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Siegerpodest international
Erster Sieg für Jason Kremer

Die Läufe vier bis sechs fanden vom 10. bis 12. Mai ihm Rahmen des ADAC Masters Weekend im belgischen Spa-Francorchamps statt. Zum ersten Mal gastiert die erfolgreiche Formel-Nachwuchsserie des ADAC auf der 7,004 Kilometer langen Traditionsstrecke im belgischen Spa-Francorchamps. Die Strecke war seit 1950 Austragungsort von 45 Formel-1-Rennen und zählt sowohl bei den Fahrern wie auch bei den Fans zu den beliebtesten Rennstrecken der Welt. Am zweiten Rennwochenende der Saison 2013 stellen sich die Nachwuchspiloten der Formel ADAC der Herausforderung auf der berühmten Ardennen-Achterbahn. Mit seinen 7,004 Kilometer ist Spa-Fancorchamps die längste Rennenstrecke in diesem Rennkalender. Da nur wenige Runden absolviert werden können, wirkt sich ein Fehler noch gravierender aus als auf anderen Rennstrecken. Für Spannung sorgen die bergauf und bergab Passagen.

Wie ihre großen Vorbilder aus der Formel 1 müssen die Talente in der Formel ADAC versuchen, mit taktischem Geschick und etwas Glück das Beste aus diesen Bedingungen zu machen. Hier wird einiges von Mensch und Material abverlangt. Der Meisterschaftführende Alessio Picariello (Team Mücke Motorsport) reist hier als Lokalmatador an und will seine Führung (57 Punkte) weiter ausbauen. Hinter ihm liegen der Neuhauser-Pilot Nicolas Beer mit 37 und der Niederländer Indy Dontje (Lotus) mit 33 Punkten. Der Lokalmatador konnte bereits in der Vergangenheit in anderen Rennserien hier Erfahrungen sammeln und hofft das ihm dies zu Gute kommen wird. Auch Benedikt Gentgen (JBR Motorsport & Engineering) hat nur eine kurze Anreise. Er stammt aus Hürtgenwald/Zerkal. Er erwartet auch wie der Meisterschaftsführende das viele Verwandte und Sponsoren hier zur Strecke kommen.

Alessio Picariello (Team Mücke Motorsport): "Ich freue mich schon sehr darauf, dass mich meine Familie am Rennwochenende begleiten wird und hoffe, dass mich einige Fans von den Tribünen aus unterstützen - auch einige belgische Medien haben sich angekündigt. Ich konnte ein Rennen gewinnen und wurde einmal Zweiter - so kann es gerne weitergehen. Der erste Sektor mit tollen Kurven wie Eau Rouge oder Les Combes ist sehr lang und eine besondere Herausforderung. Wegen des Windschattens auf den langen Geraden kann man den vorausfahrenden Piloten sehr gut folgen - ich erwarte drei sehr enge und spannende Rennen."

Benedikt Gentgen (JBR Motorsport & Engineering): "Ich freue mich sehr auf das Rennwochenende in Spa-Francorchamps, besonders die Atmosphäre wird fantastisch werden. Durch die Länge der Strecke ist die gefahrene Anzahl an Runden relativ gering. Da wirkt sich ein Fehler noch gravierender aus, daher ist volle Konzentration gefordert. Gleichzeitig sorgen die teils unterschiedlichen Bedingungen auf der Ardennen-Achterbahn für Spannung. Sollte die Strecke im einen Bereich trocken und im anderen nass sein, wird das sicherlich eine besondere Herausforderung."

Das erste freie Training stand für die ADAC Formel Masters am Freitag von 11.15 Uhr bis 12.00 Uhr bei trockenem aber kühlem Wetter auf dem Progrmm. In dieser Session wechselten wie immer die Positionen. Nach Beendigung dieser Sitzung hatte sich Jason Kremer (Schiller Motorsport) mit 15 Runden und einer Zeit von 2:31,013 Minuten als schnellster Pilot erwiesen, gefolgt von Nicolas Beer (Neuhauser Racing) und Maximilian Günther (ADAC Berlin Brandenburg e.V.). Der Tabellenführer musste sich zunächst mit Platz sechs zufrieden geben. Indy Dontje (Lotus), der Dritte in der Meisterschaft nahm Rang vier ein. Stepahne Kox (KUG Motorsport) war als beste Dame auf Platz vierzehn gewertet worden. Die zweite Dame im Feld, die Niederländerin Beitske Visster (Lotus) platzierte sich auf Rang 16. Der JBR Motorsport & Engineering Fahrer Benedikt Gentgen lag zwei Plätze hinter Beitske Visser.

