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![]() Gary Paffett holt den ersten Saisonsieg für Mercedes Mike Rockenfeller verläßt die Lausitz als Tabellenführer ![]() Vom 14. bis 16. Juni fand der vierte Saisonlauf der DTM wieder auf heimischen Boden statt. Nach dem Auslandsrennen auf dem österreichischen Red Bull Ring in Spielberg kehrten die Protagonisten wieder nach Deutschland zurück. Diesmal wird auf dem Eurospeedway Lausitz gefahren. Bereits zum 15. Mal ist die Tourenwagenserie auf dem Lausitzring zu Gast. Der Lausitzring liegt im früheren Braunkohleabbaugebiet zwischen Berlin und Dresden. Die Strecke ist 3,478 km lang und wird gegen den Uhrzeigersinn befahren. Sie weist neben einer langen Geraden ein technisch sehr anspruchsvolles Infield mit vielen langsamen Kurven und Schikanen auf. Das Rennen wird über 52 Runden ausgetragen, was einer Renndistanz von 180,856 km entspricht - die zweitkürzeste der gesamten Saison. Nur auf dem Nürburgring fällt die Gesamtdistanz mit 177,821 km kürzer aus. Hier ist BMW bereits im vergangenen Jahr Historisches gelungen. Nach nur zwei Rennen in der Comeback-Saison stand die Marke in der DTM wieder ganz oben auf dem Podest. Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer): "Ich mag diese Strecke wirklich sehr. Dort stand ich 2012 zum ersten Mal für BMW auf der Poleposition und konnte den Sieg feiern. Deshalb habe ich natürlich viele schöne Erinnerungen an diesen Kurs. Aus Fahrersicht ist es ein technisch anspruchsvolles Layout, und man muss die Bremspunkte sehr genau treffen. Mit dem DRS sollten wir dort auch gut überholen können, außerdem liegt der Lausitzring unserem Auto. Auf die besondere Atmosphäre dort freue ich mich ebenfalls. Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Angesichts der aktuellen Bilder von der Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands und Mitteleuropas rückt natürlich der Sport in den Hintergrund. In Gedanken sind wir bei all jenen, die von den Folgen der Flut betroffen sind. Gemeinsam mit der ITR und allen in der DTM vertretenen Herstellern lag es uns am Herzen, die Not der hilfsbedürftigen Menschen zumindest etwas zu lindern. Wir wünschen allen Betroffenen ganz viel Kraft für die Zukunft. Was das Sportliche angeht, haben wir zuletzt in Spielberg ein mehr als außergewöhnliches Rennwochenende mit einem historischen Erfolg für BMW erlebt. Erstmals seit unserem DTM-Comeback 2012 haben es gleich drei BMW Fahrer auf das Podium geschafft. Diese herausragende Mannschaftsleistung macht mich ungemein stolz, insbesondere vor dem Hintergrund der harten Arbeit, die alle im Team in den vergangenen Monaten geleistet haben. Auch wenn der Start in unsere zweite DTM-Saison nahezu perfekt verlaufen ist, sind wir dennoch gut beraten, mit beiden Füßen fest auf dem Boden zu bleiben. In der DTM geht es auch 2013 wieder derart eng zu, dass die Karten auf jeder Strecke völlig neu gemischt werden. Deshalb ist es gut möglich, dass die Dinge schnell auch wieder in eine andere Richtung laufen können. Aus diesem Grund bleiben wir auch am Lausitzring, auf dem wir im vergangenen Jahr den ersten Sieg in unserer Comeback-Saison geholt haben, unserem bewährten Grundsatz treu: Wir wollen zur Stelle sein, wenn sich uns die Chance auf ein Top-Ergebnis bietet. Am Ende der Saison wird dann abgerechnet." Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix): "Das Qualifying auf dem Lausitzring war im vergangenen Jahr ganz gut für mich, das Rennen umso schlechter – neben dem Ausfall beim Finale in Hockenheim das schlechteste des Jahres. Trotzdem bin ich optimistisch. Die Saison lief bisher ganz gut, das Auto hat im Rennen immer gut funktioniert. Lassen wir uns überraschen, was wir in der Lausitz herausfahren." Dieter Gass (Leiter DTM): "Die ersten drei Rennen waren unheimlich eng. Das heißt, es kommt darauf an, sich perfekt vorzubereiten, sich auf das kleinste Detail zu konzentrieren und im entscheidenden Moment alles zusammenzubringen, um am Ende ein gutes Rennergebnis zu erreichen. Dass die Performance des Audi RS 5 DTM grundsätzlich stimmt, haben wir in Hockenheim, Brands Hatch und Spielberg gesehen." Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé): "Der Lausitzring ist eine meiner Lieblingsstrecken, auf der ich mich sehr wohl fühle. In meiner Formel-3-Zeit habe ich dort im Team von Peter Mücke sehr viel getestet. Es gibt eine schnelle und viele langsame Kurven, die man recht hart und spät anbremsen muss. Dabei kommt es auf eine gute Traktion beim Beschleunigen und eine passende Abstimmung der Vorderachse bei niedrigen Geschwindigkeiten an. Wir zeigen immer wieder, dass unser Auto im Rennen gut ist, aber wir müssen uns im Qualifying steigern. Wenn wir weiter vorne starten, können wir auch um Siege kämpfen. Über die Distanz ist unsere Performance wirklich gut. Unser Auto geht sanft mit den Reifen um und unsere Strategie hat mir in dieser Saison schon einige Positionsgewinne eingebracht. Nun gilt es, das Paket weiter zu verbessern." Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé): "Mein Saisonstart verlief nicht nach Wunsch, aber auch solche Phasen gehören im Rennsport dazu. Die positive Nachricht für uns ist: Unsere Rennpace ist gut. Wenn wir uns in den ersten ein, zwei Reihen qualifizieren, können wir auch um die Spitzenplätze mitfahren. Die Wettbewerbsdichte in der DTM ist enorm und jedes Rennwochenende hart umkämpft. Auch auf dem Lausitzring hängt viel davon ab, wie gut wir das Auto im Training am Samstagvormittag abstimmen können. Ich habe schon zwei Mal auf dem Lausitzring gewonnen und bin dort im letzten Jahr Zweiter geworden. Die Temperaturen sind normalerweise recht hoch, weshalb es physisch eines der härtesten Rennen der Saison ist. Der Kurs ist recht winklig und Überholen ist dort eine echte Herausforderung. In meinem Meisterjahr 2005 habe ich Mattias Ekström auf dem Lausitzring 44 Runden lang gejagt, im vergangenen Jahr verhielt es sich mit Bruno Spengler ähnlich. Deshalb bin ich gespannt, wie sich der Einsatz von DRS auf die Überholchancen auswirken wird. Normalerweise sollte es jetzt einfacher sein, den Vordermann erfolgreich anzugreifen." Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Das Hochwasser hat im Einzugsgebiet des Lausitzrings schwere Schäden verursacht und die Auswirkungen auf die Bevölkerung sind noch lange nicht in vollem Maße absehbar. In dieser schweren Zeit wollen auch wir im Rahmen des Rennwochenendes gemeinsam mit der ITR und den anderen an der DTM teilnehmenden Herstellern einen kleinen Beitrag leisten und den Menschen in der Region so gut es geht helfen, die Folgen dieser Naturkatastrophe zu überwinden. Der Lausitzring ist traditionell eine gute Strecke für Mercedes-Benz, auf der wir in der Vergangenheit viele Siege geholt haben. Aber wie ich in diesem Jahr schon einige Male betont habe, können wir uns für die Erfolge von gestern in der Gegenwart nichts mehr kaufen. Wir müssen uns anstrengen und alles geben, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Seit dem letzten Rennen in Spielberg haben wir die Situation genau analysiert und hart gearbeitet, um in der Lausitz sowohl am Samstag im Qualifying als auch am Sonntag im Rennen eine konstant schnelle Pace zu haben. Wenn wir das hinbekommen, bin ich davon überzeugt, dass unsere Fahrer