Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Spa-Francorchamps / B
10.05. - 12.05.2013

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07.06. - 09.06.2013

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19.07. - 21.07.2013

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09.08. - 11.08.2013

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30.08. - 01.09.2013

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13.09. - 15.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


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David Griessner durch Ausfall von Ralf Glatzel vorzeitig Meister
Thomas Krebs ganz oben auf dem Siegerpodest

Im Rahmen der ADAC GT Masters vom 13. bis 15. September steht die Premiere der DTC des DMSB – ADAC PROCAR auf dem Slovakiaring in der Slowakei in der Nähe von Bratislawa gelegen auf dem Programm. Die Pilotinnen und Piloten müssen hier ihre Läufe dreizehn und vierzehn unter die Räder nehmen. Es geht nun in den Endspurt, denn bei den noch vier ausstehenden Rennen in dieser Saison werden maximimal noch 40 Punkte vergeben. Dem Schnellsten werden hier bei einem Doppelsieg 20 Zähler gut geschrieben. Sollte der Österreicher David Griessner (ETH Tuniing) zwei Mal ganz oben auf dem Siegerpodest stehen, würde er als vorzeitiger Meister seine Fahrt nach Hause antreten. Er konnte breits acht Rennen infolge für sich entscheiden und hat sich hier auf dem knapp sechs Kilometer langen Kurs einiges vorgenommen. Mit einem Punkterückstand von 26 Zähler liegt Ralf Glatzel (Glatzel Racing) auf Rang zwei der Meisterschaft, gefolgt von seinem Teamkollegen dem Weißrussen Yury Krauchuk. Dieser Punkterückstand ist sehr groß und darum will sich Ralf Glatzel darauf konzentrieren, den Vizemeistertitel mit nach Königsbronn zu nehmen und den Vorsprung auf seinen Teamkollegen zu halten, denn Platz zwei und drei in der Meisterschaft würde ihm gut gefallen. Yury Krauchuk hingegen zieht es noch weiter nach vorn. Der junge Weißrusse kann auf acht Podestplätze zurückblicken und würde in den letzten Rennen gern noch einmal ganz oben stehen.

David Griessner (ETH Tuning): "Auf dem Führenden lastet immer viel Druck. Ich habe ein kleines Punktepolster, muss aber zu 100 Prozent konzentriert bleiben, sonst passiert schnell etwas Unvorhergesehenes, das weiß ich."

Ralf Glatzel (Glatzel Racing): "Yury fährt eine tolle Saison und hat gezeigt, wie viel Potenzial in ihm steckt. Ich hatte in den letzten Rennen etwas zu viel Pech, wodurch ich den Anschluss an David verloren habe."

Am Freitagnachmittag von 16.25 Uhr bis 16.50 Uhr machten sich die Fahrerinnen und Fahrer zum ersten Mal bereit um auf die Strecke hinauszugehen. Das erste freie Training fand bei kühlen Temperaturen statt. Die Positionen wechselten des öfteren. Am Ende hatte sich der Tabellenführer David Griessner (ETH Tuning) mit fünf gefahrenen Runden und einer Zeit von 2:31,481 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt, gefolgt von Thomas Krebs (Liqui Moly Team Engstler)und Ralf Glatzel (Glatzel Racing). Yury Krauchuk, der Teamkollege von Ralf Glatzel musste sich zunächst mit Platz vier zufrieden geben. Julia Trampert (Liqui Moly Team Engstler), die einzige Dame im Feld nahm Platz sieben ein. Andreas Rinke und Arno Dahm die Teamkollegen des Tabellenführer platzierten sich auf den Plätzen fünf und acht.

Beim zweien freien Training, welches am Samstagmorgen stattfand, hatte sich das Wetter verschlechtert. Zeitverbesserungen konnten deswegen nicht erreicht werden. Nach den 25 Minuten war wieder keiner schneller unterwegs als David Griessner. Er hatte vier Runden gefahren mit einer Zeit von 2:42,959 Minuten, gefolgt von Ronny Reinsberger und Thomas Krebs. Yury Krauchuk und Ralf Glatzel mussten sich mit den Rängen vier und fünf zufrieden geben. Julia Trampert hatte sich auf Platz sieben gefahren. Andreas Rinke und Arno Dahm nahmen die Plätze sechs und acht ein. Pascal Hoffmann hatte keine gezeitete Runde zustande bekommen.

