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![]() Nicolas Beer gewinnt den letzten Lauf in dieser Saison Führung in der letzten Runde verloren ![]() Vom 27. bis 29. September müssen die Fahrerinnen und Fahrer der ADAC Formel Masters ihre letzten drei Rennen in dieser Saison im Rahmen des ADAC GT Masters Weekend im Badischen absolvieren. Gefahren wird auf dem Hockenheimring. Die Nachwuchspiloten der Highspeedschule des ADAC fiebern der Stadionatmosphäre des Formel-1- und DTM-Kurses entgegen. Seit dem Rennwochenende auf dem Slovakiaring steht der vorzeitige Meister mit Alessio Picariello (Mücke Motorsport) bereits fest. Er konnte bislang 331 Punkte auf seinem Konto sammeln. Hinter ihm liegen Maximilian Günther (ebenfalls Mücke Motorsport) mit 220 und Jason Kremer (Schiller Motorsport) mit 197 Zähler. Mit zehn Siegen und 14 Podiumsplatzierungen nach 21 Saisonrennen ist der Belgier rechnerisch nicht mehr einholbar. Für Alessio Picariello aber kein Grund, sich zurückzulehnen: Saisonübergreifend gewann der 20-Jährige bislang zwölf Rennen - bei einem weiteren Erfolg wäre er vor Richie Stanaway, dem Champion von 2010, der siegreichste Fahrer in der Geschichte des ADAC Formel Masters. Um die Vizemeisterschaft ist nun ein Vierkampf entstanden. Mittendrin der Lokalmatador Marvin Dienst (Neuhauser Racing). Er hat 171 Punkte auf seinem Konto. Marvin Dienst, der nur 40 Kilometer von Hockenheim entfernt wohnt, reist mit viel Rückenwind zu seinem Heimrennen. Bei der Premiere des ADAC Formel Masters in der Slowakei vor eineinhalb Wochen gelang dem 16-Jährigen das bislang erfolgreichste Rennwochenende seiner Debütsaison. Er feierte seinen ersten Sieg und fuhr in allen drei Rennen auf das Podium. Der Gesamtzweite Maximilian Günther verfolgt den gleichen Plan. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport ist der erfolgreichste der 15 Serienneulinge in dieser Saison und möchte sein starkes Debüt im ADAC Formel Masters mit dem Vizetitel abschließen. Hier möchte aber Jason Kremer auch noch ein Wörtchen mitreden. Er hat 23 Punkte Rückstand auf Maximilian Günther und peilt in seiner dritten ADAC Formel Masters Saison sein bestes Karriereergebnis an. Der erfahrenste Pilot im Feld reist mit guten Erinnerungen nach Hockenheim. Auf dem badischen Traditionskurs gewann er 2011 sein erstes Rennen und ist damit der einzige Fahrer im aktuellen Starterfeld, der bereits auf dem Hockenreimring triumphieren konnte. Der vierte im Bunde der um den Vizetitel mitkämpft ist der Däne Nicolas Beer (Neuhauser Racing. Er befindet sich mit einem Punkt Vorsprung zu seinem Teamkollegen Marvin Dienst auf Rang vier der Meisterschaft. Der Däne kennt die 4,574 Kilometer lange Strecke ebenfalls aus der Vorsaison und weiß worauf es auf dem Hockenheimring mit seinen 17 Kurven ankommt. Marvin Dienst (Neuhauser Racing): "Ich habe gezeigt, dass ich Rennen gewinnen kann und mit diesem Wissen im Hinterkopf reise ich sehr zuversichtlich zu meinem Heimspiel an den Hockenheimring. Ich bin sicher, dass mir Familie und Freunde vor Ort die Daumen drücken, das verschafft mir zusätzliche Motivation. Ich hatte die gesamte Saison über ein starkes Auto und denke, dass uns die Strecke gut liegen sollte - ich greife beim Saisonfinale noch einmal voll an." Maximilian Günther (Mücke Motorsport): "Ich freue mich schon sehr auf das Saisonfinale. Wenn ich an meinen bisherigen Speed anknüpfen kann, sollte der zweite Platz sicher sein - aber in Hockenheim kann alles Mögliche passieren. Auf dem Slovakia Ring lief es leider nicht so gut für mich, deshalb nehme ich die letzten drei Rennen des Jahres voll konzentriert in Angriff." Jason Kremer (Schiller Motorsport): "An meinen ersten Sieg kann ich mich noch gut erinnern. Mit einem weiteren Erfolg würde ich die Erinnerung daran gerne