das Talent und den Speed dazu besitzen, unseren Konkurrenten aus Ingolstadt und München erfolgreich die Stirn zu bieten. Leider werde ich an diesem Wochenende nicht am Lausitzring sein. Wie immer, wenn ich nicht persönlich bei der DTM sein kann, wird Wolfgang Schattling, Leiter DTM Management, mich vor Ort vertreten." Das freie Training der DTM stand am Samstagmorgen von 9.20 Uhr bis 10.50 Uhr auf dem Programm. Dieses fand bei herrlichstem Sommerwetter statt. Hier wechselten immer wieder die Positionen. Bei noch 50 Minuten zu fahrender Zeit war Timo Scheider (Audi Sport Team Abt) mit einer Zeit von 1:18,207 Minuten der schnellste Pilot im Feld, gefolgt von Edoardo Mortara (Audi Sport Team Rosberg) und Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline). Der Tabellenführer befand sich zunächst auf Rang elf. Als bester Mercedes-Pilot war Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG) auf Rang sechs unterwegs. Als Pascal Wehrlein (Mercedes AMG) sich auf Platz sieben befand war er haar scharf an der Mauer vorbei geratscht. In den letzten zwanzig Minuten war noch keiner an die Zeit von Timo Scheider herangekommen. Zwischenzeitlich hatte sich Gary Paffett auf Rang zwei geschoben. Hinter ihm lag dann Adrien Tambay (Audi Sport Team Abt)2. Robert Wickens (Stihl Mercedes AMG) auf Platz sechs liegend war unterdessen in seiner 30. Runde etwas auf Abwegen unterwegs. In der Schlußphase hatte Jamie Green (Audi Sport Team Abt Sportline) einiges zugelegt und hatte sich mit einer Zeit von 1:18,104 Minuten auf Rang eins gefahren. Er hatte 32 Runden absolviert. Als das Training zu Ende war hatte niemand die Zeit von Jamie Green unterboten. Hinter ihm lagen Gary Paffett und Timo Scheider. Bruno Spengler lag auf Platz sieben. Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) und Augusto Farfus (BMW Team RBM) mussten sich mit den Plätzen sechs und 22 zufrieden geben. In der Top 10 befanden sich sechs Audi, drei Mercedes und nur ein BMW-Pilot. Für die Fahrer wurde es am Samstagmittag ernst, denn nun mussten sie ihre Startpositionen für das Rennen am Sonntag ausfahren. Dieses Qualifying wird in vier Sessions abgehalten. In der ersten Sitzung die über 16 Minuten geht, begeben sie sich alle auf die Strecke hinaus. In diesen 16 Minuten qualifizieren sich nur die schnellsten 16 von ihnen weiter. Hier konnte sich Mike Rockenfeller direkt in Szene setzen mit einer Zeit von 1:19,856 Minuten. Es dauerte aber nicht lange und er wurde nach hinten durchgereicht. An der Spitze änderten sich immer wieder die Namen. Bei noch zehn Minuten zu fahrender Zeit waren Timo Glock, Mattias Ekström, Marco Wittmann, Gary Paffett und Bruno Spengler nicht mit von der Partie. Der Tabellenführer war auch gerade erst hinaus auf die Strecke gefahren. Als Schnellster war unterdessen Robert Wickens mit einer Zeit von 1:18,173 Minuten unterwegs, gefolgt von Jamie Green und Mike Rockenfeller. Als Christian Vietoris auf seiner schnellen Runde unterwegs war, hatte er sich total verbremst. Zu dieser Zeit lag er auf Rang zwölf. Bruno Spengler hatte sich zwischenzeitlich auf Rang zwei gefahren. Unterdessen war Timo Glock mächtig auf Abwegen unterwegs. Er kam schon am Morgen nicht so ganz zurecht mit der Strecke. In der Schlußphase hatte sich Gary Paffett auf Platz eins gefahren mit einer Zeit von 1:17,920 Minuten, gefolgt von Christian Vietoris und Robert Wickens. Rang vier nahm der Tabellenführer ein. Martin Tomczyk war zu dieser Zeit in die Box gekommen und hatte das Qualifying auf Platz 19 liegend bereits beendet. Bei ihm war der Kühler undicht. Am Ende war niemand schneller als Bruno Spengler mit 1:17,901 Minuten, gefolgt