Hockenheim
27.04. - 29.04.2012

Brands Hatch / GB
17.05. - 19.05.2013

Red Bull Ring / A
31.05. - 02.06.2013

Lausitzring
14.06. - 16.06.2013

Norisring
12.07. - 14.07.2013

Moskau / RUS
02.08. - 04.08.2013

Nürburgring
16.08. - 18.08.2013

Oschersleben
13.09. - 15.09.2013

Zandvoort / NL
27.09. - 29.09.2013

Hockenheim
18.10. - 20.10.2013


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Erster Saisonsieg für Robert Wickens
Siegerpodest international

Vom 16. bis 18. August stand der siebte Lauf der DTM auf dem Programm. Nach dem legendären Auslandsrennen in Moskau ging es nun wieder in heimische Gefielde. Gefahren wurde diesmal auf der Kurzanbindung der traditonsreichen Strecke in der Eifel und zwar auf dem Nürburging. Mit diesem Lauf geht der Titelkampf in die heiße Phase: Noch 100 Punkte sind zu vergeben, mit 27 Zählern Vorsprung reist Audi Sport Team Phoenix Pilot Mike Rockenfeller (94 Punkte) als Tabellenführer in die Eifel, gefolgt von BMW-Pilot Bruno Spengler (BMW team Schnitzer) mit 67 und dem Mercedes-Fahrer Gary Paffett (HWA) mit 57 Punkten. Mike Rockenfeller ist nur eine halbe Stunde vom Ring entfernt aufgewachsen – entsprechend groß ist die Vorfreude bei ihm und seinem Audi Sport Team Phoenix, das am Nürburgring zu Hause ist. Das Rennen auf dem Nürburgring zählt zu den Klassikern im Kalender. Die DTM erlebte dort schon zahlreiche packende Rennen, exotische Premieren wie ein Zeittraining in der Nacht und insgesamt sechs Audi-Siege seit dem Comeback im Jahr 2000. Die Nähe zur berühmten Nordschleife und die Begeisterung der Fans machen das Gastspiel in der Eifel immer wieder zu einem Höhepunkt der Saison. Mit ein paar schnellen Runden im Kart haben sich DTM-Spitzenreiter Mike Rockenfeller ,Dirk Werner und Christian Vietoris (Mercedes-Benz) im Michael Schumacher Kart-Center in Kerpen auf den siebten Saisonlauf am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring vorbereitet."

Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix): "Der Nürburgring ist das Heimrennen für mein Team und mich und damit schon so etwas wie ein kleiner Saisonhöhepunkt. Natürlich ist mein großer Wunsch, dass Auto, Abstimmung und Strategie wieder so perfekt funktionieren wie zuletzt beim Sieg in Moskau. Es ist ein schönes Gefühl, mit 27 Punkten mehr im Gepäck auf dem Nürburgring zu kommen."

Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé): "Beim Formel 1-Rennen auf dem Nürburgring hatte ich in diesem Jahr bereits die Gelegenheit, etwas Eifelluft zu schnuppern und ich hatte ein ganz spezielles Nürburgring-Erlebnis: Mein Teamkollege Christian Vietoris nahm mich in einem Mercedes AMG C63 Performance Car mit auf eine Runde über die legendäre Nordschleife - selbst für einen erfahrenen Rennfahrer wie mich war das ein unglaublich tolles Erlebnis! Man spürt förmlich, wie der Mythos Nordschleife lebt. Dem Rennwochenende auf dem Nürburgring blicke ich zuversichtlich entgegen. Das Rennen in Moskau war Neuland für uns alle, den Nürburgring kennen wir hingegen aus den vergangenen Jahren bestens, weshalb ich überzeugt bin, dass wir dort wieder an die gute Form der vorherigen Rennen anknüpfen können. Ich habe auf dieser Strecke bereits ein DTM-Rennen gewonnen und stand schon drei Mal auf dem Podium. Mein Sieg im Jahr 2004 liegt jedoch schon einige Zeit zurück, sodass ich die Erinnerungen an diesem Wochenende gerne mit einem zweiten Erfolg in der Eifel auffrischen würde. Ich bin Dritter in der Meisterschaft und glaube fest daran, dass in den letzten Rennen noch nichts verloren ist."