noch einmal auffrischen. Der Hockenheimring zählt zu meinen Lieblingsstrecken und hier war ich immer schnell unterwegs. Da ich noch Chancen auf den zweiten Gesamtrang besitze, werde ich umso mehr Vollgas geben." Nicolas Beer (Neuhauser Racing): "Es ist immer etwas Spezielles, zum Saisonfinale zu reisen. Diesmal ist es für mich noch besonderer, weil es um etwas wirklich Zählbares geht. Auf dem Hockenheimring bieten sich Überholmanöver vor allem nach der Parabolika an. Über die gesamte Gerade hinweg wird der Windschatten eine große Rolle spielen und Positionsgewinne möglich machen. Persönlich freue ich mich besonders auf die Einfahrt ins Motodrom, wo uns sicherlich viele Fans zujubeln werden - diese Passage ist einfach unglaublich und einzigartig im Rennkalender." Am Freitagvormittag machten sich die Fahrerinnen und Fahrer bei 17 Grad Lufttemnperatur bereit, ihr freies Training auf der 4,574 Kilometer langen Strecke hinter sich zu bringen. Nachdem die Positionen des öfteren gewechselt hatten, hatte sich Ralph Boschung (Team KUG Motorsport) mit 17 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:45,784 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt, gefolgt von Maximilian Günther (Mücke Motorsport) und Marvin Dienst (Neuhauser Racing Team). Jason Kremer (Schiller Motorsport) und Nicoals Beer (Neuhauser Racing Team) mussten sich zunächst mit den Plätzen sieben und vier zufrieden geben. Als beste Dame war Beitske Visser (Lotus) auf Platz sechs unterwegs. Die zweite Dame im Feld Stephane Kox (Team KUG Motorsport) nahm Rang 15 ein. Der vorzeitige Meister Alessio Picariello (Mücke Motorsport) hatte sich auf Rang acht platziert. Für die Pilotinnen und Piloten wurde es am Freitagnachmittag ernst, denn nun stand das Qulifying in denen die Startaufstellung für das Rennen am Samstagmittag und Sonntagmorgen ausgefahren wird auf dem Programm. Die schnellste Runde ist aussschlaggebend für das erste Rennen am Samstag an diesem Wochenende und die zweitschnellste Runde zählt für das Rennen am Sonntagmorgen. Die Positionen wechselten wie immer des öfteren. Im nachhinein hatte sich dann Maximilian Günther nach zwölf Runden mit einer Zeit von 1:45,533 Minuten die Pole-Position für Samstag gesichert, gefolgt von Alessio Picariello und Marvin Dienst. Jason Kremer und Nicolas Beer werden das Rennen von den Rängen acht und neun aus aufnehmen. Als beste Dame wird Beitske Visser in der dritten Startreihe stehen. Stephane Kox nimmt das Rennen von Startplatz 17 aus auf. Die Pole-Position für Sonntag ging abermals an Maximilian Günther. Diese hatte er mit einer Zeit von 1:45,665 Minuten erzielt. Die Startplätze zwei und drei gingen wiederum an Alessio Picariello und Marvin Dienst. Um zwei Plätze verbessert hatte sich Nicolas Beer. Hingegen hatte Jason Kremer einen Startplatz eingebüst. Die beiden Damen im Feld hatten ihre Positionen behaupten können und werden wieder von Rang sechs und 17 aus ins Rennen gehen. Beim letzten Qualifying des Jahres erreichte Fabian Schiller (Schiller Motorsport) mit Platz vier das beste Resultat in seiner Debütsaison. Der Schiller Motorsport-Pilot verwies Ralph Boschung )mit seiner letzten schnellen Runde in 1:46.006 Minuten auf Startplatz fünf. Der Schweizer teilt sich die dritte Startreihe mit der Red-Bull-Juniorin Beitske Visser. Die Top-Fünf waren lediglich eine halbe Sekunde voneinander getrennt. Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Poles Rennen 1 und 2: "Ich bin überglücklich. Der Speed stimmte vom ersten Moment an und ich konnte ihn auch mit neuen Reifen super umsetzen. Nach dem schwierigen Wochenende am Slovakia Ring ist dieses Ergebnis für mich eine kleine Genugtuung. Nach dem vielen Pech am vergangenen Rennwochenende konnte ich so die Dinge wieder geraderücken. Mein Ziel ist nun ganz klar der Sieg. Auf dem Lausitzring habe ich gezeigt, dass ich Rennen gewinnen kann, daher gehe ich voller Selbstvertrauen in das letzte Rennwochenende der Saison." Bei trockenem Wetter nahmen die Fahrerinnen und Fahrer ihr Rennen Nr. 22 am Samstagnachmittag in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und der Pole-Setter konnte seine Position zunächst behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Überall im Feld kam es bereits zu harten Positionskämpfen. Es dauerte auch nicht lange und der vorzeitige Meister hatte die Führung übernommen. In der Spitzkehre war Maximilian Günther auf der letzten Rille unterwegs. Hier war auch Nicolas Beer etwas von der Strecke abgekommen. Zwischenzeitlich hatte Fabian Schiller von einem Kontrahenten einen Schubser erhalten und musste zunächst weit nach außen fahren. Nach der ersten Runde führte Alessio Picariello schon wieder mit einem Vorsprung von 1,602 Sekunden, gefolgt von Maximilian Günther und Ralph Boschung. Zu dieser Zeit war für Marvin Dienst das Rennen in der Box früher beendet als geplant. Jason Kremer hatte nach zwei Runden bereits Boden gut gemacht und war von Rang acht bis auf Platz fünf nach vorne gefahren. Hingegen hatte Beitske Visser zwei Plätze eingebüst. Nach vier Runden erhielt Nicolas Beer von der Rennleitung eine Verwarnung wegen Verlassens der Strecke. Callan O`Keeffe der von Rang elf ins Rennen gegangen war und dann nach hinten durchgereicht wurde, hatte sich zu dieser Zeit schon wieder bis auf Platz 16 nach vorne gearbeitet. Stephane Kox die zweite Dame im Feld lag auf Rang vierzehn. Sie musste aufpassen, dass sie nicht von Kim Alexander Giersiepen niedergerungen wurde. Fabian Schiller auf Platz vier hatte Jason Kremer und Nicolas Beer im Schlepptau. Die ersten drei unterdessen fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Im Verlauf der siebten Runde hatte Martin Gatz im Bereich der Mercedes Tribüne sein Fahrzeug quer abgestellt. An der Spitze war der Vorsprung des vorzeitien Meisters auf 1,915 Sekunden geschrumpft. Im Bereich der Spitzkehre hatte Nicolas Beer die Türe zugemacht, mit der Folge das Jason Kremer ihn berührte und sich wohl ganz leicht den Frontspoiler beschädigt hatte. Zu dieser Zeit erhielten Giorgio Maggi und Marcel Lenerz von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen Mißachtung gelber Flaggen. Zwischenzeitlich war Callan O`Keeffe auf Rang dreizehn vorgefahren. Nach zehn gefahrenen Runden kam Giogio Maggi herein und trat seine Strafe an und konnte nun dem Feld hinterher eilen. Auf Platz acht fahrend hatte Stefan Riener alle Hände voll zu tun sich Mikkel Jensen und Indy Dontje vom Hals zu halten. Beim nächsten Umlauf trat dann auch Marcel Lenerz seine Strafe an. In der Schlußphase musste auch Benedikt Gentgen seinen elften Rang verteidigen. Er konnte sich aber im nachhiein dann Luft verschaffen. Von alledem bekam der Führende Alessio Picariello nichts mit, denn er war mit 1,292 Sekunden auf und davon gefahren. Hendrik Grapp hatte in der vorletzten Runde sich Kim Alexander Giersiepen zurecht gelegt und war an ihm vorbeigezogen und nahm jetzt Platz vierzehn ein. Nach vierzehn Runden holte sich Alessio Picariello seinen dreizehnten Laufsieg, gefolgt von Maximilian Günther und Ralph Boschung. Mit Platz zwei ist Maximilian Günther auf dem besten Weg zur Vizemeisterschaft. Nicolas Beer und Jason Kremer beendeten das Rennen auf den Rängen vier und sechs. Als beste Dame sah Beitske Visser auf Platz sieben das Ziel. Stephane Kox sah als Sechzehnte die Ziellinie. In der Meisterschaft hat Alessio Picariello nun 356 Punkte vor Maximilian Günther mit 238 und Jason Kremer mit 205 Punkten. In der Teamwertung liegt Mücke Motorsport mit 598 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Neuhauser Racing mit 405 und Schiller