Hockenheim
27.04. - 29.04.2012

Brands Hatch / GB
17.05. - 19.05.2013

Red Bull Ring / A
31.05. - 02.06.2013

Lausitzring
14.06. - 16.06.2013

Norisring
12.07. - 14.07.2013

Moskau / RUS
02.08. - 04.08.2013

Nürburgring
16.08. - 18.08.2013

Oschersleben
13.09. - 15.09.2013

Zandvoort / NL
27.09. - 29.09.2013

Hockenheim
18.10. - 20.10.2013


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Augusto Farfus gewinnt das Auftaktrennen
Doppelsieg für BMW

Vom 03. bis 05. Mai fand traditionell der Saisonauftakt der DTM in Baden Württemberg auf dem Hockenheimkurs statt. Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren ist das Mercedes-Benz Fahrerteam das jüngste der drei DTM-Hersteller. Die DTM-Saison 2013 steht im Zeichen wichtiger Neuerungen im Reglement. So findet am Freitag kein DTM-Training mehr statt. Am Samstagvormittag nehmen die Protagonisten ein 90-minütiges freies Training unter die Räder. Es müssen in diesem Jahr zwei Reifenmischungen gefahren werden. Zum einen die weichere Variation, also der Option-Reifen und zum anderen die Standardversion. Das Drag Reduction System, mit dem der Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach gestellt werden kann, soll das Überholen auf der Strecke erleichtern. Dies soll für mehr Spannung und Überholmanöver sorgen. Beide Neuerungen sind aus der Formel 1 bekannt.

Timo Scheider (Audi Sport Team Abt): "Bei mir ist das Kribbeln im Bauch schon sehr deutlich vorhanden. Die Vorfreude auf das erste Rennen ist groß. Ich ganz persönlich hatte einen tollen Winter mit vielen schönen Erlebnissen und Momenten. Diese positive Grundstimmung möchte ich gern mit ins Cockpit nehmen. Ich sitze außerdem nach einigen Jahren wieder in einem schwarzen Auto. Mit dieser Farbe habe ich schon zwei Titel geholt und auch die Gedanken daran geben mir einen Extraschub Motivation."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): "Schön, dass es endlich wieder losgeht. Wir haben den Winter genutzt, um uns als Team wieder perfekt auf die neuen Herausforderungen dieser Saison vorzubereiten. Mit den neuen taktischen Optionen und den kürzeren Trainingsmöglichkeiten ist Teamwork mehr denn je gefragt. Auch unser Neuzugang Jamie Green hat sich gleich bestens eingefügt und frischen Wind in die Mannschaft gebracht. Nach einem schwierigen Jahr 2012 ist die Motivation des ganzen Teams so groß wie nie. Wir werden versuchen, mit einem guten Ergebnis in Hockenheim gleich eine Menge Schwung für die Saison zu holen."

Christian Vietoris (Mercedes AMG): "Nach den Wintertestfahrten wissen wir noch nicht, wie das Kräfteverhältnis in der neuen Saison aussehen wird - das werden wir erst in Hockenheim herausfinden. Ich bin mittlerweile vier DTM-Rennen auf dieser Strecke gefahren und weiß, dass sie meine Ingenieure und mich vor einen schwierigen Setupkompromiss zwischen viel Abtrieb in den Kurven und hohem Top-Speed auf den Geraden stellt. Die verkürzte Trainingszeit macht diese Aufgabe für uns Fahrer in diesem Jahr nicht einfacher. Aber ich gehe hochmotiviert und optimistisch in meine dritte Saison."