von Gary Paffett und Robert Wickens. Aus dem Raster herausgefallen waren Timo Scheider, Mattias Ekström, Marco Wittmann, Joey Hand, Andy Priaulx und Martin Tomczyk. Nach einer Pause von sieben Minuten ging es dann wieder von vorne los. Jetzt hatten die 16 Fahrer elf Minuten um sich unter die besten zehn zu fahren. Als erster setzte Jamie Green für alle anderen eine Zeit von 1:18,399 Minuten. Beim nächsten Umlauf hatte sich Mike Rockenfeller an die Spitze gesetzt, wurde dann aber von Gary Paffett auf Platz zwei verwiesen. Nachdem alle eine gezeitete Runde gefahren hatten, waren Filipe Albuquerque, Pascal Wehrlein, Timo Glock, Daniel Juncadella und Augusto Farfus nicht mehr mit von der Partie. Miguel Molina war zwischenzeitlich zur Box gekommen, er hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Er wäre eigentlich in dieser Session mit von der Partie gewesen. Jetzt musste er sich mit Startplatz 16 zufrieden geben. In der Schlußphase hatte Gary Paffett wieder das Zepter übernommen. Hinter ihm lagen Robert Wickens und Christian Vietoris. Damit lagen drei Sterne ganz vorne. Bruno Spengler nahm Platz neun ein. In den letzten zwei Minuten hatte sich Mike Rockenfeller auf Rang drei geschoben. Augusto Farfus hatte sich bei noch 57 Sekunden zu fahrender Zeit auf Rang acht geschoben. Pascal Wehrlein hatte es im letzten Moment geschafft unter die besten zehn zu fahren. Es war aber noch Roberto Merhi auf der Strecke und dieser schaffte es Pascal Wehrlein aus dem Raster rauszuschmeissen. Der schnellste Fahrer war Gary Paffett mit einer Zeit von 1:17,618 Minuten, gefolgt von Robert Wickens und Roberto Merhi. Bruno Spengler und Augusto Farfus, die einzigen BMW-Piloten lagen auf den Plätzen acht und fünf. Von den Statplätzen elf bis 15 werden: Pascal Wehrlein, Dirk Werner, Filipe Albuquerque, Timo Glock und Daniel Juncadella starten. In elf Minuten mussten sich die zehn übrig gebliebenen Fahrern nach einer Pause von acht Minuten nun unter die besten Vier fahren. Als Mike Rockenfeller auf seiner schnellen Runde unterwegs war, hatte er zuviel riskiert, denn er war weit von der Strecke abgekommen. Bei noch sieben Minuten zu fahrender Zeit hatte Gary Paffett mit einer Zeit von 1:17,840 Minuten das Zepter übernommen, gefolgt von Robert Wickens und Christian Vietoris. Nach zwei gefahrenen Runden nahm Bruno Spengler Platz vier ein. Die Namen auf Platz vier änderten sich Runde um Runde. Der Tabellenführer versuchte sich unter die besten vier zu fahren. Nach fünf Runden wurde er auf Platz sechs gewertet. Er hatte noch zweieinhalb Minuten um sich unter die besten vier zu fahren. Einen Platz hatte er in der letzten Minute noch gut machen können. An die Zeit von Gary Paffett mit 1:17,463 Minuten war dann niemand herangekommen. Rang zwei, drei und vier gingen an Christian Vietoris, Robert Wickens und Jamie Green. Damit waren drei Mercedes und ein Audi in Q4 gefahren. Bruno Spengler, Mike Rockenfeller, Adrien Tambay, Edoardo Mortara, Roberto Merhi und Augusto Farfus werden von den Startplätzen fünf bis zehn starten. Im nachhinein wurde Augusto Farfus aber um fünf Startplätze noch nach hinten gesetzt, da man falsche Reifen aufgezogen hatte. Die letzten vier Fahrer gingen in umgekehrter Reihenfolge des Einlaufs von Q3 nach einer Pause von nochmals acht Minuten wiederum für nur eine gezeitete Runde auf die Strecke hinaus. Damit ging als erster Jamie Green hinaus und setzte für alle anderen die Meßlatte bei einer Zeit mit 1:18,028 Minuten. Robert Wickens versuchte nun die Zeit von Jamie Green zu unterbieten. In Sektor eins hatte er Zeit gut gemacht. Sektor zwei hatte er Boden verloren. Am Ende war er