der Tageswertung eines Testtages. Auch die beiden Damen, Michela Cerruti (Romeo Ferraris) und Tatiana Calderón (Double R Racing), werden alles geben, um sich im Feld der männlichen Rivalen zu behaupten. ![]() Die Protagonisten haben sich an drei offiziellen Testtagen, zwei von ihnen wurden nahe Barcelona auf dem Circuit de Catalunya und einer im königlichen Park von Monza auf diese Saison vorbereitet. William Buller (ThreeBond with T-Sport) sicherte sich mit seinem ThreeBond-Nissan-angetriebenen Boliden gleich zwei Tagesbestzeiten. Ferrari-Protegé Raffaele Marciello (Prema Powerteam) stand einmal ganz vorn und geht wie William Buller zuversichtlich in die Saison. Neben William Buller und Raffaele Marciello erheben weitere Formel-3-Routiniers Ansprüche auf den Titel des Europameisters und die Testfahrt im Formel-1-Ferrari: Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport), der die Formel 3 Euro Serie 2012 als Gesamtvierter abschloss, entschied sich ebenso für eine weitere Saison in der Formel 3 wie Félix Serrallés (Fortec Motorsports) und Alex Lynn (Fortec Motorsports), die im vergangenen Jahr die Ränge drei und vier der Britischen Formel-3-Meisterschaft belegt hatten. Pascal Wehrlein (Mücke Motorsport), Vize-Champion und bester Rookie der Euro Serie 2012, gibt in Monza seine Abschiedsvorstellung in der Formel 3. Der 18 Jahre alte Deutsche ergatterte jüngst ein DTM-Cockpit. Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Ich freue mich, dass die Saison nun endlich losgeht. Der Testtag hier in Monza hat gezeigt, dass wir auch auf einer schnellen Strecke vorne mitfahren können. Im vergangenen Jahr war ich Zweiter in der EM-Wertung, also gibt es für mich in diesem Jahr nur ein Ziel: Ich möchte Erster werden. Mehr Druck verspüre ich deshalb aber nicht. Wer der heißeste Anwärter auf den Titel sein wird, kann man nach den Testfahrten noch nicht sagen, dafür waren die Bestzeiten der einzelnen Fahrer zu ausgeglichen. Ich denke, wir müssen die ersten Rennen abwarten, um eine realistische Einschätzung zu bekommen." ![]() Das erste freie Training fand am Freitagmorgen bei zehn Grad und Sonnenschein statt. Die Asphalttemperaturen betrugen nur sechs Grad. Hier hatte sich nach sechs Runden der Italiener Raffaele Marciello (Prema Powerteam) mit einer Zeit von 1:45,514 Minuten in Szene gesetzt. Hinter ihm lagen der Brite Jordan King (Carlin) und der Deutsche Pascal Wehrlein von Mücke Motorsport. Der Schwede Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport) musste sich zunächst mit Rang fünf zufrieden geben. Direkt dahinter befand sich der Brite William Buller (ThreeBond with T-Sport). Der Dritt und Viertplatzierte in der Britischen Formel-3-Meisterschaft des vergangenen Jahres Alex Lynn (Prema Powerteam) und Felix Serralles (Fortec Motorsports) nahmen die Plätze zehn und zwölf ein. Auf den Rängen 29 und 30 lagen die beiden Damen Tatiana Calderon (Double R Racing) und Michela Cerruti (Romo Ferraris).Die drei weiteren deutschen Piloten Sven Müller (ma-con), Andre Rudersdorf (ebenfalls ma-con) und Lucas Wolf (URD Rennsport) platzierten sich auf den Plätzen sieben, 19 und 24. Die Temperaturen waren im zweiten freien Training, welches auch am Freitagvormittag stattfand um zwei Grad gestiegen. Diesmal hatte die Strecke acht Grad aufzuweisen. Die Zeiten gegenüber dem ersten freien Training wurden schneller. In dieser Sitzung war Felix Rosenqvist nach 16 Runden mit einer Zeit von 1:45,243 Minuten der schnellste Pilot im Feld, gefolgt von Raffaele Marciello und Alex Lynn. Jordan King und Pascal Wehrlein hatten sich zeitmäßig verbessern können, mussten sich aber im nachhinein mit den Plätzen dreizehn und sieben zufrieden gehen. William Buller war um vier Plätze nach hinten gerutscht. Auch die beiden Damen Tatiana Calderon und Michela