Toto Wolff (Mercedes-Benz Motorsportchef): "Hockenheim ist der perfekte Ort, um vor einer Traumkulisse auf einer anspruchsvollen und fordernden Rennstrecke in die neue DTM-Saison zu starten. Für Mercedes-Benz ist Hockenheim nicht nur ein Heimrennen, sondern auch ein äußerst erfolgreiches Pflaster. In diesem Jahr ist es alles andere als eine Floskel, wenn ich sage: Die DTM ist so offen und spannend wie noch nie. Dank DRS und den neuen Option-Reifen als Ergänzung zu den Basis-Pneus wird die DTM im zweiten Jahr der neuen Fahrzeuggeneration noch spannender und unberechenbarer. Unsere Zielsetzung für diese Saison lässt sich klar umreißen: Wir wollen Rennen und die Meisterschaft gewinnen: Gary Paffett ist sicher unsere Speerspitze, aber mit unseren fünf Mercedes-Benz Junioren haben wir eine junge und erfolgshungrige Fahrermannschaft am Start. Unsere Talente haben mit Siegen und Meistertiteln in einigen der besten Nachwuchsserien der Welt, etwa der Formel 3 Euroserie, der GP3 und der World Series by Renault gezeigt, das sie das Potential für erfolgreiche Karrieren besitzen. Mercedes-Benz hat eine lange Tradition in der Nachwuchsförderung und wir sind überzeugt, dass wir damit den richrigen Weg eingeschlagen haben, um in Zukunft die Früchte zu ernten.

Timo Glock (BMW Team MTEK): "Jeder im BMW Team MTEK und bei BMW Motorsport hat im Winter unglaublich hart gearbeitet. Die Mannschaft hat sich enorm ins Zeug gelegt, damit wir beim ersten Rennen konkurrenzfähig sind. Ich selbst habe von Test zu Test einen Aufwärtstrend gespürt und fühle mich im DTM-Auto immer wohler. Ich hoffe, dieser Trend hält auch nun in Hockenheim an. Das erste Rennen in der DTM für BMW vor vollen Tribünen wird sicher ein absolutes Highlight in meiner Karriere. Für mich beginnt ein neuer Abschnitt. Unser Ziel lautet: Erfahrung sammeln und lernen. Und darauf freue ich mich sehr."

Jens Marquardt (BBMW Motorsport Direktor): "Wir sind der Titelverteidiger in der DTM und befinden uns damit in der schönsten Situation, die man sich wünschen kann. Diese Rolle nehmen wir deshalb sehr gerne an. Bei zwei derartig starken Konkurrenten wie Audi und Mercedes-Benz darf man sich jedoch nie zurücklehnen, sondern muss hart daran arbeiten, um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben. Das haben wir in der Winterpause getan. Klar ist, dass sich ein derartig historischer Erfolg - ein Titelgewinn im Jahr des Comebacks - in dieser Form nicht wiederholen lässt. Gerade deshalb werden die Momente beim Finale in Hockenheim 2012 nach der Zieldurchfahrt unvergessen bleiben. Jetzt stehen wir vor unserem zweiten Jahr in der DTM, vieles ist anders. Gerade die technischen Neuerungen wie DRS und Options-Reifen sowie das verkürzte Rennwochenende werden für die Teams und Fahrer eine Herausforderung sein. Außerdem treten wir erstmals mit einem vierten Team und insgesamt acht Fahrern an. Die Saison wird für alle Beteiligten und die Fans mit Sicherheit extrem spannend. Ich freue mich riesig, dass es jetzt endlich losgeht."

Für die Fahrer stand am Samstagmorgen das 90-minütige freie Training auf dem Programm. Dieses fand bei Regen statt. Immer wieder kam es zu Positionswechseln. In diesen eineinhalb Stunden hatten einige von ihnen so ihre Schwierikeiten das Fahrzeug auf der Strecke zu halten. So kam Christian Vietoris kreiselnd mit seinem Mercedes von der Strecke. In der Sachskurve schoß wenig später auch Augusto Farfus ab ins Kiesbett. Am Ende hatte sich dann Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) nach 34 Runden mit einer Zeit von 1:50,334 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt. Hinter ihm lagen Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Augusto Fafus (BMW Team RBM). Der amtierende Meister befand sich auf Platz zwölf. Die Neueinsteiger Pascal Wehrlein (stern/(AMG Mercedes), Timo Glock (BMW Team MTEK) und Marco Wittmann (BMW Team MTEK) mussten sich mit den Rängen neun, dreizehn und 18 zufrieden geben. Als bester Mercedes-Pilot konnte sich Christian Vietoris (Stihl/AMG Mercedes) auf Rang sieben platzieren.

