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26.04. - 28.04.2013

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10.05. - 12.05.2013

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19.07. - 21.07.2013

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Erster Saisonsieg für Nicoals Beer
Safety Car Phase wegen Überschlags von Benedikt Gentgen

Nach der langen Sommerpause geht es für die ADAC Formel Masters auf dem Nürbugring zu den Läufen 10 bis 12. Gefahren wird die Kurzanbindung der Formel 1 Rennstrecke in der Eifel mit einer Länge von 3,629 Kilometern. Nach dem Wochenende wird feststehen, wer als Halbzeitmeister die Eifel Richtung dem österreichischen Red Bull Ring verlassen wird. Die besten Aussichten hat Alessio Picariello (Team Mücke Motorsport) mit 118 Punkten. Auf Rang zwei rangiert Jason Kremer vom Siegburger Team Schiller Motorsport, der 88 Punkte auf seinem Konto hat. Eng geht es dahinter weiter mit Nicolas Beer (86 Punkte), Maximilian Günther (84 Punkte) und Hendrik Grapp mit 82 Punkten. Die Spannung im Titelkampf wird weiter hoch gehalten und entschieden ist noch lange nichts. Gibt es für den Sieg 25 Punkte und das bei drei Läufen pro Rennwochenende, sind noch viele Punkte zu vergeben.

Hardy Schiller (Teamchef): "Mit dem Nürburgring verbinden wir sehr gute Erinnerungen, denn im vergangenen Jahr gelang uns in unserer Premierensaison als Formelrennsport-Team dort bereits bei der vierten Veranstaltung der erste Sieg. Die achtwöchige Pause im Kalender haben wir ausgiebig dazu genutzt, um unsere Autos bestmöglich vorzubereiten. Jetzt freut sich das gesamte Team auf die Heimrennen auf dem Nürburgring und wir hoffen, dass wir unseren zahlreichen Gästen aus Bonn und Umgebung eine gute Show bieten können."

Jason Kremer (Schiller Motorsport): "Natürlich gehe ich mit sehr großen Erwartungen in die kommenden Rennen. Der Nürburgring gehört zu meinen Lieblingsstrecken, denn ich konnte hier ja bereits im vergangenen Jahr einen Lauf gewinnen. In den vergangenen Wochen habe ich viel an meiner Fitness gearbeitet und fühle mich im Auto sehr wohl. Deshalb denke ich, dass ich gute Chancen habe, auch am kommenden Wochenende wieder den Sprung nach ganz oben aufs Treppchen zu schaffen."

19 Fahrerinnen und Fahrer mussten am Freitagvormittag bei sehr heißem Wetter ihr freies Training in Angriff nehmen. Immer wieder kam es zu Positionswechseln. Ralph Boschung (KUG Motorsport) hatte sich nach 19 Runden mit einer Zeit von 1:29,546 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt. Hinter ihm lagen Alessio Picariello (ADAC Berlin-Brandenburg) und Maximilian Günther (ADAC Berlin-Brandenburg). Die beiden Damen im Feld Beitske Visser (Lotus) und Stephane Kox (Team KUG Motorsport) mussten sich zunächst mit den Rängen fünf und 15 zufrieden geben. Der Zweit- bzw. Drittplatzierte in der Meisterschaft nahmen die Ränge vier und sieben ein.

Von 15.55 Uhr bis 16.25 Uhr wurde es für die Pilotinnen und Piloten ernst, denn nun stand das Qualifying in dem die Startaufstellungen für die Rennen am Samstagmittag und Sonntagmorgen ausgefahren werden auf dem Programm. Die schnellste Zeit zählt für das Rennen am Samstag und die zweitschnellste Zeit für das Rennen am Sonntagvormittag. Zunächst einmal wechselten wie immer die Positionen. Bei noch zwölf Minuten zu fahrender Zeit hatte einer der Piloten zuviel riskiert, mit der Folge das er leicht in die Reifenstapel eingeschlagen war. Zur gleichen Zeit rollte das Fahrzeug von Stefan Riener auf Platz elf liegend aus. Zu dieser Zeit war Alessio Picariello der Schnellste im Feld, gefolgt von Nicolas Beer und Maximilian Günther. Als beste Dame war Beitske Visser auf Rang vier unterwegs. Stephane Kox befand sich auf Platz 15.

