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![]() Erster Sieg für Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock Roberto Merhi zum ersten Mal auf dem Siegerpodest ![]() Ihren letzten Lauf in der Saison 2013 nahmen die Piloten der DTM vom 18. bis 20. Oktober im Badischen unter die Räder. Gefahren wurde auf der traditionsreichen Strecke von Hockenheim. Populär wurde diese Strecke besonders dank seiner kilometerlangen Geraden durch den Wald und die berüchtigte Ostkurve. Beide Streckenteile fielen 2002 allerdings einem Umbau zum Opfer. Seitdem ist die Strecke stark verkürzt und misst aktuell 4,57 Kilometer. Als vorzeitiger Meister mit 142 Punkte auf dem Konto reist Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) ins Badische, gefolgt von Augusto Farfus (BMW Team RBM) mit 116 und Christian Vietoris (HWA) mit 71 Punkte. Nach dem ereignisreichen Rennwochenende in Zandvoort bereiten sich die vier BMW DTM-Teams auf das große Saisonfinale in Hockenheim vor. Während bei den Fahrern die Entscheidung um den Titel bereits gefallen ist, liegt der Fokus von BMW Motorsport beim zehnten Lauf des Jahres auf der Hersteller- sowie auf der Teamwertung. In beiden Klassements kann sich BMW noch berechtigte Hoffnungen auf den Spitzenplatz machen.Bei den Herstellern beträgt der Rückstand auf Audi lediglich acht Zähler. Marco Wittmann hat den Titel des besten DTM-Neueinsteigers bereits vor dem Rennen in Hockenheim sicher. Der 23-Jährige folgt damit auf Farfus, der 2012 der erfolgreichste Rookie in der populären Tourenwagenserie gewesen war. Prominenter Besuch hat sich beim DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg angemeldet und zwar wird MERCEDES AMG PETRONAS Fahrer Lewis Hamilton am 20. Oktober zu Gast bei Mercedes-Benz sein. Der Formel 1-Pilot stattet der international populärsten Tourenwagenserie zwischen den Formel 1 Grands Prix in Japan und Indien einen Besuch ab und nimmt auch selbst im Cockpit Platz. Lewis Hamilton chauffiert Gäste in einem Mercedes-Benz DTM-Renntaxi um den Kurs und bietet ihnen dabei das einzigartige Erlebnis, in einem DTM-Rennwagen zu fahren. Lewis Hamilton: "Ich freue mich wirklich sehr auf meinen Besuch beim DTM-Finale in Hockenheim und meine Rückkehr ins DTM-Fahrerlager. Ich bin bereits seit dem Beginn meiner Motorsport-Karriere im Rennkart Teil der Mercedes-Benz Familie und ich habe mich in meinen beiden Jahren in der Formel 3 Euroserie im Rahmen der DTM pudelwohl gefühlt. Die DTM ist eine hochprofessionelle Rennserie mit unglaublich begeisterungsfähigen Zuschauern und damit das perfekte Umfeld für junge Fahrer, um die ersten Schritte in ihrer Karriere zu machen. Ich verbinde mit meiner Zeit in der DTM sehr schöne Erinnerungen und bin gespannt darauf, in Hockenheim viele bekannte Gesichter im Fahrerlager wieder zu sehen." Augusto Farfus (BMW Team RBM): "Unser BMW Team RBM hat in seiner erst zweiten DTM-Saison Großartiges geleistet. Der zweite Platz in der Fahrerwertung ist uns nicht mehr zu nehmen. Und dass wir vor dem letzten Rennen noch die Chance auf den Gewinn der Teamwertung haben, ist großartig. Wenn wir konzentriert bleiben, können wir uns diesen Titel schnappen. Ich würde mir wünschen, die Saison so zu beenden, wie sie begonnen hat: mit einem Sieg in Hockenheim." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Der Hockenheimring ist eine Strecke, auf der es für BMW in der DTM bisher immer gut gelaufen ist. Nirgends sonst haben wir so viele Siege errungen wie dort. Auch die Triumphe von Bruno Spengler 2012 und Augusto Farfus zum Start in die Saison 2013 haben wir natürlich noch in bester Erinnerung. Dennoch erwartet uns beim Finale ein großer Kampf – denn es sind in der Hersteller- und Teamwertung noch zwei Titel zu vergeben. In beiden Wertungen sind wir in unmittelbarer Schlagdistanz zur Konkurrenz. Außerdem bestreitet der BMW M3 DTM sein letztes Rennen, bevor wir im nächsten Jahr mit dem BMW M4 DTM an den Start gehen. Wir wollen ihn natürlich standesgemäß mit einem Top-Ergebnis verabschieden. Wir gehen gut vorbereitet ins letzte Saisonrennen – und freuen uns auf die vielen Fans sowie die einmalige Atmosphäre beim Finale." Timo Scheider (Audi Sport Team Abt): "Mit dem Wissen um die starke Leistung in Zandvoort und meine Pole-Position beim Auftakt in Hockenheim freue ich mich riesig auf das Finale. Wir können alle frei auffahren und werden um den Titel in der Herstellerwertung kämpfen." Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): "Den Fahrertitel hat Audi bereits in der Tasche, deshalb können wir etwas entspannter nach Hockenheim fahren. Wir wollen zum Abschluss der Saison bei unserem Heimrennen noch einmal ein Ausrufezeichen setzen." Das freie Training von 90 Minuten nahmen die Fahrer am Samstagmorgen von 9.05 Uhr bis 10.35 Uhr bei trockenem und kühlem Wetter unter die Räder. Immer wieder kam es zu Positionswechseln. Am Ende dieser Session hatte sich Dirk Werner (BMW Team Schnitzer) mit 36 Runden und einer Zeit von 1:33,282 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Adrien Tambay (Audi Sport Team Abt) und Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer). Der vorzeitige Meister Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) hatte sich auf Rang sechs platziert. Als bester Mercedes-Pilot befand sich der Brite Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG) auf Platz vierzehn. In den Top 10 befanden sich fünf Audi und fünf BMW-Piloten. Für die Fahrer wurde es dann am Samstagmittag ernst, denn nun wurde die Startaufstellung für den letzten Lauf in der Saison 2013 ausgefahren. Das Qualifying wird in vier Sessions abgehalten. In der ersten Sitzung begeben sich alle Piloten hinaus und haben 16 Minuten Zeit sich unter die schnellsten 16 von ihnen zu fahren. Zunächst wechselten die Positionen. Mike Rockenfeller setzte sich als Erster in Bewegung und fuhr für alle anderen eine Zeit von 1:35,757 Minuten. Es dauerte aber nicht lange und Adrien Tambay hatte das Zepter übernommen, gefolgt von Andy Priaulx unsd Mike Rockenfeller. Zu dieser Zeit waren Pascal Wehrlein, Augusto Farfus, Joey Hand, Roberto Merhi, Daniel Juncadella und Marco Wittmann nicht mehr mit von der Partie. Als noch sechs Minuten auf der Uhr standen, waren die meisten Fahrer wieder in die Box zurückgekehrt. Nach dem Reifenwechsel ging es dann wieder hinaus auf die Strecke. Als die Zeit abgelaufen war hatte niemand die Zeit von Adrien Tambay mit 1:33,509 Minuten knacken können. Hinter ihm lagen Bruno Spengler und Dirk Werner. Mike Rockenfeller befand sich auf Platz zwölf. In der nächsten Sitzung waren nicht mehr dabei: Daniel Juncadella, Edoardo Mortara, Jamie Green, Christian Vietoris, Roberto Merhi und Joey Hand. Nach einer Pause von sieben Minuten begaben sich