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![]() Wetter machten den Protagonisten beim letzten Rennen am Sonntag einen Strich durch die Rechnung Beitske Visser nach Rennabbruch als Siegerin erklärt ![]() Vom 07. bis 09. Juni fanden die Läufe sieben bis neun der ADAC Formel Masters im Rahmen des ADAC Masters Weekend auf dem Sachsenring statt. Der Traditionskurs von 3,645 Kilometer in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal gelegen ist mit seinen Höhenunterschieden und der Berg-und Tahlbahn, bestehend aus vierzehn anspruchsvollen Kurven eine enorme Herausforderung für die Pilotinnen und Piloten und ist seit dem Debütjahr der ADAC Formelschule fester Bestandteil des Rennkalenders und bietet Jahr für Jahr spannende und abwechslungsreiche Rennen. Seit 2008 trugen sich acht verschiedene Piloten in die Siegerliste ein - vier von ihnen feierten am Ende der jeweiligen Saison den Titelgewinn im ADAC Formel Masters. Die Saison begann sehr abwechslungsreich. Die ersten beiden Rennwochenenden des ADAC Formel Masters fanden in dieser Saison in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben sowie auf der legendären Formel-1-Rennstrecke in Spa-Francorchamps statt. In den sechs Läufen gab es vier unterschiedliche Sieger und neun Piloten aus sechs verschiedenen Nationen standen auf dem Podium. Sechs Mal fuhren die beiden Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport, Maximilian Günther (Mücke Motorsport) und Jason Kremer (Schiller Motorsport), einen Podestplatz ein. Der Lokalmatador Florian Herzog (KUG Motorsport) würde sich bei seinem Heimrennen am kommenden Wochenende gerne in der Sachsenring-"Hall of Fame" verewigen. Als Tabellenführer reiste Alessio Picariello (Team Mücke Motorsport) mit 107 Punkten hierher an, gefolgt von Nicolas Beer (Neuhauser Racing) mit 74 und Jason Kremer (Schiller Motorsport) mit 68 Punkten. Alessi Picariello (Team Mücke Motorsport): "Ich möchte auf dem Sachsenring gewinnen und meine Meisterschaftsführung so weit wie möglich ausbauen." Nicolas Beer (Neuhauser Racing): "Der gesamte Kurs ist eine große Herausforderung, daher bin ich überzeugt, dass wir sehr spannende Rennen sehen.Eine weitere Herausforderung stellen die großen Höhenunterschiede im Streckenverlauf dar. Sie machen zwar viel Spaß, erfordern aber auch großes Geschick. Jeder Fehler wird auf dem Sachsenring bestraft. Wir müssen jede Sekunde voll konzentriert sein, denn es gibt kaum asphaltierte Auslaufzonen - wer neben die Strecke gerät, verliert viel Zeit im Kiesbett oder bleibt darin sogar ganz stecken und scheidet aus." Florian Herzog (KUG Motorsport): "Ich freue mich sehr auf die besondere Atmosphäre. Natürlich möchte ich auf dem Sachsenring besonders gute Ergebnisse erzielen. Besonders gut gefällt mir der Bereich nach dem Omega. Wir fahren blind in diese Kurve hinein - dort kann man sehr viel Zeit gewinnen oder verlieren. In diesem Streckenabschnitt sind mehrere Rennlinien möglich. Jeder Fahrer muss im Training den schnellsten Weg für sich und sein Auto finden und dies im Qualifying und Rennen optimal umsetzen. Während unserer Testtage auf dem Sachsenring waren wir schnell unterwegs, daher gehe ich optimistisch in das Rennwochenende. Es sollten auf jeden Fall Platzierungen im vorderen Feld möglich sein. Ich bestreite meine zweite Saison im ADAC Formel Masters und verfüge über die nötige Erfahrung dafür." Die 21 Pilotinnen und Piloten machten sich am Freitagmorgen bereit, ihr freies Training in Angriff zu nehmen. Immer wieder kam es zu Positionswechseln. Bei noch 20 Minuten zu fahrender Zeit musste diese Sitzung mit der roten Flagge