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![]() Zweiter Saisonsieg für Felix Rosenqvist Raffaele Marciello weiterhin Tabellenführer in der Meisterschaft ![]() Nach zwei Rennwochenenden im Ausland zum einen in Italien und dann in England startete die FIA Formel-3-Europameisterschaft zum ersten Mal auf Deutschem Boden. Vom 03. bis 05. Mai fanden die Läufe sieben, acht und neun im Rahmen der DTM im Badischen statt. Gefahren wurde auf der 4,574 Kilometer langen Strecke von Hockenheim. Als Tabellenführer reiste Raffaele Marciello (Prema Powerteam) mit 106,5 Punkten hier an, gefolgt von Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport) mit 70 und Harry Tincknell (Carlin) mit 63 Punkten. Zweitplatzierter hatte einen mächtigen Sprung in der Meisterschaft nach vorne gemacht. Er konnte in Silverstone mehr Punkte als jeder anderer Fahrer sammeln und katapultierte sich von Rang neun auf Platz zwei der Meisterschaft. Drei deutsche Nachwuchspiloten mit Sven Müller (ma-con), Lucas Wolf (URD Rennsport) und Andre Rudersdorf (ma-con) werden auch um Punkte und Platzierungen kämpfen. Letzterer ist mit seinen 17 Jahren der Jüngste im Feld und Neuling in der stärksten Nachwuchsserie der Welt. Zwei Gaststarter haben sich an diesem Wochenende im badischen Motodrom angemeldet und zwar wird Daniil Kvyat für das Team Carlin und Edward Jones für Fortec Motorsports ins Lenkrad greifen. Der russische Red-Bull-Schützling Kvyat bereitet sich seinen ersten Start in der Formel 3 auf den Saisonauftakt der GP3 vor, der eine Woche später in Barcelona auf dem Programm steht. Jones ist im Formel Renault 2,0 Eurocup eingeschrieben und startet dort ebenfalls für das Team Fortec Motorsports. Der Rennfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten übernimmt in Hockenheim das Cockpit von Dmitry Suranovich (Fortec Motorsport). Der 17-jährige Russe musste sich aufgrund gesundheitlicher Probleme vorzeitig aus der laufenden Saison verabschieden und strebt eine Rückkkehr im kommenden Jahr an. Lucas Wolf (URD Rennsport): "Bisher ist meine Saison recht gut verlaufen, auch wenn die Ergebnisse noch fehlen. Aber in Monza wurde ich auf einem Platz in den Punkten unverschuldet aus dem Rennen geworfen und in Silverstone ging unsere Strategie leider nicht ganz auf. Für Hockenheim habe ich ein gutes Gefühl, denn zum ersten Mal in diesm Jahr kenne ich die Strecke. Hockenheim ist mein Heimspiel und ich habe sehr viele gute Erinnerungen an diesen Kurs. Hier bin ich zum Beispiel meine ersten Kilometer in einem Formel-Auto gefahren und stand 2012 beim Saisonfinale der Formel 3 Euro Serie erstamals auf einem Formel-3-Podium. Es wäre toll, wenn ich das am kommenden Wochenende wiederholen könnte." Die ersten beiden freien Trainingssitzungen fanden am Freitagmittag von 13.40 Uhr bis 15.05 Uhr von jeweils 40 Minuten mit einer kurzen Unterbrechung von fünf Minuten statt. Immer wieder wechselten die Positionen. In der ersten Sitzung hatte sich der Italiener Raffaele Marciello nach 19 Runden mit einer Zeit von 1:34,082 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz in Szene gesetzt, gefolgt von Felix Rosenqvist und dem Briten Jordan King (Carlin). Harry Tincknell nahm Rang sieben ein. Sven Müller platzierte sich als bester deutscher Pilot auf Rang zwölf. Andre Rudersdorf und Lucas Wolf mussten sich zunächst mit den Plätzen 21 und 25 zufrieden geben. Die beiden Gaststarter Daniil