Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Spa / B
10.05. - 12.05.2013

Sachsenring
07.06. - 09.06.2013

Nürburgring
19.07. - 21.07.2013

Red Bull-Ring / A
09.08. - 11.08.2013

Lausitzring
30.08. - 01.09.2013

Slowakiaring
13.09. - 15.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Erster Sieg für Fabian Schiller
Rennabbruch durch rote Flagge

Vom 30. August bis 01. September mussten die Pilotinnen und Piloten im Rahmen des ADAC Masters Weekend in den Osten reisen. Auf der Sprintvariante des Lausitzringes standen die Läufe 16, 17 und 18 auf dem Programm, damit biegen die Protagonisten auf die Zielgerade der Saison 2013 ein. Mit seinen zwölf Kurven fordert der Kurs stets höchste Konzentration und eine Portion Mut und fordert daher einiges von den Youngstern ab. Als Tabellenführer kam Alessio Picariello (Mücke Motorsport) mit 252 Punkten hierher angereist. Auf den Rängen zwei und drei liegen sein Teamkollege Maximilian Günther mit 162 und Nicolas Beer (Neuhauser Racing) mit 146 Punkten. Der Belgier strebt nun endlich dem Trippel entgegen.

In der sechsjährigen Geschichte des ADAC Formel Masters kann nur Richie Stanaway, der Meister von 2010, die gleiche Erfolgsquote vorweisen. Der Neuseeländer ist gleichzeitig der einzige Fahrer, der zwei Rennen in der Lausitz gewann. Der Lokalmatador Hendrik Grapp (Mücke Motorsport) liegt in der Tabelle auf Rang sechs mit 10 Zähler und hat sich für den Lausitzring einiges vorgenommen. Er konnte in diesem Jahr schon einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen und möchte dies nun wiederholen. Als ein weiterer heißer Siegesanwärter auf dem Lausitzring steht noch Maximilian Günther an. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport ist der erfolgreichste der 14 Serienneulinge in diesem Jahr und fuhr bereits achtmal auf das Podium. Nach drei zweiten Plätzen möchte der 16-Jährige den Sprung nach ganz oben schaffen.

Hendrik Grapp (Mücke Motorsport): "Vor meinem Heimrennen ist die Motivation natürlich nochmals höher und ich möchte erneut vor meinen Fans gewinnen. Mein letzter Sieg gelang mir am Sachsenring, doch bereits eine Stunde nach Rennende war ich hungrig auf den nächsten Erfolg - am Lausitzring möchte ich meinen Hunger nun endlich stillen."

Alessio Picariello (Mücke Motorsport): "Vielleicht gelingt mir diesmal der Dreifachsieg. Wir versuchen immer, das Maximum herauszuholen, aber das Heimrennen meines Teams gibt mir zusätzliche Motivation und Schwung."

Maximilian Günther (Mücke Motorsport): "Ich war schon ein paar Mal nah an meinem ersten Sieg dran. Am Lausitzring versuche ich, schnell einen guten Rhythmus zu finden und dann das Beste daraus zu machen. Alessio führt die Gesamtwertung deutlich an, aber ich gebe erst auf, wenn ich rechnerisch keine Chance mehr habe."

Die Pilotinnen und Piloten mussten am Freitagmorgen zu ihrem freien Training bei herrlichem Spätsommerwetter hinaus auf die Strecke. Zunächst kam es immer wieder zu Positionswechseln. Nach den 45 Minuten hatte sich Maximilian Günther gegenüber seiner Konkurrenz mit 23 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:24,226 Minuten durchgesetzt. Hinter ihm lagen Jason Kremer (Schiller-Motorsport) und Ralph Boschung (Team KUG Motorsport). Alessio Picariello und Nicolas Beer mussten sich zunächt mit den Rängen vier und elf zufrieden geben. Als beste Dame hatte sich Beitske Visser (Lotus) auf Rang fünf platziert. Stephane Kox (Team KUG Motorsport), die zweite Dame im Fled nahm Platz 16 ein.