unterbrochen werden, da sich Hannes Utsch (JBR Motorsport & Engineering GmbH) von der Strecke gedreht hatte und eingeschlagen war. Er musste erst einmal in Ruhe geborgen werden. Zu dieser Zeit war Maximilian Günther (ADAC Berlin Brandenburg e.V.) der schnellste im Feld, gefolgt von Alessio Picariello (Team Mücke Motorsport) und Jason Kremer (Schiller Motorsport). Beitske Visser (Lotus), einer der beiden Damen im Feld lag zunächst auf Rang sechs. Nicolas Beer (Neuhauser Racing) musste sich mit Rang zehn zufrieden geben. Nach einiger Zeit konnte das Training dann wieder aufgenommen werden. Niemand war nun schneller als Maximilian Günther. Er hatte nach 16 gefahrenen Runden eine Zeit von 1:23,301 Minuten gefahren. Alessio Picariello hatte seinen zweiten Platz verteidigt. Auf Rang drei hatte sich Hendrik Grapp (ADAC Berlin Brandenburg e.V.) geschoben. Jason Kremer war zwei Plätze nach hinten gerutscht. Die zwei Damen im Feld Beitske Visser und Stephane Kox (KUG Motorsport) lagen auf den Rängen zehn und 17. Der Lokalmatador Florian Herzog hatte sich einen Platz vor Beitske Visser platziert. Das Qualifying der ADAC Formel Masters stand am Freitag von 14.55 Uhr bis 15.25 Uhr auf dem Programm. In dieser Session wurde es jetzt ernst für die Protagonisten, denn die schnellste Zeit war ausschlaggebend für das Rennen am Samstagvormittag und die zweitschnellste Zeit zählte für das Rennen am Sonntagmorgen. In diesen dreißig Minuten kam es immer wieder zu Positionswechseln. Nach drei gefahrenen Runden hatte sich der Niederländer Indy Dontje mit einer Zeit von 1:24,443 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Florian Herzog und Mikkel Jensen. Es dauerte aber nicht lange und der Tabellenführer war der Schnellste im Feld. Nicolas Beer befand sich zu dieser Zeit auf Rang acht. Jason Kremer war noch nicht hinausgefahren. Bei noch 23 Minuten zu fahrender Zeit musste die Sitzung mit der roten Flagge unterbrochen werden, da Martin Gatz von der Strecke abgekommen war. Nach kurzer Zeit ging es dann wieder von vorne los. Nachdem Jason Kremer hinausgeggangen war, hatte er sich bei noch vierzehn Minuten zu fahrender Zeit auf Platz sieben katapultiert. Am Schluß hatte der Tabellenführer seine eigene Bestzeit nochmals unterboten und holte sich nach elf Runden mit einer Zeit von 1:23,065 Minuten die Pole-Position, gefolgt von Hendrik Grapp und Maximilian Günther. Nicolas Beer und Jason Kremer werden das erste Rennen an diesem Wochenende von den Rängen vier und sieben aus aufnehmen. Die beiden Damen im Feld Beitske Visser und Stephane Kox nehmen das Rennen aus der sechsten und neunten Startreihe aus auf. Auch die zweitschnellste Zeit ging nach sechs Runden mit 1:23,127 Minuten an Alessio Picariello. Hendrik Grapp und Maximilian Günther konnten ihren zweiten und dritten Startplatz auch für das Rennen am Sonntagmorgen behaupten. Das gleich galt auch für Nicolas Beer und Jason Kremer. Um einen Startplatz verbessert hatte sich Beitske Visser. Stephane Kox steht wiederum in der neunten Startreihe. Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Pole Position: "Meine zweite Doppel-Pole in dieser Saison - ein super Ergebnis. Besonders freue ich mich darüber, weil ich damit zeigen konnte, dass ich auch bei trockenen Bedingungen schnell bin. Ich fuhr heute im Qualifying mehrmals ähnlich schnelle Rundenzeiten - ein Beleg für meine konstante Fahrweise und den tollen Speed des Autos. Mein Ziel für den Rest des Wochenendes? Natürlich möchte ich die beiden Pole Positions erneut in Siege ummünzen und meine Führung in der Meisterschaft weiter ausbauen." Hendrik Grapp (Mücke Motorsport), Startplatz zwei: "Ich bin mit meiner Startposition sehr zufrieden und freue mich besonders über die gute Teamleistung - ein sensationelles Ergebnis. Den sehr geringen Abstand zur Pole Position betrachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich war absolut in Schlagdistanz, ärgere mich nun allerdings ein wenig, diesen Wimpernschlag verloren zu haben. Mit dieser guten Ausgangslage peile ich im ersten Rennen den Sieg an." Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Startplatz drei: "Zwei Mal in der zweiten Startreihe - für mein erstes Qualifying auf dem Sachsenring ist das eine wirklich gute Ausbeute. Leider wurde meine schnellste Runde durch die roten Flaggen unterbrochen, ansonsten wäre eine noch bessere Zeit möglich gewesen. Insgesamt habe ich mir eine sehr gute Ausgangslage geschaffen und werde im Rennen attackieren. Besonders freue ich mich für mein Team, denn die ersten drei Startplätze zeigen, wie gut wir alle gearbeitet haben - darauf können wir stolz sein." Das erste Rennen an diesem Wochenende nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Samstagnachmittag bei trockenem Wetter in Angriff. Nicolas Beer der von Rang vier aus ins Rennen gehen sollte, war von der Rennleitung um fünf Plätze nach hinten gesetzt worden, weil er unter gelb in der Trainingssitzung zu schnell unterwegs gewesen war. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve hinein. Hier drehte sich bereits Beitske Visser, nachdem sie von einem anderen Kontrahenten einen Schubser erhalten hatte. Sie musste das Feld nun von hinten aufrollen. Die ersten beiden hatten sich bereits ein wenig vom Feld abgesetzt. Nach der ersten Runde führte Alessio Picariello mit einem knappen Vorsprung von 0,429 Sekunden, gefolgt von Hendrik Grapp und Maximilian Günther. Im Verlauf der zweiten Runde hatte Ralph Boschung zuviel riskiert, schoß ab ins Kiesbett, stieg dort ein wenig auf und kam dann etwas später wieder heraus, musste sich dann aber am Ende des Feldes wieder einreihen. Zwischenzeitlich war Martin Gatz in die Box gekommen. Nicolas Beer befand sich zu dieser Zeit auf Rang sieben und versuchte weiter nach vorne zu kommen. Überall im Feld kam es zu harten aber fairen Zweikämpfen. In der vierten Runde war Stefan Riener von der Strecke abgekommen und schoß dann in den Reifenstapel. Damit war das Rennen für ihn auch früher beendet als geplant. An der Spitze versuchte Maximilian Günther auf Rang drei fahrend, näher an seine beiden Teamkollegen zu kommen. Da die beiden sich rundenlang behackten, gelang ihm dies auch. Danach riss das Feld mit über zwei Sekunden ab. Der Niederländer Indy Dontje auf Platz vier fahrend hatte eine Armada von drei Fahrzeugen hinter sich. Kim Alexander Giersiepen hatte sich Stephane Kox zurecht gelegt und war an der Niederländerin vorbeigezogen und hatte damit Rang dreizehn eingenommen. Nach acht Runden hatte sich Alessio Picariello von seinen Verfolgern etwas befreien können. Er hatte seinen Vorsprung auf 1,127 Sekunden ausgebaut. Fabian Schiller auf Rang neun fahrend hatte auch alle Hände voll zu tun, sich Kim Luis Schramm vom Hals zu halten. Mikkel Jensen auf Platz acht fuhr ein einsames Rennen, denn er hatte nach vorne und hinten genug Luft. Zu dieser Zeit erhielten Alessio Picariello und Kim Luis Schramm eine Durchfahrtsstrafe. Von einer Strafe verschont geblieben waren auch nicht Callan O`Keeffe, Mikkel Jensen und Marvin Dienst, weil sie unter gelb zu schnell unterwegs gewesen waren. Bei noch acht Minuten zu fahrender Zeit war der Führende hereingekommen und trat seine Strafe an. Er musste sich danach auf Platz sieben wieder einreihen. Bei