Kvyat und Edward Jones wurden auf den Rängen vierzehn und 23 gewertet. Tatiana Calderon (Double R Racing) die einzige Dame im Feld nahm Rang 29 ein. Im zweiten freien Training wurden die Zeiten schneller. Wiederum konnte niemand die Zeit von Raffaele Marciello mit 1:33,941 Minuten unterbieten. Diese hatte er nach 16 Runden erzielt. Rang zwei und drei nahmen nun Daniil Kvyat und Jordan King ein. Felix Rosenqvist war auf Rang zehn zurückgefallen. Einen Sprung nach vorne hatte auch Sven Müller gemacht, denn er platzierte sich in dieser Sitzung auf Rang vier. Hingegen hatte Andre Rudersdorf einen Platz eingebüst. Lucas Wolf kam weiterhin auf Rang 25. Seinen 21. Platz hatte auch Edwards Jones behauptet. Harry Ticknell hatte sich zeitmäßig verbessern können, musste sich dann aber doch mit Rang acht zufrieden geben. Tatiana Calderon hatte sich zeitmäßig zwar verbessern können, war aber über Platz 29 nicht hinaus gekommen. Am Freitagnachmittag wurde es dann ernst für die Protagonisten, denn nun standen die Qualifyings für die Startaufstellungen der drei Rennen an diesem Wochenende auf dem Programm. In dem ersten Zeittraining, welches für das Rennen am Samstagvormittag ausschlaggebend ist, lieferten sich Raffaele Marciello, der Österreicher Lucas Auer (Prema Powerteam), Sven Müller und Alex Lynn (Prema Powerteam) einen spannenden Kampf um die Pole-Position. Diese ging dann im nachhinein zu Gunsten des Tabellenführers aus. Nach dreizehn Runden sicherte er sich diese mit einer Zeit von 1:33,623 Minuten. Hinter ihm werden Alex Lynn und Lucas Auer starten. Felix Rosenqvist und Harry Tincknell gehen von den Rängen zwölf und elf aus ins Rennen. Sven Müller, Andre Rudersdorf und Lucas Wolf werden in den Startreihen drei, zwölf und vierzehn stehen. Als bester Gaststarter nimmt Daniil Kvyat von Platz zehn aus das Rennen auf. In der 15. Startreihe wird Tatiana Calderon stehen. Für das zweite Rennen an diesem Wochenende zählt die zweitschnellste Runde. Auch bei diesem Ranking hatte der Italiener Raffaele Marciello die Nase vorne. Mit einer Zeit von 1:33,685 Minuten holte er sich die Doppel-Pole vor dem Briten Tom Blomqvist (Eurointernational) und Lucas Auer. Für den Briten ist es das bisher beste Qualifying-Ergebnis in der Saison 2013. Der Tabellenzweite und Tabellendritte hatten sich auf den Startplätzen zehn und dreizehn platziert. Sven Müller und Andre Rudersdorf hatten sich jeweils um einen Rang verbessert. Lucas Wolf war von Startplatz 27 auf Startplatz 24 vorgefahren. Diesmal musste sich Daniil Kvyat mit der sechsten Startreihe zufrieden geben. Auch bei dem zweiten Lauf an diesem Wochenende wird Tatiana Calderon aus der 15. Startreihe aus ins Rennen gehen Nach einer Pause von 15 Minuten mussten sich die Fahrer dann bereit machen, dass dritte Qualifying in Angriff zu nehmen. Es konnten diesmal schnellere Zeiten gefahren werden. Erst im Endspurt konnte Daniil Kvyat Jordan King von Rang eins verdrängen. Er ist damit der erste Gaststarter der von der Pole aus starten wird. Diese hatte er sich nach zwölf Runden mit einer Zeit von 1:33,367 Minuten gesichert, gefolgt von Jordan King und Lucas Auer. Diese Sitzung musste nach dem Ausfall von Felix Rosenqvist für kurze Zeit unterbrochen werden. Er konnte die letzten sechs Minuten nicht mehr am Qualifying teilnehmen, hatte sich aber trotzdem seinen vierten Startplatz sichern können. Der Tabellenführer wird aus der fünften