Cerruti konnten zeitmäßig einiges zulegen und platzierten sich auf Rang 28 und 30. Sven Müller und Lucas Wolf hatten sich verbessern können und nahmen die Plätze fünf und 20 ein. Hingegen büste Andre Rudersdorf sechs Ränge ein Am Freitagnachmittag standen dann zwei Qualifyings, in denen die Startaufstellungen für die Rennen ausgefahren werden, auf dem Programm. Das Wetter verbessere sich ein wenig und somit kletterten im nachhinein die Asphalttemperaturen auf 33 Grad. Im ersten Qualifying wurde es spannend, denn nach zahlreichen Führungswechseln setzte sich Pascal Wehrlein in der letzten Sekunden an die Spitze und gab diese nicht mehr ab. Mit einer Zeit von 1:45,245 Min. wird er beim ersten Lauf am Samstagmorgen von der Pole-Position aus ins Rennen gehen. Er hatte zuvor den Österreicher Lucas Auer (Prema Powerteam) von Rang eins auf Rang zwei verwiesen. Dahinter nimmt der Italiener Raffaele Marciello (Prema Powerteam) das Rennen auf, der fünf Minuten vor Schluß in die zweite Startreihe fuhr und sich diese mit dem Briten Tom Blomqvist (Eurointernational) teilen wird. Die beiden Damen im Feld Tatiana Calderon (Double R Racing) und Michela Cerruti (Romeo Ferraris) belegten die Startplätze 28 und 30. Sven Müller, Lucas Wolf und Andre Rudersdorf nahmen die Startplätze vierzehn, 20 und 24 ein. Insgesamt 18 Youngster klassierten sich innerhalb weniger als einer Sekunde. ![]() Auch für das zweite Rennen, welches am Sonntagmorgen absolviert werden muß, hatte sich Pascal Wehrlein mit der zweitschnellsten Runde wiederum die Startposition eins geholt. Der 18-jährige Deutsche war 0,252 Sekunden schneller als der gleichaltrige Raffaele Marciello (1:45,559 Minuten), der in Monza sein Heimrennen fährt. Von Startplatz drei wird Lucas Auer ins Rennen gehen vor dem Red-Bull-Junior Tom Blomqvist. Diese beiden schafften das Kunststück, eine bis auf die Tausendstelsekunde gleiche Rundenzeit zu fahren. Auf Rang fünf platzierte sich dann der Brite Alex Lynn (Prema Powerteam), der seinen Landsmann Harry Tincknell (Carlin) damit auf Rang sechs verwies. Tatiana Calderon verbesserte sich um ein Startposition. Hingegen musste sich Michela Cerruti wieder mit der letzten Startreihe zufrieden geben. Sven Müller, und Lucas Wolf konnten sich nicht verbessern und starten nun von Rang ^6 und 21. Andre Rudersdorf hingegen hatte sich um eine Startposition verbessert und nimmt nun das Rennen von Rang 23 aus auf. Das zweite Qualifying, welches direkt nach dem ersten erfolgte und für die Startaufstellung drei ausschlaggebend ist, ging es wiederum spannend zu. Auch hier kam es immer wieder zu Positionswechseln. Als sich Raffaele Marciello fünf Minuten vor Schluß mit einer Zeit von 1:44,781 Minuten auf Rang eins platzierte, hatte Pascal Wehrlein im nahhinein keine Chance mehr, den Prema-Schützling und Ferrari-Protégé vom ersten Startplatz zu verdrängen. Nach der zwanzigminütigen Sitzung hatten dann Alex Lynn, Lucas Auer, Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports) und der Formel-3-Neuling Jordan King (Carlin) die Positionen drei bis sechs eingenommen. Aus Startreihe vierzehn und fünfzehn werden Tatiana Calderon und Michela Cerruti starten. Dieses Qualifying lief für Sven Müller und Lucas Wolf besser, denn sie stehen am Sonntagnachmittag auf den Plätzen elf und 15. Andre Rudersdorf kam über Startplatz 23 nicht hinaus und wird von dort aus versuchen, weiter nach vorne zu kommen. Pascal Wehrlein (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Ich bin relativ zufrieden, zumal ich hier durch eine Grippe noch leicht geschwächt bin. Im Training und beim Test am Dienstag hatten wir noch einige Probleme, aber wir haben gut gearbeitet und einen riesigen Fortschritt gemacht. Die Rennen sollten spannend werden, denn wegen der langen Geraden ist das Überholen