Als dieses Qualifying zu Ende war hatte sich Maximilian Günther (ADAC-Berlin-Brandenburg) für das Rennen am Samstag und am Sonntagvormittag die Pole-Position gesichert. Für den ersten Lauf an diesem Wochenende hatte er nach zehn gefahrenen Runden eine Zeit von 1:28,952 Minuten gefahren, gefolgt von Alessio Picariello und Nicolas Beer. Beitske Visser und Stephane Kox werden aus der zweiten und achten Startreihe aus ins Rennen gehen. Für das Rennen am Sonntagvormittag hatte Maximilian Günther nach zwölf Runden für alle anderen eine Zeit von 1:29,279 Minuten gefahren. Rang zwei und drei gingen wiederum am Alessio Picariello und Nicolas Beer. Beitske Visser und Stephane Kox hatten ihre Starpositionen verteidigen können.

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Pole Rennen 1 und 2: "Es ist ein unglaubliches Gefühl, an diesem Wochenende zweimal von der Pole Position zu starten. Das war wirklich ein geniales Qualifying und meine Runden waren richtig gut. Durch die heißen Bedingungen hatten wir langsamere Rundenzeiten erwartet, ich fühlte mich auf der Strecke aber sehr wohl und die Befürchtungen traten nicht ein. Vielen Dank an mein Team, das Auto war wirklich super. Natürlich ist es mein Ziel, diese Position zu halten und meinen ersten Sieg im ADAC Formel Masters einzufahren."

Ihren zehnten Lauf in dieser Saison nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Samstagmittag bei trockenem Sommerwetter unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn Alessio Picariello hatte die Führung übernommen. Mit viel Disziplin ging es durch die erste Kurve hindurch. Überall im Feld wurden bereits harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Kim Luis Schramm war unterdessen mächtig auf den Curbs unterwegs. Der Führende an der Spitze hatte sich bereits ein wenig vom übrigen Feld abgesetzt. Nach der ersten Runde hatte er einen Vorsprung von 1,224 Sekunden, gefolgt von Maximilian Günther und Nicolas Beer. Im Verlauf der zweiten Runde hatte Ralph Boschung Jason Kremer niedergerungen und Rang vier eingenommen. Beitske Visser hatte Plätze eingebüst, denn sie war auf Rang sieben zurückgefallen.

Hendrik Grapp, Marvin Dienst, Callan O`Keeffe, Stefan Riener und Kim Alexander Giersiepen hatten zwischenzeitlich Boden gutgemacht. Sie lagen auf den Rängen sieben, acht, zwölf, dreizehn und 16. Stephane Kox hatte ihren 15. Rang behaupten können. Beitske Visser die nach vier Runden auf Platz neun zurückgefallen war, versuchte nun Marvin Dienst unter Druck zu setzen. Im nachhinein wurde die Dame dann aber von Indy Dontje attackiert und niedergerungen. Damit lag sie jetzt nur noch auf Rang zehn. Alle Hände voll zu tun hatte auch Callan O`Keeffe auf Platz dreizehn, denn dieser wurde immer mehr unter Druck gesetzt von Kim Luis Schramm. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er baute seinen Vorsprung Runde um Runde weiter aus. Im Bereich der Mercedes-Arena geriet Jason Kremer in höchsten Nöten, denn er wurde gleichzeitig von Mikkel Jensen und Hendrik Grapp attackiert. Hendrik Grapp konnte im nachhinein Mikkel Jensen niederringen.

Beim nächten Umlauf ging es zwischen diesen drei munter einher. Jason Kremer ließ sich beim Anbremsen der Mercedes-Arena zurückfallen, stieß dann innen hinein und konnte sich somit seinen fünften Rang wieder zurückholen. Mikkel Jensen war bis auf Platz acht zurückgefallen und versuchte sich nun Marvin Dienst zurecht zulegen. Ralph Boschung auf Platz vier fahrend versuchte rundenlang näher an Nicolas Beer heranzukommen. In der elften Runde drehte sich Mikkel Jensen in der Mercedes Arena auf Rang acht liegend von der Strecke, denn Beitske Visser hatte wohl versucht in eine Lücke zu stechen, wo gar keine war und der Nachtragende war nun der Däne. Er musste sich danach auf Platz elf wieder einreihen. In der Schlußphase hatte Nicolas Beer es geschafft Maximilian Günther niederzuringen und nahm nun Platz zwei ein. In der letzten Minute wurde Stephane Kox von Kim Alexander Giersiepen umgedreht und musste danach dem Feld hinterher eilen.