Startreihe aus starten. Zwei Plätze hinter ihm befand sich Harry Tincknell. Zwischen diesen beiden hatte sich der beste deutsche Pilot Sven Müller platziert. In der zehnten und elften Startreihe standen Lucas Wolf und Andre Rudersdorf. Beim Rennen am Sonntag wird die einzige Dame aus der vierzehnten Startreihe starten. Raffaele Marciello (Prema Powerteam): " Im ersten Qualifying war das Auto super und ich bin happy über meine zwei Pole-Positions. Im zweiten Teil hatte ich hingegen einige Probleme mit meinem Auto, deshalb lief es nicht mehr so gut. Das ist zwar schade, aber wenn ich die beiden Rennen von der Pole-Position aus gewinne, dann hätte ich auch eine Menge Punkte gesammelt." Daniil Kvyat (Carlin): "In meinem ersten Formel-3-Rennen auf der Pole-Position zu stehen, ist richtig klasse und ein besonderes Gefühl. Ich freue mich sehr. Meine Runde war megagut. Vor allem freue ich mich, dass ich hier einige Fahrer, die schon seit drei Jahren in der Formel 3 fahren, hinter mir lassen konnte. Ich fühle mich sehr wohl und alles passt gut." Am Samstagvormittag mussten die Fahrer ihren siebten Lauf unter die Räder nehmen. Gegenüber den Zeittrainingssitzungen fanden sie ganz andere Witterungsbedingungen vor, denn es hatte seit gestern Abend durchgeregnet und es regnete immer noch. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Komblikationen und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Dort kamen einige von ihnen schon sehr weit nach außen. Beim Start hatten im hinteren Feld einige Piloten Schwierigkeiten richtig in Schwung zu kommen. Der Pole-Setter hatte sich bereits in der Spitzkehre mit einigen Wagenlängen absetzen können. Überall wurden bereits harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Alex Lynn hatte es in der ersten Runde bereits übertrieben und segelte von der Strecke. Er musste etliche Piloten durchlassen und konnte sich erst wieder auf Rang 27 wieder einreihen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Raffaele Marciello mit einem Vorsprung von 5,1 Sekunden vor Felix Serralles und Tom Blomqvist. Im Verlauf der zweiten Runde kam auch Andre Rudersdorf von der Strecke ab. Für Eddie Cheever war nach zwei Runden das Rennen bereits früher beendet als geplant, nachdem er sich ins Kiesbett verabschiedet hatte. In der Spitzkehre waren sich Andre Rudersdorf und Richard Goddard nicht ganz einig, mit der Folge das sie sich berührten und Richard Goddard in die Box musste, um sich eine neue Frontpartie zu holen. Andre Rudersdorf lag danach nur noch auf Platz 25. Sven Müller hatte unterdessen einen Platz gut gemacht. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Felix Serralles auf Rang zwei fahrend hatte alle Hände voll zu tun sich Tom Blomqvist vom Hals zu halten. Auf Platz elf fahrend war der beste Gaststarter Daniil Kvyat unterwegs. Felix Rosenqvist hatte Boden gut gemacht und fuhr auf Rang zehn. Der Drittplatzierte in der Meisterschaft war auf Platz vier vorgefahren und versuchte den Anslchuß an die ersten drei zu bekommen. Tatiana Calderon, die einzige Dame im Feld war auf Platz 27 unterwegs. Im Verlauf der sechsten Runde hatte sich Sven Müller als bester deutscher Pilot an Harry Tincknell herangearbeitet und versuchte diesen in einen Fehler zu treiben. Das gleiche hatte auch Tom Blomqvist mit Felix Serralles vor. Auch im mittel und hinteren Feld wurde hart um jede Position bekämpft. Sven Müller hatte es dann