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![]() Dreifachsieg für Felix Rosenqvist Lucas Auer auf dem Stockel ![]() Das 28-köpfige Starterfeld der FIA Formel-3-Europameisterschaft trifft sich im Rahmen der DTM vom 31. Mai bis 02. Juni zum einzigen Gastspiel des Jahres in Österreich. Gefahren werden die Läufe dreizehn bis fünfzehn auf der 4,326 Kilometer langen Strecke des Red-Bull Rings in der Steiermark. Diese drei Rennen markieren das Ende der ersten Saisonhälfte. Als Tabellenführer reist der Prema-Powerteam-Pilot Raffaele Marciello mit 214,5 Punkte an, gefolgt von dem Schweden Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport) mit 137 und dem Österreicher und Lokalmatador Lucas Auer (Prema Powerteam) mit 130 Punkte. Lucas Auer hat gute Erinnerungen an seinen ersten Formel-3-Auftritt auf heimischem Boden. Auf dem Red Bull Ring fuhr der 18-Jährige im vergangenen Jahr im ATS Formel 3 Cup seinen ersten Formel-3-Triumph ein. Am Ende der Saison konnte sich der damalige Formel-3-Neuling über den Vize-Titel und seinen Aufstieg in die FIA Formel-3-Europameisterschaft freuen. Auch in diesem Jahr sammelte Lucas Auer bereits zahlreiche Punkte, nach dem dritten Lauf in Brands Hatch erbte er nach einer Disqualifikation seines Teamkollegen Marciello dessen ersten Platz. Am Wochenende möchte der Kufsteiner vor heimischem Publikum brillieren. Um das zu schaffen, muss er sich gegen starke Konkurrenten durchsetzen. Besonders Raffaele Marciello und William Buller (Fortec Motorsports) haben bereits im vergangenen Jahr bewiesen, dass ihnen der Red Bull Ring liegt. Der Italiener gewann 2012 Lauf eins und William Buller verbuchte neben einer Pole-Position, den Sieg im zweiten Rennen und Rang zwei im dritten Durchgang. Zum Einstand würde der 20-jährige Brite seinem neuen Team gern einen Podestplatz schenken.William Buller wechselt von ThreeBond with T-Sport zu Fortec Motorsports und übernimmt ab sofort das Cockpit des Dallara-Mercedes von Dmitry Suranovich (Fortec Motorsports), der verletzungsbedingt für den Rest der Saison ausfällt. Lucas Auer (Prema Powerteam): "Mein Heimspiel auf dem Red Bull Ring ist eine tolle Sache und ich freue mich nicht nur darauf, weil meine Anreise recht kurz ist… Die Streckenführung mit den schnellen Kurven, den langen Geraden und den harten Bremspunkten bietet gute Möglichkeiten zum Überholen. Außerdem ist es immer ein schönes Gefühl, in Österreich zu fahren. Im vergangenen Jahr habe ich auf dieser Strecke das erste Formel-3-Rennen meiner Karriere gewonnen und es wäre klasse, wenn ich diesen Erfolg wiederholen könnte. Mein Hauptziel ist aber, möglichst viele Punkte zu sammeln – wenn dann ein Podiumsplatz oder gar ein Sieg dabei herauskämen, wäre es natürlich umso schöner." Am Freitagmittag von 13.15 Uhr bis 14.40 Uhr stand für die Protagonisten die beiden freien Trainingssitzungen von jeweils 40 Minuten mit einer Unterbrechnung von fünf Minuten auf dem Programm. Diese fanden bei kühlem und regnerischem Wetter statt. Immer wieder wechselten in dieser Saison die Positionen. Nach acht absolvierten Runden hatte sich Daniil Kvyat (Carlin) mit einer Zeit von 1:49,160 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Harry Tincknell (Carlin) und Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport). Raffaele Marciello (Prema Powerteam) befand sich auf Platz acht. Lucas Auer (Prema Powerteam)lag auf dem dreizehnten