Christian Vietoris (HWA): "Im Rahmen des Formel 1 Grand Prix von Deutschland war ich vor einigen Wochen schon einmal auf dem Nürburgring und es hat mir richtig Spaß gemacht, Gary auf einer Nordschleifen-Runde meine Heimstrecke näher zu bringen. Da konnte selbst der alte Hase noch etwas von mir lernen! Der Nürburgring ist mein Heimrennen, mein Heimatort Gönnersdorf liegt nur einen Steinwurf von der Rennstrecke entfernt. Der Kurs ist technisch sehr anspruchsvoll und für das berüchtigte Eifelwetter weltweit bekannt. Normalerweise regnet es auf dem Nürburgring mindestens einmal am Rennwochenende. Das letzte Rennen in Moskau verlief für mich nicht nach Wunsch, dennoch konnte ich als Zehnter ein wenig Schadensbegrenzung betreiben und noch einen Punkt für die Gesamtwertung einfahren. Bei meinem Heimrennen sollen es an diesem Wochenende natürlich deutlich mehr werden - am liebsten wäre mir ein Podestplatz auf meiner Heimstrecke."

Dirk Werner (BMW Team Schnitzer): "Im vorigen Jahr hat man gesehen, dass die Strecke unserem Auto ganz gut gepasst hat. Ich hoffe, dass ich den Schwung aus Moskau jetzt auch mit zum Ring bringen kann. Es geht in der DTM jetzt in den Endspurt der Saison. Die letzten vier Rennen werden schnell vorbei gehen. Die DTM ist sehr spannend, es wird viel überholt und es gibt viel Action auf der Strecke. Und vor allem: Man weiß im Moment nie, was man erwarten kann."

Dieter Gass (Leiter DTM): "Trotz der Tabellenführung gibt es für uns überhaupt keinen Anlass, sich entspannt zurückzulehnen. Wir haben zuletzt in Moskau gesehen, wie schnell man einen Nuller einfahren kann und der Konkurrent die volle Punktzahl holt. Es gilt also, am Nürburgring konzentriert weiterzuarbeiten und mit einer nächsten starken Teamleistung dafür zu sorgen, dass Mike (Rockenfeller) wieder so viele Zähler wie möglich mitnimmt."

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Mercedes-Benz verbindet eine lange Tradition mit dem Nürburgring, die von der Geburtsstunde der Silberpfeile bis zum ersten Gesamtsieg mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 beim 24-Stunden-Rennen in diesem Jahr reicht. Nach einem sportlich schwierigen Debütwochenende auf dem Moscow Raceway in Russland möchten wir auf dem Traditionskurs in der Eifel an frühere Erfolge auf dem Nürburgring anschließen und zu unserer Form bei den Rennen auf dem Lausitzring und in Nürnberg zurückfinden. Gary, als bestplatzierter Mercedes-Benz AMG Pilot, liegt nach sechs von zehn Saisonläufen in der Gesamtwertung 37 Punkte hinter dem Spitzenreiter Mike Rockenfeller zurück. Das ist in einer so hart umkämpften Rennserie wie der DTM mit Sicherheit nicht leicht aufzuholen, aber im vergangenen Jahr hatte Gary zur Saisonhalbzeit exakt den gleichen Vorsprung auf den späteren Meister Bruno Spengler. Ich bin überzeugt, dass unsere Mannschaft in den verbleibenden Rennen alles geben wird."

Bei herrlichstem Sommerwetter nahmen die Fahrer am Samstagmorgen ihr freies Training von 90 Minuten unter die Räder. Die Positionen wechselten immer wieder. Am Ende dieser Sitzung hatte sich Filipe Albuquerque (Audi Sport Team Rosberg) mit 43 Runden und einer Zeit von 1:23,491 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Mike Rockenfeller, dieser hatte eine zeitlang Rang eins eingenommen und Marco Wittmann (BMW Team MTEK). Bruno Spengler und Gary Paffett mussten sich zunächst mit den Rängen neun und 16 zufrieden geben. Als bester Mercedes-Pilot hatte sich Christian Vietoris auf Rang elf platziert. Audi hatte sieben Fahrzeuge gegenüber drei von BMW in den Top 10. Die meisten Runden hatte Jamie Green (Audi Sport Team Abt Sportsline) mit 47 Runden absolviert. Er wurde auf Platz 17 gewertet.