nur auf Rang zwei gefahren, weil er zu weit raus gekommen war. Christian Vietoris der Dritte im Bunde. Er war in Sektor eins schneller unterwegs als Jamie Green. Auch bei der zweiten Zeitmessung hatte er Zeit gut gemacht. Er konnte sich dann mit 1:17,715 Minuten auf Platz eins fahren. Als Letzter schickte man nun den Briten Gary Paffett hinaus. Bei der ersten Messung hatte er Rückstand. Der Mittelsektor ging auch nicht zu seinen Gunsten aus. Am Ende blieb die Uhr bei 1:17,940 Minuten stehen und dies bedeutete Startplatz zwei. Die Pole-Position hatte Christian Vietoris mit 1:17,715 Minuten inne. Jamie Green und Robert Wickens werden von den Startplätzen drei und vier starten. Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé, Pole Position): "Wir hatten einen schwierigen Saisonstart und wurden zuletzt viel kritisiert. Heute haben wir mit einem starken Mannschaftsergebnis im Qualifying die richtige Antwort gegeben. Persönlich habe ich versucht, in Q4 noch eine Schippe draufzulegen, das ist mir gelungen. Wenn man die letzten Rennen betrachtet, waren wir am Sonntag stets stärker als am Samstag. Unser Ziel war es, hier weiter vorne zu starten. Wir sind allerdings mit unserem normalen Setup gefahren. Ich erwarte also, dass wir auch morgen stark sein werden. Man weiß natürlich nie, wie sich das Rennen entwickeln wird, gerade mit den neuen Option-Reifen, aber ich hoffe, dass wir vorne bleiben und ich meinen ersten Sieg in der DTM einfahren kann. Das wird nicht einfach, aber natürlich will jeder, der vorne startet, auch vorne bleiben." Gary Paffett ( EURONICS Mercedes AMG C-Coupé, 2. Platz): "Mein EURONICS Mercedes AMG C-Coupé Auto war heute überragend, es hat alles gepasst. Die Pole Position wäre definitiv drin gewesen, doch in Kurve vier habe ich leider einen Fehler gemacht. Das tut mir leid für meine Jungs, die an diesem Wochenende super Arbeit geleistet haben. Anders als das Ergebnis vielleicht vermuten lässt, haben wir uns bei der Abstimmung des Autos nicht speziell auf das Qualifying konzentriert. Unsere Vorbereitung sieht immer gleich aus, wir versuchen stets, unser Bestes zu geben. Mein Auto war bereits beim letzten Rennen in Spielberg besser und ich hätte ohne die Probleme aus den Top-5 starten können. Manchmal dauert es eben etwas länger, aber wir sind auf dem richtigen Weg." Jamie Green (Audi Sport Team Abt Sportsline, 3. Platz): "Ich bin sehr glücklich. Nachdem es in den ersten drei Rennen nicht ganz rund lief, ist es schön, dass ich endlich dort bin, wo ich sein sollte. Mit dem Audi erstmals so weit vorn zu sein, nimmt mir viel Gewicht von den Schultern. Es fühlt sich sehr gut an." Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer, Platz 5): "Wir hatten heute Probleme, das perfekte Set-up für unser Auto zu finden. Schon im freien Training waren wir nicht so gut unterwegs. Aufgrund der verkürzten Wochenenden bleibt dann kaum Zeit, für das Qualifying entscheidende Veränderungen vorzunehmen. Aber mein Team hat tolle Arbeit geleistet. Am Ende hat nicht viel gefehlt, um in Q4 zu kommen. Morgen ist ein neuer Tag. Startplatz fünf ist eine gute Ausgangsposition, um anzugreifen. Mal sehen, was das Rennen bringt. Glückwunsch an Christian Vietoris und seine Crew." Wolfgang Schattling, Leiter DTM-Management: "Drei Fahrer in den ersten beiden Startreihen und mit Christian Vietoris die erste Pole Position für einen unserer Mercedes-Junioren - heute hat alles gepasst und ich bin sehr froh, dass uns ein so gutes Mannschaftsergebnis gelungen ist. Hinter Gerhard Ungar und unserer Mannschaft liegen zwei sehr intensive Wochen voller harter Arbeit. Dabei müssen wir zwei Faktoren besonders