|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
![]() Marciello behauptet die Meisterschaftsführung in Silverstone Rosenqvist verkürzt den Abstand ![]() Am zweiten Aprilwochenende standen für die Piloten der F3 FIA European Championship die Läufe vier bis sechs auf dem Programm. Ausgetragen wurden die Wertungsläufe im englischen Silverstone im Rahmen der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Marciello reist mit einem Vorsprung von 6,5 Punkten auf den zurzeit zweitplatzierten Pascal Wehrlein (kfzteile24 Mücke Motorsport) nach Silverstone, doch der Deutsche hat die Formel-3-Europameisterschaft in Richtung DTM bereits verlassen. Seinen Dallara-Mercedes übernimmt der US-Amerikaner Michael Lewis (kfzteile24 Mücke Motorsport), der im vergangenen Jahr Teamkollege von Marciello beim Prema Powerteam war. ![]() Am Freitag standen zunächst die beide freien Trainingssitzungen auf dem Zeitplan. Im ersten freien Training war der Italiener Raffaele Marciello (Prema Powerteam) mit einer Zeit von 2.11,940 der schnellste Mann, gefolgt von Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport) und Antonio Giovinazzi (Doubloe R Racing). Mit einer Zeit von 2.10,632 Minutne war dann im zweiten freien Training Felix Rosenqvist der schnellste Pilot, gefolgt von Antonio Giovinazzi und dem US-Amerikaner Michael Lewis (kfzteile24 Mücke Motorsport). Auf dem 5,891 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Silverstone erlebten die Zuschauer und Piloten der FIA Formel-3-Europameisterschaft zwei verschiedene Qualifyings. Im ersten Zeittraining auf nahezu trockener Strecke setzte sich Harry Tincknell (Carlin) durch. Er holte sich den ersten Platz sowohl im Ranking der schnellsten, als auch im Klassement der zweitschnellsten Zeiten. Das zweite Qualifying begann nach einem kurzen Regenschauer auf nasser Fahrbahn, doch diese trocknete im Laufe der 20 minütigen Session immer weiter ab. Am Schluss hatte Alex Lynn (Prema Powerteam) auf Slicks die besten Karten und beendete die Sitzung auf Position eins vor Tabellenführer Raffaele Marciello. Für die Startaufstellung für Rennen 1 kletterte Harry Tincknell (1:54,098 Minuten) zur Halbzeit des ersten Qualifyings an die Spitze des Klassements. Die folgenden Angriffe von Felix Rosenqvist (1:54,471 Minuten) und Alex Lynn (1:54,421 Minuten) endeten jeweils hinter dem Briten, der sich über seine erste Pole-Position in dieser Saison freuen konnte. Sein Landsmann Alex Lynn belegte den zweiten Rang vor Felix Rosenqvist und Tabellenführer Raffaele Marciello (1:54,602 Minuten). Das Qualifying wurde 90 Sekunden vor Schluss nach einem Unfall mit der roten Flagge abgebrochen. Sandro Zeller (Jo Zeller Racing, 1:58,426 Minuten) fuhr Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports, 1:55,058 Minuten) ins Heck, der daraufhin seinen Heckflügel verlor. ![]() Auch im Klassement der zweitschnellsten Runden, das zur Bildung der Startaufstellung für Rennen zwei herangezogen wird, hatte Tincknell (1:54,129 Minuten) die Nase vorn. Hinter dem Carlin-Piloten reihte sich Felix Rosenqvist (1:54,643 Minuten) ein, während sich Raffaele Marciello (1:54,859 Minuten) als Dritter hinter Alex Lynn (1:54,916 Minuten) abermals mit einer Position in der zweiten Startreihe zufriedengeben musste. Kurz vor dem zweiten Qualifying setzte ein kurzer Regenschauer ein. Nach nicht einmal fünf Minuten musste das Treiben erneut mit der roten Flagge unterbrochen werden, weil Tom Blomqvist (Eurointernational) ein Rad verlor. Auch in dieser Session setzte sich Harry Tincknell (2:06,623 Minuten) gegen Mitte auf Rang eins, doch dieses Mal wurde er wenig später von Lucas Auer (Prema Powerteam, 2:06,952 Minuten) verdrängt. Der routinierte Brite konterte und holte sich die Führung zurück. In den letzten Minuten ging es dann noch einmal hoch her, es gab einige Positionsverschiebungen. Am Ende setzte sich Alex Lynn (2:03,859 Minuten) durch und darf das dritte Rennen von der