Nach 17 Runden sah Alessio Picariello mit einem Vorsprung von 5,603 Sekunden als Erster das Ziel, gefolgt von Nicolas Beer und Maximilian Günther. Kim Alexander Giersiepen, der auf Rang 15 gewertet wurde, erhielt im nachhinein von der Rennleitung noch eine 30ig Sekunden-Strafe wegen des Vorfalls mit der Niederländerin Kox Stephane. Damit wurde er nur auf Platz 18 gewertet. Jason Kremer, der in der Meisterschaft auf Platz zwei liegt, überquerte die Ziellinie auf Rang fünf. Als beste Dame sah Beitske Visser auf Platz neun das Ziel.

In der Meisterschaft führt weiterhin Alessio Picariello mit 169 Punkten, gefolgt von Jason Kremer mit 106 und Nicolas Beer mit 104 Punkten. In der Teamwertung hat ADAC Berlin Brandenburg e.V. Team Mücke Motorsport mit 266 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing mit 204 und Schiller Motorsport mit 171 Zähler.

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Sieger: "Ich freue mich sehr über meinen Sieg auf dem Nürburgring und meine Leistungsverbesserung unter trockenen Bedingungen. Im Rennen musste ich nicht viel kämpfen, einfach war es dennoch nicht. Mein Plan war, gleich am Start die Führung zu übernehmen, was mir wunderbar gelungen ist. Danach machte ich für mehrere Runden Druck, um einen Vorsprung herauszufahren. Glücklicherweise gelang mir auch das, sodass Maximilian meinen Windschatten nicht mehr nutzen konnte. Danach versuchte ich, meine Reifen für die Rennen am Sonntag zu schonen - dennoch konnte ich meinen Vorsprung weiter ausbauen. Die kommenden Rennen werden aber sicherlich nicht einfach, denn Maximilian hat nun deutlich mehr Erfahrung gesammelt."

Nicolas Beer (Neuhauser Racing), Zweiter: "Obwohl ich das Rennen nicht gewinnen konnte, bin ich mit Rang zwei sehr zufrieden. Zu Beginn des Rennens waren Alessio und Maximilian sehr schnell. Ich war auf gebrauchten Reifen unterwegs und konnte zunächst nicht angreifen. Gegen Rennende verbesserte sich meine Pace deutlich und ich überholte Maximilian. Mit diesem Ergebnis habe ich in der Gesamtwertung erneut einen Sprung nach vorne gemacht. Alessio ist im Moment aber noch zu weit weg. Wir haben noch vier Rennwochenenden vor uns und Aufgeben kommt für mich nicht in Frage. Vielleicht gelingt mir bereits am Sonntag mein erster Saisonsieg."

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Dritter: "Mit meinem dritten Rang bin ich sehr zufrieden. Im Rennen kämpfte ich mit stärker werdenden Balanceproblemen, die sich aber glücklicherweise in Grenzen hielten. Ich habe das Maximum herausgeholt und bin daher mit meinem Podestplatz zufrieden. Am Start drehten meine Räder etwas durch und ich konnte trotz einer sehr guten Reaktionszeit Platz eins nicht halten. Bis zum Ende blieb ich optimistisch, das Rennen auf Rang zwei beenden zu können, aber Nicolas Beer zeigte ein sehr gutes Überholmanöver und konnte vorbeigehen. Ich konnte ihm folgen, ein Konter war aber nicht mehr möglich. Für das zweite Rennen arbeiten wir noch am Auto und ich bin sehr optimistisch, meine zweite Pole Position diesmal besser nutzen zu können."