beachten: Hier auf dem Lausitzring haben wir sehr viel getestet. Diese Daten haben uns natürlich geholfen. Hinzukommt, dass der Lausitzring traditionell ein gutes Pflaster für Mercedes-Benz ist und wir hier in der Vergangenheit schon viele Siege erzielt haben. Die Basis hat bereits gestimmt, wenn man dann den entscheidenden Tick bei der Abstimmung findet, sind solche Top-Ergebnisse wie heute möglich. Das DTM-Wettbewerbsniveau ist enorm hoch. Heute hat es für uns gereicht, dennoch müssen wir mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. So viel steht allerdings schon fest: Morgen erwartet uns ein spannendes Rennen." Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Ich freue mich sehr für Jamie Green, der in seinen ersten drei Rennen für Audi unheimlich viel Pech hatte. Es spricht für ihn, dass er nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat, sondern gemeinsam mit seinem Ingenieur, dem Team und Audi Sport hart gearbeitet hat, um dorthin zu kommen, wo wir ihn erwartet haben: nämlich ganz weit nach vorn." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Natürlich sind wir mit diesem Qualifying nicht zufrieden. Positiv ist, dass es Bruno Spengler trotz der offensichtlichen Schwierigkeiten, die wir hier auf dem Lausitzring hatten, auf Platz fünf geschafft hat. Lediglich zehn Tausendstelsekunden haben ihm zum Einzug ins Q4 gefehlt. Das Set-up hat einfach von Anfang an nicht richtig gepasst. Also mussten wir ziemlich drastische Veränderungen vornehmen, die für einige Fahrer besser, für andere weniger gut funktioniert haben. Gratulation an Mercedes-Benz und Christian Vietoris zur Poleposition. Dieses Ergebnis ist ein weiterer Beleg dafür, wie eng es in der DTM zugeht. Man muss sich jeden Erfolg hart erarbeiten, alles muss perfekt zusammenpassen. Wenn das nicht der Fall ist, dann sind die Konkurrenten sofort zur Stelle. Morgen im Rennen werden die Karten jedoch neu gemischt." Als die Fahrer sich zu ihrem vierten Saisonlauf in ihre Startaufstellung begeben wollten, hatte es zuvor eine neue Startaufstellung gegeben und zwar wurde Timo Glock um drei Plätze nach hinten versetzt, weil er beim Verlassen der Boxengasse im Qualifying einen anderen Kontrahenten behindert hatte. Er steht damit in der neunten Startreihe. Eine Strafversetzung von fünf Plätzen hatte Augusto Farfus erhalten, weil er die falschen Reifen benutzt hatte. Er nimmt daher das Rennen von Platz 15 aus auf. Folgende Piloten wurden sogar um zehn Startplätze nach hinten gesetzt. Es waren: Joey Hand, Marco Wittmann, Martin Tomczyk und Andy Priaulx. Dort hatte man im Parc Ferme am Auto gearbeitet. Sie werden daher aus der zehnten und elften Startreihe aus das Rennen aufnehmen. Folgende acht Fahrer hatten die Option Tyres aufgezogen: Christian Vietoris, Gary Paffett, Jamie Green, Bruno Spengler, Pascal Wehrlein, Miguel Molina, Marco Wittmann und Andy Priaulx. Die anderen waren zunächst mit den Standard-Reifen unterwegs. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start bei herrlichstem Sommerwetter ohne große Probleme. Der Pole-Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn Gary Paffett hatte die Führung übernommen. Einige der Fahrer waren in der ersten Kurve bereits über die Streckenbegrenzung gefahren. Bruno Spengler hatte bereits einen Rang gut gemacht. Überall im Feld wurden harte Zweikämpfe ausgetragen. Zwischenzeitlich hatte sich der Führende bereits mit einigen Wagenlängen vom übrigen Feld abgesetzt. In der dritten Runde hatte Pascal Wehrlein sich Edoardo Mortara zurecht gelegt und zog innen an ihm vorbei auf Platz neun. Mike Rockenfeller auf Platz sechs hatte eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich. Nach vier Runden kamen Robert Wickens, Adrien Tmabay, Edoardo Mortara, Daniel Juncadella und Martin Tomczyk schon in die Box und wechselten die Reifen. Die nächsten vier Fahrer die herein kamen waren: Filipe Albuquerque, Timo Scheider, Mattias Ekström und Joey Hand.