einfacher als auf manch anderer Strecke. Und meine persönlichen Ziele sind auch klar, nachdem ich zweimal von der Pole und einmal von Startplatz zwei starte..." Raffaele Marciello (Prema Powerteam). "Es ist wichtig, in allen Rennen zu punkten. Im vergangenen Jahr hatte ich zu viele Nuller - das soll nun nicht mehr vorkommen. Jetzt will ich in jedem Rennen Punkte holen, selbst wenn ich nicht gewinnen kann. Und dafür habe ich mit meinen Startpositionen drei, zwei und eins gute Voraussetzungen geschaffen. Nur weil es hier in Monza mein Heimrennen ist, lastet kein besonderer Druck auf mir. Ich mag die Strecke und freue mich, dass mich an diesem Wochenende einige Freunde anfeuern werden. Die Rennen werden sicher nicht einfach werden, denn wir sind alle gute Fahrer und liegen hier sehr eng zusammen." ![]() Der erste Lauf der Saison 2013 stand für die Protagonisten am Samstagmorgen auf dem Zeitplan. Der Start verlief ohne Probleme, doch der Pole-Setter wurde bereits vor der ersten Schikane von dem Italiener Raffaele Marciello niedergerungen. Dieser führte nun das Feld an. Sein Teamkollege Lucas Auer, der in der zehnten Runde Pascal Wehrlein überholt hatte konnte den Führenden im Laufe des Rennens nicht mehr unter Druck setzen. Nach 19 absolvierten Runden wurde Raffaele Marciello bei seinem Heimrennen mit einem Vorsprung von 2,079 Sekunden als Sieger vor Lucas Auer und Pascal Wehrlein abgewunken. William Buller, der von Rang zwölf aus ins Rennen gegangen war, konnte sich immer weiter nach vorne fahren und beendete nach einer beherzten und mutigen Fahrt als Vierter das Rennen. Ein spannendes Duell lieferten sich Jordan King und Felix Serralles (Fortec Motorsports). Der Formel3-Neuling musste sich dann aber dem Amerikaner geschlagen geben und sah auf Rang sieben die Zielflagge und holte sich damit die ersten Meisteschaftspunkte. Die Gruppe mit Lucas Wolf, Mitchell Gilbert (kfzteile24Mücke Motorsport), Jann Mardenborough (Carlin), Eddie Cheever (Prema Powerteam) und Luis Felipe Derani lieferten sich unzählige Überholmanöver. Nach einer Kollision schieden dann Lucas Wolf und Jann Mardenborough aus. Der Australier Mitchell Gilbert musste wegen eines Reifenschadens das Rennen auch vorzeitig beenden. Eddie Cheever und Luis Felipe Derani kamen nach 19 Runden als Zehnter und Elfter über Start und Ziel. Tom Blomqvist der aus der zweiten Startreihe das Rennen aufgenommen hatte, erhielt im nachhinein von der Rennleitung eine Durchfahrtstrafe, weil er zuvor seinen Rivalen Felix Rosenqvist umgedreht hatte. Dadurch wurde er am Ende hinter Sven Müller auf Rang dreizehn gewertet. Der Schwede Felix Rosenqvist schied aus. Andre Rudersdorf hatte sich aus allem Gerangel herausgehalten und beendete den ersten Lauf auf Platz 20. Beide Damen konnten im Laufe des Rennens Plätze gut machen und sahen die Zielflagge auf den Plätzen 19 und 21. ![]() In der Meisterschaft liegt Raffaele Marciello mit 25 Punkten an der Spitze, gefolgt von Lucas Auer mit 18 und Pascal Wehrlein mit 15 Punkten. Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Es ist klasse, die Saison mit einem Sieg beim Heimspiel zu beginnen. Mein Start war sehr gut und ich konnte schnell einen Vorsprung von einer Sekunde herausfahren. Das war wichtig, denn so konnte keiner meinen Windschatten nutzen. Mein Auto war das gesamte Rennen über konstant gut." Lucas Auer (Prema Powerteam): "Mein Auto war super, aber das war auch schon im Qualifying so. Deshalb war ich im Rennen auch schneller als Pascal und konnte ihn Mitte des Rennens überholen. Zu Raffaele konnte ich zwar nicht mehr aufschließen, aber Platz zwei ist auch ein gutes Resultat, mit dem ich zufrieden bin." Pascal Wehrlein (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Die beiden Prema-Jungs vor mir hatten einen tollen Speed, den ich nicht