die 16 übrig gebliebenen Piloten erneut hinaus auf die Strecke. In elf Minuten mussten sie sich nun unter die besten zehn fahren. Timo Scheider war der Erste der an der Boxenampel stand und wartete das diese auf grün schaltete. Die Namen auf dem Zeitenmonitor änderten sich beider jeder Umrundung. So hatte Bruno Spengler bei noch sechseinhalb Minuten zu fahrender Zeit sich an die Spitze gefahren, gefolgt von Augusto Farfus und Marco Wittmann. Aus dem Raster herausgefallen waren zu dieser Zeit: Timo Scheider, Filipe Albuquerque, Pascal Wehrlein, Gary Paffett, Adrien Tambay und Andy Priaulx. In der Schlußphase waren sie noch einmal zur Box gekommen und ließen neue Reifen aufziehen. Als diese Sitzung zu Ende war hatte sich kein Mercedes in Q3 gefahren. Mattias Ekström war mit einer Zeit von 1:33,294 Minuten der schnellste Mann im Feld vor Bruno Spengler und Arien Tambay. Von Startplatz elf bis 16 werden Martin Tomczyk, Timo Scheider, Robert Wickens, Filipe Albuquerque, das gestrige Geburtstagskind Pascal Wehrlein und Gary Paffett starten. Q 3 wurde nach acht Minuten Pause gestartet. Zehn Fahrer konnten sich nun in elf Minuten unter die ersten vier fahren. Timo Glock wurde als Erster hinausgeschickt. Ihm folgten direkt Augusto Farfus und Mike Rockenfeller. Nach drei gefahrenen Runden hatte Bruno Spengler sich mit einer Zeit von 1:33,468 Minuten auf Platz eins gesfahren. Er war 7/10tel schneller als alle anderen. Hinter ihm lagen Timo Glock und Augusto Farfus. Mattias Ekström lag auf Platz vier. Mike Rockenfeller hatte sich wenig später von Rang fünf auf Platz zwei verbessert. Adrien Tambay, Timo Glock, Augusto Farfus, Mattias Ekström, Marco Wittmann und Andy Priaulx hatten sich zu dieser Zeit nicht für die letzte Sitzung qualifiziert. Mike Rockenfeller hatte vorzeitig das Qualifying aufgegeben. In seiner letzten Runde konnte Timo Glock einiges zulegen und fuhr mit einer Zeit von 1:33,453 Minuten auf Platz eins, gefolgt von drei weiteren BMW-Piloten und zwar Bruno Spengler, Dirk Werner und Andy Priaulx. Miguel Molina startet als bester Audi-Pilot von Rang fünf, gefolgt von Marco Wittmann, Mattias Ekström, Adrien Tambay, Mike Rockenfeller und Augusto Farfus. Die letzten vier Fahrer hatten nun nur eine gezeitete Runde zur Verfügung um sich auf die Pole zu fahren. In umgekehrter Reihenfolge des Qualifyings 3 werden sie nun die letzte Sitzung unter die Räder nehmen. Andy Priaulx ging damit als Erster hinaus und setzte für alle anderen eine Zeit von 1.34,081 Minuten. Dirk Werner versuchte nun diese Zeit zu knacken. Bei der ersten Zeitmessung war er schneller unterwegs. Auch im zweiten Sektor konnte er Boden gut machen. Er legte nochmals einiges zu und war auch bei der dritten Messung schneller als Andy Priaulx. Bei ihm blieb die Zeit bei 1:33,746 Minuten stehen. Bruno Spengler war der dritte im Bunde. In Sektor eins und zwei war er zu diesem Zeitpunkt der Schnellste. Der dritte Sektor ging auch zu seinen Gunsten aus. Er konnte sich mit einer Zeit von 1:33,443 Minuten auf Rang eins stellen. Timo Glock hatte nun alles in der Hand um auf die Pole zu fahren. Leider ließ er bei der ersten Messung Zeit liegen. Das gleiche galt ebenfalls für Sektor zwei und auch drei. Am Ende musste er sich mit Startplatz vier zufrieden geben. Die Pole-Position holte sich Bruno Spengler vor Dirk Werner und Andy Priaulx. Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer, Platz 1): "Nach den zuletzt schwierigen Rennen fühlt sich diese Poleposition besonders gut an. Mein Team hat nie zurückgesteckt, sondern immer weitergearbeitet, um wieder nach oben zu kommen. Daher ist es einfach unglaublich, dass ich in Hockenheim wieder auf Startplatz eins stehe. Insgesamt haben wir für BMW ein sensationelles Mannschaftsergebnis erzielt. Vier BMW auf den ersten vier Startplätzen, das hat es seit dem Comeback in der DTM so noch nicht gegeben. Das werden wir heute natürlich ein bisschen feiern, bevor wir uns voll und ganz auf das Rennen morgen konzentrieren. Das ist eine gute Ausgangsposition, um den Herstellertitel für BMW zu verteidigen." Dirk Werner (BMW Team Schnitzer, Platz 2): "Hockenheim scheint mir zu liegen. Hier habe ich meine bisher besten Resultate in der DTM erreicht. Das ist das erste Mal, dass ich in dieser Saison ins Q4 gekommen bin. Natürlich hätte ich gerne auf Startplatz eins gestanden, denn ich hatte in diesem Jahr nicht so oft die Chance auf die Poleposition. Trotzdem bin ich überglücklich über meinen zweiten Platz im Qualifying, vor allem, da die einzelnen Sessions immer sehr hart umkämpft waren. Auch für mein BMW Team Schnitzer ist dieser Tag sensationell. Dass gleich beide Fahrer auf den ersten beiden Startplätzen stehen, hat es seit dem Comeback von BMW in der DTM noch nicht gegeben. Wir sollten diesen Moment einfach genießen." Andy Priaulx (BMW Team RMG, Platz 3): "Es ist etwas ganz Besonderes, es zum ersten Mal in Q4 geschafft zu haben. Ich habe meinen Fahrstil radikal umgestellt. Ich bremse jetzt wieder mit dem rechten Fuß anstatt mit dem linken. Das hat mich auf Anhieb wieder auf das Niveau gehoben, das ich von mir gewohnt war. Wenn ich von Startplatz drei nicht in Richtung Podium schielen kann, von wo dann? Ich wünsche mir ein solides Rennen, will aber vor allem genug Punkte sammeln, damit BMW noch die Herstellerwertung gewinnen kann. Mit vier Fahrzeugen in den ersten beiden Startreihen haben wir gute Voraussetzungen." Miguel Molina (Audi sport Team Phoenix, Platz 5): "Ein toller Moment für mich! Es ist schön, im letzten Qualifying der beste Audi-Fahrer zu sein. Ich bin glücklich. Heute habe ich das Maximale aus dem Auto herausgeholt und keine Fehler gemacht. Morgen werden wir um die Hersteller- und Teammeisterschaft kämpfen." Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG C-Coupé, Platz 13): "Die DTM ist eine harte Serie. Leider habe ich in Q2 einen kleinen Fehler in meiner Runde gemacht und um in der DTM über den zweiten Qualifyingabschnitt hinaus zu kommen, brauchst du eine perfekte Runde. Die ist mir nicht gelungen. Aber morgen kann alles passieren." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Das war ein absolut sensationelles Qualifying für uns, das beste seit unserem Wiedereinstieg in die DTM. Vier BMW in Q4, sieben BMW in den Top-11, Doppel-Pole für das BMW Team Schnitzer, die besten DTM-Qualifyings ihrer Karriere für Dirk Werner, Andy Priaulx und Timo Glock, die 16. Poleposition für Bruno Spengler: Ich bin einfach unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Außerdem ist es die 30. Poleposition für den BMW M3 in der DTM, und das bei seinem letzten Auftritt in dieser Serie. Dies ist natürlich eine sehr gute Ausgangsposition für das morgige Rennen, in dem es ja auch im Hinblick auf die Hersteller- und auch die Teamwertung noch um einiges geht. Dennoch erwarte ich einen spannenden Sonntag. Die Zeitabstände sind sehr gering, und das Rennen ist lang. Für uns geht es jetzt darum, für morgen die optimale Strategie zu finden und dann umzusetzen. Aber heute geht erst einmal der Glückwunsch an das gesamte Team." Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Vier Autos in den ersten beiden Startreihen: Das hatten wir in der DTM auch schon und am Ende trotzdem keines unserer Autos ganz vorn. Unser Ziel ist daher unverändert: Wir wollen die für Audi tolle DTM-Saison mit einem guten Finale abschließen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass ‚Rocky’ bereits Meister ist.´" Wolfgang Schattling (Leiter DTM-Management): "Gratulation an BMW zu dieser beeindruckenden Qualifying-Leistung. Leider müssen wir eingestehen, dass unser Ergebnis heute das genaue Gegenteil davon war - unsere Startpositionen sind mit Blick auf unsere Ansprüche enttäuschend. Bereits an den vergangenen Rennwochenenden waren unsere Qualifikationsleistungen nicht wie erwartet und wir müssen nun im Winter herausfinden, woran das gelegen hat. Wir geben aber noch lange nicht auf. Am Sonntag wollen wir für unsere Fans und Mitarbeiter hier bei unserem Heimrennen in Hockenheim noch ein achtbares Ergebnis herausfahren. Vielleicht spielt uns auch das Wetter in die Karten." Beim letzten Rennen in dieser Saison lachte der Himnmel nicht, denn es war schon den ganzen Morgen am regnen. Damit fanden die Piloten ganz andere Witterungsbedingugen als gestern und vorgestern vor. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter hatte einen guten Start und führte das Feld in die erste Kurve. Hier mussten bereits vier Fahrzeuge weit nach außen, unter ihnen war auch Mike Rockenfeller. Wenig später gerieten bereits drei Fahrer aneinander. Es waren Augusto Farfus, Timo Glock und Filipe Albuquerque. Sie hatten dadurch Boden verloren. Augusto Farfus musste dem Feld hinterher eilen. Nach der ersten Runde hatte der Pole-Setter sich bereits mit 2,8 Sekunden abgesetzt, gefolgt von Andy Priaulx und Dirk Werner. Augusto Farfus, Timo Glock und Filipe Albuquerque lagen auf den Rängen 19 und fünf. Letzterer war in die Box gekommen und musste das Rennen früher aufgeben als geplant. Zu dieser Zeit ging es im Feld munter einher. Man sah einige Ausrutscher und Dreher. Roberto Merhi hatte eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts erhalten. Von alldem bekam Bruno Spengler nichts mit, denn er setzte sich immer mehr vom Feld ab. Nach zwei Runden kam Roberto Merhi herein und saß seine Strafe ab. Einen harten Kampf lieferten sich auch Dirk Werner und Miguel Molina. Hier ging es um die dritte Position. Die Oberhand behilet aber Dirk Werner. Miguel Molina wurde nach einigen Meter auch noch von Timo Glock kassiert. Bei einigen Überholmanövern flogen dann auch schon mal einige Teile vom Fahrzeug weg. Zwischenzeitlich hatte Mike Rockenfeller auch Filipe Albuquerque umgedreht. In der Startphase hatte Timo Glock Augusto Farfus auf die Hörner genommen. Gary Paffett hatte sich von Platz 16 auf Rang zwölf nach vorne gearbeitet. Nach vier Runden waren Pascal Wehrlein und Adrien Tambay in die Box gekommen. Zur gleichen Zeit musste Dirk Werner sich harten Attacken von Timo Glock erwehren. Genauso erging es auch Miguel Molina auf Rang fünf, denn die Attacken von