Von 15.10 Uhr bis 15.40 Uhr wurde es ernst für alle, denn nun mussten sie ihre Startaufstellungen für die Rennen 16 und 17 ausfahren. Für das Rennen am Samstagmittag ist die schnellste Runde ausschlaggebend und die zweitschenllste zählt für den Lauf am Sonntagmorgen. Zunächst einmal wechselten in dieser halben Stunde die Positionen des öfteren. Am Ende hatte sich dann Maximilian Günther mit vierzehn Runden und einer Zeit von 1:23,824 Minuten gegenüber seiner Marvin Dienst (Neuhauser Racing Team) starten. Nicolas Beer musste sich mit Startplatz sechs zufrieden geben. Als beste Dame steht Beitske Visser in der fünften Startreihe.

Auch die zweitschnellste Runde konnte Maximilian Günther mit einer Zeit von 1:24,011 Minuten und zwölf gefahrenen Runden für sich verbuchen. Damit hatte er sich die Doppel-Pole geholt, gefolgt von Alessio Picariello und Jason Kremer. Marvin Dienst wird am Sonntag von Rang fünf aus ins Rennen gehen. Nicolas Beer hatte sich nicht verbessern können, sondern steht in der vierten Startreihe. Hingegen hatte Beitske Visster zwei Startplätze gut gemacht. Stepahne Kox wird in beiden Läufen von der 16. Position aus starten. Marcel Lenerz (JBR Motorsport & Engineering, der Neuzugang hatte sich gegenüber dem freien Training nicht verbessern können und wird das Rennen aus der neunten Startreihe aus aufnehmen.

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Pole Rennen 1 und 2: "Meine dritte Doppel-Pole in Folge - darüber freue ich mich wahnsinnig. Mein Qualifying verlief erneut sehr gut. Ich bin richtig zufrieden und genieße dieses Gefühl. Zu Beginn des Qualifyings steckte ich etwas im Verkehr fest und konnte nicht das Maximum aus meinem Auto herausholen. Im zweiten Anlauf passte das Timing deutlich besser und die Zeiten entsprachen meinen Erwartungen. Ich starte nun mit der besten Ausgangsposition ins Wochenende und werde alles daran setzen, diese Position auch im Rennen zu behalten. Die tolle Kulisse auf dem Lausitzring gibt mir zusätzliche Motivation. Meinen ersten Sieg beim Heimrennen meines Teams zu holen, wäre perfekt."

Die Fahrerinnen und Fahrer nahmen ihren 16. Lauf in dieser Saison am Samstagmittag bei trockenem und warmen Wetter unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten. Durch die erste Kurve kamen sie alle gut hindurch. Überall im Feld wurden bereits harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Jason Kremer hatte unterdessen Nicolas Beer niedergerungen und war auf Rang fünf vorgefahren. Nach der ersten Runde führte weiterhin Maximilian Günther vor Alessio Picariello und Marvin Dienst. Beitske Visser hatte ihren neunten Rang verteidigt. Hingegen hatte Stepahne Kox drei Plätze eingebüst. Nach drei Runden hatten sich die ersten beiden bereits mit über zwei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Maximilian Günther musste absolute Kampflinie fahren, denn der Tabellenführer saß ihm arg im Nacken.

Mavin Dienst auf Platz drei hatte eine Armada von neun Fahrzeugen hinter sich. Im Verlauf der fünften Runde hatte Martin Gatz zuviel riskiert, mit der Folge das er von der Strecke abkam und zunächst einmal auf der Wiese stand. Er konnte dann seine Fahrt nach einiger Zeit wieder aufnehmen. Beitske Vissser hatte zwischenzeitlich einen Platz gut gemacht und befand sich nun auf Rang acht. Callan O`Keeffe versuchte in der sechsten Runde sich Mikkel Jensen zurecht zulegen. Wenig später hatte Mikkel Jensen Probleme bekommen und musste vorzeitig die Box aufsuchen. Ralph Boschung hatte sich den Attacken von Nicolas Beer nicht mehr erwehren können und musste diesen ziehen lassen. Damit lag der Däne auf Rang sechs. Von alledem bekamen Maximilian Günther und Alessio Picariello an der Spitze nichts mit, denn sie waren mit 5,483 Sekunden dem Feld auf und davon gefahren.