Das Zeittraining, in dem die Startaufstellungen für Rennen eins und zwei ausgetragen wird, mussten die Protagonisten am Freitagnachmittag unter die Räder nehmen. Die Zeiten gegenüber morgens wurden schneller. Bei noch zehn Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Jason Kremer mit sechs Runden und einer Zeit von 2:30,048 Minutn auf die Pole gefahren, gefolgt von Alessio Picariello und Maximilian Günther. Als beste Dame befand sich Stephane Kox auf Rang vierzehn. Als noch acht Minuten auf der Uhr standen setzte leichter Regen ein und die Fahrerinnen und Fahrer kamen in die Box zurück. Die Rennleitung erklärte diese Sitzung dann als Wet Practice Conditions. Einige der Piloten machten sich dann nochmals bereit in der letzten Minute hinauszugehen. Die schnellste Runde ist ausschlaggebend für Rennen eins und die zweitschnellste für Rennen zwei.

Am Ende dieser Sitzung hatte sich Jason Kremer nach fünf Runden mit einer Zeit von 2:30,048 Minuten die Pole für den ersten Lauf an diesem Wochenende gesichert, gefolgt von dem Tabellenführer und Maximilian Günther. Die beiden Damen Stepahne Kox und Beitske Visser werden das Rennen von den Startplätzen vierzehn und 15 aus aufnehmen. Auch für das Rennen am Sonntagvormittag konnte keiner die Zeit von Jason Kremer knacken. Er wird wiederum von Startplatz eins aus ins Rennen gehen. Diese Position hatte er sich nach vier Runden mit einer Zeit von 2:30,422 Minuten gesichert. Startplatz zwei und drei nahmen nun Maximilian Günther und Nicolas Beer ein. Alessio Picariello musste sich mit Startplatz vier zufrieden geben. Beitske Visser und Stephane Kox hatten sich verbessert und starten von Rang dreizehn und vierzehn.

Jason Kremer (Schiller Motorsport), Pole Rennen 1 und 2: "Zwei Pole Positions auf einer so legendären Strecke wie Spa-Francorchamps - das war ein perfektes Qualifying für mich. Ich bereitete mich im Vorfeld sehr gut vor und konzentrierte mich auf zwei schnelle Runden - das hat wunderbar funktioniert. Ohne den einsetzenden Regen hätte ich sogar eine noch schnellere Runde fahren können. Für die ersten beiden Läufe habe ich nun die beste Ausgangsposition - das möchte ich in den Rennen in zwei Siege umsetzen."

Alessio Picariello (Mücke Motorsport): "Das Qualifying bei meinem Heimrennen verlief leider nicht wie erhofft. Zwar erzielte ich die zweite Position, aber der Zeitrückstand war relativ groß. Die Bedingungen machten es schwierig, den richtigen Reifendruck zu finden, was auch eine Rolle spielte. Dennoch bin ich für das Rennen sehr zuversichtlich, da ich hier mit meiner Konstanz punkten kann. Außerdem ist für den Samstag Regen angesagt, was mir ohnehin entgegen kommt."

Ihren vierten Lauf in dieser Saison nahmen die Pilotinnen und Piloten am Samstagmittag hinter dem Safety Car in Angriff. Dieses war herausgekommen, weil es zuvor sehr stark geregnet hatte. Nachdem das Saftey Car in die Boxengasse eingescherrt war konnte Alessio Picariello an Jason Kremer vorbeigehen und führte damit das Feld an. Hinter diesen beiden befand sich Maximilian Günther. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Die beiden Damen im Feld konnten ihre Position behaupten. Nicolas Beer auf Rang vier fahrend hatte eine Armada von fünf Fahrzeugen hinter sich. Unterdessen hatte sich der Führende bereits mit einigen Wagenlängen vom übrigen Feld abgesetzt. Sein Vorsprung betrug nach zwei Runden bereits 2,645 Sekunden. Zwischenzeitlich waren die beiden Damen sich ins Gehege gekommen, denn beide hatten etliche Plätze eingebüst.