Rang. Es dauerte aber nicht lange und der Tabellenführer hatte sich auf Rang eins gefahren. Bei noch sechs Minuten zu fahrender Zeit hatte Felix Rosenqvist das Zepter übernommen, gefolgt von Raffaele Marciello und Jann Mardenborough (Carlin). Lucas Auer hatte sich noch nicht verbessern können und war zwei Plätze nach hinten gerutscht. Als bester deutscher Pilot war Sven Müller (ma-con)auf Rang elf unterwegs. Als die erste Session vorbei war hatte niemand die Zeit von Felix Rosenqvist mit 1:46,520 Minuten knacken können. Hinter ihm lagen Harry Ticknell und Raffaele Marciello. Auf Rang acht lag als bester deutscher Pilot Lucas Wolf (URD Rennsport). Lucas Auer musste sich zunächst mit Rang 18 zufrieden geben. Einige der Fahrer hatten mit den Witterungsbedingungen zu kämpfen, denn sie waren von der Strecke abgekommen und im Kies gelandet. Nach fünf Minuten ging es dann wieder von vorne los. Die Fahrer warteten zunächst noch ein paar Minuten ab, bevor es dann wieder auf die Strecke ging. Bei noch 35 Minuten zu fahrender Zeit gingen als Erste Sven Müller und Eddie Cheever hinaus. Nach zwei gefahrenen Runden hatte Daniil Kvyat mit einer Zeit von 1:46,295 Minuten sich auf Rang eins geschoben. Die Zeiten waren damit schneller geworden als in der ersten Sitzung. Nach vier gefahrenen Runden hatte sich Felix Rosenqvist als schnellster Mann erwiesen. Sven Müller war unterdessen auf Rang fünf unterwegs. Zu dieser Zeit wurde wieder einmal gelb geschwenkt. Nachdem die Zeit abgelaufen war, war der Russe Daniil Kvyat mit einer Zeit von 1:46,022 Minuten der schnellste Mann im Feld, gefolgt von Felix Rosenqvist und Jann Mardenborough. Der Tabellenführer musste sich mit Platz sieben zufrieden geben. Direkt hinter ihm befand sich der Brite Harry Tincknell. Mit Platz neun war Lucas Wolf der beste deutsche Pilot im Feld. Tatiana Calderon (Double R Racing), die einzige Dame im Feld hatte sich gegenüber der ersten Session um einen Platz verbessert und nahm Rang 26 ein. Lucas Auer hatte an dieser Sitzung wegen Getriebeprobleme nicht teilgenommen. Für die Pilotinnen und Piloten wurde es dann am späten Freitagnachmittag ernst, denn nun standen die Zeittrainingsssitzungen von jeweils 20 Minuten auf dem Programm, in denen die Startaufstellungen für alle drei Rennen ausgefahren werden. Die erste schnelle Zeit die erreicht wird, ist ausschlaggebend für das Rennen am Samstagvormittag. Die zweitschnellste Zeit zählt für das Rennen am Nachmittag. In dem zweiten Qualifying, welches nach einer Pause von 15 Minuten abgehalten wird, wird dann die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag ausgefahren. Wie schon am Mittag wechselten die Positionen des öfteren. Nach sieben gefahrenen Runden hatte sich Daniil Kvyat mit einer Zeit von 1:44,303 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Felix Rosenqvist und Harry Tincknell. Der Tabellenführer befand sich zu dieser Zeit auf Rang sechs. Lucas Auer hatte einen Sprung nach vorne gemacht und nahm Platz fünf ein. In den letzten Minuten änderte sich die Reihenfolge immer wieder. Am Ende hatte sich Danill Kvyat mit einer Zeit von 1:43,825 Minuten die Pole-Position gesichert, gefolgt von Felix Rosenqvist und Lucas Wolf, der damit auch bester deutscher Pilot ist. Lucas Auer und der Tabellenführer werden von den Startplätzen sieben und dreizehn aus ins Rennen gehen. Tatiana Calderon nimmt das Rennen aus der