Hendrik Grapp und Jason Kremer auf den Plätzen vier und fünf hatten immer noch keinen Weg gefunden an Marvin Dienst vorbeizukommen. Hier ging es um den letzten Platz auf dem Treppchen. Die Attacken von Ralph Boschung auf Nicolas Beer wurden immer härter. Hinter diesen beiden lag Beitske Visser in Lauerstellung und wartete ab. In der elften Runde versuchte die Niederländerin dann in Turn 4 an Ralph Boschung vorbeizugehen und wenig später hatte sie sich dann auf Platz sieben gefahren. Der Pole-Setter hatte sich bei noch siebeneinhalb Minuten zu fahrender Zeit mit einem Vorsprung von 1,145 Sekunden vom Tabellenführer absetzen können. In der vierzehnten Runde endete der Kampf zwischen Kim Luis Schramm und Indy Dontje damit, das Kim Luis Schramm Ende Start und Ziel durch die Wiese schoß, wieder auf die Strecke kam und sich dann noch drehte. Hier ging es um die elfte Position.

In der Schlußphase hatte Stephane Kox sich wieder auf Platz 16 nach vorne gearbeitet. Kim Luis Schramm lag nach seiner Aktion direkt einen Platz vor der Niederländerin. In der letzten Runde hatte der Tabellenführer den Kampf um den Sieg aufgegeben, denn Maximilian Günther hatte sich einen Vorsprung von 2,310 Sekunden erarbeitet. Unterdessen hatte Marvin Dienst auf der Start und Zielgeraden etwas Probleme bekommen, denn dort war er von Hendrik Grapp niedergerungen worden. Nach 18 Runden holte sich Maximilian Günther seinen ersten Sieg in der ADAC Formel Masters, gefolgt von Alessio Picariello und Jason Kremer. Beim Versuch wieder auf Rang drei zu fahren hatte Marvin Dienst Hendrik Grapp aufs Korn genommen, mit der Folge, das Letzterer bis auf Platz zehn zurück fiel. Marvin Dienst sah auf Rang fünf das Ziel. Beitske Visser und Stephane Kox überquerten die Ziellinie auf den Rängen sechs und 16. Der Drittplatzierte in der Meisterschaft Nicolas Beer wurde als Vierter abgewunken.

Im nachhein hatte die Rennleitung sich den Vorfall von Marvin Dienst und Hendrik Grapp wohl angesehen und für Marvin Dienst eine 30ig Sekunden Strafe ausgesprochen. Damit wurde er nur auf Platz 15 gewertet. Hendrik Grapp platzierte sich damit auf Rang neun.

In der Meisterschaft hat Alessio Picariello 270 Punkte auf einem Konto, gefolgt von Maximilian Günther mit 187 und Nicolas Beer mit 158 Punkten. In der Teamwertung liegt ADAC Berlin-Brandenburg e.V. Team Mücke Motorsport mit 457 Zähler auf Rang eins vor Neuhauser Racing mi 303 und Schiller Motorsport mit 252 Zähler.

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Sieger: "Mein erster Sieg im ADAC Formel Masters - das ist einfach unglaublich. Diesen Erfolg beim Heimrennen meines Teams zu erzielen, ist ein Meilenstein in meiner Karriere. Das Rennen verlief ab der ersten Runde perfekt, ich fand einen guten Rhythmus und konnte mich von Alessio lösen. Mein Vorsprung vergrößerte sich stetig, dennoch musste ich bis zur letzten Kurve hochkonzentriert bleiben. Erst auf der Ziellinie wurde mir bewusst, dass ich den ersten Sieg in meinem Rookie-Jahr eingefahren hatte. Ich bin überglücklich und möchte mich bei meinem Team bedanken - das Auto war heute perfekt. Morgen werde ich erneut angreifen und versuchen, wieder das Maximum herauszuholen."