mitgehen konnte. Nach zehn Runden habe ich Lucas vorbeigelassen. Ich hatte gehofft, mich in seinem Windschatten halten zu können, um am Ende vielleicht noch einmal angreifen zu können. Außerdem wollte ich verhindern, dass andere Konkurrenten aufschließen können, wenn wir uns einen langen Kampf geliefert hätten. Rang drei ist ok, aber wir müssen nun versuchen, das Auto zu verbessern." ![]() Am Sonntagmorgen fanden die Pilotinnen und Piloten völlig andere Witterungsbedingungen vor als am gestrigen Tag. Der Start zu Rennen Nr. 2 fand bei strömenden Regen statt. Aus Sicherheitsgründen entschied die Rennleitung, dass das 30-köpfige Starterfeld hinter dem Safety Car starten sollte. Das Rennen wurde dann nach vier Umläufen freigegeben. Der Pole-Setter Pascal Wehrlein konnte seine Position nicht einmal eine ganze Runde behaupten, denn er geriet auf dem rutschigen Asphalt von der Strecke und sein Verfolger Raffaele Marciello hatte nun die Führung übernommen. Runde um Runde arbeitete sich der 18-jährige Deutsche nun wieder an den Italiener heran und lag wenig später in seinem Windschatten. In der elften Runde konnte er den Prema-Powerpilot dann niederringen und gab bis zum Schluß die Führung nicht mehr ab. Immer wieder kam es zu Drehern und Ausrutschern. Im Verlauf der zwölften Runde kam zu einem heftigen Unfall als der Schwede Mans Grenhagen versuchte hatte Jordan King zu überholen und dabei auf den Boliden des Briten William Buller auffuhr. Er überschlug sich mehrfach, konnte aber wie die anderen beiden Beteiligten unverletzt aus dem Cockpit steigen. Die Rennleitung schickte daraufhin sofort das Safety Car hinaus und neutralisierte damit das Rennen. Dieses wurde nach vierzehn Runden hinter dem Safety Car beendet. Sven Müller hatte sich aus allem herausgehalten und machte immer mehr Boden gut. Er war von Rang 16 aus ins Rennen gegangen und beendete dieses im nachhinein auf Rang zehn und holte sich somit seinen ersten Meisterschaftspunkt. Ebenso konnten auch Lucas Wolf und Andre Ruderdsdorf weiter nach vorne kommen. Sie sahen das Ziel auf den Plätzen 19 und 15. Als Sieger kam Pascal Wehrlein zu seiner Crew zurück, gefolgt von Raffaele Marciello und Tom Blomqvist. Tatiana Calderon wurde auf Rang 23 gewertet. Hingegen war für Michela Cerruti nach acht absolvierten Runden das Rennen bereits früher zu Ende als geplant. ![]() In der Meisterschaft liegt mit 43 Punkten Raffaele Marciello in Front gefolt von Pascal Wehrlein mit 40 Punkten und Harry Ticknell mit 20 Punkte. Dahinter folgen Lucas Auer und Tom Blomqvist mit 18 und 15. Punkten. Pascal Wehrlein (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Die Bedingungen waren alles andere als einfach und für mich war es sogar das erste Mal, dass ich im Regen in Monza gefahren bin. In der ersten freien Runde ist mir ein Fehler unterlaufen, weil ich zu viel wollte. Aber ich konnte den Anschluss an Raffaele wieder herstellen und ihn später auch überholen. Ein Sieg bei meinem letzten Formel-3-Auftritt war das, was ich mir gewünscht habe." Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Der zweite Platz ist ein gutes Resultat, ich freue mich darüber. Er bringt viele wertvolle Punkte. Als Pascal mich kurz vor Schluss angegriffen hat, habe ich nicht dagegen gehalten. Pascal fährt nur dieses Wochenende in der Formel 3 und steigt dann in die DTM auf. Er ist also kein Gegner im Kampf um den Titel." Tom Blomqvist (Eurointernational): "Heute war es nicht einfach, denn die Strecke war sehr nass. Wenn man Kontrahenten folgte, dann konnte man wegen des Sprays kaum etwas sehen. Und es war sehr, sehr glatt. Mein Ziel war, das Auto an einem Stück über die Ziellinie zu bringen. Dass ich Dritter wurde, freut mich natürlich sehr." ![]() Als am Sonntagnachmittag der dritte Lauf an diesem Wochenende auf dem Programm