der nächsten Umrundung waren Mikkel Jensen, Kim Luis Schramm und Callan O`Keeffe zur Strafe in die Box gekommen. Marvin Dienst war weiter draußen gelieben. Die Führung hatte nun Hendrik Grapp übernommen, gefolgt von Maximilian Günther und Marvin Dienst. Dieser musste aber noch seine Strafe antreten. Damit würde dann Indy Dontje auf Rang drei vorfahren. Marvin Dienst kam nach 15 Runden zum Absitzen seiner Strafe in die Box. Der Führende hatte nur einen knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden. Indy Dontje auf Rang drei hatte alle Hände voll zu tun sich Jason Kremer und Nicolas Beer vom Hals zu halten. Zwischenzeitlich hatte Alessio Picariello einen Platz gut gemacht. Nach 18 Runden wurde Hendrik Grapp mit einem Vorsprung von 0,516 Sekunden vor Maximilian Günther und Indy Dontje abgewunken. Nicolas Beer und Alessio Picariello sahen auf den Rängen fünf und sechs das Ziel. Stephane Kox war auf Platz zwölf die beste Dame im Feld. Der Lokalmatador Florian Herzog fuhr sein bestes Ergebnis ein. Er war von Rang vierzehn gestartet und hatte sich kontinuierlich nach vonre gearbeitet und beendete das Rennen hinter dem Tabellenführer auf Rang sieben. In der Meisterschaft führt weiterhin Alessio Picariello mit 115 Punken vor Nicolas Beer mit 84 Maximilian Günther mit ebenfalls 84 Punkten. In der Teamwertung hat ADAC Berlin-Brandenburg e.V. - Team Mücke Motorsport mit 194 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Neuhauser Racing mit 148 und Schiller Motorsport mit 130 Zähler. Hendrik Grapp (Mücke Motorsport), Sieger: "Ein besseres Geschenk als meinen ersten Saisonsieg hätte ich mir zum bestandenen Abitur nicht machen können. Dieser Erfolg ist ein großartiges Erlebnis, speziell, da ich im letzten Jahr auf dem Sachsenring nicht gut zurechtgekommen bin. Alessio Picariello war heute im Rennen sehr schnell und ich bin sicher, dass sich ohne seine Strafe ein spannender Kampf zwischen uns entwickelt hätte. Speziell in den letzten Runden schloss ich immer weiter auf und es wäre unglaublich eng geworden. Nun hoffe ich, dieses Ergebnis am Sonntag wiederholen zu können." Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Zweiter: "Wieder ein Podestplatz - ich bin überglücklich. Bislang verläuft meine Saison einfach traumhaft. Zu Rennbeginn waren meine beiden Teamkollegen an der Spitze etwas schneller, ich blieb aber an ihnen dran und konnte im weiteren Verlauf die gleichen Rundenzeiten wie sie fahren. In den letzten Runden war es mir sogar möglich, nochmals Druck auf Hendrik Grapp auszuüben und um den Sieg zu kämpfen. Er machte aber keinen Fehler, den ich benötigt hätte, um ihn zu überholen. Dennoch bin ich sehr zufrieden und werde am Sonntag erneut angreifen." Indy Dontje (Lotus), Dritter: "Dieser Podestplatz ist eine Art Déjà-vu für mich. Bereits im vergangenen Jahr stand ich hier auf dem Sachsenring auf dem Podium. Ich war das gesamte Rennen sehr schnell, allerdings ist das Überholen auf dieser Strecke sehr schwierig. Ich holte zu Marvin Dienst auf, war dann aber so dicht an seinem Auto dran, dass ich leichtes Untersteuern bekam. Als die gelben Flaggen geschwenkt wurden, war ich selbst etwas überrascht, konnte meine Geschwindigkeit aber rechtzeitig reduzieren. Ich hätte den dritten Rang zwar lieber auf der Strecke ausgefahren, aber am Ende freue ich mich trotzdem sehr darüber. Dieses Ergebnis ist der verdiente Lohn für die hartes Arbeit meines Teams." Ihren achten Lauf in dieser Saison nahmen die Pilotinnen und Piloten bei ganz anderen Witterungsbedingungen als gestern unter die Räder. Denn es hatte zuvor geregnet. Da vor ihnen aber die Procar und die ADAC GT Masters schon auf der Strecke waren, war die Ideallinie fast schon wieder trocken. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position ganz knapp behaupten, denn Hendrik Grapp hatte die Nasenspitze eigentlich schon vor ihm, doch der Tabellenführer presste sich außen an ihm dann vorbei. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Maximilian Günther hatte in der Startphase Plätze verloren. Nach der ersten Runde führte weiterhin der Tabellenführer, gefolgt von Hendrik Grapp und Indy Dontje. Beitske Visser war von Rang zehn gestartet und pflügte schon jetzt durch das Feld, denn sie hatte sich bereits bis auf Rang fünf nach vorne gearbeitet. Im Verlauf der zweiten Runde waren sich Jason Kremer und Maximilian Günther nicht ganz einig, mit der Folge das Letzterer sich danach im Kiesbett wieder fand und dort das Rennen für ihn schon früher beendet war als geplant. Für diese Aktion hatte Jason Kremer eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Zu einer Durchfahrtsstrafe musste auch Benedikt Gentgen herein kommen. Er befand sich zu diese Zeit auf Rang 18. Zwischenzeitlich war Beitske Visser auf Platz drei vorgefahren. Der Führende hatte sich unterdessen bereits wieder mit 1,474 Sekunden vom Feld abgesetzt. Hendrik Grapp lag auf Position vier. Marvin Dienst war in der fünften Runde etwas von der Strecke gekommen und konnte im letzten Moment das Fahrzeug noch abfangen. Nicolas Beer auf Platz sechs fahrend hatte eine Armada von sechs Fahrzeugen hiner sich. Hier ging es mächtig zur Sache. In der sechsten Runde war Ralph Boschung auf die Curbs gekommen, rutschte zurück auf die Strecke und traf dann hinten rechts Callan O`Keeffe. Dieser schoß ab ins Kiesbett und überschlug sich dort drei Mal. Er konnte aber von allein das Fahrzeug verlassen. Sofort wurde das Safety Car herausgeschickt. In dieser Phase hatte sich Stephane Kox gedreht und musste dann dem Feld hinterher eilen. Nach neun Runden erfolgte dann der Re-Start, dieser ging zu Gunsten von Alessio Piacariello aus. Um den Plätzen vier, fünf und sechs entstand ein harter Kampf. In der Startphase des Re-Starts war Stefan Riener in Kurve zwei von der Strecke geflogen,schoß durchs Kiesbett und schlug danach in die Reifenstapel ein. Im Feld ging es munter und drüber. So hatte auch Kim Alexander Giersiepen die Bekanntschaft mit dem Kiesbett gemacht. Er setzte seine Fahrt weiter fort, hatte aber Plätze verloren. An der Spitze bekam der Tabellenführer davon nichts mit, denn er hatte sich schon wieder mit über dreieinhalb Sekunden abgesetzt. Im Verlauf der zwölften Runde hatte Kim Alexander Giersiepen wieder Pech, er rutschte von der Strecke und schlug dann noch ein. Danach blieb er mit einem abgeknickten Rad liegen. Somit musste das Safety Car zum zweiten Mal herauskommnen, denn der Havarist musste erst einmal in aller Ruhe geborgen werden. Der zweite Re-Start erfolgte bei noch einer Minuten zu fahrender Zeit. Eine Runde mussten sie nun noch hinter sich bringen. Der Tabellenführer konnte seine Führungsposition behaupten. Indy Dontje konnte sich gegenüber Beitske Visser behaupten, doch hinter ihr lagen Marvin Dienst und Nicolas Beer. Wenig später kam sie von der Linie und verlor gleich mehrere Plätze. Auch Nicolas Beer büste auf den letzten Metern noch Plätze ein. Nach 15 Runden sah Alessio Picariello mit einem Vorsprung von 4,750 Sekunden als Erster das Ziel, gefolgt von Marvin Dienst und Mikkel Jensen. Beitske Visser musste sich am Ende mit Rang sieben zufrieden geben. Sie lag rundenlang auf Rang zwei. Florian Herzog, der Lokalmatador sah auf Rang acht das Ziel. Die zweite Dame im Feld Stephane Kox wurde als Vierzehnte gewertet. Nicolas Beer hatte noch eine dreißig Sekunden Strafe erhalten und lag danach nur noch auf Rang 15. Alessio Picariello hat nun 140 Punkte auf seinem Meisterschaftskonto, gefolgt von Jason Kremer mit 88 und Ncolas Beer mit 84 Punken. Auf Rang eins in der Teamwertung hat das Team ADAC Berlin-Brandenburg e.V- - Team Mücke Motorsport 219 Zähler vor Neuhauser Racing mit 167 und Schiller Motorsport mit 148 Zähler. Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Sieger: "Mein fünfter Saisonsieg - unglaublich. Ich liebe es, mit Trockenreifen bei feuchten Bedingungen zu fahren, daher war meine Reifenwahl klar. Nach dem Start baute ich meinen Vorsprung sofort aus und lediglich die Autos mit Regenreifen konnten mir folgen. Die beiden Safety-Car-Phasen kosteten mich meinen Vorsprung, aber ich blieb konzentriert und wusste, dass ich sehr schnell bin. Im dritten Rennen möchte ich erneut gewinnen. Sollten die Bedingungen ähnlich sein, stehen meine Chancen gut." Marvin Dienst (Neuhauser Racing), Zweiter: "Ich freue mich riesig über meinen Podestplatz. Dieses Ergebnis ist nach dem schwierigen Samstag eine große Erleichterung. Nach Startplatz neun waren meine Hoffnungen gedämpft, aber die Bedingungen spielten uns in die Karten. Erst kurz vor dem Start fiel die Entscheidung für Trockenreifen, was letztlich die richtige Wahl war. Den Podestplatz realisierte ich erst, als ich aufgefordert wurde, mich auf den Weg zum Treppchen zu begeben - ein schönes Gefühl. Heute Nachmittag ist mein Startplatz noch besser, dann würde ich gerne wieder auf das Podium fahren." Mikkel Jensen (Lotus), Dritter: "Das war ein verrücktes Rennen. In der letzten Runde war ich mir nicht ganz sicher, auf welcher Position ich mich befand, aber als ich bemerkte, dass ich Dritter war, war die Freude riesengroß. Vor dem Start waren wir bezüglich der Reifenwahl sehr unsicher, der Wetterbericht legte aber die Entscheidung für Trockenreifen nahe. Das war am Ende sicherlich die richtige Wahl, aber zu Beginn war es eine sehr knifflige Situation. Es war schwierig, die Bremspunkte richtig zu wählen und einige Male musste ich das Auto abfangen." Als letzte Rennserie musste die ADAC Formel Masters am Sonntagnachmittag hinaus, um das neunte Rennen hinter sich zu bringen. Dieses wurde als Wet Race erklärt. Als man in der Startaufstellung stand fing es schon wieder heftig an zu regnen. Da die ersten Acht ihre Platzierungen aus dem vorherigen Rennen tauschen, stand diesmal Florian Herzog auf der Pole, gefolgt von Beitske Visser und Jason Kremer. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und Florian Herzog konnte seine Position nicht behaupten. Einen sehr guten Start hatte die Niederländerin. Durch die erste Kurve kamen sie alle sehr gut hindurch. Beitske Visser führte das Feld an und versuchte sich auch direkt abzusetzen. Wenig später stand Martin Gatz bereits im Kiesbett und musste dort das Rennen früher beenden als geplant. Die Rennleitung schickte sofort das Safety Car heraus um den Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Nach der ersten Runde führte Beitske Visser mit einem knappen Vorsprung von 0,352 Sekunden, gefolgt von Hendrik Gerapp und Jason Kremer. Der Tabellenführer befand sich auf Platz sieben. Aus der ersten Runde war auch Benedikt Gentgen nicht zurück gekommen. Man hatte auch ihn wenig später am Hacken geborgen. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit wurde das Rennen zunächst einmal mit der roten Flagge unterbrochen. Eigentlich sollten sich alle auf der Start und Zielgeraden aufstellen, doch plötzlich fuhren sie alle wieder hinter dem Safety Car her. Es regnete immer noch sehr stark und dazu kam schon wieder ein Gewitter mit Blitz und Donner. Das Rennen wurde nicht mehr aufgenommen und damit wurde Beitske Visser nach sechs Runden als Siegerin gewertet, gefolgt von Hendrik Grapp und Jason Kremer. Der Tabellenführer hatte keine Gelegenheit weiter nach vorne zu kommen und musste sich mit Platz sieben zufrieden geben. Die zweite Dame im Feld Stephane Kox kam auf Platz 17. Es musste jetzt noch geklärt werden ob 50 % der Rennzeit die Pilotinnen und Piloten schon hinter sich gebracht hatten um dann die Punkte zu verteilen. Die Fahrerinnen und Fahrer erhielten dann die volle Punktzahl. In der Meisterschaft hat Alessio Picariello 119 Punkte auf dem Konto, gefolgt von Jason Kremer mit 88 und Nicolas Beer mit 86 Punkten. In der Teamwertung hatt Team ADAC Berlin-Brandenburg e.V. - Team Mücke Motorsport mit 201 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing mit 159 und Schiller Motorsport mit 143 Zähler. Beitske Visser (Lotus), Sieger: "Erst als ich die roten Flaggen rund um die Strecke sah, wurde mir bewusst, dass ich das Rennen wirklich gewonnen hatte. Das war schon ein bisschen verrückt - ein Sieg mit nur einer richtigen Rennrunde war mir bis heute in meiner Karriere noch nicht gelungen. Zum Glück konnte ich gleich am Start Florian Herzog überholen und so in Führung gehen. Es war richtig von der Rennleitung, das Rennen nicht fortzusetzen. Selbst bei sehr langsamer Fahrt hinter dem Safety Car hatte ich Aquaplaning." Hendrik Grapp (Mücke Motorsport), Zweiter: "Das war ein sehr kurioses Rennen, aber mit Platz zwei bin ich zufrieden. Die Rennleitung hat die absolut richtige Entscheidung getroffen, das Rennen vorzeitig abzubrechen. Die Sicht aus dem Cockpit war durch die Gischt stark eingeschränkt und ich konnte meistens nur im zweiten oder dritten Gang fahren. Für mich war es ein gelungenes Wochenende auf dem Sachsenring. Mit meinem Sieg im ersten Lauf und Platz zwei im dritten Rennen konnte ich viele Punkte für die Meisterschaft sammeln." Jason Kremer (Schiller Motorsport), Dritter: "Zu Rennbeginn wollte ich wegen der schwierigen Witterungsbedingungen und der schlechten Sicht kein allzu großes Risiko eingehen. Kurz nach dem Start verbesserte ich mich auf Platz zwei. Leider sah ich wegen der Gischt nichts in meinen Rückspiegeln und so konnte mich Hendrik Grapp überholen. Als das Safety Car auf die Strecke ging, war mir schon klar, dass das Rennen abgebrochen werden würde. Alles in allem bin ich mit dem Rennwochenende auf dem Sachsenring zufrieden: Ich konnte mich in der Meisterschaftswertung vom dritten auf den zweiten Platz verbessern. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen auf dem Nürburgring." Fabian Schiller (Schiller Motorsport), Zwölfter: "Ich habe mich an diesem Wochenende zwar stetig gesteigert, aber es wäre mehr möglich gewesen. Im Training war ‚Turn 6' meine persönliche Problemkurve, denn alleine dort habe ich etwa sieben Zehntel verloren. Um so besser lief es dafür im ersten Rennen, als ich bereits am Start drei Plätze gewinnen konnte und von P13 an die achte Stelle vorgefahren bin. Im zweiten Lauf waren die Streckenverhältnisse zu Beginn sehr schwierig und ich habe einiges an Zeit verloren, weil ich etwas zu vorsichtig war. In der langen Pause bis zum nächsten Rennen werden wir einige Testfahrten absolvieren. Das ist vor allem für mich als Neueinsteiger eine sehr gute Möglichkeit, um mit meinem Formel Masters weitere Erfahrung zu sammeln." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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