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Zweiter: "Ich hätte das Rennen natürlich lieber gewonnen, aber ich habe wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt - das ist letztlich das Wichtigste. Ich kann nicht jedes Rennen gewinnen und immer perfekt sein. Zu Beginn versuchte ich, Maximilian anzugreifen, dann bemerkte ich aber seinen unbedingten Siegeswillen und steckte im Sinne der Meisterschaft zurück. Ich konzentrierte mich darauf, meine Reifen für die anstehenden Rennen zu schonen und werde am Sonntag erneut angreifen."

Jason Kremer (Schiller Motorsport), Dritter: "Dieser Podestplatz kommt etwas überraschend für mich. Ich sah, dass meine beiden Konkurrenten vor mir gegeneinander kämpften und hoffte, nochmals angreifen zu können. Ich konnte am Ende profitieren und beide hinter mir lassen. Zu Beginn des Rennens versuchte ich, Hendrik Grapp anzugreifen. Aufgrund des Reifenabriebs ist Überholen in der ersten Kurve aber kaum möglich und danach verteidigte sich Hendrik stark. Mit Blick auf die Meisterschaftswertung entschied ich mich also, das Risiko einer Kollision nicht einzugehen."

Das zweite Rennen an diesem Wochenende stand am Sonntagmorgen auf dem Programm. Als man in der Startaufstellung stand wurde es dunkel am Himmel. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und bog als Erster in die erste Kurve hinein. Mit viel Disziplin ging es hier hindurch. Hendrik Grapp auf Rang vier fahrend war in Kurve sieben weit nach außen gekommen. Er konnte seine Position aber verteidigen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Maximilian Günther vor Alessio Picariello und Hendrik Grapp. Jason Kremer hatte an Boden verloren, er befand sich nur auf Rang sechs. Überall im Feld wurden bereits harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Beitske Visser hatte Plätze gut gemacht und war auf Rang fünf nach vorne gefahren. Im Verlauf der dritten Runde hatten sich die ersten beiden bereits mit über drei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt.

In der vierten Runde versuchte Beitske Visser, die zwischenzeitlich auf Rang vier lag sich Hendrik Grapp zurecht zu legen. Hinter ihr lagen noch Marvin Dienst und Jason Kremer. Beim nächsten Umlauf versuchte die Niederländerin auf der Außenbahn Ende Start und Ziel an Hendrik Grapp vorbeizugehen, mit der Folge, das sie durch die Wiese schoß, danach wieder auf die Strecke zurück und dabei hatte sie ganz leicht Hendrik Grapp touchiert. Danach musste sie das Rennen im Kiesbett früher beenden als geplant. Diese Aktion wurde von der Rennleitung erst einmal untersucht. Wenig später hatte Marvin Dienst Hendrik Grapp niedergerungen und war auf Rang drei vorgefahren. An der Spitze hatte sich der Pole-Setter etwas von dem Tabellenführer absetzen können. Sein Vorsprung war auf über eine Sekunden angewachsen. Es dauerte aber nicht lange und Alessio Picariello war wieder an ihm dran.

Hendrik Grapp auf Rang vier fahrend kam in Kurve elf nicht gut raus und eine ganze Armada von Fahrzeugen konnte an ihm vorbeiziehen. Er war in dieser Runde bis auf Platz acht zurückgefallen, denn Mikkel Jensen, Nicolas Beer, Fabian Schiller und Ralph Boschung waren vorbeigezogen. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit trugen Mikkel Jensen und Nicolas Beer um Platz vier einen harten Kampf aus. Zu diesen beiden gesellten sich jetzt auch noch Ralph Boschung und Fabian Schiller. Jason Kremer war unterdessen bis auf Platz 16 durchgereicht worden. Stephane Kox hatte zwei Ränge gut gemacht und versuchte nun auf Platz vierzehn den Anschluß an Kim Alexander Giersiepen zu bekommen. Zu dieser Zeit kam Jason Kremer mit Problemen in die Box gefahren. Von alledem bekamen die beiden Führenden nichts mit, denn sie waren mit über zwölf Sekunden dem Feld auf und davon geeilt. Indy Dontje hatte Kim Luis Schramm niedergerungen und nun Platz elf eingenommen.