geschafft in der siebten Runde an seinem Vordermann vorbeizugehen und nahm damit Rang vier ein. Edwards Jones auf Platz 21 fahrend erhielt von der Rennleitung die Black/White Flag wegen Leaving the Track. Das gleiche Schiksal ereignete auch Andre Rudersdorf. Der Führende hatte einen Vorsprung von 14,1 Sekunden. Plötzlich drehte er sich um die eigene Achse und hatte dabei Glück, das er mit einem großen Vorsprung das Feld anführte. Wenig später war auch Andre Rudersdorf in Schwieigkeiten geraten. Er drehte sich und konnte das Fahrzeug noch abfangen. Danach entstand ein harter Kampf mit Roy Nissany. Der Dreher von Raffaele Marciello hatte im nachhinein ihm nur vier Sekunden gekostet. Damit führte er immer noch das Feld mir 10,9 Sekunden an. Um Platz sieben wäre es beinahe zu einer Kollision zwischen Lucas Auer und Felix Rosenqvist in der Spitzkehre gekommen. In der dreizehnten Runde war William Buller an Felix Rosenqvist dran. Hier ging es um Position acht. Bei noch neun Minuten zu fahrender Zeit war für Sandro Zeller das Rennen im Kiesbett früher beendet als geplant. Wenig später kam auch Sean Gelael von der Strecke ab und schoß durchs Kiesbett. Er konnte seine Fahrt auf Rang 21 aber weiter fortsetzen. Der Pole-Setter hatte seinen Vorsprung wieder auf über vierzehn Sekunden ausgebaut. Auch Tatiana Calderon konnte ihr Fahrzeug nicht auf der Strecke halten und war auf Abwegen unterwegs. In der Schlußphase hatte Tom Blomqvist auf Rang drei immer noch keinen Weg gefunden an Felix Serralles vorbeizukommen. Jann Mardenborough und Edward Jones räuberten mächtig über die Curbs. In der letzten Runde stand für Raffaele Marciello die Überrundung von Andre Rudersdorf an. Diese ging aber ohne Probleme von statten. Nach 19 Runden wurde Raffaele Marciello als Sieger abgewunken vor Felix Serralles und Tom Blomqvist. Als bester deutscher Pilot beendete Sven Müller das Rennen auf Rang vier. Harry Tincknell und Felix Rosenqvist sahen die Zielflagge auf den Plätzen fünf und acht. Daniil Kvyat kam auf Platz zehn als bester Gastarter ins Ziel. Tatiana Calderon überquerte die Ziellinie als Sechsundzwanzigste. In der Meisterschaft hat Raffaele Marciello 131,5 Punkte auf seinem Konto, gefolgt von Felix rRsenqvist mit 74 und Harry Tincknell mit 73 Punkten. In der Teamwertung hat Prema Powerteam mit 200 Zähler die Nase vorne vor kfzteile24 Mücke Motorsport mit 135 und Carlin mit 108 Zähler. Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Mir persönlich ist es egal, ob ich im Regen oder auf trockener Strecke fahre. Ich denke aber, dass unser Auto im Regen besonders gut ist. Ich hatte einen kritischen Moment, als ich mich in der ersten Kurve drehte. Dabei hatte ich Glück, nicht die Mauer zu treffen und ohne Probleme weiterfahren zu können. Ich habe jetzt zwra einen guten Vorsprung in der Gesamtwertung, aber die Saison ist noch lang und es ist noch lange nichts entschieden." Felix Serralles (Fortec Motorsports): "Es war ein gutes Rennen und ich bin sehr glücklich über meinen ersten Podestplatz in diesm Jahr. Ich denke, dass wir als neues Team in der Serie erst einmal die Reifen kennenlernen mussten. Nun geht die Entwicklung eindeutig in die richtige Richtung. Trotzdem war Raffaele an diesem Tag viel zu schnell für mich." Tom Blomqvist (Eurointernational): "Über den dritten Platz bin ich happy. Ich hatte natürlich auch etwas Glück, dass sich in der ersten Runde gleich zwei Fahrer