Runde um Runde baute Alessio Picariello seinen Vorsprung immer mehr aus. Indy Dontje auf Rang neun hatte alle Hände voll zu tun sich Mikkel Jensen vom Hals zu halten. Einen harten Kampf lieferten sich auch Stefan Riener und Marvin Dienst um Platz zwölf. Unterdessen standen Beitske Visser und Stephane Kox unter Beobachtung der Rennleitung. Martin Gatz hatte nach vier Runden einen Platz eingebüst. Nach fünf Runden konnte Maximilian Günther dem Druck von Nicolas Beer nicht mehr stand halten und musste diesen ziehen lassen. Aus dem hinteren Feld hatte einer der Piloten zuviel riskiert, mit der Folge das er sich auf der nassen Strecke gedreht hatte. Dabei hatte er noch Glück, das er seine Platzierung behaupten konnte. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er war mit 9,787 Sekunden auf und davon gefahren.

Im Verlauf der siebten Runde war Hendrik Grapp an Fabian Schiller vorbeigegangen und nahm nun Platz sechs ein. Nicolas Beer auf Platz drei fahrend versuchte rundenlang an Jason Kremer vorbeizugehen. Dieser schlug ihm immer wieder die Tür vor der Nase zu. Ralph Boschung auf Platz fünf musste absolute Kampflinie fahren, denn Hendrik Grapp saß ihm im Nacken. In der Spitzkehre hatte Hendrik Grapp versucht an dem KUG Motorsport-Piloten vorbeizugehen. Dieser machte aber die Türe zu. Zwischen diesen beiden wäre es beinahe zu einer leichten Berührung gekommen. Mit einem Vorsprung von 18,279 Sekunden wurde Alessio Picariello nach neun Runden als Sieger abgewunken, gefolgt von Jason Kremer und Maximilian Günther. Florian Herzog hatte das Rennen, nachdem er zuvor von einem anderen Fahrer berührt worden war, neben der Strecke früher beenden müssen als geplant.

In der Meisterschaft führt weiterhin Alessio Picariello mit 82 Punkten vor Nicolas Beer mit 49 und Maximilian Günther mit 46 Punkten. In der Teamwertung hat Mücke Motorsport mit 113 Zähler die Nase vorne vor Neuhauser Racing mit 96 und Schiller Motorsport mit 74 Zähler.

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Sieger: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg auf meiner Heimstrecke - das Rennen war perfekt. Das Auto fühlte sich sehr gut an und es war sehr schnell, in den letzten Runden ließ ich es aber eher ruhig angehen. Mein großer Vorsprung überraschte mich ein wenig, aber wir scheinen im Regen wirklich schnell zu sein. Nun müssen wir für den Sonntag noch einige Verbesserungen finden, denn ich möchte auch diese Rennen gewinnen. Ich führe nun deutlich in der Meisterschaft, aber darauf möchte ich mich nicht ausruhen. Ich will den Titel mit einem großen Vorsprung gewinnen und dafür werde ich alles geben."

Jason Kremer (Schiller Motorsport), Zweiter: "Ich bin zufrieden mit meinem zweiten Rang, denn die Bedingungen waren heute sehr schwierig. Ich war zu Beginn des Rennens nicht ganz glücklich, dass es regnete, denn unter trockenen Bedingungen war ich deutlich schneller. Zunächst sah mein zweiter Platz recht sicher aus, allerdings fehlte mir der Windschatten eines Vordermanns, wodurch meine Verfolger auf den Geraden aufholen konnten. Ich freue mich, die zweite Position gehalten zu haben. Am Sonntag soll es trocken bleiben, dann werden die Karten neu gemischt."

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Dritter: "Der dritte Rang ist ein super Ergebnis für mich. Die Bedingungen waren zwar nicht einfach, dennoch konnte ich ab der ersten Runde gute Zeiten fahren und Jason Kremer folgen. Ab der zweiten Hälfte des Rennens wurde der Druck durch Nicolas Beer immer größer. Er kam mir immer näher und konnte schließlich in meinem Windschatten angreifen und mehrfach überholen. In der letzten Runde gelang mir nach Eau Rouge das entscheidende Manöver und ich zog wieder vorbei. Dieses Duell machte mir riesengroßen Spaß und zum Glück hatte ich das bessere Ende für mich - ich bin sehr glücklich."