In der Schlußphase hatte Nicolas Beer auf der Start- und Zielgeraden Mikkl Jensen niedergerungen und war damit auf Platz vier vorgefahren. Von den Zweikämpfen hinter sich profitierte Marvin Dienst auf Rang drei, denn er hatte genug Luft nach vorne und auch nach hinten. Beim nächsten Umlauf konnte Mikkel Jensen Ralph Boschung auch nicht halten und musste diesen ziehen lassen. Er konnte sich dann auch direkt mit einigen Metern absetzen. Ralph Boschung versuchte jetzt den Anschluß an Nicolas Beer zu bekommen. Mikkel Jensen musste in den letzten Minuten absolute Kampflinie fahren, denn Fabian Schiller saß ihm im Nacken. Zur gleichen Zeit war Hannes Utsch Ende Start und Ziel etwas zu optimistisch unterwegs, mit der Folge das er dort durch die Wiese schoß. Hendrik Grapp auf Platz acht liegend hatte auch zuviel riskiert. Auch er schoß über die Wiese und musste dann den Notausgang nehmen. Danach musste er sich auf Platz zwölf wieder einreihen.

Giorgi Maggi hatte in der 17. Runde Hannes Utsch niedergerungen und war dann auf Platz 17 vorgefahren. In der letzten Runde hatte Alessio Picariello immer noch keinen Weg gefunden an dem Pole-Setter vorbeizugehen. Der Vorsprung war auf 0,348 Sekunden geschrumpft. Nach 18 Runden holte sich Maximilian Günther einen Doppelsieg mit einem Vorsprung von 0,605 Sekunden vor dem Tabellenführer und Marvin Dienst. Nicolas Beer überquerte den Zielstrich auf Rang vier. Stephane Kox sah als Vierzehnte die schwarz/weiß karrierte Flagge.

In der Meisterschaft belegt Alessio Picariello weiterhin Rang eins mit 288 Punkten vor Maximilian Günther mit 212 und Nicolas Beer mit 170 Punkten. In der Teamwertung hat ADAC Berlin-Brandenburg e.V. Team Mücke Motorsport mit 500 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing mit 330 und Schiller Motorsport mit 258 Zähler.

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Sieger: "Mein zweiter Sieg in Folge - das ist Wahnsinn. Die ersten Runden waren sehr gut und ich konnte mich gleich von meinen Verfolgern lösen. Nur Alessio konnte mir folgen, ich hielt den Abstand zu ihm aber konstant und konnte so einen ungefährdeten Sieg einfahren. Kurz vor Ende des Rennens hatte ich einen kleinen Quersteher, wodurch Alessio wieder näher an mich herankam. Ich hatte aber alles unter Kontrolle und setzte mich gleich wieder von ihm ab, damit er mich nicht angreifen konnte. Beim nächsten Rennen werden die Witterungsbedingungen interessant. Ich werde aber auf alle Fälle angreifen, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln."

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Zweiter:"Es ist schade, dass ich auch im zweiten Rennen auf dem Lausitzring nicht gewinnen konnte. Zu Beginn des Rennens hatte ich ein wenig Untersteuern - das ermöglichte es Maximilian, einen Vorsprung herauszufahren. Das Untersteuern wurde jedoch von Runde zu Runde geringer und so konnte ich wieder zu ihm aufschließen. Als Maximilian kurz vor Rennende einen Fehler machte, wollte ich meine Chance ergreifen, aber leider verlor ich direkt hinter ihm an Abtrieb und das Untersteuern wurde wieder stärker. Das Positive an diesem Ergebnis ist, dass ich das dritte Rennen an einem Wochenende nun zum ersten Mal nicht von Position acht starten muss, vielleicht gelingt mir so ein gutes Ergebnis."