stand, hatte sich das Wetter nicht gebessert. Dieser Lauf wurde wegen starken Regens und der extrem nassen Strecke vorzeitig abgebrochen. Wiederum starteten die 30 Fahrerinnen und Fahrer aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety Car. Diesmal wurden die Protagonisten nach drei Umläufen losgelasen. Auch dieser Start funktionierte ohne weiteres und Raffaele Marciello, der von er Pole gestatrtet war, konnte sich bereits in der ersten Runde leicht an der Spitze absetzen. Pascal Wehrlein auf Rang zwei fahrend, konnte seinen Vorsprung gegenüber seinem Verfolger Alex Lynn immer weiter ausbauen. Im Mittelfeld ging es dann heiß her. Hier gerieten Sven Müller und der Israli Roy Nissany (kfzteile24 Mücke Motorsport) aneinander, mit der Folge, dass der Mücke-Pilot das Rennen früher beenden musste als geplant. Danach kam es zu einem weiteren Kontakt zwischen Sven Müller und dem Carlin-Piloten Nicholas Latifi. Sven Müller musste nun seine Box ansteuern. Für Mitchell Gilbert, den Teamkollegen von Roy Nissany, Andre Rudersdorf, Lucas Wolf und Dennis van de Laar (van Amersfoort Racing) kam ebenfalls das vorzeitige Aus. Wegen des starken Regens und der Wassermasen auf der Strecke brach die Rennleitung in der neunten Runde das Rennen ab. Die Wertung verfolgte nach Umlauf acht und es wurden nur halbe Punkte vergeben. Als Sieger nach acht Runden wurde der Italiener Raffaele Marciello mit einem Vorsprung von 2,182 Sekunden abgewunken vor Pascal Wehrlein und Alex Lynn. Sven Müller sah trotz seines unfreiwilligen Boxenstopps das Ziel auf Rang 15. Hinter den Podestplatzierungen reihten sich Lucas Auer (Prema Powerteam), Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports), Harry Tincknell (Carlin), William Buller (ThreeBond with T-Sport), Eddie Cheever (Prema Powerteam), Formel-3-Neuling Jordan King (Carlin) und Tom Blomqvist (Eurointernational) ein. Die beiden Damen im Feld Michela Cerruti und Tatiana Calderon wurden auf den Rängen 21 und 22 abgewunken. Als Tabelenführer mit 55,5 Punkte reißt Raffaele Marciello aus Monza ab. Rang zwei geht an Pascal Wehrlein mit 49 Punkte. Für ihn waren es die letzten drei Rennen bei der Formel 3 da er künftig für Mercedes Benz in der DTM an den Start gehen wird. Rang drei und vier belgen mit 24 Punkten Harry Tincknell und Lucas Auer. In der Teamwertung liegt das Prema Powerteam mit 77 Punkten in Front. Rang zwei belegte kfzteile24 Mücke Motorsport mit 65 Punkten, gefolgt von Carlin mit 38 Punkten. Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Es war ein schwieriges Rennen, denn Pascal war sehr schnell und unter diesen extremen Bedingungen ist es einfach, einen Fehler zu machen. Ich habe versucht, mir einen Vorsprung aufzubauen, was nicht so einfach war. Aber mein Auto war besser als am Vormittag und deshalb konnte ich mir einen kleinen Vorteil erarbeiten." Pascal Wehrlein (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Es war nicht einfach, hinter Raffaele zu fahren, denn wegen des vielen Wassers konnte man kaum etwas sehen. Ich denke auch, dass der Abbruch unter diesen Voraussetzungen in Ordnung war, denn mitten im Feld war die Gischt noch extremer. Trotzdem ist es auch schade, weil ich sonst vielleicht noch eine Chance auf den Sieg gehabt hätte. Aber auch mit drei Podestplätzen kann ich gut leben, es ist ein Happy End meiner Zeit in der FIA Formel-3-Europameisterschaft." Alex Lynn (Prema Powerteam): "Insgesamt war es sehr nass und ich denke, es war sogar noch etwas schlimmer als heute Vormittag. Auch ich kann den Abbruch gut verstehen, denn es war teilweise schon ein wenig gefährlich. Über meinen Podestplatz freue ich mich natürlich, bin aber auch glücklich, dass ich in jedem Rennen am Wochenende Punkte geholt habe." Tabellen:
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