Im ersten Qualifying gehen alle Fahrer hinaus. In den 16 Minuten kommen dann nur die schnellsten 16 von ihnen weiter. Das Wetter hatte sich gegenüber morgens nicht gebessert. Es war immer noch am regnen und die Strecke war nass. Augusto Farfus setzte dann für alle anderen die Meßlatte mit einer Zeit von 1:53,076 Minuten, gefolgt von Joey Hand und Martin Tomczyk. Wenig später hatte Roberto Merhi eingangs der Sachskurve zuviel riskiert, kam auf die Curbs, schoß über die Strecke und räumte dann noch eine Reklametafel ab. Danach schlug er seitlich in die Mauer ein. Er musste nun die Box aufsuchen und damit war für ihn das Qualifying gelaufen. Zwischenzeitlich hatte Jamie Green das Zepter übernommen. Zur gleichen Zeit wurde Marco Wittmann von den Streckenposten weggeschoben.

Immer wieder änderte sich die Reihenfolge. Bei noch vier Minuten zu fahrender Zeit waren Timo Glock, Timo Scheider, Dirk Werner, Pascal Wehrlein, Daniel Juncadella und Roberto Merhi aus dem Raster herausgefallen. In der Schlußphase der ersten Sitzung hatte es aufgehört zu regnen. Am Ende war dann niemand schneller als Augusto Farfus mit 1:49,136 Minuten, gefolgt von Christian Vietoris und Joey Hand. Pascal Wehrlein hatte es noch im letzten Moment geschafft sich auf Rang zwei zu schieben. Bruno Spengler befand sich nur auf Rang vierzehn und war damit in Q 2 drin. Nicht mehr mit dabei waren Andy Priaulx, Miguel Molina, Eduardo Mortara, Roberto Merhi, Marco Wittmann und Dirk Werner. Sie werden von den Plätzen 17 bis 22 aus am Sonntag ins Rennen gehen.

Nach einer Pause von sieben Minuten ging es dann für die 16 übrig gebliebenen Piloten weiter. In der zweiten Sitzung hatten sie elf Minuten Zeit um sich auf die Plätze eins bis zehn zu fahren. Sechs von ihnen werden nach dieser Sitzung nicht mehr mit von der Partie sein. Augusto Farfus konnte sich in der Anfangsphase wieder mit einer Zeit von 1:49,650 Minuten an die Spitze fahren, gefolgt von Felipe Albuquerque und Joey Hand. Bei dieser Reihenfolge sollte es aber nicht bleiben. In den letzten drei Minuten hatte nämlich Mattias Ekström mit einer Zeit von 1:48,533 Minuten das Zepter übernommen. Hinter ihm lagen Augusto Farfus und Martin Tomczyk.

In den letzten zwei Minuten hatte sich Pascal Wehrlein wieder auf Rang zwei geschoben. Er konnte dann aber noch einiges zulegen und setzte sich mit einer Zeit von 1:47,890 Minuten an die Spitze. Im nachhinein hatte er seine eigene Bestzeit nochmals unterboten. Als die Zeit abgelaufen war, hatte niemand die Zeit von Pascal Wehrlein knacken können. Hinter ihm lagen Augusto Farfus und Robert Wickens. Bruno Spengler nahm Rang sechs ein. Timo Scheider lag auf Platz acht. Martin Tomczyk, Jamie Green, Adrien Tambay, Mike Rockenfeller, Timo Glock und Filipe Albuquerque werden von den Startplätzen elf bis 16 starten.

Die letzten zehn Piloten mussten sich nach der Pause von acht Minuten nochmals bereit machen in genau elf Minuten unter die Schnellsten Vier zu kommen. Da die Ideallinie immer trockener wurde, gingen einige von ihnen auf Slicks hinaus. Nach zwei Runden hatte sich Timo Scheider mit einer Zeit von 1:45,862 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt, gefolgt von Daniel Juncadella und Christian Vietoris. Nachdem Gary Paffett über Start und Ziel kam, hatte er sich auf Platz zwei geschoben. Die Zeit blieb im nachhinein bei Pascal Wehrlein bei 1:44,775 Minuten stehen. Dies bedeutete zunächst Rang eins. Aus dem Raster rausgefallen waren in diesem Moment Daniel Juncadella, Robert Wickens und Christian Vietoris.