Das Rennen Nr. 11 stand am Sonntagmorgen bei sommerlichen Temperaturen auf dem Programm. Nach der Einführungsrunde funktioniert auch dieser Start wieder ohne Probleme. Der Pole-Setter hatte einen guten Start und konnte das Feld in die erste Kurve führen. In dieser flog Kim Alexander Giersiepen bereits von der Strecke und musste dem Feld hinterher eilen. Überall im Feld kam es zu harten aber fairen Positionskämpfen. Die beiden ersten versuchten sich bereits in der ersten Runde vom übrigen Feld abzusetzen. Nach dieser Runde führte Maximilian Günther mit einem knappen Vorsprung von 0,163 Sekunden, gefolgt von Alessio Picariello und Ralph Boschung. Im Verlauf der zweiten Runde dauerte es nicht lange und der Tabellenführer hatte den Pole-Setter niedergerungen und führte nun das Feld an. Beistke Visser konnte ihre vierte Position behaupten. Hingegen war Stephane Kox einen Rang abgerutscht und fuhr nun auf Platz 16.

Im hinteren Feld konnten Benedikt Gentgen, Fabian Schiller und Callan O`Keeffe einen Platz gut machen. Nicolas Beer auf Platz sieben fahrend versuchte am Ende der Start und Zielgeraden in eine Lücke zu stechen, er war viel zu schnell unterwegs, mit der Folge das er dort geradeaus segelte. Die nachfolgenden Piloten hatten Glück, das sie nicht in ihn hineinschossen. Danach musste er sich auf Platz elf wieder einreihen. Ein teaminternes Duell war zwischen Indy Dontje und Mikkel Jensen entstanden. Wenig später gesellte sich auch noch Marvin Dienst dazu. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er war wieder mit 2,022 Sekunden auf und davon gefahren. In der sechsten Runde erhielt Jason Kremer von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen Verlassens der Strecke unter Vorteilsnahme und eines gefählichen Manövers. Er lag zu dieser Zeit auf Rang fünf. Zwischenzeitlich war Fabian Schiller in einem wilden Fahrstil unterwegs, denn er schoß durchs Kiesbett und war mit den Vorderrädern komplett in der Luft.

Unterdessen führte Jason Kremer eine Armada von fünf Fahrzeugen an. In dieser Gruppe ging es mächtig zur Sache. Immer wieder scherrten die Piloten aus, um ihren Vordermann in einen Fehler zu treiben. Nach acht Runden trat Jason Kremer seine Durchfahrtsstrafe an und musste danach dem Feld hinterher eilen. Mikkel Jensen hatte zu dieser Zeit Hendrik Grapp niedergerungen und war auf Platz sechs vorgefahren. Bei noch neun Minuten zu fahrender Zeit war Stefan Riener an Hendrik Grapp vorbeigegangen. Fabian Schiller auf Rang elf musste sich harten Attacken von Callan O`Keeffe erwehren. Hendrik Grapp konnte in der Schlußphase Indy Dontje nicht mehr halten und musste den Niederländer ziehen lassen. Runde um Runde konnte sich Alessio Picariello immer mehr absetzen. Zu dieser Zeit war Jason Kremer mit Problemen in die Box gekommen. Ralph Boschung der auf Rang drei fuhr bekam es nun mit Beitske Visser zu tun.

Hendrik Grapp und Fabian Schiller gerieten in der dreizehnten Runde aneinander, mit der Folge das beide sich drehten und Hendrik Grapp mit einem defekten Heckspoiler danach zur Box kommen musste. Auch Fabian Schiller musste mit einem kaputten Frontspoiler das Rennen früher in der Box beenden als geplant. In den letzten zwei Minuten hatte Beitske Visser sich an Ralph Boschung vorbeigedrängelt, doch dieser kam mit Überschuß wieder an ihr vorbei und somit hatte dieser seinen dritten Rang wieder zurückgeholt. Zu dieser Zeit lieferten sich Stephane Kox und Benedikt Gentgen einen harten Kampf um Rang zwölf. Die Niederländerin konnte dann aber innen vorbeiziehen. Dabei wäre es beinahe zu einer leichten Touchierung gekommen. Nach 17 Runden holte sich Alessio Picariello seinen siebten Saisonsieg, gefolgt von Maximilian Günther und Ralph Boschung. Beitske Visser beendet als beste Dame auf Rang vier das Rennen.