Der zweite Lauf an diesem Wochenende stand am Sonntagmorgen auf dem Programm. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start und Jason Kremer konnte seine Pole behaupten. Nach der ersten Kurve drehte sich Stepahne Kox, nchdem sie zuvor auf die Curbs gekommen war, danach erfolgte dann eine Kettenreaktion und zwar konnte Martin Gatz nicht mehr rechtzeitig ausweichen und stieg am Vordermann auf und überschlug sich danach. Er blieb mit dem Fahrzeug kopfüber auf dem Asphalt liegen. Sofort brach die Rennleitung das Rennen mit der roten Flagge ab. Jetzt kam erst einmal das Medical-Car heraus um den Verunfallten zu bergen. Die Protagonisten waren unterdessen mit dem Safety Car eingefangen worden und stellten sich hintereinander auf der Start und Zielgeraden auf. Plötzlich setzte wieder Regen ein und man wechselte nun auf Regenreifen. Die Rennleitung entschied sich das Rennen unter Safety Car zu starten. Der Re-Start erfolgte dann nach zwei Runden hinter dem Safety Car.

Nachdem das Rennen wieder freigegeben wurde standen nur noch elf Minuten auf der Uhr. Kim-Luis Schramm war unterdessen in die Box gekommen. Einen sehr guten Start hatte Allesio Picariello. Dieser führte das Feld schon mit einigen Wagenlängen an. Jason Kremer auf Platz zwei fahrend hatte alle Hände voll zu tun sich Maximilian Günther und Nicolas Beer vom Hals zu halten. Als beste Dame war Beitske Visser auf Rang vierzehn unterwegs. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Der Führende hatte sich nach zwei Runden bereits mit 1,317 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Im Verlauf der dritten Runde war Hendrik Grapp auf Rang elf liegend auf Abwegen unterwegs. Jason Kremer und Maximilian Günther hatten in dieser Runde sich etwas Luft vom Verfolgerfeld schaffen können. Bei noch sieben Minuten zu fahrender Zeit hatte Hendrik Grapp Callan O`Keeffe niederringen können.

Im Feld ging es munter drunter und drüber. Überall war Hauen und Stechen angesagt. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er setzte sich Runde um Runde weiter ab. Hendrik Grapp hatte zwischenzeitlich Indy Dontje niedergerungen und machte sich jetzt auf den Weg Marvin Dienst in die Zange zu nehmen. Dieser musste dann um eine Kollision zu vermeiden den Notausgang nehmen und konnte sich dadurch sogar auf Rang sech vorschieben. Er hatte den Platz seines Teamkollegen Mikkel Jensen eingenommen. Zwischenzeitlich hatte Jason Kremer Plätze eingebüst und lag nur noch auf Rang vier. Platz zwei und drei nahmen Nicolas Beer und Maximilian Günther ein. Unterdessen versuchte Hendrik Grapp in wilden Attacken durch das Feled zu pflügen. Auf den letzten Metern kamen sich Mikkel Jensen und Callan O`Keeffe ziemlich nahe, so das einer von ihnen den Notausgang nehmen musste. Nach sechs Runden wurde Alessio Picariello als Sieger abgewunken vor Nicolas Beer und Maximilian Günther. Als beste Dame wurde Beitske Visser auf Rang 16 abgewunken.

In der Meisterschaft führt Alessio Picariello mit 107 Punkten vor Nicolas Beer mit 67 und Maximilian Günther mit 61 Punkten. In der Teamwertung hat Mücke Motorsport mit 153 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Neuhauser Racing mit 124 und Schiller Motorsport mit 94 Zähler.

Alessio Picariello (Mücke Motorsport), Sieger: "Ich freue mich riesig, zum zweiten Mal in meiner Heimat gewonnen zu haben. Einfach war das Rennen aber nicht. Bereits während des ersten Starts war die Strecke etwas feucht, was das Losfahren auf Slicks erschwerte. Mir war bewusst, dass ich so schnell wie möglich die Spitze übernehmen musste, um eine Chance auf den Sieg zu haben - das gelang mir perfekt. Nach dem Neustart ging es darum, das Auto auf der Strecke zu halten. Zwar hatten wir Regenreifen, das Auto war allerdings für trockene Bedingungen abgestimmt. Für das dritte Rennen bin ich optimistisch: Im Regen sind wir sehr schnell, doch selbst wenn es trocken bleibt, bieten die langen Geraden durch den Windschatten sehr gute Überholmöglichkeiten."