vor mir drehten. Danach war ich glaube ich manchmal schneller als Felix, aber ich habe keinen Weg an ihm vorbei gefunden." Rennen Nr. acht stand am Samstagabend auf dem Programm. Diesmal konnten alle auf Slicks hinausgehen, denn das Wetter hatte sich gebessert. Es war trocken und die Sonne schien. Auch dieser Start funktionierte nach der Einführungsrunde ohne weiteres. Der Pole-Setter konnte seine Platzierung behaupten und führte wiederum das große Feld in die erste Kurve. In dieser Kurve kamen einige weit nach außen. Weit gefächert ging es auf die Spitzkehre zu. Im hinteren Feld waren sich mehrere nicht ganz einig, mit der Folge das Lucas Wolf, Richard Goddard und Jann Mardenborough dort ihr Rennen bereits früh beendeten. Sofort schickte die Rennleitung das Safety Car heraus, um die Havaristen zu bergen. Der Auslöser dieser Aktion war der Italiener Antonio Giovinazzi. Unterdessen war Richard Goddard in die Box gekommen und bekam einen neuen Frontflügel. Zu dieser Zeit führte Raffaele Marciello mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden vor Tom Blomqvist und Lucas Auer. Daniil Kvyat konnte seinen elften Platz behaupten. Der Re-Start erfolgte dann nach drei Runden und der Italiener konnte die Pace vorgeben und seine Führung behaupten. Überall im Feld wurde hart um jede Position gekämpft. Zwischenzeitlich hatte der Pole-Setter sich wieder mit einigen Wagenlängen abgesetzt. Hinter ihm entstand ein harter Kampf zwischen Tom Blomqvist und Lucas Auer. Raffaele Marciello war bereits mit 1,7 Sekunden auf und davon gefahren. Da sich Tom Blomqvist und Lucas Auer immer wieder behackten konnten die nachfolgenden Piloten aufschließen. Sven Müller hatte zwei Plätze eingebüst. Lucas Auer auf Rang drei fahrend hatte eine Armada von drei Fahrzeugen hinter sich. Danach riss das Feld ein wenig ab. Der Drittplatzierte in der Meisterschaft befand sich nur auf Platz vierzehn. Im Verlauf der siebten Runde kamen sich Daniil Kvyat und Jordan King etwas sehr nahe. Tatiana Calderon hatte Boden gut gemacht und einige Piloten hinter sich gelassen. Sie fuhr auf Platz 21 und versuchte sich Nicholas Latifi zurecht zu legen. Aber sie musste aufpassen, denn ihr im Nacken saßen Lucas Wolf und Michael Lewis. Der Spitzenreiter bekam von alledem nichts mit, denn Runde um Runde hatte er sich immer weiter absetzen können. Sein Vorsprung war schon wieder auf 3,6 Sekunden angewachsen. In einer Blitzaktion hatte Josh Hill sich im Motodrom auf Rang zwei geschoben. Innen war er an Tom Blomqvist und Lucas Auer vorbeigeschossen. Der Brite setzte sich auch sofort von seinen Verfolgern ab. Lucas Auer auf Rang vier hatte nun Felix Serralles und Dennis van de Laar im Schlepptau. Sven Müller war auf Rang acht zurückgefallen. Lucas Wolf und Andre Rudersdorf hatten Boden gut gemacht und fuhren bei Halbzeit des Rennens auf den Rängen 19 und 20. Bei noch sechs Minuten zu fahrender Zeit hatte Sean Gelael zuviel riskiert und drehte sich auf der Strecke. Danach lag er auf Rang 27. In den letzten Minuten war zwischen Mitchell Gilbert und Roy Nissany ein hartes Teamduell entstanden. Hier ging es um Rang 15. Nach 21 Runden holte sich Raffaele Marciello einen Doppel-Sieg, gefolgt von Josh Hill und Tom Blomqvist. Sven Müller beendete als bester deutscher Pilot das Rennen auf Rang acht. Der Zweit- und Drittplatzierte in der Meisterschaft sahen die Ziellinie auf den Plätzen zehn und dreizehn. Der