dreizehnten Startreihe aus auf. Auch die zweitschnellste Zeit ging zu Gunsten des Russen Daniil Kvyat aus. Er wird somit auch am Samstagnachmittag von Startplatz eins aus ins Rennen gehen. Lucas Wolf hatte sich um einen Startplatz verbessert und startet direkt hinter dem Pole-Setter. Felix Rosenqvist nimmt das Rennen aus der zweiten Startreihe aus auf. Raffaele Marciello hatte sich nicht verbessern können, er war sogar um drei Plätze nach hinten gerutscht und muß daher von Rang 16 aus ins Rennen gehen. Um vier Plätze verbessert hatte sich die einzige Dame im Feld Tatiana Calderon. Sie steht damit in der elften Startreihe. Nach einer Pause von 15 Minuten mussten die Protagonisten noch einmal hinaus, um jetzt ihre dritte Startaufstellung auszufahren. Nach zwei gefahrenen Runden hatte sich Sven Müller mit einer Zeit von 1:46,420 Minuten in Szene gesetzt. Doch beim nächsten Umlauf wurde er von Jordan King auf Rang zwei verwiesen. Der Rusee Daniil Kvyat lag zu dieser Zeit auf Rang acht. Raffaele Marciello war bis auf Platz 21 zurückgefallen. Es dauerte nicht lange und er machte einen Sprung nach vorne. Als noch elf Minuten und dreißig Sekunden auf der Uhr standen, wurde diese Sitzung mit der roten Flagge unterbrochen. Das Zepter hatte zwischenzeitlich Daniil Kvyat mit einer Zeit von 1:44,689 Minuten übernommen, gefolgt von Felix Rosenqvist und Raffaele Marciello. Als bester deutscher Pilot war Lucas Wolf auf Platz fünf unterwegs. Sven Müller war auf Rang acht zurückgefallen. Lucas Auer befand sich zu dieser Zeit auf Platz zwölf. Nach kurzer Zeit konnte die Session wieder weiter gehen. In der Schlußphase hatte der Russe seine eigene Bestzeit nochmals unterboten und legte für alle anderen die Meßlatte bei einer Zeit von 1:44,184 Minuten. Hinter ihm lagen Raffaele Marciello und Jordan King. Felix Rosenqvist und Lucas Wolf befanden sich auf den Plätzen vier und sechs. Nachdem das zweite Qualifying mit der schwarz/weiß karrierten Flagge abgewunken worden war, hatte sich Daniil Kvyat mit einer Zeit von 1:43,956 Minuten die dritte Pole an diesem Wochenende gesichert. Startplatz zwei und drei nahmen Raffaele Marciello und Felix Rosenqvist ein. Als bester deutscher Pilot wird Lucas Wolf von Rang sechs aus ins Rennen gehen. Lucas Auer und Sven Müller mussten sich mit den Startplätzen neun und zwölf zufrieden geben. Tatiana Calderon steht wiederum in der dreizehnten Startreihe. Daniil Kvyat (Carlin): "Ich bin sehr glücklich über die drei Pole-Positions. Ich wusste, dass ich den Speed für die Pole-Positions habe; es kam nur darauf an, mich zu konzentrieren und keinen Fehler zu machen, was mir gelungen ist. Im vergangenen Jahr war das Qualifying noch mein Hauptproblem, aber ich habe an mir gearbeitet und dieses Problem lösen können. Besonders freue ich mich, ausgerechnet auf dem Red Bull Ring drei Pole-Positions geholt zu haben, denn ich liebe diese Strecke. Nun möchte ich die drei Rennen auf der gleichen Position beenden, von der ich auch starte..." Ihren ersten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Samstagvormittag unter die Räder. Gegenüber dem Freitag fanden sie ganz andere Witterungsbedingungen vor. Es hatte nämlich aufgehört zu regnen und die Temperaturen waren auch etwas gestiegen. Damit konnten alle auf Slicks hinausgehen. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn er wurde direkt von Felix Rosenqvist niedergerungen und dieser hatte nun die Führung übernommehn. Durch die erste Kurve kamen sie fast alle gut hindurch. Der Schwede versuchte sich auch direkt vom Feld abzusetzen. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Felix Rosenqvist mit einem Vorsprung von 1,1 Sekunden vor Daniil Kvyat und Lucas Wolf. Zwischenzeitlich war Dennis van der Laar in die Box gekommen. In der Anfangsphase waren sich auch zwei nicht ganz einig, mit der Folge, das sie kollidierten und zunächst neben der Strecke landeten. Im Verlauf der zweiten Runde räuberte Lucas Auer mächtig über die Curbs, so dass er sogar etwas aufstieg. Wenig später war er sich mit Sven Müller nicht ganz einig, beide kollidierten und drehten sich auf der Strecke. Unterdessen war Raffaele Marciello auf einer Aufholjagd unterwegs. Er war von Rang dreizehn gestartet und befand sich bereits auf Platz sieben. Er versuchte sich nun Sven Müller zurecht zu legen. Zur gleichen Zeit war Josh Hill mit technischen Problemen in langsamer Fahrt unterwegs. Von alldem bekam der Spitzenreiter nichts mit, denn er baute seinen Vorsprung weiter aus. Lucas Auer lag nach seinem Debakel mit Sven Müller nur auf Platz 20. Die ersten drei konnten sich bereits mit einem gewissen Respektabstand zueinander vom übrigen Feld absetzen. Nicholas Latifi auf Rang fünf hatte Raffaele Marciello und Sven Müller im Schlepptau. Die einzige Dame im Feld Tatiana Calderon hatte einen Platz gut gemacht und fuhr auf Rang 25. Rundenlang musste Nicholas Latifi sich den Angriffen des Tabellenführers zur Wehr setzen. Felix Rosenqvist hatte seinen Vorsprung auf 3,7 Sekunden ausgebaut. Einen harten Kampf trug auch Alex Lynn auf Rang neun fahrend aus. Er hatte nämlich Tom Blomqvist im Nacken sitzen. Um den letzten Platz auf dem Stockel ging es auch hoch her zwischen Lucas Wolf und Jordan King. Da sich Nicholas Latifi und Raffaele Marciello immer wieder behackten, konnten die nachfolgenden Fahrer näher herankommen. Nicholas Latifi hatte nach neun Runden fünf Fahrzeuge im Schlepptau. Der Amerikaner Felix Serralles war zu dieser Zeit mit Problemen in die Box gekommen. In der zwölften Runde hatte sich Sven Müller seinen sechsten Platz wieder zurückgeholt. Im hinteren Feld waren Luis Felipe Derani und Andre Rudersdorf in einen Zweikampf verwickelt. Hier ging es um den 20. Platz. Bei diesem Zweikampf hatte sich bei einem der beiden etwas vom Fahrzeug gelöst und lag nun auf der Strecke. In der vierzehten Runde war Mans Grenhagen ein klein wenig auf Abwegen unterwegs. Er konnte aber seine Fahrt weiter fortsetzen. Nicholas Latifi hatte sich ein wenig von seinen Verfolgern lösen können. Sean Gelael bekam von der Renleitung eine Durchfahrtsstrafe. Zu dieser Zeit hatte Lucas Wolf Jordan King nicht mehr halten können und musste ihn ziehen lassen. Damit hatte er seinen dritten Platz verloren. Mit einem heftigen Satz, alle vier Räder verließen die Strecke war Mans Grenhagen über die Curbs gegangen. In der Schlußphase hatte sich Raffaele Marciello sich wieder auf Rang sechs geschoben. Wenig später drehte sich Mans Grenhagen um 180 Grad, nachdem er wieder über die Curbs geräubert war. Er wurde dann auch von den Streckenposten weggeschoben, weil er in verkehrter Fahrtrichtung auf der Strecke stand. Nach 18 Runden war Lucas Wolf bis auf Rang sieben zurückgereicht worden. Auf Platz vier und funf lagen nun Nicholas Latifi und Raffaele Marciello. Bei noch sieben Minuten