Für die Fahrer wurde es dann am Samstagmittag ernst, denn nun musste die Startaufstellung ausgefahren werden. Dieses Qualifying findet in vier Sitzungen statt. In der ersten gehen alle Piloten hinaus auf die Strecke. 16 Minuten haben sie nun Zeit sich unter die schnellsten 16 zu fahren. Mike Rockenfeller setzte dann für alle anderen erst einmal eine Zeit von 1:24,221 Minuten, gefolgt von Martin Tomczyk und Roberto Merhi. Die Positionen wechselten aber immer wieder. Bei noch achteinhalb Minuten zu fahrender Zeit hatte man Daniel Juncadella und Dirk Werner die schnellste Zeit gestrichen wegen Verlassens der Strecke in Turn vier. Jamie Green hatte man unterdessen sogar zwei Mal die Zeit gestrichen wegen des gleichen Vergehens. Zu dieser Zeit hatte sich Marco Wittmann mit einer Zeit von 1:23,737 Minuten an die Spitze gefahren. Hinter ihm lagen Christian Vietoris und Robert Wickens.

Aus dem Raster waren zu dieser Zeit herausgefallen: Dirk Werner, Martin Tomczyk, Daniel Juncadella, Roberto Merhi, Jamie Green und Andy Priaulx. Als Daniel Juncadella auf seiner schnellen Runde unterwegs war, war er Ende Start und Ziel zu weit hinaus gekommen. Es hatte aber trotzdem gereicht sich unter die besten 16 zu fahren. Am Ende hatte sich Mike Rockenfeller mit einer Zeit von 1:23,522 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Edoardo Mortara und Christian Vietoris. Von den Startplätzen 17 bis 22 werden Filipe Albuquerque, Timo Scheider, Dirk Werner, Martin Tomczyk, Roberto Merhi und Andy Priaulx starten.

In der Schlußphase war der Führende Edoardo Mortara und Robert Wickens auf Rang zwei in die Box gekommen und warteten ab. In der letzten Minute ging es zur Sache. Dort änderte sich der Name auf Platz zehn immer wieder. Als die Uhr auf Null gesprungen war, war niemand an die Zeit von Christian Vietoris mit 1:23,241 Minuten herangekommen. Hinter ihm lagen Edoardo Mortara und Daniel Juncadella. Mike Rockenfeller, Jamie Green, Timo Glock, Adrien Tambay, Pascal Wehrlein und Joey Hand werden von den Startplätzen elf bis 16 ins Rennen gehen.

Die dritte Sitzung wurde nach einer Pause von acht Minuten gestartet. In elf Minuten mussten die zehn Fahrer nun versuchen sich unter die besten vier zu fahren. Als Erster ging nun Edoardo Mortara auf die Strecke hinaus, gefolgt von Miguel Molina und Gary Paffett. Mattias Ekström und Robert Wickens folgten direkt den ersten drei. Nach zwei Runden hatte Edoardo Mortara eine Zeit von 1:23,506 Minuten gefahren. Diese war nun von den anderen zu knacken. Es dauerte auch nicht lange und Marco Wittmann war mit 1:23,332 Minuten noch schneller. Bei noch vier Minuten zu fahrender Zeit hatten Bruno Spengler, Christian Vietoris und Daniel Juncadella noch keine gezeitete Runde gefahren.

Nachdem der amtierende Meister hinausgeschickt worden war, war er nur auf Rang sieben gefahren. In der letzten Minute war kein Mercedes mehr unter den besten vier. Die Zeit von Maro Wittmann mit 1:23,332 Minuten konnte niemand knacken. Hinter ihm lagen Augusto Farfus, Miguel Molina und Edoardo Mortara. Aus der dritten, vierten und fünften Startreihe werden Gary Paffett, Daniel Juncadella, Robert Wickens, Christian Vietoris, Mattias Ekström und Bruno Spengler starten.