Alessio Picariello baut seine Meisterschaft auf 194 Punkte aus, gefolgt von Maximilian Günther mit 117 und Nicolas Beer mit 108 Punkten. In der Team Wertung hat ADAC Berlin-Brandenburg e.V. Team Mücke Motorsport mit 309 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing mit 220 und Schiller Motorsport mit 171 Zähler.

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Sieger: "Mein siebter Sieg in dieser Saison - ein wirklich gutes Gefühl. Mein Start war nicht so gut wie in Rennen eins, trotzdem konnte ich meinen Teamkollegen Maximilian Günther in der zweiten Runde überholen. Der Zweikampf war sehr eng, aber stets fair. Die Strecke war heute schneller als am Samstag, aber auch deutlich rutschiger. Zur Rennhälfte nahm ich Druck heraus und schonte meine Reifen, dennoch konnte ich meinen Vorsprung weiter ausbauen. Das stimmt mich optimistisch für das dritte Rennen, in dem ich von Platz acht starte. Überholen ist auf dem Nürburgring nicht einfach, aber mit unserem guten Speed sollte ein weiterer Podestplatz möglich sein."

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Zweiter: "Ich bin mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Mit meinem sehr guten Start verteidigte ich zunächst meine Führung. Kurze Zeit später griff mich Alessio Picariello in Kurve eins an und ich konnte nicht dagegenhalten - das war ein wirklich gutes Manöver von ihm. Durch unseren guten Speed setzten wir uns schnell von den Verfolgern ab. Alessio war ein klein wenig schneller als ich, deshalb konnte ich ihn nicht angreifen. Dennoch ist Rang zwei ein weiteres Top-Ergebnis und es steht noch ein Rennen hier auf dem Nürburgring aus. Ich werde versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um meine gute Position in der Meisterschaft weiter zu verbessern."

Ralph Boschung (KUG Motorsport), Dritter: "Ich freue mich sehr über diesen Podestplatz auf dem Nürburgring. Der Start war der Schlüsselmoment des Rennens - so fuhr ich von Rang fünf in die Top-Drei nach vorne. Kurzzeitig lag ich sogar vor Maximilian Günther, bis meine Reifen leichte Probleme bereiteten. Ich verlor etwas Speed und musste mich nach hinten orientieren. Der Zweikampf mit Beitske Visser war sehr fair. Sie kam in Kurve eins aus dem Windschatten und überholte mich. Durch frühes Bremsen und Runterschalten in den ersten Gang konnte ich aber bereits am Kurvenausgang meine Position wieder zurückerobern. Durch die vielen Zweikämpfe war es schwierig, die Reifen zu schonen, daher wird das dritte Rennen sehr interessant."

Als letzte Serie an diesem Tag ging die Formel Masters am späten Sonntagnachmittag nochmals hinaus um ihr drittes Rennen an diesem Wochenende hinter sich zu bringen. Die ersten acht des Rennens Nr. 11 tauschten ihre Platzierungen. Damit stand Nicolas Beer auf der Pole, gefolgt von Mikkel Jensen und Stefan Riener. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start ohne weiteres. Der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Überall im Feld kam es schon zu harten Positionskämpfen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Nicolas Beer vor Marvin Dienst und Mikkel Jensen. Der Führende hatte einen Vorsprung von 1,490 Sekunden herausgefahren. Alessio Picariello hatte bereits zwei Plätze gut gemacht. Beitske Visser befand sich als beste Dame auf Rang vier. Stefan Riener, der von Rang drei aus ins Rennen gegangen war, war nach einem Ausrutscher samt Dreher nach hinten zurückgereicht worden.