Motorsport mit 347 Zähler. Alessio Picariello (Mücke Motorsport)), Sieger: "Ich bin sehr stolz, mit diesem Sieg der erfolgreichste Pilot des ADAC Formel Masters zu sein. Nach der Strafe im dritten Rennen auf dem Slovakia Ring war ich sehr enttäuscht und bin umso motivierter nach Hockenheim gereist. Nun habe ich mit Ausnahme des Lausitzrings auf jeder Strecke in diesem Jahr gewonnen - das freut mich sehr. Ich konzentrierte mich sehr auf einen guten Start. Das gelang mir, aber Maximilian konnte seine Führung in der ersten Kurve zurückerobern. Erst ein Fehler seinerseits brachte mich wieder an die Spitze. Danach ging es darum, den Abstand konstant zu halten und die Reifen zu schonen. Als ich erkannte, dass Maximilians Frontflügel beschädigt war, nahm ich etwas Gas heraus und fuhr nicht mehr am Limit." Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Zweiter: "Ich freue mich sehr, wieder auf dem Podest zu stehen. Mit diesem Ergebnis habe ich einen wichtigen Schritt in Richtung Vizetitel gemacht. Das entscheidende Überholmanöver ereignete sich bereits in Runde eins. Alessio erwischte einen besseren Start und drängte mich in der ersten Kurve etwas nach außen - das kostete mich Zeit. Damit war er in der besseren Situation und konnte in der Folge an mir vorbeiziehen. In der Spitzkehre kam es kurz darauf zu einem Zwischenfall mit Fabian Schiller. Er ließ mir kaum Platz, wodurch mein Frontflügel links beschädigt wurde. Ich bemerkte den Defekt aber nicht, da sich das Auto weiterhin gut anfühlte. Ich konnte sogar erneut auf Alessio aufholen, durch meinen Rückstand nach dem Zwischenfall war der Sieg aber nicht mehr möglich." Ralph Boschung (KUG Motorsport), Dritter: "Ich freue mich sehr über den dritten Platz, denn es sah zunächst nicht danach aus. Mein Start verlief nicht optimal, wodurch ich eine Position einbüßte. Im allgemeinen Durcheinander der ersten Runde gelangen mir aber Überholmanöver gegen Beitske Visser und Marvin Dienst, was mich auf Platz drei brachte. Danach wollte ich Platz zwei angreifen, entschied mich aber, lieber meine Reifen für die kommenden Rennen zu schonen. In der zweiten Saisonhälfte ist mir eine deutliche Leistungssteigerung geglückt. Dabei half mir vor allem die gesteigerte Erfahrung durch die vielen Rennen im ADAC Formel Masters." Ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntagvormittag bei trockenem aber kühlem Wetter unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start wieder ohne Probleme. Maximilian Günther kam gut weg und konnte seine Position behaupten. Durch die erste Kurve kamen sie gut durch. Danach waren sich dann zwei nicht ganz einig, mit der Folge das sie weit raus kamen und dem Feld hinterher eilen durften. In der Ameisenkurve waren auch welche auf Abwegen unterwegs. Durch die Spitzkehre kamen sie alle gut hindurch. Überall im Feld kam es zu harten aber fairen Zweikämpfen. Unterdessen war für Kim Luis Schramm das Rennen bereits in der ersten Runde mit einem abgeknickten Vorderrad beendet. Nach dieser Runde führte weiterhin Maximilian Günther mit einem knappen Vorsprung von 0,481 Sekunden vor dem Meister Alessio Picariello und Fabian Schiller. Beitske Visser hatte einen Platz gut gemacht. Stefan Riener und Stephane Kox waren diejenigen, die sich in der Anfangsphase nicht ganz einig waren. Unterdessen erhielt Fabian Schiller von der Renneitung eine Durchfahrtsstrafe. Kim Luis Schramm hatte sich bis zur Box retten können. Auch Kim Alexander Giersiepen auf Rang 18 fahrend war in der Anfangsphase auf Abwegen unterwegs gewesen. Marvin Dienst hatte sich harten Attacken von Ralph Boschung zu erwehren. Hier ging es um den vierten Rang. Beitske Vissser hatte nach drei Runden Boden verloren und lag nur noch auf Platz acht. Zu dieser Zeit war Kim Alexander Giersiepen mit technischen