Nicolas Beer (Neuhauser Racing), Zweiter: "Der zweite Platz ist ein gutes Ergebnis für mich. Leider ist mir der Start nicht besonders gut gelungen. Durch die Rennunterbrechung bekam ich eine zweite Chance und nutzte sie besser. Ich überholte Maximilian Günther und Jason Kremer und wollte auch noch Alessio Picariello angreifen, dafür reichte die Zeit aber nicht mehr aus. Ich entschied mich, lieber wertvolle Punkte für die Meisterschaft mitzunehmen und das Rennen sicher zu beenden. Glückwunsch an Alessio zu seinem Sieg. Er macht es mir in der Gesamtwertung nicht einfach, aber ich werde weiter alles geben."

Maximilian Günther (Mücke Motorsport), Dritter: "Mein dritter Podestplatz im fünften Saisonrennen - ich bin überglücklich. Der Start auf Slicks gelang mir gut, allerdings zog Alessio Picariello innen an mir vorbei. Er war heute sehr schnell, aber ich konnte ihm deutlich besser folgen als gestern. Dank des Windschattens konnte mich Nicolas Beer nach der Eau Rouge überholen. Leider konnte ich ihm nicht mehr folgen, aber ich bin mit meinen Rennen dennoch zufrieden und freue mich auf das dritte Rennen am Nachmittag. Die Rennstrecke bietet sehr viele Überholmöglichkeiten und unser Auto scheint schnell zu sein."

Als vorletzte Serie mussten die Fahrerinnen und Fahrer am späten Sonntagnachmittag noch einmal hinaus um jetzt ihren dritten Lauf an diesem Wochenende zu starten. Auch dieses Rennen wurde als Wet Race erklärt. Da die ersten acht aus dem zweiten Lauf ihre Platzierungen tauschen befand sich nun Callan O`Keeffe auf der Pole, gefolgt von Mikkel Jensen und Hendrik Grapp. Ohne Probleme kamen sie alle von ihren Startpositionen weg. Der Pole-Setter hatte einen guten Start und konnte das Feld in die erste Kurve führen. Hingegen musste Beitske Visser dort den Notausgang nehmen und sich danach fast am Ende des Feldes wieder einreihen. Wenig später kam Alessio Picariello etwas in Schwierigkeiten. Danach waren sich Fabian Schiller und Marvin Dienst nicht ganz einig, mit der Folge das beide kollidierten. Danach war Fabian Schiller mit einem Reifenschaden und einem beschädigten Heckspoiler unterwegs.

Hendrik Grapp hatte vor Start und Ziel völlig den Bremspunkt verpasst und büste einige Plätze ein. Nach der ersten Runde führte immer noch der Pole-Setter vor Mikkel Jensen und Jason Kremer. Alessio Picariello und Hendrik Grapp befanden sich auf den Rängen fünf und vier. Als beste Dame war Stepahne Kox auf Rang 15 unterwegs. Das Feld war zu dieser Zeit noch eng beisammen. Nach der ersten Runde steuerte Fabian Schiller dann die Box an. Wie schon beim zweiten Lauf war Hendrik Grapp wieder pflügend im Feld unterwegs. Im nachhinein kostete ihm dies Plätze, denn nach der zweiten Runde befand er sich nur noch auf Rang sieben wieder. An der Spitze ging es mächtig zur Sache. Hier kam es immer wieder zu Positionswechsel. Die Führung hatte zwischenzeitlich Mikkel Jensen übernommen. Maximilian Günther auf Platz fünf geriet mit einem Konkurrenten aneinander, mit der Folge das er sich drehte. Überall im Feld war Hauen und Stechen angesagt.

Alessio Picariello hatte sich unterdessen mit Callan O`Keeffe angelegt, mit der Folge dass das Rennen danach für ihn bereits zu Ende war. Ralph Boschung war von Rang dreizehn aus gestartet und hatte sich aus dem ganzen Gerangel herausgehalten und fuhr sich auf Rang drei. Jason Kremer hatte bei noch 15 Minuten zu fahrender Zeit die Führung übernommen. Stephane Kox hatte auch Boden gut gemacht und sich auf Platz neun gefahren. Die ersten beiden hatten sich mit über drei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Maximilian Günther hatte zunächst Kim Alexander Giersiepen niedergerungen und machte sich jetzt auf den Weg zur Niederländerin. Kurz vor Start und Ziel hatte sich Maximilian Günther auf Platz neun gefahren. Um Platz vier wurde hart gekämpft zwischen Nicolas Beer, Florian Herzog und Indy Dontje. Wenig später flogen Nicoals Beer und Florian Herzog im Informationspflug von der Strecke. Es setzte nun wieder Regen ein.