Kaum verschnaufen ließen die Veranstalter die Piloten der DTC des DMSB - ADAC PROCAR. Nur eine Minute vor dem Start des Zeittraining öffneten sie die Tore zur Boxengasse und ließen die Fahrzeuge einfahren. David Griessner machte allen schnell klar, wer für die schnellsten Rundenzeiten verantwortlich ist. Gleich in seiner zweiten Runde legte er eine 2:32.942 min. vor, an der sich die anderen vergeblich die Zähne ausbissen. Yury Krauchuk kam ihm in seiner vorletzten Runde mit 2:33.106 Minuten am nächsten, dicht gefolgt von seinem Teamkollegen Ralf Glatzel, der ebenfalls erst in seinem zweiten Stint seine 2:33er Zeiten fuhr. Thomas Krebs, der zwischenzeitlich auf Platz 2 lag, legte kurz vor Schluss noch einmal nach und verbesserte seine Zeit, doch erreichte die Top 3 mit 2:33.513 Minuten nicht ganz. Auch hinter ihm ist es denkbar eng: Insgesamt fuhren mit Yury Krauchuk, Ralf Glatzel, Thomas Krebs, Andreas Rinke und Julia Trampert fünf Piloten 2:33er Zeiten, angeführt natürlich vom jungen David Griessner, der mit über einer Sekunde Vorsprung erneut beweist, dass die Kombination aus dem Peugeot von ETH Tuning und ihm als Fahrer derzeit kaum zu schlagen ist.

Am Sonntagvormittag startete das erste Rennen der Deutschen Tourenwagen Challenge des DMSB – ADAC PROCAR bei besten Bedingungen. Nach dem Regen am gestrigen Samstag, empfing der Slovakiaring die Tourenwagen-Piloten heute mit Sonnenschein. In der Division 2 ging es vom Start an wie gewohnt eng zu. David Griessner behauptete seine Führung, gefolgt vom Weißrussen Yury Krauchuk. Auf Platz 3 hatte sich zwischenzeitlich Andreas Rinke geschoben, der Ralf Glatzel überholt hatte.. Auf dem schnellen Circuit kam David Griessner in der vierten Runde zunächst leicht in den Kies, konnte seinen Peugeot 207 Sport dann nicht mehr kontrollieren und verunfallte. Er blieb unverletzt, doch sein Fahrzeug überschlug sich und kollidierte mit einer Leitplanke. Das Rennen wurde nach dem Unfall abgebrochen und nicht erneut gestartet. Auf Grund der geringen Renndistanz wird das Ergebnis des Rennens nicht in die Wertung eingehen, so dass die Punktestände unverändert bleiben.

David Griessner (ETH Tuning): "Ich weiß gar nicht, wie mir das passieren konnte. Es ging sehr schnell und ich bin natürlich froh, dass ich unverletzt geblieben bin, aber für meine Meisterschafts-Ambitionen ist es eine Katastrophe."

Die Startaufstellung für das zweite Rennen der Deutschen Tourenwagen Challenge des DMSB – ADAC PROCAR bedurfte zunächst einigen Erklärungen. Da das erste Rennen nicht gewertet wurde, sollte das Grid aus Rennen 1 auch für das zweite Rennen Gültigkeit haben. David Griessner konnte mit viel Wehmut diesen Lauf nur von der Boxenmauer aus zusehen. Nach dem Ausschalten der Startampel erwischte Andreas Rinke einen sehr guten Start in das zweite Rennen und konnte in der ersten Runde sowohl an Yury Krauchuk als auch an Thomas Krebs vorbeiziehen. Ralf Glatzel konterte in der zweiten Runde und schob sich wieder vor Andreas Rinke. Wenig später stoppte ein Motorschaden seine Fahrt und er musste die Box ansteuern. Als Thomas Krebs mit einem sauberen Manöver am Ende der Start-Ziel Geraden Yury Krauchuk hinter sich ließ und in der sechsten Runde Andreas Rinke an gleicher Stelle auch am jungen Weißrussen vorbei ging, spielten die Emotionen beim Team von ETH Tuning an der Boxenmauer verrückt: Ohne dass er aktiv etwas dazu beitragen konnte, war nun David Griessner die Meisterschaft in der Division 2 nicht mehr zu nehmen. Am Ende des Rennens wurde Thomas Krebs als Erster abgewunken vor Andreas Rinke und Yury Krauchuk. Julia Trampert und Arno Dahm beendeten das Rennen auf den Plätzen fünf und sieben.

In der Meisterschaft hat der vorzeitige Meister David Griessner 104 Punkte auf dem Konto, gefolgt von Ralf Glatzel mit 78 und Yury Krauchuk mit 71 Punkten. In der Rookiewertung konnte der Österreicher bis jetzt 102,20 Zähler sammeln vor Yury Krauchuk mit 80,50 und Thomas Krebs mit 58,50 Zähler. In der Teamwertung liegt ETH Tuning 1 mit 112 Punkten auf Platz eins. Dahinter befinden sich Glatzel Racing 1 mit 100 und Liqui Moly Team Engstler mitr 57 Punkten.

Ralf Glatzel (Glatzel Racing): "Ich war hoch motiviert, schließlich ging es für mich noch um die Meisterschaft, die durch den Ausfall von David Griessner zumindest rechnerisch noch machbar gewesen wäre."

David Griessner (ETH Tuning): "Was für ein unglaubliches Wochenende. Ich muss mich erst einmal sortieren, gerade kann ich es gar nicht in Worte fassen."

Thoimas Krebs (Liqui Moly Team Engstlewr): "Es ist ein tolles Gefühl, hier oben zu stehen. Ich freue mich wahnsinnig – vor allem, weil es auch ein spannendes und herausforderndes Rennen bei uns in der Division gewesen ist."


CS

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