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![]() Sieg für Rockenfeller in Moskau Qualifikationssitzung musste vorzeitig abgebrochen werden ![]() Die zweite Hälfte der DTM-Saison 2013 beginnt am 03. und 04. August mit einer Premiere: Zum ersten Mal in der 28-jährigen Geschichte der DTM treten die Piloten der international populärsten Tourenwagenserie zu einem Wertungslauf in Russland an. Das sechste Saisonrennen findet auf dem neuen Moscow Raceway vor den Toren der russischen Hauptstadt statt. Der Moscow Raceway liegt rund 80 km nordwestlich von Moskau. Der Kurs wurde vom Aachener Rennstrecken-Architekten Hermann Tilke entworfen und im Jahr 2012 eröffnet. Die 2,555 km lange Strecke besteht aus acht Links- sowie vier Rechtskurven. Die Piloten erreichen in ihren DTM-Fahrzeugen voraussichtlich eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 260 km/h. Das Debütrennen der DTM auf dem Moscow Raceway wird über 74 Runden respektive eine Gesamtdistanz von 189,070 km ausgetragen. Als Tabellenführer reistMike Rockenfeller (Audi sport Team hoenix) mit 69 Punkten nach Russland, gefolgt von Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer) mit 67 und Christian Vietros (Mercedes AMG DTM-Team) mit 55 Punkten. Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix): "Ich hatte im Vorfeld schon die Gelegenheit, Land und Leute ein wenig kennenzulernen. Ich freue mich auf das Rennen und bin schon gespannt, ob sich unser RS 5 DTM auf der kurzen Strecke wohlfühlt. Es ist seit langem mal wieder ein Rennen, wo jeder bei null anfängt – das macht es spannend." Dieter Gass (Leiter DTM): "Mit dem Rennen in Moskau startet die DTM in ein neues Abenteuer. Ich glaube, alle Teams und Fahrer freuen sich auf die Erfahrungen in Russland. Der Moscow Raceway ist für alle Neuland. Wir fahren dort eine Streckenvariante, die bis jetzt noch überhaupt nicht verwendet wurde. Die Strecke ist sehr kurz und bietet auf den ersten Blick nicht allzu viele Möglichkeiten, das DRS einzusetzen. Umso wichtiger wird ein optimales Ergebnis im Qualifying sein." Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer): "Ich war noch nie in Russland, aber ich freue mich auf alles, was mich dort erwartet. Es ist schon lange her, dass ich eine neue Strecke kennenlernen durfte. Das war 2010 bei den Tests in Monteblanco. Ich kann es kaum abwarten, den Kurs aus der Nähe zu sehen." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Ich denke, die gesamte DTM und jeder bei BMW Motorsport fiebert der Renn-Premiere in Russland entgegen. Schon beim ‚Moscow City Racing‘ Event am vergangenen Wochenende haben wir gesehen, mit welcher Begeisterung die russischen Fans Andy Priaulx und die anderen DTM-Piloten empfangen haben. Mit dem Gastspiel in Russland betritt die DTM Neuland – und diese noch internationalere Ausrichtung ist sehr positiv für die Serie. Logistisch ist das Rennen in knapp 2.000 Kilometern Entfernung von München natürlich eine besondere Herausforderung. Und auch die Teams und Fahrer werden sich vor Ort schnell auf viel Neues einstellen müssen. Aber die Bedingungen sind für alle identisch. Ich bin überzeugt, dass die DTM den Fans vor den Toren Moskaus eine großartige Show bieten wird." Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé): "Zur Saisonhalbzeit kann ich eine zufriedenstellende Bilanz ziehen: Mit insgesamt drei Podestplätzen, zwei davon in den letzten beiden Rennen, und Platz drei in der Fahrerwertung verlief die erste Saisonhälfte für mich recht erfolgreich. Diese Serie möchte ich gerne in den verbleibenden fünf Rennen fortsetzen und am liebsten natürlich meinen ersten DTM-Sieg einfahren." Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "In Moskau beginnt bereits die zweite Hälfte der diesjährigen DTM-Saison und es könnte wohl kaum einen besseren Start in die zweite Jahreshälfte geben als ein neues Rennen vor den Toren der russischen Hauptstadt. Die DTM wird immer internationaler und ein DTM-Lauf in Russland ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Sportlich erwartet alle drei Premium-Hersteller auf dem Moscow Raceway Neuland, aber ich bin überzeugt, dass unsere erfahrene Mannschaft rund um Gerhard Ungar genau weiß, wie sie sich darauf vorzubereiten hat. Unsere Erfolge bei den letzten beiden Rennen sind kein Garant dafür, dass wir auch in Moskau erfolgreich sein werden. Die starken Mannschaftsleistungen unseres jungen Fahrerkaders auf dem Lausitzring und in Nürnberg zeigen jedoch, dass wir mit unserer Strategie, auf junge Fahrer zu setzen, absolut richtig gelegen haben. Bei Garys Sieg in der Lausitz fuhren fünf der sechs Mercedes-Benz Piloten in die Top-10 und auf dem Norisring belegten vier der fünf Mercedes-Junioren einen Platz in den Top-7. Diesen Weg wollen wir in der zweiten Saisonhälfte fortsetzen und ich habe vollstes Vertrauen in unsere Jungs, dass sie das Talent und den Speed dafür haben." Am Freitag begaben sich die Fahrer zum freien Training hinaus auf die 2,555 Kilometer lange Strecke. Immer wieder wechselten die Positionen des öfteren. Am Schluß hatte sich dann der Francocanadier Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer) mit 49 gefahrenen Runden und einer Zeit von 58,666 Sekunden gegenüber der Konkurrenz druchgesetzt. Hinter ihm lagen der Schwede Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und der Portugiese Filipe Albuquerque (Audi Sport Team Rosberg). Der Tabellenführer musste sich mit Rang sechs zufrieden geben. Als bester Mercedes-Pilot lag Robert Wickens (Stihl Mercedes AMG) auf Rang zehn. In dieser Session dominierte Audi, denn sie hatten gleich sechs Piloten in der Top 10 platziert. Am Freitagnachmittag wurde es dann ernst, denn nun stand das Qualifying auf dem Programm, in denen die Startaufstellung für das sonntägige Rennen ausgefahren wird. Diese Session findet vier vier Sitzungen statt. In der ersten Sitzung kommen die besten 16 Piloten weiter. Als Erster begab sich Mike Rockenfeller auf die Strecke hinaus und setzte für alle anderen eine Zeit von 59,000 Sekunden. Wenig später lag Gary Paffett auf Rang zwei, gefolgt von Mattias Ekström. Immer wieder wechselten die Positionen. In den letzten drei Minuten waren aus dem Raster rausgefallen: Martin Tomczyk, Pascal Wehrlein, Marco Wittmann, Robert Wickens, Andy Priaulx und Roberto Merhi. Wenig später war Roberto Merhi auch noch von der Strecke gerutscht. Diese Sitzung beendete Bruno Spengler als schnellster Pilot mit einer Zeit von 58,791 Sekunden vor Jamie Green und Filipe Albuquerque. Ausgeschieden waren nun: Timo Glock, Robert Wickens, Martin Tomczyk, Marco Wittmann, Andy Priaulx und Roberto Merhi. Nach einer kurzen Pause ging es dann in Q2. Wiederum geht Mike Rockenfeller als Erster hinaus. Elf Minuten dauert diese Sitzung und hier kamen die besten zehn Fahrer weiter. Mike Rockenfeller hatte wieder für die anderen Piloten eine Zeit von 58,843 Sekunen gesetzt, gefolgt von Adrien Tambay und Mattias Ekström. Kurz danach verdrängte Jamie Green Mike Rockenfeller. Doch der Audi-Pilot konterte und holte sich mit 58,654 Sekunden Rang eins wieder zurück. Rang zwei und drei nahmen Jamie Green und Dirk Werner ein. Drei Minuten vor Schluß hatte es einen Wechsel an der Spitze gegeben und zwar hatte Dirk Werner