Jason Kremer hatte sich unterdessen mit 1,264 Sekunden vom Feld abgesetzt. Bei den Damen hatte es einen Platzwechsel gegeben und zwar war Beitske Visser auf Platz zehn als beste Dame unterwegs. Einen harten Zweikampf trugen die beiden Damen rundenlang aus. Ende Start und Ziel ging dann Stephane Kox wieder an Beitske Visser vorbei. Ralph Boschung auf Rang drei hatte alle Hände voll zu tun sich Indy Dontje und Nicolas Beer vom Hals zu halten. In der Schlußphase hatte Indy Dontje Ende Start und Ziel zuviel riskiert, musste sehr weit nach außen und hätte beinahe seinen Rang an Nicolas Beer verloren. Dies schaute sich Florian Herzog in aller Ruhe an und wartete ab. Jason Kremer und Mikkel Jensen auf Rang eins und zwei bekamen davon nichts mit, denn sie fuhren mit einem gewissen Respektabstand an der Spitze. Martin Gatz, der morgens den Unfall hatte, konnte am Rennen teilnehmen, wurde dann aber nach acht Runden von den Streckenposten von der Strecke weggeschoben. Um Rang drei hatte Indy Dontje am Schluß drei Plätze eingebüst und lag nur noch auf Rang sieben.

Indy Dontje hatte seinen Bremspuntk verpasst und musste den Notausgang nehmen und schied damit aus dem Kampf um Rang drei aus. Nach zehn Runden sah Jason Kremer mit einem Vorsprung von 3,263 Skunden als Erster die Zielflagge, gefolgt von Mikkel Jensen und Ralph Boschung. Hendrik Grapp musste sich mit Rang neun zufrieden geben. Als beste Dame kam Beitske Visser auf Platz zehn ins Ziel. Nicolas Beer wurde auf Rang vier abgewunken.

In der Meisterschaft führt weiterhin Alessio Picariello mit 107 Punkten vor Nicolas Beer mit 67 und Maximilian Günther mit 61 Punkten. Mücke Motorsport hat in der Teamwertung mit 158 Zähler die Nase immer noch vorne, gefolgt von Neuhauser Racing mit 132 und Schiller Motorsport mit 109 Zähler.

Jason Kremer (Schiller Motorsport), Sieger: "Ich bin sehr glücklich, dass ich auf dieser legendären Strecke in Spa-Francorchamps gewinnen konnte. Zu Beginn des Rennens fehlte mir etwas Geschwindigkeit auf der Geraden - das verbesserte sich allerdings von Runde zu Runde. Nachdem ich Mikkel Jensen überholt hatte, versuchten wir gemeinsam vom Feld wegzuziehen. Der Regen zum Ende machte das Rennen nochmal sehr spannend, da die Strecke stellenweise nass und in anderen Bereichen trocken war."

Mikkel Jensen (Lotus), Zweiter: "Ich freue mich sehr über meinen ersten Podestplatz in der Formel ADAC - besonders nach diesem schwierigen Wochenende. Wir kämpften mit der Geschwindigkeit unseres Autos und ich möchte mich für die harte Arbeit meiner Mechaniker bedanken, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Als ich Jason Kremer im Windschatten heranfliegen sah, entschied ich, ihn passieren zu lassen und mich in seinem Windschatten vom Feld abzusetzen. Der Regen in den letzten Runden machte es nochmals schwierig, allerdings fuhr Jason die Linie etwas für mich vor und so konnte ich ihm folgen."

Ralph Boschung ( KUG Motorsport), Dritter: "Dieser Podestplatz macht mich unbeschreiblich glücklich - das war das bisher härteste Rennen meiner Karriere. Zu Beginn des Rennens war die Strecke trocken, der Regen machte das Rennen dann sehr schwierig, speziell da mein Auto komplett auf trockene Bedingungen abgestimmt war. In Kampf um den dritten Rang gab es keine Verschnaufpausen und erst in der letzten Kurve glaubte ich an den dritten Rang. Ich konnte nach Eau Rouge zwar einen kleinen Vorsprung herausfahren, aber im letzten Sektor saugten sich meine Verfolger im Windschatten wieder heran. Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden."


CS

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