Für kurze Zeit war Pascal Wehrlein aus dem Raster rausgefallen, doch er konnte immer wieder einen drauf setzen und katapultierte sich von Rang fünf wieder auf Platz eins und zwar mit einer Zeit von 1:42,161 Minuten. In der letzten Minute war der Brite Gary Paffett dann aber doch noch einen Ticken schneller. Es blieb aber bei dieser Reihenfolge nicht, denn bei jedem Überfahren der Ziellinie stand ein anderer Pilot ganz oben auf dem Tabelau. Am Ende hatte Pascal Wehrlein dann doch zu viel riskiert und einen kleinen Fehler eingebaut, was ihm im nachhinein den Einzug in Q4 kostete. Der Schnellste war hier Christian Vietoris mit 1:39,376 Minuten, gefolgt von Timo Scheider und Augusto Faarfus. Robert Wickens nahm Rang vier ein. Von den Startplätzen fünf bis zehn werden am Sonntag Mattias Ekström, Gary Paffett, Bruno Spengler, Pascal Wehrlein, Joey Hand und Daniel Juncadella starten.

In Q4 hatten die vier übrig gebliebenen Fahrer jetzt nur eine gezeitete Runde zur Verfügung um sich auf die Pole zu fahren. In umgekehrter Reihenfolge mussten sie diese Sitzung nun in Angriff nehmen. Somit ging als Erster Robert Wickens hinaus auf die Strecke. Bei ihm blieb die Zeit bei 1:36,920 Minuten stehen. Augsto Farfus war der nächste den sie hinausschickten. In Sektor eins war er bereits schneller. Auch die zweite Zeitnahme ging zu seinen Gunsten aus. Am Ende hatte er sich mit einer Zeit von 1:36,034 Minuten auf Rang eins geschoben. Timo Scheider war der nächste Kandidat der versuchte sich die Pole zu holen. Er ließ in Sektor eins Zeit liegen. Konnte danach aber etwas zulegen und war 53/1000 Sekunden schneller als Augusto Farfus. Mit einem Vorsprung von 11/1000 Sekunden konnte sich Timo Scheider auf Rang eins katapultieren. Christian Vietoris war nun der letzte, der diese Marke noch knacken konnte. Beim ersten Messpunkt war er nicht schneller. Auch die zweite Messung fiel zu seinen Ungunsten aus. Am Ende blieb für Christian Vietoris Startplatz drei übrig. Die Pole-Position hatte sich Timo Scheider mit einer Zeit von 1:35,918 Minuten geholt, gefolgt von Augusto Farfus und Christian Vietoris.

Timo Scheider (Audi Sport Team Abt), Startplatz 1: "Wenn man im Winter die Daten analysiert, wünscht man sich natürlich, in der neuen Saison alles besser zu machen. Wir hatten einen harten Winter, was die Entwicklung betrifft. Doch auch ich persönlich wollte mich im Vergleich zu den Vorjahren verbessern. Nach dem ersten Tag in der Saison 2013 auf der Pole-Position zu stehen, fühlt sich riesig an und tut auch der Mannschaft sehr gut."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Nach einem arbeitsintensiven Winter, bei dem wir versucht haben, das Optimum aus dem Audi RS 5 DTM zu holen, ist Startplatz eins beim ersten Rennen der Saison ein schöner Lohn für die gesamte Mannschaft von Audi Sport, unsere drei Teams und die Zulieferer, die in den vergangenen Monaten extrem hart gearbeitet haben. Man hat heute gesehen, wie eng es in der DTM auch in diesem Jahr zugeht. Die Zuschauer dürfen sich morgen auf ein interessantes Rennen freuen."