Problemen in die Box gekommen und gab das Rennen dort früher auf als geplant. An der Spitze hatten sich die ersten beiden etwas abgesetzt. Zwei Ränge gut gemacht hatte Jason Kremer. Er versuchte nun den Anschluß an Nicolas Beer auf Platz fünf zu bekommen. Zwischenzeitlich hatte Fabian Schiller seine Strafe angetreten. In der fünften Runde hatte Stefan Riener Stephane Kox innen in der Spitzkehre niedergerungen und sich damit auf Platz dreizehn gefahren. Der Führende hatte sich mit 1,910 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Marvin Dienst hatte seinen dritten Rang nicht behaupten können, denn Ralph Boschung war an ihm vorbeigegangen. In der sechsten Runde gerieten Marcel Lenerz und Martin Gatz aneinander, mit der Folge das sie sich drehten. Zur gleichen Zeit war der Führende in langsamer Fahrt unterwegs und musste eingangs der siebten Runde sein Fahrzeug neben der Strecke abstellen. Damit hatte Alessio Picariello die Führung übernommen, gefolgt von Ralph Boschung und Marvin Dienst. Fabian Schiller hatte eine erneute Durchfahrtsstrafe erhalten, weil er das Speedlimit in der Boxengasse überschritten hatte. Callan O`Keeffe bekam von der Rennleitung die schwarze Flagge mit dem orangen Punkt gezeigt. Er musste also die Box ansteuern und den stark beschädigten Frontflügel erneuern lassen. Auf Platz zehn lieghend kam er dann zu seiner Durchfahrtsstrafe herein. Zur gleichen Zeit war Ralph Boschung auf Platz zwei liegend auf Abwegen unterwegs und musste sich dann auf Rang acht wieder einreihen. Marvin Dienst und Jason Kremer hatten sich damit auf die Plätze zwei und drei geschoben. Nach seinem Ausrutscher kam Ralph Boschung in die Box zurück. Benedikt Gentgen auf Platz acht liegend erhielt eine Verwarnung wegen Verlassens der Strecke. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er war wieder mit 4,215 Sekunden dem Feld auf und davon gefahren. Hinter ihm hatte Marvin Dienst alle Hände voll zu tun sich Jason Kremer und Nicolas Beer vom Hals zu halten. Danach riss das Feld erst einmal ein wenig ab. In der zehnten Runde war ein harter Kampf zwischen Marvin Dienst und Jason Kremer entstanden. Dies konnte Nicolas Beer im nachhinein ausnutzen und zog gleich an beiden vorbei, nach dem Motto: wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Beitske Visser hatte auch einen Kampf mit Mikkel Jensen auszutragen. Hier ging es um Platz fünf. Die Fahrer Nicolas Beer und Ralph Boschung mussten nach dem Rennen zum Rennleiter um sich wegen eines Vorfalls im Rennen zu äußern. Jason Kremer auf Rang vier liegend versuchte den ersten ernsthaften Angriff in der Schlußphase auf Marvin Dienst. Dabei berührten sich diese beiden leicht. Er müsste bis auf Rang zwei vorfahren um noch ein Wörtchen in der Vizemeisterschaft mitreden zu können. Für den Vorfall in der Spitzkehre mit dem Berühren von Marvn Dienst erhielt Jason Kremer von der Rennleitung noch eine Verwarnung wegen pushing another car. An der Spitze hatte Alessio Picariello das Tempo etwas rausgenommen. Der Vorsprung betrug jetzt nur noch 3,277 Sekunden. Nach 15 Runden holte sich Alessio Picariello einen Doppelsieg, gefolgt von Nicolas Beer und Marvin Dienst. Jason Kremer wurde als Vierter abgewunken. Als beste Dame sah Beitske Visser auf Rang fünf das Ziel. Trotz seines Ausfalls holte sich Maximilian Günther die Vizemeisterschaft. Alessio Picariello hat 381 Punkte auf dem Meisterschaftskonto, gefolgt von Maximilian Günther mit 238 und Jason Kremer mit 217 Punken. In der Teamwertung liegt Mücke Motorsport mit 623 Zähler auf Rang eins vor Neuhauser Racing mit 442 und Schiller Motorsport mit 359 Zähler. Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Sieger: "Ich freue mich sehr über meinen zweiten Sieg in Hockenheim. Zu Beginn des Rennens war mein Auto recht schwierig zu fahren, da unsere Strategie darauf ausgelegt war, zum Schluss schnell zu sein. Daher ging es darum, den Abstand zu Maximilian konstant zu halten, was mir gelang. Ich bin nicht sicher, ob ich das Rennen ohne seinen Ausfall hätte gewinnen können - unsere Pace war beinahe identisch. Danach war ich in der Lage, die Reifen für das dritte Rennen zu schonen. Ich glaube, dass auch im letzten Rennen der Saison ein Sieg für mich drin ist." Nicolas Beer (Neuhauser Racing), Zweiter: "Ich bin sehr glücklich, endlich wieder auf dem Podest zu stehen. Die erste Runde war sehr turbulent und ich wusste teilweise nicht, wohin ich fahren sollte, um keinen Unfall zu riskieren. Vor der Mercedes-Tribüne sah ich meine große Chance, als meine Konkurrenten gegeneinander kämpften. Sie bremsten beide zu spät und ich konnte direkt zwei Positionen gewinnen. Das Auto war heute einfach unglaublich schnell. Für das dritte Rennen ist es mein Ziel, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um einen guten Saisonabschluss zu erleben." Marvin Dienst (Neuhauser Racing), Dritter: "Es ist etwas ganz Besonderes, bei meinem Heimrennen auf dem Podest zu stehen. Ich hatte mir aber etwas mehr erhofft, da meine Reifen durch den gestrigen Ausfall deutlich frischer waren als die meiner Konkurrenten. Ab Mitte des Rennens wurde es ein enger Dreikampf zwischen meinem Teamkollegen Nicolas Beer, Jason Kremer und mir. Ich versuchte anzugreifen, erkannte aber fünf Runden vor dem Ende, dass Nicolas heute zu schnell war. Ab diesem Zeitpunkt sicherte ich meinen Podestplatz ab. Für das dritte Rennen habe ich mir nochmals viel vorgenommen - den Weg aus dem Mittelfeld nach vorne habe ich ja bereits mehrfach erfolgreich gemeistert." Das letzte Rennen in dieser Saison nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntagnachmittag unter die Räder. Die ersten acht aus dem zweiten Lauf tauschen ihre Platzierungen und damit stand Benedikt Gentgen auf der Pole, gefolgt von Indy Dontje und Mikkel Jensen. Der Meister wird das Rennen von Startplatz acht aus aufnehmen. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Mit viel Disziplin ging es hier hindurch. In der Spitzkehre hatte Jason Kremer die Führung übernommen. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Jason Kremer mit einem Vorsprung von 0,914 Sekunden, gefolgt von Indy Dontje und Benedikt Gentgen. Alessio Picariello befand sich auf Platz sieben. Direkt hinter ihm lag die beste Dame mit Beitske Visser. Unterdessen standen Stefan Riener und Hannes Utsch unter Beobachtung der Rennleitung. Im Verlauf der dritten Runde war Marvin Dienst bei der Anfahrt zur Spitzkehre zu schnell, mit der Folge das er auf das Fahrzeug von Benedikt Gentgen auffuhr, hoch stieg und dann havariert im Notausgang liegen blieb. Damit war für ihn das Rennen früher beendet als geplant. Auch für Benedikt Gentgen kam damit das frühe Aus. Ralph Boschung, der von hinten gestartet war, hatte sich bereits bis auf Platz acht nach vorne gearbeitet. Unterdessen hatten Stephane Kox, Nicolas Beer, Callan O`Keeffe und Maximilian Günther Boden gut gemacht. Sie lagen auf den Rängen elf, drei, zwölf und vierzehn. Hannes Utsch und Stefan Riener hatten eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts erhalten. Unterdessen war Matin Gatz etwas auf Abwegen unterwegs. Nach fünf gefahrenen Runden trat Hannes Utsch seine Strafe an. An der Spitze hatte sich Jason Kremer mit 2,283 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt.Indy Dontje auf Rang drei hatte Mikkel Jensen, Alessio Picariello und Beitske Visser im Schlepptau. Hannes Utsch hatte sich auf Platz 18 nach seiner Strafe wieder eingereiht. Maximilian Günther hatte sich jetzt auf Rang zehn gefahren. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit hatte der Meister kurzen Prozesss gemacht mit Mikkel Jensen und war vorbeigegangen und machte sich nun auf den Weg zum Niederländer Indy Dontje. Eine Verwarnung hatte Kim Alexander Giersiepen bekommen wegen Verlassens der Strecke. In der Schlußphase war Nicolas Beer näher an Jason Kremer herangekommen. Stefan Riener hatte nach zehn Runden die schwarze Flagge bekommen, weil er seine Strafe nicht angetreten hatte. Er lag zu dieser Zeit auf Platz acht. In den letzten vier Minuten hatte Stephane Kox eine Verwarnung wegen Verlassens der Strecke bekommen. Zu dieser Zeit hatte Ralph Boschung sich auf Platz sechs gefahren. Jason Kremer musste absolute Kampflinie fahren, denn Nicolas Beer versuchte immer wieder die Führung zu übernehmen. Ausgangs der Spitzkehre konnte Nicolas Beer an Jason Kremer vorbeigehen und führte das Feld an. Wenig später versuchte Jason Kremer in der letzten Runde einen Gegenkonter, mit der Folge das er sich seinen Frontspoiler beschädigte. Nach vierzehn Runden sah Nicolas Beer als Erster das Ziel, gefolgt von Jason Kremer und Indy Dontje. Ralph Boschung sah die Ziellinie als Fünfter. Zwei Plätze dahinter kam die beste Dame Beitske Visser ins Ziel. Die Meisterschaft beendete Alessio Picariello mit 388 Punkten vor Maximilian Günther mit 240 und Jason Krmer mit 227 Punkten. Mücke Motorsport gewinnt die Teamwertung mit 633 Zähler, gefolgt von Neuhauser Racing mit 453 und Schiller Motorsport mit 373 Zähler. Nicolas Beer (Neuhauser Racing), Sieger: "Ich bin überglücklich, das letzte Rennen der Saison gewonnen zu haben. Ich schließe mein erstes komplettes Jahr im ADAC Formel Masters mit dem vierten Gesamtrang in der Meisterschaft ab - und das mit einem Sieg beim Finale. Ich würde dieses Rennen als das verrückteste meiner gesamten Karriere bezeichnen. Ich sah, dass ich Runde um Runde auf Jason Kremer aufholte und irgendwann war ich bereit für einen Angriff. Ich versuchte es, er bremste etwas zu spät und ich ging vorbei. Danach sah ich ihn rechts hinter mir, ich bremste normal und es kam zu einer Berührung. Glücklicherweise konnten wir beide das Rennen beenden - dieses Ergebnis ist der perfekte Saisonabschluss." Jason Kremer (Schiller Motorsport), Zweiter: "Nach drei Jahren im ADAC Formel Masters ist es etwas enttäuschend, in der letzten Runde des finalen Rennens noch die Führung zu verlieren. Dennoch freue ich mich über Rang zwei. Mein Start war nahezu perfekt – ich fuhr innerhalb von drei Kurven von Position fünf auf eins. Danach führte ich beinahe das gesamte Rennen und versuchte rundenlang, mich gegen Nicolas zu verteidigen. Irgendwann war er leider in der richtigen Position und ich konnte ihn nicht mehr halten. Mein Flügel wurde bei einer Berührung leicht beschädigt, aber es war ohnehin nur noch eine halbe Runde zu absolvieren. Ich betrachte dieses Rennen als guten Saisonabschluss. Ich habe nochmal alles gegeben und mir damit den dritten Platz in der Meisterschaft gesichert." Indy Dontje (Lotus), Dritter: "Dieser Podestplatz ist das perfekte Ende einer teils schwierigen Saison. Wir haben hier endlich das Problem gefunden und auf Anhieb war mein Speed in den Rennen viel besser. Der Start gelang mir gut, allerdings berührte mich ein anderes Auto im Durcheinander in der Spitzkehre. Dabei nahm mein Heckflügel leichten Schaden und Jason Kremer passierte mich. Kurz darauf kam es zu einer neuerlichen Berührung, die meinen Heckflügel endgültig verbog. Ich dachte, ich würde nun Plätze verlieren, aber nur Nicolas Beer überholte mich. Ich versuchte, zunächst mit ihm zu kämpfen, entschied mich aber, ihn ziehen zu lassen und meinen Podestplatz abzusichern. Ich habe in jedem Rennen dieser Saison Punkte geholt und freue mich sehr über diesen Rekord." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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