Pole-Position beginnen. Raffaele Marciello (2:04,706 Minuten), Felix Rosenqvist (2:04,821 Minuten) und Jordan King (Carlin, 2:05,084 Minuten) reihten sich hinter dem Briten ein. Harry Tincknell (Carlin): "Ich bis sehr glücklich, denn das Team hat im Winter und auch unmittelbar vor der Saison sehr hart gearbeitet. Deshalb freue ich mich, dass ich sie mit diesen beiden Pole-Positions belohnen kann. Mein Auto war brillant, mein Team hat einen tollen Job gemacht. Ich kenne die Strecke von Silverstone aber auch sehr gut und mag sie gerne. Ein britischer Fahrer passt halt gut zu einer britischen Strecke..." Alex Lynn (Prema Powerteam): "Es war kein einfaches zweites Qualifying, denn die Strecke war zunächst feucht, trocknete aber immer mehr ab. Die Entscheidung, auf Slicks zu wechseln, war absolut richtig. Mein Auto war in den letzten Minuten fantastisch. Meine Mechaniker haben den Reifenwechsel sehr schnell absolviert, was sehr wichtig war. Die ersten paar Runden auf Slicks waren noch schwierig, aber dann wurden sie wärmer und es wurde besser. Ich erhoffe mir für die drei Rennen nun, einige Punkte zu holen, zumal hier mein Heimrennen ist." Harry Tincknell feierte auf der 5,891 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke von Silverstone seinen ersten Sieg in der FIA Formel-3-Europameisterschaft und sorgte gleichzeitig für den ersten Erfolg von Volkswagen in der F3-EM 2013. Der Brite setzte sich in einem engen Duell gegen seinen Landsmann Alex Lynn (Prema Powerteam) durch. Rang drei ging an den Schweden Felix Rosenqvist. In der Gesamtwertung bleibt Raffaele Marciello trotz seines sechsten Platzes im ersten Lauf von Silverstone weiterhin auf Rang eins. Sein Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Harry Tincknell beträgt nun 14,5 Punkte. ![]() Den Grundstein für seinen ersten Triumph in der FIA Formel-3-Europameisterschaft legte Harry Tincknell bereits am Start, als er seine Pole-Position direkt in die Führung ummünzte. Im Laufe des Rennens gelang es ihm jedoch nicht, seinen Verfolger Alex Lynn abzuschütteln. Der 21-jährige Leader blieb fehlerfrei und gab Lynn keine Chance auf einen erfolgreichen Angriff. Hinter Tincknell und Lynn stritt sich Felix Rosenqvist zunächst mit Nicholas Latifi (Carlin) um den dritten Rang, konnte sich letztendlich aber klar durchsetzen. ![]() William Buller (ThreeBond with T-Sport) kämpfte über lange Strecken mit Lucas Auer (Prema Powerteam) und Raffaele Marciello um Position fünf. In einer spannenden Auseinandersetzung, in der die Positionen immer wieder wechselten, konnte sich Auer schließlich durchsetzen. Der Österreicher schaffte es in der Schlussphase noch, den Anschluss an Latifi herzustellen und den Kanadier sogar zu überholen und sah die Zielflagge als Vierter. Sein Teamkollege Marciello wurde als Sechster hinter Latifi abgewinkt; Buller musste sich mit Rang sieben zufrieden geben. Die Plätze acht, neun und zehn gingen an Félix Serrallés (Fortec Motorsports), Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports) und Tom Blomqvist (Eurointernational). Insgesamt vier Briten schafften beim ersten Rennen der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf britischem Boden den Sprung in die Top Ten. ![]() Harry Tincknell (Carlin), Sieger: "Ich freue mich riesig über den Sieg hier in Silverstone. Beim Auftakt in Monza war unsere Leistung schon gut, aber bei unserem Heimspiel lief es noch besser. Das Rennen war nicht einfach, denn Alex hat hinter mir ständig Druck gemacht. Aber mein Auto lief toll und ich habe mir keinen Fehler erlaubt. Das war vor allem in den ersten Runden wichtig, denn zu diesem Zeitpunkt war die Strecke noch feucht und rutschig." Alex Lynn (Prema Powerteam), Zweiter: "Ich bin eigentlich etwas enttäuscht, denn es wäre mehr möglich gewesen. Mein Startplatz war leider auf der etwas feuchteren Seite der Startaufstellung, deshalb konnte Felix mich überholen. Später hat Harry keinen Fehler gemacht und mir so keine Möglichkeit gegeben, ihn zu überholen. Als Briten sind Harry und ich hier in Silverstone natürlich schon viele Rennen gefahren und haben deshalb möglicherweise einen kleinen Vorteil." Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport), Dritter: "Am Start konnte ich Alex zwar überholen, machte dann aber einen kleinen Fehler und er fuhr wieder an mir vorbei. Ich muss aber auch zugeben, dass Harry und Alex schneller waren als ich und ich ihnen nicht folgen konnte. Wir müssen nun schauen, dass wir das Auto für die beiden folgenden Rennen noch etwas schneller machen können." ![]() In einem ereignisreichen fünften Saisonrennen der FIA Formel-3-Europameisterschaft setzte sich Felix Rosenqvist durch. Der Schwede verwies Raffaele Marciello und Lucas Auer auf die Plätze zwei und drei. Marciello baute mit dem zweiten Platz seine Tabellenführung in der Formel-3-Europameisterschaft aus: er hat nun 20,5 Zähler mehr auf seinem Konto als der zweitplatzierte Harry Tincknell. Die erste Aufregung gab es schon am Start, als Jann Mardenborough (Carlin), Antonio Giovinazzi (Double R Racing) und Félix Serrallés (Fortec Motorsports) noch auf der Startgeraden kollidierten. Um die Strecke zu säubern, schickte die Rennleitung das Safety Car raus. Zu diesem Zeitpunkt hatte Felix Rosenqvist die Führung inne, gefolgt von den beiden Briten Harry Tincknell und William Buller (ThreeBond with T-Sport). Unmittelbar vor dem Restart wurde Rosenqvist plötzlich langsamer und wurde von Ticknell und Buller überholt. Hinter Rosenqvist ereignete sich daraufhin ein Auffahrunfall, in den Sven Müller (ma-con), Nicholas Latifi (Carlin) und Måns Grenhagen (Van Amersfoort Racing) involviert waren. Die Reihenfolge nach dem turbulenten Restart lautete: Tincknell vor Buller, Rosenqvist, Tom Blomqvist (Eurointernational) und Josh Hill (Fortec Motorsports). Doch der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Damon Hill sah sich bereits dem Druck seines Verfolgers Marciello ausgesetzt. ![]() An der Spitze wollte Rosenqvist seinen Fehler vom Restart wieder gutmachen und machte Jagd auf Buller und Tincknell. Nachdem er in Umlauf sieben zunächst an Buller vorbeizog, presste sich der Mücke-Fahrer drei Runden später in einer beherzten Aktion auch an Tincknell vorbei an die Spitze des Klassements. Dort blieb er bis zum Fallen der Zielflagge. Hinter Rosenqvist hingegen gab es bis zum Ende des Rennens noch einige Positionsverschiebungen. William Buller drehte sich ohne Fremdeinwirkung und katapultierte sich damit aus dem Podesträngen auf den neunten Platz, während Tincknell gegen die beiden angriffslustigen Prema-Piloten Marciello und Auer keine Chance hatte. Marciello wurde schließlich als Zweiter abgewinkt, Auer freute sich über Rang drei. Harry Tincknell, Sieger des ersten Laufs in Silverstone, rettete die vierte Position vor Tom Blomqvist, Alex Lynn und Josh Hill ins Ziel. ![]() Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport), Sieger: "Ich hatte einen guten Start, aber der Restart nach dem Safety Car ist mir etwas misslungen. Ich glaube, ich hätte das Reglement besser lesen sollen und entschuldige mich für diese Aktion. Danach habe ich mir geschworen, dass ich diese Rennen unbedingt gewinnen will. Mein Auto war schnell und ich konnte William Buller und Harry Tincknell überholen. Das Manöver gegen Harry war knapp, aber ich wusste, dass ich nicht viele Chancen haben werde und musste diese nutzen." Raffaele Marciello (Prema Powerteam), Zweiter: "Nach dem Start war ich Zweiter, aber dann ist mir ein Fehler unterlaufen und ich bin auf den neunten Rang zurückgefallen. Nach der Safety-Car-Phase konnte ich wieder einige Plätze gutmachen. Dabei wollte ich allerdings nicht zu viel Risiko eingehen, denn ich wollte keinen Nuller riskieren." Lucas Auer (Prema Powerteam), Dritter: "Mein Start war eigentlich recht gut, aber dann steckte ich im ersten Gang fest und habe einigen Boden verloren. Nachdem