Augusto Farfus ( BMW Team RBM) Startplatz 2: "Das war ein guter Start in die neue Saison. Wir waren über alle Qualifying-Sessions sehr schnell unterwegs und immer vorne dabei. Das Schwierige heute war, bei wechselhaften Bedingungen zur richtigen Zeit auf die Strecke zu gehen. Nach meiner schnellen Runde in Q4 wurde es weiter trockener. So war mir klar, dass die Fahrer nach mir noch bessere Chancen auf die Pole hatten. Deshalb bin ich sehr glücklich über meinen zweiten Platz. 2012 ist die Saison für mich in Hockenheim mit einem Top-Ergebnis zu Ende gegangen. Und auch mit dem Start in die neue Saison bin ich bis jetzt sehr zufrieden."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Insgesamt können wir mit dem Ausgang des ersten Qualifyings der neuen Saison zufrieden sein. Aufgrund der Wetterbedingungen wussten wir schon vorher, dass es eine Lotterie werden würde. Einige unserer Fahrer hatten Pech, bei anderen lief es besser. Augusto Farfus hat unsere Farben im letzten Qualifying-Abschnitt würdig vertreten und sich als Zweiter eine tolle Ausgangsposition für morgen erarbeitet. Aber ich bin sicher, dass wir auch von Bruno Spengler, Joey Hand und unseren weiteren Piloten dahinter noch einiges zu erwarten haben. Ich bin sehr gespannt darauf, wie das Rennen morgen verlaufen wird. Vieles ist neu, und alle Teams und Fahrer werden neue Erfahrungen machen."

Christian Vietoris ( Mercedes AMG ), Startplatz 3: "Startplatz drei ist eine gute Ausgangsposition für das Auftaktrennen. Nach den Testfahrten war es für uns schwierig, das Kräfteverhältnis einzuschätzen. Auch heute Vormittag konnten wir im verregneten Training die Pace der Autos nur schwer vergleichen. Umso zufriedener bin ich mit der dritten Startposition. Die Jungs haben fantastische Arbeit geleistet und bei schwierigen Bedingungen die richtigen Reifen und das richtige Timing gewählt. Mein DTM Mercedes AMG C-Coupé war den ganzen Tag über schnell, somit hatte ich mir schon vor dem Qualifying Hoffnungen auf das Q4 gemacht. Auch wenn ich auf meiner Runde im vierten Abschnitt etwas mehr Risiko hätte eingehen können, habe ich mein Ziel erreicht und bin sehr zufrieden. Mit fünf Mercedes-Benz Fahrern in den Top-10 können wir sehr zufrieden sein."

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Das war eine starke Mannschaftsleistung unserer Fahrer im ersten Qualifying des Jahres. Fünf Mercedes-Benz Piloten, darunter vier unserer Mercedes-Benz Junioren, haben den Sprung in die Top-10 geschafft. Das ist der erste Beweis dafür, dass wir mit unserer Philosophie, auf hoffnungsvolle Talente zu setzen, auf dem richtigen Weg sind. Roberto Merhi hat das Auto bei schwierigen Bedingungen verloren, das gehört zum Lernprozess in der DTM dazu. Ich bin aber überzeugt, dass wir von allen unseren Fahrern in Zukunft gute Rennresultate und vielleicht sogar Podestplätze sehen werden. Christian ist bei schwierigen Bedingungen ein starkes Qualifying gefahren. In seiner dritten DTM-Saison hat er die Erfahrung und den Speed, um ganz vorne mitzufahren. Gary hatte leider etwas Pech mit dem Timing. Bei diesen wechselhaften Bedingungen können kleinste Details große Unterschiede ausmachen. Er hat im Rennen von Startplatz sechs aber noch alle Chancen, auf das Podium zu fahren."

Am Sonntagmittag nahmen die Piloten dann ihren ersten Lauf in der Saison 2013 bei herrlichstem Frühlingswetter unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Joey Hand hatte Probleme, denn er blieb zunächst stehen und musste dann dem Feld hinterher eilen. Die ersten beiden hatten sich bereits mit einigen Wagenlängen abgesetzt. In der Spitzkehre kamen sie alle gut hindurch. Einige von ihnen mussten zwar weit nach außen, aber es ging ohne Berührungen ab. Nach der ersten Runde führte Timo Scheider vor Augusto Farfus und Roberto Wickens. Unterdessen war Roberto Merhi mit einem qualmenden Fahrzeug im hinteren rechten Bereich unterwegs. Überall wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Bruno Spengler hatte bereits Boden gut gemacht und war auf Rang vier vorgefahren. Pascal Wehrlein hatte auch einen guten Start und versuchte zusammen mit Bruno Spengler Robert Wickens in einen Fehler zu treiben.