zu fahrender Zeit wurde Tom Blomqvist auf Rang neun liegend umgedreht. Er hatte eine enorme Aufholjagd hinter sich, denn er war von Platz 19 gestartet. Der Führende Schwede fuhr ein einsames Rennen, denn sein Vorsprung betrug 10,8 Sekunden. Lucas Auer auf Platz neun hatte sich harten Attacken von Eddie Cheever zu erwehren. Zu diesen beiden gesellten sich auch noch Michael Lewis und Roy Nissany. Im nachhinein hatte Lucas Auer dann einen Platz eingebüst. Auf Rang zwölf abgerutscht war Lucas Wolf. Im nachhinein bekam er dann auch noch eine Durchfahrtstrafe von der Rennleitung. Nach 24 Runden wurde Felix Rosenqvist mit einem Vorsprung von 14,3 Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Daniil Kvyat und Jordan King. Raffaele Marciello und Lucas Auer sahen die Ziellinie auf den Plätzen vier und zehn. Als bester deutscher Pilot beendete Sven Müller das Rennen auf dem sechsten Rang. Tatiana Calderon wurde als Einundzwanzigste abgewunken. In der Meisterschaft führt weiterhin Raffaele Marciello mit 229,5 Punkten vor Felix Rosenqvist mit 162 und Lucas Auer mit 132 Punkten. In der Teamwertung hat Prema Powerteam mit 369 Zähler die Nase vorne, gefolgt von kfzteile24 Mücke Motorsport mit 244 und Carlin mit 210 Zähler. Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Mein Start war gut und ich konnte mir gleich einen Vorsprung verschaffen. Während des gesamten Rennens lief mein Auto toll. Ich denke, wir sind nach einem eher unglücklichen Saisonstart in Monza nun deutlich auf dem richtigen Weg und können mittlerweile auch den Speed von Prema und Carlin mitgehen." Daniil Kvyat (Carlin): "Mein Start war gar nicht so schlecht, aber der von Felix war einfach noch besser. Zunächst dachte ich, dass ich an ihm dranbleiben könnte, aber das ist mir nicht gelungen. So war es für mich ein ziemlich langweiliges Rennen. Wir müssen nun schauen, warum wir Felix nicht folgen konnten. Aber ich denke, dass Rang zwei auch kein schlechtes Resultat ist." Jordan King (Carlin): "Meine Saison war bisher eher enttäuschend, aber es ist schön, nun endlich auf dem Podium zu stehen. Lucas Wolf hat sich sehr hart verteidigt, deshalb dauerte es länger, bis ich ihn endlich überholen konnte. Es war ein enges Duell mit ihm, das viel Spaß gemacht hat." Der zweite Lauf am Samstag mussten die Fahrer um 16.05 Uhr unter die Räder nehmen. Auch dieser Start funktionierte wie schon der erste ohne Probleme. Daniil Kvyat, der von der Pole aus ins Rennen gegangen war, konnte nach dem Ausschalten der Startampel seine Position nicht verteidigen. Die Führung hatte Lucas Wolf übernommen. Wenig später hatte der Russe beinahe seinen dritten Rang auch noch an Nicholas Latifi verloren. Mit viel Disziplin ging es durch die ersten Kurven hindurch. Überall im Feld kam es schon zu Positionsverschiebungen. Lucas Wolf konnte die Führung aber nicht behaupten und hatte diese verloren an Felix Rosenqvist, der führte nach der ersten Runde das Feld bereits mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden an, gefolgt von Daniil Kvyat und Lucas Wolf. Der Tabbellenführer hatte Boden eingebüst und war auf Rang 19 zurückgefallen. Zwischenzeitlich hatte Sven Müller sich auf Rang fünf gefahren. Lucas Auer hatte mächtig an Plätzen gut gemacht, denn er war von Rang zwölf aus ins Rennen gegangen und befand sich nach drei Runden bereits auf Platz sieben. Josh Hill auf Platz sechs fahrend hatte eine