Marvin Dienst (Neuhauser Racing), Dritter: "Ich freue mich sehr über diesen dritten Platz. Ich konnte im Rennen zwei Positionen gutmachen - das ist immer schön, vor allem, wenn man auf dem Podium steht. Mir wurde sehr schnell klar, dass Rang drei heute das Maximum sein würde. Maximilian und Alessio waren einfach zu schnell, keiner konnte ihren Speed mitgehen. Ich fuhr mein eigenes Rennen und schonte die Reifen für den dritten Lauf heute Nachmittag. Unser Auto funktionierte bisher sehr gut, also hoffe ich auf eine weitere Podestplatzierung."

Ihren 18. Saisonlauf nahmen die Fahrerinnen und Faher am Sonntagnachmittag unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start ohne weiteres. Die ersten acht des Zieleinlaufs von Rennen 17 tauschten ihre Platzierungen und damit stand Stefan Riener auf der Pole, gefolgt von Fabian Schiller und Mikkel Jensen. Der Pole-Setter konnte seine Position nicht halten. Er wurde direkt von Fabian Schiller attackiert und dieser hatte auch die Führung übernommen. Wenig später ging es im hinteren Feld schon zur Sache. Kim Alexander Giersiepen traf Hannes Utsch. Dieser hätte sich beinahe überschlagen und stand dann verkehrt herum neben der Strecke. Er hatte gut reagiert und das Fahrzeug noch abfangen können. Nach der ersten Runde führte Fabian Schiller mit einem Vorsprung von 1,350 Sekunden vor Stefan Riener und Mikkel Jensen. Der Tabellenführer befand sich auf Rang sechs. Maximilian Günther hatte einen Platz eingebüst und war auf Rang acht unterwegs.

Im Verlauf der dritten Runde hatte sich Ralph Boschung auf Rang drei geschoben. Zwischenzeitlich waren Callan O`Keeffe auf Abwegen unterwegs. Beitske Visser lag nur auf dem vierzehnten Rang. Zwei Plätze dahinter lag die zweite Dame Stephane Kox. Nicolas Beer stand unterdessen unter Beobachtung der Rennleitung. Mikkel Jensen auf Platz vier hatte eine Armada von elf Fahrzeugen hinter sich. Hier ging es munter einher. Jason Kremer hatte schon etliche Plätze gut gemacht, denn er hatte sich nach vier Runden bereits auf Platz neun nach vorne gearbeitet. Der Tabellenführer versuchte weiter nach vorne zu kommen. Ralph Boschung auf Rang drei versuchte sich Stefan Riener zurecht zu legen. Ebenfalls unter Beobachtung stand Kim Alexander Giersiepen. Wenig später erhielt dieser dann eine Durchfahrtsstrafe wegen pushing another car.

Bei noch 16 Minuten zu fahrender Zeit hatte Alessio Picariello kurzen Prozess gemacht und war an Mikkel Jensen vorbeigegangen. Im Verlauf der siebten Runde waren sich Benedikt Gentgen und Callan O`Keeffe nicht ganz einig, mit der Folge das beide unfreiwillig die Strecke verließen. Die Rennleitung hatte nun auch den Südafrikaner unter Beobachtung. Zu dieser Zeit hatte Stefan Riener sich an den Führenden herangefahren und setzte diesen unter Druck. Im Schlepptau befand sich auch noch Ralph Boschung. Nach acht Runden erhielt Callan O`Keeffe auch eine Durchfahrtssstrafe wegen Vermeidung eine Kollision. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf Rang 17. Runde um Runde machte Alessio Picariello nun Boden auf Ralph Boschung gut. Einen harten Kampf lieferten sich auch Mikkel Jensen und Marvin Dienst um Rang fünf. Letzter zog im letzten Moment zurück und hatte damit eine Kollision vermieden.