Nach drei Runden kam Martin Tomczyk zu einer Durchfahrtsstafe wegen Führstarts zur Box. Die gleiche Strafe hatte auch Adrien Tambay erhalten. Nach vier Runden kamen die ersten zum Reifenwechsel herein. Es waren Filipe Albuquerque und Marco Wittmann. An der Spitze hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar war Augusto Farfus an Timo Scheider vorbeigefahren und konnte sich direkt mit einigen Wagenlängen absetzen. Eingangs des Motodroms brannte plötzlich nach fünf Runden das Fahrzeug von Adrien Tambay. Die Streckenposten löschten sofort das Feuer. Unterdessen war Robert Wickens in der Spitzkehre einfach geradeaus gefahren. Die Rennleitung schickte sofort das Safety Car hinaus. Die Teams reagierten nun sehr schnell und holten ihre Fahrer zum Reifenwechsel in die Box. Der Re-Start erfolgte dann nach neun Runden. Da Timo Scheider zum Reifenwechsel hereingekommen war führte nun Pascal Wehrlein mit einem Vorsprung von 2,0 Sekunden vor Augusto Farfus und Timo Glock.

Der Erste und Dritte war aber noch nicht zum ersten Boxenstopp hereingekommen. Um den sechsten Platz ging es zwischen Martin Tomczyk und Gary Paffett mächtig zur Sache. In der Spitzkehre fielen dann Martin Tomczyk und Gary Paffett über Bruno Spengler her und zogen beide an dem amtierenden Meister vorbei. In der 16. Runde war Timo Glock auf Abwegen unterwegs. Danach musste er sich auf Rang sieben wieder einreihen. Pascal Wehlein führte immer noch das Feld mit 6,0 Sekunden an vor Daniel Juncadella und Augusto Farfus. Die ersten beiden mussten aber noch zum ersten Stopp hereinkommen. Zwischenzeitlich hatte Gary Paffett Martin Tomczyk auf Platz fünf niedergerungen. Einige der Fahrern kamen schon nach 17 absolvierten Runden zum zweiten Stopp zur Crew zurück. Zu dieser Zeit war Timo Glock zum ersten Stopp in der Box gewesen. Dort hatte man aber das hintere rechte Rad nicht richtig fixiert, mit der Folge das er wenig später arg ins schlingern geriet und das Rad danach fliegen ging. Er hatte noch Glück, das er das Fahrzeug abfangen konnte und nicht eingeschlagen war.

Um Rang sieben ging es zwischen Marco Wittmann und Roberto Merhi hart zur Sache. Eingangs Motodrom musste Roberto Merhi weit nach außen, aber er fuhr danach auf Rang sieben. Im hinteren Feld kämpften Bruno Spengler und Mattias Ekström miteinander. Nach 22 Runden kam Edoardo Mortara in die Box und gab dort früher das Rennen auf als geplant. Pascal Wehrlein und Daniel Juncadella waren mit Option-Reifen gestartet und waren bei noch 33 Minuten zu fahrender Zeit immer noch nicht zum ersten Stopp drin gewesen. Pascal Wehrlein kam nach 25 Runden herein und wechselte zum ersten Mal die Reifen. Beim nächsten Umlauf kam dann auch endlich Daniel Juncadella herein. Damit führte Gary Paffett mit 1,1 Sekunden vor Christian Vietoris und Dirk Werner. Pascal Wehrlein hatte sich nach seinem Stopp wieder auf Rang vier einsortiert. Vier Runden später stand Mattias Ekström mit technischen Problemen neben der Strecke. Die ersten drei die nun das Feld anführten, es waren Christian Vietoris, Dirk Werner und Pascal Wehrlein sie mussten alle noch ihren zweiten Stopp absolvieren. Um die Spitze war ein harter Kampf entstanden. Christian Vietoris musste absolute Kampflinie fahren. Hinter diesen beiden riss das Feld mit über dreizehn Sekunden ab.