Martin Tomczyk wurden immer härter. Beim nächsten Umlauf hatte Timo Glock sich Dirk Werner zurecht gelegt und war vorbeigegangen. Zu dieser Zeit hatte man Augusto Farfus zum ersten Boxenstopp hinein zitiert. Dirk Werner hatte unterdessen eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich. Seinen ersten Boxenstopp absolvierte Mike Rockenfeller nach sechs Runden. In der Boxengasse wäre es beinahe zu einer Kollision zwischen Robert Wickens und Joey Hand gekommen. Der Mercedes-Pilot wollte hinaus und der BMW-Fahrer wollte zu seiner Crew. Aus der Spitzengruppe kam nach sieben Runden Dirk Wenrer herein. Zur gleichen Zeit ging es zwischen Mattias Ekström und Martin Tomczyk mächtig zur Sache. Nebeneinander ging es auf die Kurve zu. Timo Scheider konnte zu diesen beiden aufschließen und machte dann kurzen Prozess, denn er war der lachende Dritte. Er zog vorbei und hatte damit Platz fünf eingenommen. Bei dem Zweikampf mit Augusto Farfus und Robert Wickens flogen die Fetzen. An der Spitze hatte sich Timo Glock nach dem Überholmanöver von Andy Priaulx auf Platz zwei geschoben. Nach zehn gefahrenen Runden trocknete die Ideallinie ein wenig ab. Die ersten sechs Fahrer hatten nach dreizehn Runden noch keinen Boxenstopp absolviert. In der Spitzkehre tauschten Augusto Farfus und Gary Paffett etwas den Lack aus. Hier ging es um die 18. Position. Beim nächsten Umlauf kam der Spitzenreiter zum ersten Stopp herein. Damit hatte Timo Glock die Führung übernommen vor Mattias Ekström und Timo Scheider. Diese mussten aber wie Daniel Juncadella auf Platz vier noch zu ihrem ersten Boxenstopp herein kommen. Eine Verwarnung erhielten Dirk Werner und Gary Paffett wegen zu harter Fahrweise. Bruno Spengler musste sich nach seinem Stopp auf Rang fünf wieder einreihen. Im Motodrom musste Jamie Green absolute Kampflinie fahren, denn Martin Tomczyk versuchte immer wieder an ihm vorbeizugehen. Hier ging es um die neunte Position. Der Führende hatte sich nach 17 Runden einen Vorsprung von 4,2 Sekunden erarbeitet. Nach 20 Runden öffnete sich plötzlich bei Gary Paffett die Fahrertüre. Unterdessen musste sich Dirk Werner harten Attacken von Christian Vietoris erwehren. Am Ende musste er dann den Mercedes-Piloten ziehen lassen. Bei einem Überholversuch von Martin Tomczyk auf Jamie Green hatte sich der BMW Pilot neben den Audi Fahrer gesetzt und am Ende hatte Martin Tomczyk dann das Nachsehen, denn er musste etwas durch das Kiesbett fahren. Dadurch hatte er einige Plätze verloren und musste sich auf Rang dreizehn wieder einreihen. Timo Scheider übernahm nun die Rolle von Martin Tomczyk und machte Druck auf Jamie Green. Bei Halbzeit des Rennens war Adrien Tambay der einzige Fahrer der seine beiden Pflichtboxenstopps erledigt hatte. Nach 24 Runden war Mike Rockenfeller auf Platz elf vorgefahren. In jeder Kampfgruppe ging es mächtig zur Sache. Da wurde ausgetauscht und eingesteckt. Die Fahrer fuhren als wenn es kein morgen geben würde. In der Spitzekhre war Daniel Juncadella Mattias Ekström hinten aufs Heck gefahren. Daraufhin drehte sich der Schwede und hatte daruch einen Platz verloren. Timo Glock, Daniel Juncadella und Mattias Ekström auf den Plätzen eins, drei und vier waren noch zu keinem Stopp hereingekommen. Nach 29 Runden trat dann der Drittplatzierte seinen Boxenstopp an. Die Rennleitung hatte zu dieser Zeit eine Durchfahrtsstrafe für Daniel