Armada von zwölf Fahrzeugen hinter sich. In der fünften Runde versuchte Sven Müller an Nicholas Latifi vorbeizugehen, doch der Canadier knallte dem Deutschen die Tür vor der Nase zu. William Buller auf Platz 17 bekam es jetzt mit dem Tabellenführer zu tun. Wenig später war er zu weit nach außen gekommen und musste erst einmal durchs Gras. Da Nicholas Latifi und Sven Müller sich immer wieder behackten, konnte Lucas Auer näher herankommen. Dieser setzte nun den Deutschen immer mehr unter Druck. In der achten Runde kam es dann wie es kommen mußte. Nicholas Latifi wurde von Sven Müller und Lucas Auer in die Zange genommen, mit der Folge das der Canadier von Lucas Auer berührt wurde und dieser traf dann Sven Müller am hinteren Rad. Nicholas Latifi flog ab ins Kiesbett und Sven Müller beendete das Rennen früher mit einem abgeknickten Rad. Damit war Lucas Wolf wieder auf Rang drei unterwegs, gefolgt von Lucas Auer. Von alledem bekam der Führende Schwede nichts mit, denn er hatte sich bereits wieder mit 4,4 Sekunden vom Feld abgesetzt. Raffaele Marciello konnte auch von den Ausfällen profitieren und befand sich auf Rang 15. Im Verlauf der zwölften Runde kam es zu einer leichten Berührung zwischen Dennis van de Laar und Antonio Giovinazzi. Hier ging es um die 19. Position. Beim Kampf um Rang zwölf kam es zu einer leichten Touchierung zwischen Alex Lynn und Mitchell Gilbert. Nach 15 Runden erhielten Felix Serralles, Mans Grenhagen und Antionio Giovinazzi eine Durchfahrtsstrafe weil sie die schnellste Sektorzeit unter gelb gefahren hatten. Auch Jann Mardenborough musste zur Strafe durch die Box, er war auch bei gelb zu schnell unterwegs gewesen. Zur gleichen Zeit war Dennis van de Laar in die Box gekommen, denn er hatte seine Frontpartie beschädigt, nach einer Berührung mit Antonio Giovinazzi. Dieser war ihm vor die Frontpartie gefahren. Der Niederländer konnte überhaupt nichts dafür. Runde um Runde hatte sich der Führende immer weiter abgesetzt. Sein Vorsprung war auf 7,1 Sekunden angewachsen. Sechs Runden vor Schluß hatte Lucas Auer es übertrieben und war in wilden Drifts unterwegs. Er hatte dabei noch Glück, das er sein Fahrzeug nicht beschädigte und seine Position behaupten konnte. In der 20.Runde waren sich Luis Felipe Derani und ALex Lynn nicht ganz einig, mit der Folge das der Brasilianer vor Alex Lynn zog und dieser nicht mehr ausweichen konnte und danach knallte es mächitg. Alex Lynn drehte sich und schoß in die Leitplanken und danach wieder zurück auf die Strecke. Er konnte aber von allein das Fahrzeug verlassen. Luis Felipe Derani versuchte mit einem abgeknickten linken Vorderrad in langsamer Fahrt zur Box zu kommen. Die Rennleitung brach das Rennen mit der roten Flagge ab. Nach 19 Runden sah damit Felix Rosenqvist zum zweiten Mal an diesem Tag als Erster das Ziel, gefolgt von Daniil Kvyat und Lucas Wolf. Der Tabellenführer überquerte den Zielstrich auf Rang dreizehn. Raffaele Marciello liegt weiterhin in der Meisterschaft mit 229,5 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Felix Rosenqvist mit 187 und Lucas Auer mit 147 Punkten. In der Teamwertung hat Prema Powerteam mit 388 Zähler die Nase vorne vor kfzteile24 Mücke Motorsport mit 275 und Carlin mit 232 Zähler. Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Das Rennen war etwas schwieriger als Lauf eins, denn ich bin nur vom dritten Startplatz losgefahren. Aber schon in der ersten Runde konnte ich Daniil und Lucas überholen. Danach verlief es ungefähr wie das Rennen heute Vormittag. Am Schluss bin ich kein Risiko mehr eingegangen und habe versucht, den Sieg sicher nach Hause zu fahren." Daniil Kvyat (Carlin): "Ich habe versucht, alles zu geben und ich denke, dass wir verglichen mit heute Vormittag einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir machen kleine Steps in die richtige Richtung und darüber bin ich glücklich. Einzig mein Start war nicht gut; das ist ein Punkt, an dem ich noch arbeiten muss." Lucas Wolf (URD Rennsport): "Ich freue mich sehr über mein erstes Podium in der FIA Formel-3-Europameisterschaft. Ich habe keinen Teamkollegen und deshalb ist es für uns nicht immer einfach. Aber wir versuchen, aus unseren Möglichkeiten das Beste zu machen und ich hoffe, ich kann diesem Podiumsplatz noch weitere hinzufügen." Das Rennen Nr. 15 stand am Sonntagvormittag auf dem Programm. Die Pilotinnen und Piloten hatten Glück, es hatte aufgehört zu regnen und die Ideallinie war schon wieder trocken. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Der Pole-Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn er war bereits von Raffaele Marciello niedergerungen worden. Der Gegenkonter ließ aber nicht lange auf sich warten. Doch der Russe musste zunächst einmal zurückstecken. Überall im Feld ging es bereits mächtig zur Sache. Felix Rosenqvist hatte sich in der ersten Runde bereits an Daniil Kvyat und Raffaele Maciello vorbeigefahren und führte das Feld an, gefolgt von dem Russen und dem Tabellenführer. Im Verlauf der zweiten Runde ging es ausgangs der ersten Kurve drunter und drüber und zwar hatte sich Jann Mardenborough gedreht, stand verkehrt herum, wurde dann von Tom Blomqvist getroffen, dieser musste auch beschädigt sein Rennen neben der Strecke beenden. Jetzt erfolgte eine Kettenreaktion und zwar schoß der nächste Fahrer auf Jann Mardenborough auf und der ihm nun folgte stieg auf den aufgefahrenen Monoposti auf. Am Ende waren Jann Mardenborough, Mans Grenhagen, Dennis van de Laar und Mitchell Gilbert nicht mehr mit von der Partie. Die Rennleitung musste nun das Safety Car herausschicken, damit das Trümmerfeld in aller Ruhe beseitigt und die Strecke gereinigt werden konnte. Zu dieser Zeit führte Felix Rosenqvist vor Daniil Kvyat und Raffaele Marciello. Lucas Auer hatte sich bereits auf Platz vier nach vorne gearbeitet. Auf Rang sieben befand sich Lucas Wolf als bester deutscher Pilot. Der Re-Start efolgte nach acht Runden und ging zu Gunsten von dem Führenden aus. Er hatte sich auch direkt einige Meter vom Feld absetzen können. Beim Anbremsen der Remus-Kurve rumpelten schon einige weit nach außen. Zwischenzeitlich hatte Raffaele Marciello ordentlich an Boden verloren und zwar war er bis auf Rang acht zurückgereicht worden. Lucas Auer war auf Rang drei vorgefahren. Die ersten beiden hatten sich bereits mit über zwei Sekunden vom Feld abgesetzt. Lucas Wolf war drei Ränge nach hinten gerutscht. In der zwölften Runde hatte Antonio Giovinazzi nicht aufgepasst und hatte Eddie Cheever berührt und beide mussten das Rennen frühzeitig beenden. Zur gleichen Zeit war Sven Müller mit technischen Problemen in die Box gekommen und gab dort das Rennen auf. Alex Lynn und Lucas Wolf lieferten sich einen harten Kampf um Platz zehn. Zwei Plätze dahinter ging es auch zwischen Felix Serralles und William Buller mächtig zur Sache. Hier musste absolute Kampflinie gefahren werden. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er hatte sich mit 1,2 Sekunden abgesetzt. Die ersten vier fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Tatiana Calderon konnte Sandro Zeller niederringen und hatte damit Platz 19 eingenommen. In der Schlußphase hatte Sandro Zeller zuviel riskiert, als er Tatiana Calderon attackieren wollte. Er drehte sich und stand zunächst einmal quer. Damit hatte die einzige Dame im Feld sich etwas Luft verschaffen können. Um Platz vier hatte sich ein Trio gebildet mit Harry Tincknell, Jordan King und Raffaele Marciello. Hier lauerte jeder nur auf den Fehler des Vordermannes um vorbei zu gehen. Zu dieser Zeit waren sich Andre Rudersdorf und Sean Gelael nicht ganz einig, mit der Folge, nachdem Andre Rudersdorf auf die Curbs gekommen war hatte er den Inder mit ins Aus genommen. Der Inder blieb havariert neben der Strecke stehen und Andre Rudersdorf konnte seine Fahrt weiter fortsetzen. Zu dieser Zeit hatte Luis Felipe Derani auf Rang sieben fahrend einen Fehler gemacht. Er hatte die Türe zu weit aufgelassen und sofort schoßen Nicholas Latifi und Alex Lynn hindurch. Damit hatte er zwei Plätze eingebüst. Nach 20 gefahrenen Runden überquerte Felix Rosenqvist mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden als Erster den Zielstrich, gefolgt von Daniil Kvyat und Lucas Auer. Raffaele Marciello beendeten das Rennen auf Rang sechs. Lucas Wolf sah als bester deutscher Pilot auf Rang elf das Ziel. Tatiana Calderon die einzige Dame im Feld wurde als Siebzehnte gewertet. In der Meisterschaft führt weiterhin Raffaele Marciello mit 239,5 Punkten vor Felix Rosenqvist mit 212 und Lucas Auer mit 165 Punkten. Mit 416 Zähler hat immer noch Prema Powerteam in der teamwertung die Nase vorne, gefolgt von kfzteile24 Mücke Motorsport mit 302 und Carlin mit 259 Zähler. Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Was die drei Rennen und die Punkte angeht, war es ein perfektes Wochenende für mich. Ich habe den Rückstand auf Raffaele in der Gesamtwertung erheblich reduzieren können. Das dritte Rennen begann in der ersten Runde mit einem engen Kampf um die erste Position, in dem ich mich gegen Daniil und Raffaele durchsetzen konnte. Der Restart nach der Safety-Car-Phase ist mir gut gelungen und ich konnte die Führung behalten. Allerdings durfte ich mir heute keinen Fehler erlauben, denn Daniil lauerte hinter mir." Daniil Kvyat (Carlin): "Einerseits bin ich happy, denn heute konnte ich Felix folgen und musste ihn nicht ziehen lassen. Wir haben uns hier von Rennen zu Rennen gesteigert und das ist positiv. Andererseits war heute ein Sieg möglich und deshalb bin ich etwas enttäuscht. Unsere Pace hätte für einen Triumph gereicht, nur leider ist mir der Start wieder nicht optimal gelungen." Lucas Auer (Prema Powerteam): "Mein Start und die erste Runde waren gut und ich konnte so auf Rang vier nach vorne fahren. Kurz nach dem Restart nach der Safety-Car-Phase habe ich Raffaele überholen können und war Dritter. Danach hatte ich Glück, dass meine Verfolger miteinander kämpften und ich mich so etwas von ihnen absetzen konnte. Es gab letztendlich also doch noch ein Happy end meines Heimspiels, das insgesamt nicht ganz nach Plan verlief." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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