In den letzten acht Minuten war der Tabellenführer an Ralph Bochung dran. Dieser musste nun absolute Kampflinie fahren. Stephane Kox auf Platz vierzehn hatte nach vorne und hinten Luft. Jason Kremer hatte in der vierzehnten Runde Ende Start und Ziel Mikkel Jensen niedergerungen und sich auf Rang fünf gefahren. Alessio Picariello hatte noch keinen Weg gefunden an Ralph Boschung vorbeizugehen. An der Spitze hatte Fabian Schiller auch einiges zu tun, denn Stefan Riener war mit 0,404 Sekunden herangefahren. Zu dieser Zeit bekam Mikkel Jensen eine Verwarnung von der Rennleitung wegen eines gefährlichen Manövers. Benedikt Gentgen war in der 16. Runde in die Box gekommen, da er von der Rennleitung die Spiegeleifahne gezeigt bekommen hatte. In der letzten Runde, in der letzten Kurve knallte Ralph Boschung in die Mauer und stand dann quer auf der Fahrbahn. Nicolas Beer riss das Auto rum und traf damit Ralph Boschung nur mit dem Heck.

Die Rennleitung brach das Rennen sofort mit der roten Falgge ab. Es wurde nun der Stand aus Runde 17 genommen. Damit gewann Fabian Schiller diesen Lauf vor Stefan Riener und Ralph Boschung. Alessio Picariello hatte im nachhinein noch eine 30ig Sekunden Strafe erhalten und wurde nur auf Rang vierzehn gewertet. Als beste Dame beendete Beitske Visser das Rennen auf Rang neun. Nicolas Beer überquerte die Ziellinie als Achter.

Um 18.49 Uhr hatte die Rennleitung eine neues Ergebnis herausgegeben und zwar hatte man Nicolas Beer aus der Wertung genommen. Er wird beim nächsten Rennen auch um zehn Startplätze nach hinten gesetzt. Damit beendete Beitske Visser das Rennen auf Rang acht.

In der Meisterschaft führt Alessio Picariello nun mit 288 Punkten vor Maximilian Günther mit 216 und Nicolas Beer mit 170 Punkten. In der Teamwertung hat weiterhin ADAC Berlin-Brandenburg e.V. Team Mücke Motorsport mit 507 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing Team mit 337 und Schiller Motorsport mit 281 Zähler.

Fabian Schiller (Schiller Motorsport), Sieger: "Mein erstes Podest im ADAC Formel Masters und dann gleich der Sieg - das ist einfach fantastisch. Am Start übernahm ich die Führung und gab sie bis zur Ziellinie nicht mehr ab. Ich sah Stefan ständig im Rückspiegel und musste Druck machen, um an der Spitze zu bleiben. Obwohl ich immer am Limit fuhr, konnte ich das Rennen gut kontrollieren. Die Freude war riesengroß, als ich die Ziellinie überquerte und meinen ersten Sieg bejubeln konnte. Ich möchte mich bei meinem Team bedanken, denn das Auto war heute wirklich sehr gut."

Stefan Riener (Neuhauser Racing), Zweiter: "Ich bin über meinen ersten Podestplatz im ADAC Formel Masters sehr glücklich. Leider konnte ich am Start meine Pole Position nicht verteidigen - das war der Schlüsselmoment meines Rennens. Ich fuhr über das gesamte Rennen ähnliche Zeiten wie Fabian Schiller, Überholmanöver sind auf dem Lausitzring aber ziemlich schwierig. Ich versuchte immer wieder aus seinem Windschatten heraus zu fahren, um den Abtrieb zu erhöhen. Am Ende reichte es zwar nicht für den Sieg, dieses Ergebnis ist aber dennoch wunderbar für mich."

Ralph Boschung (KUG Motorsport), Dritter: "Mir gelang ein guter Start und ich war schnell in den Top-Drei. Ich habe immer wieder versucht, Stefan Riener anzugreifen, konnte ihn aber nicht überholen. Ich entschied mich, die Reifen zu schonen und das Rennen sicher zu beenden. Einige Runden vor dem Ende sah ich aber Alessio Picariello immer größer im Rückspiegel und machte nochmals Druck. Leider berührte er mich in der letzten Kurve des Rennens. Ich dachte, mein Rennen wäre beendet - umso glücklicher bin ich, nun doch auf dem Podest zu stehen."


CS

www.motorracepics.de

Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!!