Juncadella ausgesprochen, wegen der Aktion mit Mattias Ekström. Der Führende kam nach 31 Runden herein und man wechselte auf Regenreifen. Er kam vor Bruno Spengler auf Platz zwei wieder auf die Strecke zurück. Das Feld führte nun Roberto Merhi an. Bei noch zehn zu fahrenden Runden mussten die ersten dreizehn Piloten alle noch einen Pflichtboxenstopp hinter sich bringen. Der Druck von Timo Glock auf Roberto Merhi wurde immer größer. Beim Anbremsen auf der Spitzkehre war der BMW-Pilot besser auf der Bremse unterwegs und zog innen an dem Mercedes-Fahrer vorbei. Damit hatte es einen Führungswechsel gegeben. Roberto Merhi absolvierte bei noch sechs zu fahrenden Runden seinen dritten Stopp. Einen guten zweiten Stopp legte die Crew von Timo Glock hin. Er kam vor Robert Merhi wieder auf die Strecke zurück und führte weiterhin das Feld an. Auf Platz drei hatte sich Bruno Spengler noch Attacken von Mattias Ekström zu erwehren. Nach 41 Runden wurde Timo Glock als Sieger abgewunken vor Roberto Merhi und Bruno Spengler. Mike Rockenfeller sah das Ziel auf Platz 16. Mit 142 Punkten beendete Mike Rockenfeller als Meister die Saison 2013, gefolgt von Augusto Farfus und mit 116 und Bruno Spengler mit 82 Punkten. Die Teamwertung ging an Audi Sport Team Phoenix mit 161 Zähler vor BMW Team RBM mit 148 und Stihl/AMG Mercedes mit 147 Zähler. Auf Platz eins der Herstellerwertung liegt BMW mit 369 Punkten, gefolgt von Audi mit 347 und Mercedes-Benz mit 266 Punkten. Timo Glock (BMW Team MTEK, Platz 1): "Was für ein Tag. Es ist unglaublich, wie gut mein Auto das ganze Wochenende über war. Ich widme diesen Sieg Maria de Villota und Sean Edwards. Ich habe beide gut gekannt. Wir haben das Auto seit Zandvoort in eine neue Richtung abgestimmt. Das hat es auf ein völlig neues Niveau gehoben. Vielen Dank an meine Jungs für die tolle Arbeit – vor allem auch bei den Boxenstopps. Ebenfalls vielen Dank an BMW, dass sie mir als ehemaligem Formel-1-Fahrer diese Chance in der DTM gegeben haben. Ich freue mich, dass ich dieses Vertrauen heute rechtfertigen konnte. Dass BMW den Herstellertitel verteidigen konnte, ist fantastisch." Roberto Merhi (THOMAS SABO Mercedes AMG C-Coupé): "Ich möchte meinen zweiten Platz der kürzlich verstorbenen Maria de Villota widmen, die ich sehr gut kannte, und auch Sean Edwards, der vergangene Woche leider tödlich verunglückt ist. Mein Rennen begann nicht gut: Mein Auto rollte am Start an und ich bekam dafür eine Strafe. Danach habe ich einfach Vollgas gegeben und hatte eine sehr gute Strategie. Es war ein spannender Zweikampf gegen Timo Glock um den Sieg. Nach meinem ersten Pflichtstopp war ich etwas langsamer als Timo, aber nach dem zweiten waren wir beide sehr schnell. Als ich heute Morgen aufgewacht bin und gesehen habe, dass es regnet, hatte ich ein Lächeln im Gesicht. Denn in diesem Moment wusste ich, dass mir selbst von Startplatz 21 ein gutes Ergebnis gelingen könnte - genauso ist es gekommen. Jetzt freue ich mich auf das nächste Jahr und hoffentlich weitere Podestplätze." Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer, Platz 3): "Herzlichen Glückwunsch an Timo Glock zu seinem ersten Sieg in der DTM. Nach der Poleposition gestern habe ich mir selbst im Rennen sicher mehr erhofft. Aber Platz drei ist dennoch ein gutes Resultat, besonders unter diesen schwierigen Bedingungen. Zu Beginn des Rennens habe ich mich vom Feld absetzen können. Als die Strecke allerdings abgetrocknet ist, konnte ich die Pace nicht mehr ganz gehen. Obwohl ich 2013 vier Mal ohne Punkte geblieben bin, habe ich noch Platz drei in der Fahrerwertung erreicht. BMW hat die Herstellermeisterschaft gewonnen. Heute wird gefeiert." Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline, Platz 4): "Platz vier ist nicht das, was ich mir erhofft habe, als ich um den Sieg gekämpft habe. Aber es spiegelt ein wenig diese Saison wieder: Ich hatte ein gutes Rennauto, konnte aber am Ende nicht oft genug den Sack zumachen. Ich habe trotzdem viel gelernt." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Das war ein unglaublich packendes Saisonfinale mit einem für uns großartigen Ausgang. Wir haben ein sensationelles Rennen von Timo Glock und dem BMW Team MTEK gesehen – es war an Spannung kaum zu überbieten. Timo hat seine Nervenstärke bewiesen. In seinem zehnten DTM-Rennen der erste Sieg, das zweite Podium des Jahres: Insgesamt war es ein tolles Debütjahr für Timo. Auch Bruno Spengler und Andy Priaulx sind ein tolles Rennen gefahren, Dirk Werner ist ebenfalls noch in den Punkten gelandet. Dank der guten Mannschaftsleistung haben wir am Ende noch den ersten Platz in der Herstellerwertung belegt. Das ist ein toller Abschluss einer für uns teilweise nicht ganz einfachen Saison. Am Schluss haben wir fünf Siege und vier Polepositions auf der Habenseite, dazu den Gewinn der Herstellerwertung, Platz zwei in der Teamwertung, den inoffiziellen ‚Rookie of the Year‘ Titel und die schnellste Boxencrew vom BMW Team Schnitzer – damit können wir zufrieden sein. Außerdem konnten wir den BMW M3 vor einer tollen Kulisse mit seinem 51. Sieg aus der DTM verabschieden. Trotz des schlechten Wetters waren viele Zuschauer vor Ort. Das ist sehr schön zu sehen. Noch einmal Glückwunsch an ‚Rocky‘, Audi und das Phoenix-Team zum Gewinn der Fahrer- und Teamwertung." Toto Wolff (Mercedes-Benz Motorsportchef): "Glückwunsch an Timo Glock und BMW zu diesem Sieg. Aber auch wir nehmen von unserem Heimrennen in Hockenheim einige positive Aspekte mit. Roberto ist aus der letzten Reihe gestartet und hat trotz einer Durchfahrtsstrafe den zweiten Platz belegt - solch ein Ergebnis konnten wir angesichts unserer Ausgangsposition vor dem Rennen sicher nicht erwarten. Schade, dass Daniel in der Spitzkehre Mattias Ekström gedreht hat. Ohne die folgende Strafe wäre auch für Daniel mehr drin gewesen. Insgesamt können wir mit dem Rennergebnis heute zufrieden sein. Jetzt müssen wir diese Leistung auch im Trockenen abrufen - daran werden wir in der Winterpause hart arbeiten." Dieter Gass (Leiter DTM): "Wir haben zum Abschluss ein Rennen erlebt, wie der Fan es sich wünscht – nicht ganz mit dem perfekten Ausgang für uns. Leider wurde Mattias (Ekström) und damit unser bestes Auto im Kampf ums Podium durch eine Kollision zurückgeworfen. Dem Audi Sport Team Phoenix kann ich zum Gewinn der Teamwertung nur gratulieren. Bei Mike (Rockenfeller) lief es heute nicht so gut, dafür ist Miguel (Molina) in die Bresche gesprungen und hat ein feines Rennen abgeliefert. Zurückschauend können wir mit dem Gewinn von Fahrer- und Teamtitel sehr zufrieden sein. Anfang des Jahres war damit nicht unbedingt zu rechnen." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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