Im Verlauf der zweiten Runde war Benedikt Gentgen mit einem anderen Kontrahenten aneinander geraten, stieg danach auf und überschlug sich dann in der Mercedes Arena und blieb kopfüber auf der Strecke liegen. Die Rennleitung schickte sofort das Safety Car heraus um den Havaristen zu bergen. Zwischenzeitlich war Kim Luis Schramm mit einem beschädigten Heckflügel in die Box gekommen. Der Re-Start erfolgte dann nach neun Runden und ging zu Gunsten des Pole-Setters aus. Alessio Picariello hatte Beitske Visser niedergerungen und versuchte nun sich Mikkel Jensen zurecht zu legen. Fünf Minuten vor Rennende holte sich der Tabellenführer den dritten Rang. Stephane Kox, die zweite Dame im Feld hatte auch Boden gut gemacht und lag auf Platz elf. Im Bereich der NGK-Schikane war Kim Alexander Giersiepen auf Abwegen unterwegs. Marvin Dienst auf Rang zwei musste absolute Kampflinie fahren, denn Alessio Picariello setzte ihn immer mehr unter Druck. Auch im hinteren Feld wurde mächtig gefightet. Maximilian Günther hatte sich in der Schlußphase auf Rang vier geschoben.

Der Führende hatte sich einen Vorsprung von 1,5 Sekunden verschafft. Unterdessen war Beitske Visser unter Druck von ihrem Teamkollegen Indy Donjte. In der letzten Runde wurde die Niederländerin noch von mehreren Kontrahenten geschlagen. Nach vierzehn Runden wurde Nicolas Beer als Sieger abgewunken. Für ihn war es der erste Saisonsieg. Rang zwei und drei nahmen Marvin Dienst und Alessio Picariello ein. An Beitke Visser waren in der letzten Runde noch Ralph Boschung und Fabian Schiller vorbeigegangen. Damit sah die Niederländerin als beste Dame das Ziel auf Platz neun. Direkt dahinter kam Stephane Kox ins Ziel.

Alesssio Picariello hat nun 202 Punkte auf seinem Meisterschaftskonto, gefolgt von Maximilian Günther mit 124 und Nicolas Beer mit 123 Punkten. In der Teamwertung hat Mücke Motorsport mit 324 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing Team mit 245 und Schiller-Motorsport mit 177 Zähler.

Nicolas Beer (Neuhauser Racing), Sieger: "Mein erster Sieg im ADAC Formel Masters - das ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Zu Rennbeginn war mein Speed sehr gut und ich konnte einen kleinen Vorsprung herausfahren. Daher war ich nicht besonders glücklich, als das Safety Car auf die Strecke ging. Nachdem das Rennen wieder freigegeben war, entwickelte sich mein Speed allerdings noch besser und ich konnte meinen Verfolgern erneut davonziehen. Im Rückspiegel beobachtete ich das Duell zwischen meinem Teamkollegen Marvin Dienst und Alessio Picariello und hoffte, die beiden würden mich nicht mehr erreichen - genau so ist es eingetroffen. Ich bin überglücklich."

Marvin Dienst (Neuhauser Racing), Zweiter: "Dieser zweite Rang ist der perfekte Abschluss nach ein paar schwierigen Tagen. Wir hatten zu Beginn des Wochenendes technische Probleme bei der Datenauswertung, umso glücklicher bin ich nun über diesen Podestplatz. Dieses Ergebnis war wirklich hart erkämpft, denn Alessio Picariello setzte mich in der Endphase des Rennens stark unter Druck. Er hat deutlich mehr Erfahrung auf dem Nürburgring als ich, was ihm hier zugutekam. Glücklicherweise konnte ich meine Stärken ausspielen und ihn hinter mir halten. Nun steht auf dem Red Bull Ring das Heimrennen für mein Team Neuhauser Racing an und ich hoffe, dort wieder aufs Podest fahren zu können."

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Dritter: "Das war ein fast perfektes Wochenende für mich. Dieser dritte Rang ist sehr wichtig für die Meisterschaft, aber natürlich hätte ich lieber das Rennen gewonnen. Zu Rennbeginn war mein Speed sehr gut, aber das Safety Car wirkte sich negativ auf meine Reifen aus. Beim Re-Start wählten alle anderen Fahrer die innere Linie, sodass ich an einigen Autos außen vorbeigehen konnte. Der Kampf mit Marvin Dienst um den zweiten Rang machte mir großen Spaß, allerdings kämpfte ich mit überhitzenden Reifen und konnte keine konstanten Rundenzeiten mehr fahren. Nun möchte ich versuchen, auf dem Red Bull Ring endlich das Triple zu schaffen und alle drei Rennen an einem Wochenende zu gewinnen."


CS

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