Es dauerte dann auch nicht lange und der BMW-Mann konnte die Führung übernehmen. Bei noch acht zu fahrenden Runden waren alle Fahrer, außer Dirk Werner zum zweiten Pfichtboxenstopp hereingekommen. Marco Wittmann hatte in der Spitzkehre zwei Plätze eingebüst, denn es waren Timo Scheider und Joey Hand an ihm vorbeigegangen. Als noch zwölf Minuten auf der Uhr standen kam auch der Führende zu seinem zweiten Stopp herein. Danach war die Reihenfolge wieder hergestellt. Augusto Farfus führte vor Dirk Werner und Christian Vietoris. Die ersten drei fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Das Team von Dirk Werner hatte alles richtig gemacht, denn er war von Rang 22 aus ins Rennen gegangen und hatte sich durch Taktik bis auf Platz zwei nach vorne gearbeitet. Zwischenzeitlich hatte Timo Scheider Mike Rockenfeller niedergerungen und sich auf Platz sechs geschoben.

Wenig später büste Mike Rockenfeller noch einen Platz ein, denn Joey Hand konnte auch noch an ihm vorbei ziehen. Zwei Runden vor Schluß führte Augusto Farfus mit einem Vorsprung von 5,4 Sekunden. Pascal Wehrlein, der eine ganze zeitlang das Feld anführte, lag nur noch auf Platz elf. In der Schlußphase hatte Gary Paffett auf Platz vier alle Hände voll zu tun sich eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich zu halten. Nach 42 Runden wurde Augusto Farfus als Sieger abgewunken vor Dirk Werner und Christian Vietoris. Der amtierende Meister kam als Fünfter ins Ziel. Einen Platz dahinter sah Timo Scheider das Ziel. Die vier Neueinsteiger Marco Wittmann, Pascal Wehrlein und Daniel Juncadella überquerten die Ziellinie auf den Plätzen neun, elf und zwölf. Timo Glock hatte Pech denn er war ausgefallen.

In der Meisterschaft führt Augusto Farfus mit 25 Punkten vor Dirk Werner mit 18 und Christian Vietoris mit 15 Punkten. In der Teamwertung hat BMW Team RBM mit 31 Zähler die Nase vorne, gefolgt von BMW Team Schnitzer mit 38 und Stihl/AMG Mercedes mit 15 Zähler. In der Hersteller-Wertung liegt BMW auf Rang eins mit 61 Punkten vor Mercedes-Benz mit 28 und Audi mit 12 Punkten.

Augusto Farfus ( BMW Team RBM), Platz eins: "Das war eines der aufregendsten Rennen, die ich jemals erlebt habe. Mir war von Beginn an klar, dass ich vom zweiten Startplatz eine Chance auf den Sieg haben würde. Aber ich war unsicher, da niemand wissen konnte, wie sich das DRS und die Optionsreifen wirklich im Rennen auswirken. Die Fans haben viele Überholmanöver und einen super Fight auf der Strecke gesehen. Am Ende hat die perfekte Strategie meines Teams den Ausschlag für den Erfolg gegeben. Es ist ein unglaubliches Gefühl, mit einem Sieg in die Saison zu starten. Ein großes Dankeschön an BMW Motorsport und das BMW Team RBM. Das war ein unglaublicher Auftakt."