einiges zulegen können und war mit 58,113 Sekunden auf Platz eins gefahren, gefolgt von Mattias Ekström und Mike Rockenfeller. Christian Vietoris konnte sich auf Rang sieben verbessern. Aus Q2 waren am Ende rausgeflogen: Adrien Tambay, Filipe Albuquerque, Pascal Wehrlein, Timo Scheider, Joey Hand und Edoardo Mortara. Pascal Wehrlein wurde eine gestrichene Rundenzeit nachträglich wieder gutgeschrieben - er ist Q3 dabei. Miguel Molina rutscht auf Platz elf zurück und ist raus. Um 17.33 Uhr begann dann die dritte Session. Diesmal eröffnete Mattias Esktröm die Schlacht um die Pole. In diesem Durchgang der ebenfalls elf Minuten dauert kamen nur die schnellsten vier von ihnen weiter. Mit einer Zeit von 58,604 Sekunden lag Mattias Ekström vor Mike Rockenfeller und Jamie Green. Nch vier gefahrenen Minuten hatte Mike Rockenfeller sich wieder an die Spitze gefahren und zwar mit einer Zeit von 58,550 Sekunden, gefolgt von Mattias Ekström und Bruno Spengler. Am Ende hatte Mike Rockenfeller seine eigene Bestzeit nochmals unterboten und war mit 58,423 Sekunden in Q4 eingezogen. Von den Startplätzen fünf bis zehn werden am Sonntag Jamie Green, Dirk Werner, Pascal Wehrlein, Daniel Juncadella, Gary Paffett und Christian Vietoris ins Rennen gehen. Der Start für Q4 verzögerte sich, weil der Luftraum der Rennstrecke geschlossen war und damit der Rettungshubschrauber nicht starten konnte. Gegen 17.44 Uhr ist das Qualifying aus Sicherheitsgründen früher beendet, da in den nächsten zwei Stunden kein Hubschrauber-Start möglich war. Damit wird Mike Rockenfeller am Sonntag von der Pole aus ins Rennen gehen, gefolgt von Mattias Ekström und Augusto Farfus. Bruno Spengler musste sich mit Startplatz vier zufrieden geben. Als bester Mercedes-Pilot wird Gary Paffett das Rennen von Rang sieben aus aufnehmen. Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix), Startplatz 1: "Ich bin sehr glücklich über die Pole-Position. Am Ende war es kurios, dass wir kein Q4 gefahren sind. Aber bis dahin war es ein normales Qualifying und jeder musste seine Leistung zeigen. Das Auto war toll. Danke an mein Team: Ich war nach dem Freien Training nicht zufrieden, aber wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich glaube, wir stehen verdient auf der Pole-Position, auch wenn ich Q4 gerne gefahren wäre." Mattias Ekström (Audi sport Team Abt Sportsline), Startplatz 2: "Es ist immer schön, im Qualifying weit vorne zu sein. Vielleicht wäre heute in Q4 noch mehr drin gewesen. Besonders heute: Mein Audi war sehr gut, es hat viel Spaß gemacht zu fahren. Jedes Mal, wenn ich auf der Strecke war, habe ich am Steuer gestrahlt und es genossen. Der zweite Startplatz ist richtig gut. Ich freue mich auf das Rennen und hoffe, dass ich morgen ordentlich punkten kann." Augusto Farfus (BMW Team RBM), Startplatz 3: "Ich bin nach den zuletzt schwierigen Rennwochenenden sehr froh über diesen dritten Platz. Wir haben im Training einige Einstellungen des Autos ausprobiert und danach viel verändert. Das hat sich ausgezahlt. Morgen brauchen wir einen guten Start, denn in der ersten Runde wird es sicher sehr eng zugehen." Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé), Startplatz 7: "Das Qualifying war heute wirklich nicht einfach für mich. Das Auto hat sich ok angefühlt, allerdings glaube ich nicht, dass wir alles aus dem Fahrzeug herausholen konnten. Ich habe hart gepusht und um ehrlich zu sein, war heute einfach nicht mehr drin. Aber ich war im Qualifying der schnellste Mercedes-Fahrer und das Rennen morgen ist wieder eine ganz andere Geschichte. Die Jungs vorne sind nicht zu weit entfernt und mit dem Option-Reifen und DRS ist morgen alles möglich. Ich denke, es wird ein langes, hartes Rennen, aber ich bin guter Dinge." Dieter Gass (Leiter DTM): "Wir sind natürlich über die erste Startreihe bei der Russland-Premiere der DTM sehr glücklich – auch wenn es sich ein bisschen anfühlt wie ‚unfinished business’, da wir Q4 nicht fahren konnten. Aber auch dort hätten wir eine gute Chance gehabt, denn wir waren in allen Sessions vorn dabei." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Das war ein etwas ungewöhnlicher Verlauf des Qualifyings bei unserer Russland-Premiere. Natürlich hätten wir den vierten Abschnitt auch noch gerne gesehen und mit zwei Fahrern um die Poleposition gekämpft, aber auch so sind wir grundsätzlich zufrieden mit dem Ergebnis. Nach den beiden zuletzt schwierigen Qualifyings haben wir hier eine gute Ausgangsposition für Sonntag. Augusto Farfus, Bruno Spengler und Dirk Werner haben sehr gute Leistungen gezeigt. Allerdings sind auch einige BMW M3 DTM zu einem frühen Zeitpunkt ausgeschieden. Das müssen wir noch genauer analysieren. Glückwunsch an Audi und Mike Rockenfeller. Jetzt freuen wir uns auf ein spannendes Rennen morgen." Wolfgang Schattling, Leiter DTM-Management: "Ein ereignisreiches Qualifying, bei dem wir mit vier DTM Mercedes AMG C-Coupés in die Top-10 der Startaufstellung gefahren sind - leider aber am falschen Ende der Top-10 auf den Plätzen sieben bis zehn. Die Absage des vierten Qualifying-Abschnitts war sicher kurios, aber sie hat uns auch nicht betroffen, da keiner unserer Fahrer den Sprung ins Q4 geschafft hat. Das erste Qualifying auf dem Moscow Raceway verlief für uns nicht optimal. Das Rennen dauert morgen 74 Runden und auf einer so engen und kurzen Strecke kann viel passieren. Gerade die Anfangsphase des Rennens wird sicher sehr hektisch - was vordere Plätze angeht, so würde ich uns also noch nicht abschreiben. Unsere Fahrer haben in den vergangenen Rennen gezeigt, dass sie und unsere Autos eine gute Rennpace haben und unsere Ingenieure rund um Gerhard Ungar werden über Nacht sicher eine gute Strategie austüfteln." Am Sonntagmittag nahmen die Piloten bei herrlichstem Sommerwetter ihren sechsten Saisonlauf unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktioniert der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position verteidigen, gefolgt von Mattias Ekström und Augusto Farfus. Gary Paffett hatte sich bereits um eine Position verbessert. Bruno Spengler wurde in der ersten Runde bereits von Jamie Green und später dann auch noch von Gary Paffett niedergerungen. Damit befand er sich nur noch auf Rang fünf. Diesen Rang konnte er nicht halten, denn Adrien Tambay ging auch noch an ihm vorbei. Im Verlauf der dritten Runde kam es dann zu einer Kollision zwischen Miguel Molina und dem amtierenden Meister, der sich daraufhin drehte. In der vierten Runde kam es zu den ersten Boxenstopps und zwar kamen Pascal Wehrlein Gary Paffett, Filipe Albuquerque, Timo Scheider, Joey Hand, Timo Glock und Roberto Merhi zum ersten Reifenwechsel herein. Bei der nächsten Umrundung kamen Christian Vietoris, Edoardo Mortara und Bruno Spengler zum ersten Mal in die Box. In der sechsten Runde kam Miguel Molina zum zweiten Mal in die Box une beendete das Rennen vorzeitig. Im Verlauf der zehnten Runde führte weiterhin Mike Rockenfeller mit einem Vorsprung von 3,193 Sekunden vor Augusto Farfus. Mit einem Abstand von 5,325 Sekunden lag Adrien Tambay auf Platz drei. So nach und nach kamen dann auch die anderen Fahrer zu ihrem ersten Boxenstopp herein. In der 24. Runde erhielt Daniel Juncadella eine Sekunden Rundenzeit-Strafe