Die endgültige Pole-Position wurde nun in Q4 ausgefahren. In umgekehrter Reihenfolge von Q3 werden sie nun hinausgeschickt auf die Strecke. Die Piloten hatten nur eine gezeitete Runde zur Verfügung um von Startplatz eins ins Rennen zu gehen. Als die Pause von acht Minuten zu Ende war, ging nun Edoardo Mortara als Erster hinaus. Er setzte nun für die anderen eine Zeit von 1:23,648 Minuten. Miguel Molina war nun der nächste, der versuchte sich auf die Pole zu fahren. Im ersten Sektor war er schneller. Auch der zweite Sektor ging zu seinen Gunsten. Als er über Start und Ziel ging hatte er sich auf die Pole gefahren und zwar mit einer Zeit von 1:23,451 Minuten.

Jetzt hatten noch zwei BMW-Piloten die Möglichkeit sich in die erste Startreihe zu platzieren. Augusto Farfus konnte im ersten Sektor Zeit gegenüber Miguel Molina gut machen. Bei der zweiten Zeitnahme war er auch sehr gut unterwegs und am Ende hatte er sich auf die Pole gefahren. Marco Wittmann war nun der Letzte, der Startplatz eins einnehmen könnte. Aber er ließ im ersten Zeitabschnitt Zeit liegen, genauso war es auch im zweiten Sektor. Am Ende blieb die Uhr aber bei 1:23,445 Minuten stehen. Augusto Farfus hatte sich mit einer Zeit von 1:23,296 Minuten die dritte Pole in dieser Saison geholt, gefolgt von Marco Wittmann und Miguel Molina. Edoardo Mortara wird aus der zweiten Startreihe starten.

Augusto Farfus (BMW Team RBM, Platz 1): "Das ist ein absolutes Traumergebnis. Ich bin schon ein bisschen überrascht, dass ich auf der Poleposition stehe. Denn das freie Training am Morgen war hart. Das Auto lag zunächst nicht ganz so gut. Deshalb haben wir im Hinblick auf das Qualifying einige Veränderungen vorgenommen. Zum Glück waren wir damit erfolgreich. Das ist das Spannende an der DTM: Egal, wie hart man als Team arbeitet, weiß man nie genau, wo man im Qualifying letztlich landet. Jetzt habe ich für morgen sehr gute Chancen. Aber ich bin sicher, dass das Rennen noch einige Überraschungen bereithalten wird."

Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 2): "Natürlich bin ich überglücklich über Platz zwei. Dass ich es nach drei Rennen, die nicht optimal gelaufen sind, wieder in die erste Startreihe geschafft habe, ist fantastisch. Meine Pace war im gesamten Qualifying sehr gut. Am Ende hat nicht viel auf Augusto Farfus gefehlt. Dass BMW am Nürburgring von den Plätzen eins und zwei ins Rennen geht, ist ein großartiges Teamergebnis. Nun gilt es, die gute Ausgangsposition im Rennen zu nutzen."

Miguel Molina (Audi Sport Team Phoenix, Platz 3): "Ich bin sehr glücklich, denn wir haben heute einen guten Job gemacht – Audi und Phoenix haben mir ein gutes Auto hingestellt. Ich habe das Qualifying sehr genossen. Ich war heute der schnellste Audi-Pilot. Ich vertraue immer auf mich – und das war der Schlüssel, weiterzuarbeiten, auch wenn wir in der Vergangenheit schwierige Tage hatten. Aber wir haben stets konsequent weitergearbeitet und das Team hat immer an mich geglaubt.“ "

Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé, Platz 5): "Ich bin mit Position fünf wirklich zufrieden. Das Auto hat sich gut angefühlt und alles in allem war das Qualifying in Ordnung. Leider habe ich in Q3 keine perfekte Runde hinbekommen und habe daher den letzten Qualifying-Abschnitt verpasst. Ich stehe aber vor Mike Rockenfeller und Bruno Spengler. Drei meiner Markenkollegen - die heute wirklich einen super Job gemacht haben - stehen direkt hinter mir. Das alles stimmt mich zusätzlich optimistisch für das Rennen. Unsere Ausgangsposition ist nicht schlecht."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Herzlichen Glückwunsch an Augusto Farfus und Marco Wittmann zu diesem großartigen Qualifying und den Plätzen eins und zwei. Zum zweiten Mal in dieser Saison stehen damit zwei BMW M3 DTM nebeneinander in der ersten Reihe. Über dieses Ergebnis sind wir sehr glücklich, gerade hier am Nürburgring. In Bruno Spengler startet ein weiterer BMW Fahrer aus den Top-Ten. Im freien Training hatte er wegen eines technischen Problems eine halbe Stunde verloren. Die hat ihm am Ende gefehlt. Insgesamt war es wieder einmal ein unglaublich enges Qualifying. Einige unserer Fahrzeuge sind bereits zu einem frühen Zeitpunkt ausgeschieden. Das werden wir uns im Detail ansehen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Wir freuen uns auf ein spannendes Rennen morgen."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Man hat heute wieder gesehen, wie schnell sich das Blatt in der DTM wenden kann. Die Abstände sind derart knapp, dass kleinste Details entscheiden und sich der Tabellenführer nach einer Bestzeit in Q1 auf Startplatz elf wiederfinden kann. Mit (Bruno) Spengler unmittelbar vor ihm hat ‚Rocky’ morgen gute Gesellschaft ... Die Startaufstellung verspricht insgesamt viel Spannung: Keiner der drei Top-Favoriten auf den Titel startet aus den ersten beiden Reihen. Dazu kommt eine unsichere Wettervorhersage. Gute Gründe, sich das Rennen morgen hier in der Eifel oder im Fernsehen anzuschauen."

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Glückwunsch an Augusto Farfus und BMW zur Pole Position. Das heutige Qualifying-Ergebnis zeigt wieder einmal, wie eng es in der DTM zugeht - nur wenige Tausendstelsekunden entscheiden über das Weiterkommen oder Ausscheiden. Unsere Mannschaft hat mit den Positionen fünf bis acht ein sehr kompaktes Ergebnis eingefahren. Gary steht auf dem fünften Startplatz und damit vor seinen beiden Meisterschaftskonkurrenten. Noch ist nichts entschieden, aber wir blicken dem Rennen optimistisch entgegen."

Am Sonntagmittag stand dann der siebte Saisonlauf auf dem Programm. Die ersten drei Fahrer Augusto Farfus, Marco Wittmann und Miguel Molina gingen auf den option tryre hinaus. Edoardo Mortara und Gary Paffett die von den Startplätzen vier und fünf aus ins Rennen gingen hatten den prime tyre aufgezogen. Der Tabellenführer hatte sich auch für den prime tyre entschieden. Bruno Spengler wird auf den option tyre starten. Als die Fahrer in ihre Startaufstellung fuhren, fing es bereits ganz leicht an zu tröpfeln. Nach der Einführungsrunde fing es richtig an zu regen. Sie starteten aber alle auf Sliks. Danach funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Platzierung behaupten und ging als Erster in die erste Kuve. Dort drehten sich bereits Mike Rockenfeller und Joey Hand. Wenige Meter weiter ging es drunter und drüber, denn dort drehten sich Mattias Ekström, Timo Scheider und Edoardo Mortara. Die Rennleitung schickte nun das Safety Car heraus. Der US-Amerikaner hatte sich im Kies eingegraben und beendete dort das Rennen bevor es überhaupt erst richtig angefangen hatte. Mike Rockenfeller war in der Safety Car Phase herein gekommen und hatte auf Regenreifen gewechselt.