beste Gaststarter Daniil Kvyat wurde als Zwölfter abgewunken. Raffaele Marciello führt in der Meisterschaft mit 156,5 Punkten vor Felix Rosenqvist mit 75 und Lucas Auer ebenfalls mit 73 Punkten. Prema Powerteam hat in der Teamwertung weitrhin mit 235 Zähler die Nase vorne, gefolgt von kfzteile24 Mücke Motorsport mit 139 und Carlin mit 115 Zähler. Raffaele Marciello (Prema Powerteam): "Ich hatte leichte Probleme mit meinen Reifen, deshalb war es nicht so einfach wie heute Vormittag. Ich denke, es lag daran, dass die Strecke relativ viel Grip aufbaute. Aber ich habe es trotzdem geschafft, das Rennen zu gewinnen und freue mich darüber." Josh Hill (Fortec Motorsports): "Ich lag hinter Tom und Lucas, als Tom einen kleinen Fehler machte. Im Anschluss kämpften die beiden miteinander und boten mir so die Chance, an ihnen vorbeizufahren. Um ehrlich zu sein, hätte ich zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison nicht erwartet, schon auf das Podest klettern zu können. Rang zwei ist ein tolles Ergebnis." Tom Blomqvist (Eurointernational): "Es war nicht einfach, Lucas hinter mir zu halten. Ausgangs der Mercedes-Arena habe ich einen kleinen Fehler gemacht und Lucas war an mir dran. Im Motodrom hat Josh dann uns beide überholt. Ich habe danach versucht, wenigstens den dritten Platz zu halten, was nicht einfach war. Schließlich ist es mir aber gelungen, vor Lucas ins Ziel zu kommen." Das dritte Rennen an diesem Wochenende stand am Sonntagvormittag auf dem Programm. Dieses fand bei trockenem Wetter statt. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start fast ohne Probleme, denn zwei aus dem hinteren Feld hatten wohl ihr Fahrzeug abgewürgt und blieben stehen. Der Pole-Setter Daniil Kvyat konnte seine Position nicht behaupten, denn er wurde direkt von Felix Rosenqvist niedergerungen. Er wurde bis auf Rang vier zurückgereicht. Überall im Feld wurden bereits harte Zweikämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Felix Rosenqvist mit 0,6 Sekunden vor Felix Serralles und Jordan King. Der Pole-Setter befand sich auf Rang vier. Zu dieser Zeit war Lucas Auer mit einem beschädigten Frontflügel unterwegs. Raffaele Marciello hatte schon Boden gut gemacht und war auf Platz sechs vorgefahren und versuchte Alex Lynn unter Druck zu setzen. Nach zwei gefahrenen Runden kam Lucas Auer zu seiner Crew und holte sich einen neuen Frontflügel. Im Verlauf der dritten Runde waren sich Andre Rudersdorf und Roy Nissany. nicht ganz einig, mit der Folge das beide sich berührten. Roy Nissany schoß dann noch quer über die Strecke und traf Sean Gelael. Dieser schlug danach heftigst in die Mauer ein. Sofort schickte die Rennleitung das Safety Car hinaus um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Unterdessen erhielt Jann Mardenborough von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Nach sechs Runden erfolgte dann der Re-Start. Dieser ging zu Gunsten des Führenden aus. Er hatte sich bereits mit einigen Wagenlängen abgesetzt. Jann Mardenborough hatte zu dieser Zeit seine Strafe angetreten und fiel damit bis ans Ende des Feldes zurück. In der achten Runde wurde William Buller in der Spitzkehre von Harry Tincknell angeschubst, mit der Folge das er sich drehte und dadurch etliche Plätze verloren hatte. Beim nächsten Umlauf kam Harry Tincknell in die Box, denn er hatte sich nach dem Schubser den Frontflügel beschädigt. Für diese Aktion hatte er aber auch eine Durchfahrtsstrafe von der Rennleitung erhalten. Einen harten Kampf lieferten sich Raffaele Marciello und Alex Lynn um den fünften Platz. An der Spitze hatte sich Felix Rosenqvist mit 1,5 Sekunden abgesetzt. Daniil Kvyat auf Rang drei fahrend hatte vier Fahrzeuge im Schlepptau. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit berührten sich Josh Hill und Lucas Auer beim Kampf um Platz 15 ganz leicht in der Spitzkehre. Jordan King hatte im Verlauf der dreizehnten Runde die Tür zu weit aufgemacht und dies nutzte sofort Raffaele Marciello aus und ging vorbei. Runde um Runde setzte sich der Führende immer weiter ab. In der Schlußphase wurde der Kampf zwischen Raffaele Marciello und Jorda King immer härter. Nebeneinander versuchten sie durch die Spitzkehre zu gehen, Der Brite drängte dort den Italiener weit nach außen und war dann des öferten für einige Zentimeter vor dem Italiener. Doch dieser konterte immer wieder und holte sich seine vierte Position wieder zurück. Lucas Auer lieferte sich auch ein hartes Duell mit drei anderen Piloten. Hier ging es um die zwölfe Position. Von alledem bekam der Führende Felix Rosenqvist nichts mit, denn er war mit 4,4 Sekunden dem Feld auf und davon gefahren. Nach 21 absolvierten Runden wurde der Schwede als Sieger mit einem Vorsprung von 4,8 Sekunden abgewunken. Hinter ihm kamen Felix Serralles und Daniil Kvyat ins Ziel. Raffael Marciello sah die Zielflagge auf Rang vier. Sven Müller der von Platz elf aus ins Rennen gegangen war, überquerte den Zielstrich als bester deutscher Pilot auf Platz sieben. Der Drittplatzierte in der Meisterschaft Harry Tincknell wurde als Fünfundzwanzigster gewertet, nachdem er einmal zur BOx gekommen war und einmal seine Durchfahrtsstrafe angetreten hatte. In der Meisterschaft führt weiterhin Raffaele Marciello mit 171,5 Punkten vor Felix Rosenqvist mit 100 und Alwex Lynn mit 76,5 Punkten. In der Teamwertung hat Prema Powerteam mit 260 Zähler die Nase vorne, gefolgt von kfzteile24 Mücke Motorsport mit 164 und Carlin mit 127 Zähler. Felix Rosenqvist (kfzteile24 Mücke Motorsport): "Ich hatte einen guten Start und konnte sofort einen kleinen Abstand auf meine Verfolger aufbauen. Dann kam das Safety Car auf die Strecke und mein Vorsprung war wieder hinüber. Nach dem Restart war Félix Serrallés mir zunächst eng auf den Fersen, aber ich konnte ihn schnell abschütteln. Ich bin glücklich, dieses Rennen gewonnen zu haben. Auf den Titel schaue ich aber nicht, denn diesen Fehler habe ich bereits im letzten Jahr gemacht und es hat nichts gebracht.“" Félix Serrallés (Fortec Motorsports): "Ich hatte einen guten Start und freue mich, dass ich hier auf dem Podest stehe. Leider ist mir beim Restart nach der Safety-Car-Phase ein Fehler unterlaufen, was zur Folge hatte, dass ich danach sehr viel Druck von hinten bekam. Zum Glück hat es am Schluss für den zweiten Platz gereicht." Daniil Kvyat (Carlin): "Mein Rennen war gut, aber am Start muss ich noch arbeiten, wenn ich ein Formel-3-Rennen gewinnen möchte. Ich habe nach dem Start schnell meinen Rhythmus gefunden und konnte den Anschluss an Félix für Rang zwei halten. Es war insgesamt ein tolles erstes Formel-3-Wochenende für mich mit einer Pole-Position und dem Podestplatz. Ich hoffe sehr, dass es nicht mein letzter Formel-3-Auftritt war." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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