Dirk Werner (BMW Team Schnitzer), Platz zwei: "Das war ein magisches Rennen für mich. Nach dem schwachen Qualifying-Ergebnis war ich sehr enttäuscht. Denn ich hatte mir für dieses Wochenende sehr viel vorgenommen. Ich habe mich im Bett gewälzt, wollte am Morgen gar nicht aufstehen. Nur ein paar Stunden später sieht die Sache anders aus: Heute wird ganz sicher ein langer Abend. Mein Auto war sensationell. Ich hatte mir für 2013 vorgenommen, es auf das Podium zu schaffen. Dass das gleich im ersten Rennen geklappt hat, ist kaum zu glauben. So viel Action habe ich in einem Rennen selten erlebt. Das war ein perfekter Tag für mich."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Dieser Saisonauftakt war der reine Wahnsinn. Ich muss der ganzen Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen – und vor allem natürlich Augusto Farfus und Dirk Werner, die uns den ersten Doppelsieg nach unserem DTM-Comeback beschert haben. Augusto hat keinen einzigen Fehler gemacht, zudem war die Strategie vom BMW Team RBM perfekt. Dasselbe gilt für das BMW Team Schnitzer, das Dirk vom 20. auf den zweiten Platz nach vorn gebracht hat. Seine Aufholjagd war einfach fantastisch. Ich hoffe, für die Fans war das erste Rennen des Jahres genauso aufregend und spannend wie für uns. Für Timo Glock tut es mir leid. Am Anfang war er sehr gut unterwegs und konnte sich klasse nach vorn arbeiten. Aber ein neues Team hat eben eine Lernkurve, da gehören Rückschläge einfach dazu. Umso mehr freut es mich, dass sein Teamkollege Marco Wittmann in seinem ersten Rennen von ganz hinten auf Anhieb in die Punkte fahren konnte."

Christian Vietoris (Mercedes AMG ), Platz drei: "Das Rennen hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Mit der Einführung von DRS und den Option-Reifen haben wir Fahrer im Rennen viel zu tun, so macht das Rennfahren noch mehr Spaß. Ich hatte vor dem Start gehofft, ein gutes Rennen zeigen zu können. Aufgrund der verschiedenen Reifen war es schwierig, zu wissen, wo man steht. Zu Beginn des Rennens bin ich etwas zurückgefallen, aber dank unserer sehr guten Boxenstopps und einer fehlerfreien Fahrt gelang es mir, zurückzuschlagen und zum ersten Mal in meiner DTM-Karriere auf das Podium zu fahren. So darf die Saison gerne weitergehen.“"

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Glückwunsch an BMW zu einer starken Leistung und einem verdienten Sieg beim Saisonauftakt. Wir müssen das erste Rennwochenende nun analysieren und unsere Lehren für die kommenden Rennen daraus ziehen. Zur Rennmitte sah es sehr gut für uns aus, aber gegen Ende brach unsere Performance bei einigen Autos auf den harten Reifen etwas ein, was für uns ein bisschen überraschend kam. Besonderes Lob gilt unseren Mercedes-Junioren: Sie haben im Rennen geglänzt und das gesamte Rennwochenende eine tadellose Leistung gezeigt. Christian gelang mit einer starken Leistung sein erster Podestplatz in der DTM und Pascal sammelte als Rookie erste Führungskilometer. Leider hatten er und Daniel am Rennende etwas Pech mit den harten Reifen, aber sie können erhobenen Hauptes nach Brands Hatch reisen."

Timo Scheider (Audi Sport Team Abt), Platz sechs: "Ich hatte einen guten Start. Augusto (Farfus) und ich waren uns aufgrund der Reifensituation einig: Wir wollten die Chance nutzen, vom Feld wegzufahren. Als das DRS aktiv war, hat er mich überholt. Ich wollte danach das DRS nutzen, aber dann kam die Safety-Car-Phase und wir haben nicht die richtige Entscheidung für den Zeitpunkt des Boxenstopps getroffen. So eine Entscheidung passiert in Bruchteilen von Sekunden. Wir hätten heute sicherlich ein Podium oder einen Sieg einfahren können. Wenn man sieht, wie gut unser Speed zum Ende hin war, tut das ganz schön weh."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Die Fans haben einen sehr spannenden Saisonauftakt der DTM erlebt. Der neue DRS-Klappflügel und die Optionsreifen hatten den gewünschten Effekt. Wir haben sehr unterschiedliche Strategien gesehen, harte Zweikämpfe und tolle Überholmanöver. Alle drei Hersteller liegen eng zusammen. Nach unserem Geschmack war der Rennverlauf natürlich nicht. Das wollen wir in 14 Tagen in Brands Hatch ändern."


CS

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