Der Re-Start erfolgte nach vier Runden und ging zu Gunsten des Pole-Setters aus. Er führte weiterhin vor Marco Wittmann und Miguel Molina. Einen harten Zweikampf trugen nun Timo Scheider und Mike Rockenfeller aus. Er versuchte nun das Feld von hinten aufzuräumen. Gary Paffett hatte einen Platz eingebüst. Zwei Plätze gut gemacht hatte der amtierende Meister. Nach vier Runden kamen fast alle in die Boxengasse. Der Pole-Setter war der Erste, der in die Box kam. Er konnte auch als Erster wieder hinausfahren. Zwischenzeitlich hatte Marco Wittmann in der Kurzanbindnung zuviel riskiert, mit der Folge das er von der Strecke segelte und danach im Reifenstapel parkte. Nach sechs Runden hatte Mike Rockenfeller noch keinen Pflichtboxenstopp absolviert. Der Audi-Pilot führte das Feld mit einem Vorsprung von 17,7 Sekunden vor Adrien Tambay und Augusto Farfus an. Überall im Feld wurden harte Zweikämpfe ausgetragen. So hatte Gary Paffett alle Hände voll zu tun sich Pascal Wehrlein vom Hals zu halten. Im Verlauf der achten Runde musste er Pascal Werhlein ziehen lassen. Zur gleichen Zeit hatte Timo Scheider einen Schubser von Filipe Albuquerque erhalten mit der Folge, das er von der Strecke segelte und einschlug. Danach kam er in schlingernder Fahrt zur Box gefahren.

Unterdessen war Bruno Spengler mit einem ledierten Fahrzeug im hinteren linken Fahrzeugbereich unterwegs. Er lag auf Platz sieben und hatte eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich. Die ersten acht hatten alle einen gewissen Respektabstand zueinander. Eingangs der Mercedes-Arena hatte Timo Glock auf Rang neun liegend einen Schubser von Daniel Juncadella erhalten mit der Folge das er sich drehte und danach auf Platz dreizehn sich wieder einreihen musste. An der Spitze war Mike Rockenfeller mit 20,5 Sekunden auf und davon gefahren. Zu dieser Zeit hatte Daniel Juncadella eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen pushing another car. Nach vierzehn Runden kam Dirk Werner zum zweiten Pflichtboxenstopp herein. Hinter ihm folgte Daniel Juncadella, der damit sofort seine Strafe antrat. Nach 18 Runden hatten auch Gary Paffett und Roberto Merhi bereits ihren zweiten Boxenstopp absolviert. Adrien Tambay auf Platz zwei hielt Augusto Farfus, Robert Wickens und Miguel Molina auf. Beim nächsten Umlauf konnte Robert Wickens gleich zwei auf einen Streich niederringen und war außen an Augusto Farfus und Adrien Tambay vorbeigegangen. Damit hatte er nun Platz zwei eingenommen.

Von alledem bekam Mike Rockenfeller an der Spitze nichts mit, denn er war mit 27,1 Sekunden auf und davon gefahren. Im nachhinein konnte Adrien Tambay Augusto Farfus und Miguel Molina nicht halten und musste auch noch diese ziehen lassen. Diese beiden lieferten sich einen harten Zweikampf. Jedes Mal schlug der BMW-Pilot dem Audi Fahrer die Tür vor der Nase zu. Auch Bruno Spengler auf Platz sechs musste sich harten Attacken von Christian Vietoris erwehren und hatte nach 22 Runden dem nichts entgegen zu setzen und musste den Mercedes-Piloten ziehen lassen. Bei Rennhälfte hatte man immer noch Mike Rockenfeller auf der Strecke gelassen. Er hatte nun seinen Vorsprung auf 26,4 Sekunden ausgebaut. Timo Scheider hatte von der Rennleitung eine Strafe von einer Sekunden bekommen, weil er in Kurve zwölf die Strecke zu weit verlassen hatte und sich dadurch einen Vorteil verschaffte. Bei noch 27 Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Bruno Spengler an Adrien Tambay vorbeigedrängt, doch wenig später kam der Gegenkonter und der Franzose holte sich seine Position wieder zurück. Danach musste Bruno Spengler die Strecke verlassen um eine Kollision zu vermeiden. Diese Aktion wurde von der Rennleitung beobachtet.