das Safety Car die Strecke wieder verlassen hatte, konnte ich zusammen mit meinem Teamkollegen Raffaele nach vorne fahren. Über den dritten Platz freue ich mich sehr." ![]() Mit einem Triumph im sechsten Saisonrennen der FIA Formel-3-Europameisterschaft verabschiedete sich Raffaele Marciello aus dem britischen Silverstone. Der Italiener setzte sich in einem spannenden Kampf gegen Felix Rosenqvist durch. Der Schwede wurde als Zweiter abgewinkt, Alex Lynn sah die Zielflagge auf Rang drei. Mit seinem dritten Saisonsieg wuchs Marciellos Vorsprung in der Gesamtwertung auf 36,5 Punkte an, Rosenqvist folgt auf Rang zwei. Am Start schoss Felix Rosenqvist an die Spitze, gefolgt von Alex Lynn und Raffaele Marciello. Unterdessen gab es auf noch feuchtem Untergrund einige Ausrutscher, so dass das Safety Car das Rennen kurzzeitig neutralisierte. Der Restart erfolgte zu Beginn der fünften Runde und schon auf den ersten Kilometern überholte Marciello seinen Teamkollegen Lynn. Wenige Umläufe später hatte der Italiener auch den Anschluss an den führenden Rosenqvist hergestellt und lieferte sich über einige Runden ein enges Duell mit dem Mücke-Piloten. Erst in Umlauf 15 gelang es dem Schützling der Ferrari Driver Academy nach einigen erfolglosen Angriffen, den Schweden hinter sich zu lassen. Auch hinter den beiden Spitzenreitern ging es eng zu. Der Brite William Buller musste seine Position nahezu über die gesamte Renndistanz verteidigen: In der Anfangsphase gegen einen vor allem zu Beginn sehr gut aufgelegten Lucas Wolf (URD Rennsport) und dann lange Zeit gegen seinen Landsmann Jordan King (Carlin). Schließlich wurde Buller, einer von nur zwei Piloten mit ThreeBond-Nissan-Motor, als Fünfter hinter Félix Serrallés abgewinkt. Wolf hingegen fiel in der zweiten Rennhälfte, als die Strecke weiter abtrocknete, mit seinen Regenreifen immer weiter zurück und beendete das Rennen als 17. ![]() Drittbester Brite hinter Alex Lynn und William Buller war nach 16 Rennrunden Formel-3-Neuling Jordan King, der Platz sechs belegte. Hinter ihm überholte Lucas Auer den viertbesten Briten Jann Mardenborough (Carlin) erst in der letzten Runde und wurde als Siebter abgewinkt. Harry Tincknell und Nicholas Latifi komplettierten die Top Ten. Raffaele Marciello (Prema Powerteam), Sieger: "Am Start war ich Dritter, aber schon kurz nach der Safety-Car-Phase konnte ich Alex überholen und auf Rang zwei vorfahren. Dann habe ich versucht, die Lücke auf Felix zu schließen, was mir auch gelungen ist. Der Kampf mit ihm um den Sieg war hart und es war nicht einfach, ihn zu überholen. Erst als er einen Fehler machte, konnte ich vorbeiziehen." Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport), Zweiter: "Raffaele hat viel Druck auf mich ausgeübt und ich habe versucht, alles zu geben, damit ich den ersten Platz ins Ziel bringe. Ich hatte den Eindruck, dass ich auf feuchter Strecke schneller war, aber je mehr es abtrocknete, desto besser wurde Raffaele. Zwei Runden vor Schluss ist mir ein kleiner Fahrfehler unterlaufen und ich war meine Führung los." Alex Lynn (Prema Powerteam), Dritter: "Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, denn wenn man von der Pole-Position ins Rennen geht, dann will man mehr als nur Rang drei. Raffaele, Felix und ich waren heute klar schneller als der Rest des Feldes, aber leider war ich etwas langsamer als Raffaele und Felix." ![]() In der Meisterschaft liegt nach sechs Wertungläufe Raffaele Marciello mit 106,5 Punkten an der Spitze. Rang zwei geht an Felix Rosenqvist mit 70 Punkten, gefolgt von Harry Ticknell mit 63 Punkten und Alex Lynn der 60,5 Punkte auf sein Konto hat. In der Teamwertung liegt das Prema Powerteam klar mit 175 Punkten in Front, gefolgt von kfzteile24 Mücke Motorsport mit 127 Punkten und Carlin (94 Punkten). Die nächsten drei Läufe werden beim Saisonauftakt der DTM auf dem Hockenheimring ausgetragen am ersten Maiwochenende. Presse FIA F3 / YS Tabellen:
|
|