wegen mehrmaligen Verlassenes der Strecke. Mike Rockenfeller überrundete Andy Priaulx und auch Bruno Spengler in der 26. und 27. Runde. Mike Rockenfeller hatte zu dieser Zeit noch keinen Boxenstopp absolviert. Adrien Tambay und Mattias Ekström müssen ihren zweiten Stopp noch absolvieren. In der 31. Runde kam Edoardo Mortara an die Box und beendete dort das Rennen früher als geplant. Auch Roberto Merhi erhielt von der Rennleitung eine Sekunden Rudenzeit-Strafe wegen mehrmaligen Verlassens der Strecke. Als Daniel Juncadella zum Boxenstopp herein kam, verlor er Zeit, denn es gab Probleme beim Reifenwechsel hinten rechts. Einen harten Kampf lieferten sich zu dieser Zeit Jamie Green und Augusto Farfus um Platz vier. Diese beiden trennten nur 0,4 Sekunden. Erst nach 44 Runden kam der Führende Mike Rockenfeller zu seinem ersten Pflichtboxenstopp herein. Er kam danachh hinter Mattias Ekström wieder auf die Strecke zurück. Zwei Runden später absolvierte Jamie Green seinen letzten Boxenstopp. Auch Timo Glock kam zu seinem zweiten Stopp herein. Adrien Tambay war nach 48 Runden der einzige Pilot, der noch zu keinem Pflichtboxenstopp drin war. Weng später erhielt Marco Wittmann von der Rennleitung eine fünf Sekunden Boxenstopp-Strafe wegen Mißachtung der blauben Flagge. Mike Rockenfeller kam in der 55. Runde zu seinem zweiten regulären Boxenstopp herein. Zur gleichen Zeit trat Marco Wittmann seine Strafe an. Beim nächsten Umlauf kam Adrien Tambay zum ersten al zu seiner Crew in die Box. Als Mattias Ekström in der 66. Runde seinen letzten Boxenstopp antrat, war Adrien Tamay der einzige Fahrer der noch einen Boxenstopp zu absolvieren hatte. Zwei Runden später kam er dann herein und erledigte diesen dann. In der Schlußphase führte Mike Rockenfeller vor Mattias Ekström und Augusto Farfus. Vier Runen vor Schluß konnte Adrien Tambay auf Rang vier liegend mit frischen Reifen Druck auf Augusto Farfus machen. Doch dieser konnte die Angriffe des Franzosen abwehren. Nach 74 Runden wurde Mike Rockenfeller mit einem Vorsprung von 1,303 Sekunden als Sieger abgewunken vor Mattias Ekström und Spengler wurde mit einer Runde Rückstand auf Platz 19 gewertet. Adrien Tambay von Rang zwölf aus ins Rennen gegangen konnte mit seinem vierten Rang seine ersten Meisterschaftspunkte einfahren. Mit seinem zweiten Sisonsieg konnte Mike Rockenfeller die Führung in der Meisterschaft weiter ausbauen. In der Meisterschaft führt weiterhin Mike Rockenfeller mit 94 Punkten vor Bruno Spengler mit 67 und Gary Paffett mit 57 Punkten. In der Teamwertung hat Stihl/AMG Mercedes mit 101 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Audi Sport Team Phoenix mit 94 und BMW Tea Schnitzer mit 93 Zähler. Auf Rang ins in der Herstellerwertung liegt BMW mit 217 Punkten vor Mercedes Benz mit 188 und Audi mit 176 Punkten. Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix), Platz 1: "Wir hatten ein tolles Wochenende vor einer tollen Kulisse. Die Strecke hat perfekt für Audi gepasst. Mein Audi RS 5 DTM war am ganzen Wochenende gut. Der Schlüssel zum Sieg war, dass ich das Qualifying für mich entscheiden konnte. Meine Jungs haben eine super Arbeit geleistet, das Auto war gut vorbereitet und beide Boxenstopps liefen perfekt." Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline), Platz 2: "Es ist immer toll, auf dem Podium zu stehen. Vor allem, wenn man ein so perfektes Setup wie heute hat. Das Auto war von Anfang bis zum Ende ein Traum zu fahren, ich habe jede einzelne Runde genossen. Auch für das Team ist dieser Erfolg toll, schließlich war es ein großer Aufwand, hierherzukommen und dieses Rennen zu fahren. Heute Abend gibt es sicher eine kleine Party." Augusto Farfus (BMW Team RBM), Platz 3: "Es ist sehr schön, wieder auf dem Podium zu stehen. Dieser dritte Platz fühlt sich ein bisschen wie ein Sieg an. Mehr war heute nicht drin. Ich musste das gesamte Rennen über alles geben. BMW hat es hier generell nicht einfach gehabt, deshalb war es ein entsprechend harter Sonntag. Meine beiden Stopps waren klasse. Besonders mein letzter Stint auf den Standardreifen war gut. Die Strecke hat Spaß gemacht – und es war eine positive Premiere in Moskau." Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé), Platz 5: "Ich bin mit Position fünf einigermaßen zufrieden. Mehr war heute nicht drin. Ich hatte einen guten Start und konnte einige Plätze gut machen, allerdings hatten wir im Laufe des Rennens leider nicht den Speed der Spitzengruppe. Mein Rennen fuhr ich vorwiegend gegen Jamie, den ich kurz vor Schluss zum Glück auch noch überholen konnte. Wir haben heute wichtige Punkte erzielt." Dieter Gass (Leiter DTM): "Es war ein absoluter Traumtag für Audi. Für das erste Rennen nach Moskau zu kommen, einen Doppelsieg einzufahren und dann noch mit dem Meisterschafts-Führenden das Rennen zu gewinnen – das ist ein Traumergebnis für uns. Darüber hinaus haben wir mit vier Audi in den Top sechs ein geschlossenes Mannschaftsergebnis gezeigt. ‚Rocky’ (Mike Rockenfeller) ist das ganze Wochenende stark gefahren, er hat wie in Brands Hatch das Rennen von Anfang bis Ende dominiert und gut mit den Reifen gehaushaltet. Mattias (Ekström) hat die Norisring-Ereignisse gut hinter sich gebracht und heute gezeigt, wozu er auf der Strecke in der Lage ist." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Wir sind froh, nach zwei zuletzt schwierigen Rennen wieder auf dem Podium zu stehen. Zudem stehen zwei weitere BMW M3 DTM in den Top-Ten. Es war ein tolles Rennen von Augusto Farfus. Auch Joey Hand und Dirk Werner waren sehr gut unterwegs. Für Bruno Spengler hingegen war das Rennen nach einem unverschuldeten Zusammenstoß mit Miguel Molina frühzeitig gelaufen. Das ist sehr schade. Wir hoffen, dass dieser Zwischenfall im weiteren Meisterschaftsverlauf in der Fahrerwertung keine größeren Auswirkungen hat, und wollen nach Möglichkeit bereits beim nächsten Rennen am Nürburgring wieder Boden gutmachen. Glückwunsch an Rocky und Audi zum verdienten Sieg. Ebenso Glückwunsch an die Veranstalter zu einem sehr gelungenen Event vor vollen Wolfgang Schattling, Leiter DTM-Management: "Die DTM-Premiere auf dem Moscow Raceway hinterlässt bei uns gemischte Gefühle. Zunächst einmal ein großes Lob an die Veranstalter: Wir haben ein großartiges Event erlebt, das am gesamten Wochenende 45.000 Fans besucht haben - die DTM hat hier in Moskau eindeutig eine neue Heimat und viele neue, begeisterungsfähige Fans gefunden. Die Strecke ist eine große Herausforderung für die Fahrer und Ingenieure und bot am Sonntag den Schauplatz für ein spannendes Rennen mit tollen Zweikämpfen und Überholmanövern. Leider waren wir an diesem Rennwochenende nicht so konkurrenzfähig wie bei den vorangegangenen Rennen auf dem Lausitzring und in Nürnberg. Gary hat mit Platz fünf das bestmögliche Ergebnis für uns eingefahren und wir müssen eingestehen, dass unsere Konkurrenten an diesem Wochenende hier einfach schneller waren. Umso härter werden wir in den kommenden Tagen daran arbeiten, um in zwei Wochen auf dem uns bestens bekannten Nürburgring wieder an die guten Ergebnisse der letzten Rennen anknüpfen zu können." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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