Wenig später hatte der amtierende Meister von der Rennleitung auch eine Strafe von einer Sekunden erhalten, weil er sich durch das Verlassen der Strecke einen kleinen Vorteil verschafft hatte. Zwischenzeitlich waren die nächsten Piloten zu ihrem zweiten Stopp in der Box gewesen. Nach 31 Runden holte man Mike Rockenfeller endlich zu seinem ersten Stopp herein. Der Vorsprung reichte, denn Robert Wickens war nun auch zu seinem zweiten Stopp hereingekommen. Insgesamt vier Piloten mussten noch einen Stopp erledigen und zwar waren es Augusto Farfus, Christian Vietoris, Bruno Spengler und Mike Rockenfeller. Zu dieser Zeit hatte Daniel Juncadella zuviel riskiert und drehte sich von der Strecke. Danach musste er sich auf Platz 20 wieder einreihen. Der Führende hatte immer noch einen Vorsprung von 21,1 Sekunden. Bei einem Zweikampf zwischen Miguel Molina und Mattias Ekström wurde etwas der Lack ausgetauscht. Ein teaminternes Duell lieferten sich Mattias Ekström und Jamie Green um Platz zwölf. Adrien Tambay auf Platz sechs hatte alle Hände voll zu tun sich Pascal Wehrlein, Marco Wittmann und Miguel Molina vom Hals zu halten. In diesem Kampf drehte sich dann Pascal Wehrlein von der Strecke. In den letzten Umläufen war der Vorsprung von Mike Rockenfeller immer mehr geschrumpft, denn mit einem Abstand von 13,1 Sekunden lag Robert Wickens auf Platz zwei.

Nach 38 Runden war Bruno Spengler immer weiter nach hinten durchgereicht worden. Er lag nur noch auf Platz vierzehn. In der Schlußphase hatte es aufgehört zu regnen und die Ideallinie war wieder trocken, denn nun kam die Sonne sogar heraus. Mike Rockenfeller hatte man dann nach 40 absolvierten Runden hereingeholt. Nach seinem Stopp kam er auf Platz vier wieder hinaus auf die Strecke. Damit hatte Robert Wickens die Führung übernommen, gefolgt von Augusto Farfus und Christian Vietoris. In den letzten Minuten waren die ersten sechs Plätze bezogen. Nach 47 Runden holte sich Robert Wickens seinen ersten Saisonsieg, gefolgt von Augusto Farfus und Christian Vietoris. Mike Rockenfeller wurde als Vierter abgewunken. Bruno Spengler und Gary Paffett kamen auf den Rängen vierzehn und 17 ins Ziel.

In der Meisterschaft liegt weiterhin Mike Rockenfeller mit 106 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Christian Vietoris mit 71 und Robert Wickens mit 70 Punkten. In der Teamwertung hat Stihl/AMG Mercedes mit 141 Zähler die Nase vorne vor Audi Sport Team Phoenix mit 110 und BMW Team Schnitzer mit 93 Zähler. In der Konstruktionswertung liegt BMW mit 251 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Mercedes-Benz mit 229 und Audi mit 202 Punken.

Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG C-Coupé, Platz 1): "Es ist ein unglaubliches Gefühl, das Rennen auf dem Nürburgring gewonnen zu haben. Ich bin von Position sieben gestartet und wusste ehrlich gesagt nicht wirklich, was ich erwarten sollte. Dann kam der Regen und alles wurde ein kleines bisschen verrückt. Ich wusste zwischenzeitlich gar nicht mehr, auf welcher Position ich lag und wie schnell ich unterwegs war. Dann konnte ich aber die drei Fahrzeuge vor mir überholen, was im Endeffekt den Ausschlag zu meinem Erfolg gegeben hat."

Augusto Farfus (Team RBM, Platz 2): "Ich bin sehr glücklich über den zweiten Platz, gratuliere aber auch Robert Wickens zu seinem ersten Sieg. Es war heute sehr schwierig, denn im Nassen war ich nicht ganz so schnell wie erwartet. Das hat mich die entscheidenden Meter auf der Strecke und letztlich den Sieg gekostet. Alles in allem müssen wir das Ganze so sehen: Unter solchen Bedingungen Zweiter zu werden, ist ein sehr gutes Ergebnis. Es war ein wenig eine Lotterie, die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen. Jetzt haben wir erst einmal eine Pause und Zeit, die vergangenen Rennen zu analysieren und in Oschersleben mit voller Kraft zurückzukommen."

Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé, Platz 3): "Wir wussten, dass wir ein gutes Auto haben und das Team hat über das gesamte Wochenende einen super Job gemacht. Sowohl gestern im Trockenen, als auch heute bei Regen lief mein DTM Mercedes AMG C-Coupé wirklich hervorragend, daher ein großes Dankeschön an die ganze Mannschaft. Jetzt sind noch drei Rennen zu fahren und ich denke, wenn wir weiter konstant punkten, können wir noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden. Momentan liege ich auf Rang zwei. Das ist natürlich eine schöne Momentaufnahme, aber wir sind noch lange nicht am Ziel."

Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix, Platz 4): "Ich bin natürlich sehr zufrieden mit den Punkten – das ist doch klar, wenn man nach der ersten Kurve fast Letzter ist. Bei diesen Bedingungen kann alles passieren und es ist optimal gelaufen. Natürlich würde ich lieber auf dem Podium stehen und nach Champagner riechen. Aber das geht halt nicht immer in der DTM, dafür ist es hier zu eng und das Niveau viel zu hoch. Dann muss man nehmen, was man kann. Und der vierte Platz heute ist sehr viel wert."

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Das war heute ein großartiges Rennen für die Zuschauer und beste Werbung für die DTM. Die Bedingungen zu Rennbeginn waren für die Fahrer sehr knifflig und es war äußerst schwierig, die richtigen Entscheidungen bei der Reifenwahl und der Strategie zu treffen. Bei Robert und Christian haben wir richtig entschieden, bei Gary und Roberto leider nicht. Aber auch das gehört im Rennsport dazu. Wir sind ein Team - wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam. In der Gesamtwertung liegen Christian und Robert jetzt auf den Plätzen zwei und drei - das zeigt, wie schnell es in der DTM gehen kann. Noch sind drei Rennen in dieser Saison zu fahren und wir geben garantiert nicht auf."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Das war ein dramatisches und unglaublich intensives Rennen. Ich habe definitiv ein paar graue Haare mehr. Bei diesem Rennverlauf war es nicht einfach, sich vorne zu behaupten. Deshalb bin ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz von Augusto Farfus, der bei diesen sehr schwierigen Bedingungen eine tolle Leistung gezeigt hat. Ganz besonders freue ich mich über Martin Tomczyks sensationelles Rennen. Gerade nach den schwierigen jüngsten Auftritten war das für ihn und das ganze Team ein großer Befreiungsschlag. Auch Marco Wittmann hat nach seinem Ausrutscher noch eine tolle Aufholjagd gezeigt. Für Bruno Spengler war es ein sehr frustrierendes Rennen. Er wurde mehrfach hart getroffen. Dabei wurde sein Fahrzeug so sehr beschädigt, dass er am Schluss nicht mehr viel ausrichten konnte. Da halfen auch die tollen Boxenstopps nicht mehr. Unter dem Strich sind wir mit dem Wochenende am Nürburgring aber zufrieden. Wir konnten wichtige Punkte für die Herstellerwertung sammeln. Auch in der Fahrerwertung ist noch nicht alles verloren, wenngleich sich die Situation in der Gesamtwertung nicht verbessert. In den drei noch verbleibenden Läufen werden wir alles geben, um bis zum Finale noch in einer guten Position zu sein. Glückwunsch an Mercedes und Robert Wickens zum Sieg."

Dieter Gass (Leiter DTM): "Das war ein abwechslungsreiches und interessantes Rennen. Wenn man sich den Start anschaut und in der ersten Kurve seinen Meisterschaftsführenden neben der Strecke sieht, ist das der schlechteste Beginn, den man sich vorstellen kann. Wir waren ganz hinten, haben aber die richtige Entscheidung gefällt, Mike (Rockenfeller) hinter dem Safety-Car an die Box zu holen und ihm Regenreifen zu geben, obwohl das noch nicht als Pflicht-Boxenstopp zählen konnte. Aber es war deutlich, dass es für die gegebenen Bedingungen der richtige Reifen war. Wenn man von hinten nach vorn kommen möchte, ist dies die einzige Chance, die man hat. Von dem Zeitpunkt an ist das Rennen sehr gut gelaufen. Man hätte sich noch mehr erhoffen können, nachdem Mike vor den ersten Boxenstopps einen relativ deutlichen Vorsprung hatte. Aber bei diesem Rennverlauf und den schwierigen Bedingungen müssen wir mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sein."


CS

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