> Die ersten sieben Piloten hatten noch keinen Reifenwechsel vorgenommen. Gary Paffett hatte seinen Vorsprung bereits auf 2,8 Sekunden ausgebaut. Andy Priaulx auf Platz vierzehn liegend hatte eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts erhalten. Nach acht Runden waren Mattias Ekström und Timo Scheider hereingekommen. Das Fahrzeug des Red-Bull-Piloten musste zunächst angeschoben werden. Beim nächsten Umlauf war auch Augusto Farfus hereingekommen und wechselte die Reifen. Bei einem Zweikampf zwischen Andy Priaulx und Martin Tomczyk zog Letzterer den Kürzeren. Er wurde nämlich umgedreht. Um die achte Position ging es zwischen Mike Rockenfeller und Robert Wickens zur Sache. Der Mercedes-Pilot musste absolute Kamplinie fahren. Zwischenzeitlich hatte sich Bruno Spengler bis auf 0,9 Sekunden an Jamie Green auf Rang drei herangearbeitet. Timo Scheider, Filipe Albuquerque, Mattias Ekström, Timo Glock und Joey Hand auf den Rängen 19 bis 22 hatten ihre beiden Stopps schon hinter sich gebracht. In der 18. Runde war Adrien Tambay über die Streckenbegrenzung hinaus gegangen und dies konnte Edoardo Mortara ausnutzen und zog vorbei auf Platz elf. Auch der zweite Stopp von Augusto Farfus ging glatt und er kam auf Platz 20 wieder auf die Strecke zurück. Mattias Ekström hatte Ende der Start und Zielgeraden mit Timo Scheider kurzen Prozess gemacht. Er kam mit viel Überschuß an und zog dann innen an ihm vorbei auf Platz 18. Bruno Spengler auf Rang drei hatte immer noch keinen Weg gefunden an Jamie Green vorbeizugehen. Der Tabellenführer kam nach 23 absolvierten Runden zum ersten Boxenstopp herein. Er reihte sich dann hinter Robert Wickens und Mike Rockenfeller auf Platz sieben wieder ein. Hinter ihm tobte dann der Kampf zwishen Roberto Merhi und Adrien Tambay. Beim nächsten Umlauf kam auch der Drittplatzierte Jamie Green herein. Er schaffte es wieder vor dem Tabellenführer aus der Box zu kommen. Mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden kam der Führende herein und konnte vor den zwei Streithähnen Mike Rockenfeller und Robert Wickens wieder auf die Strecke hinaus kommen. Zwischenzeitlich hatte Mike Rockenfeller sich gegenüber Robert Wickens Luft verschaffen können. Rundenlang hatte dieser Zweikampf angedauert. Im nachhinein konnte der Mercedes-Piliot den Audi-Fahrer aber nicht halten. Gary Paffett führte nach 28 Runden das Feld wieder an, gefolgt von Mike Rockenfeller und Christian Vietoris. Daniel Juncadella und Adrien Tambay lieferten sich einen harten aber fairen Kampf um Platz sechs. Der Audi-Pilot konnte den Mercedes-Fahrer nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Pascal Wehrlein wurde bei noch 31 Minuten zu fahrender Zeit von Dirk Werner unter Druck gesetzt. Hier ging es um die zehnte Position. In der 34. Runde konnte Dirk Werner Ende Start und Ziel aus dem Windschatten herausfahren und sich auf Platz neun fahren. Roberto Merhi und Adrien Tambay tauschten beim Durchfahren der Kurve etwas den Lack aus. Hier konnte sich dann der schwarze Merdeces von Roberto Merhi durchsetzen und zog vorbei. Zwischenzeitlich hatte Mattias Ekström Adrien Tambay schon niedergerungen und machte sich nun über Pascal Wehrlein her. Es dauerte nicht lange und Mattias Ekström hatte sich auf Platz elf gefahren, nachdem Pascal Wehrlein die Türe zu weit aufgemacht hatte. Im gleichen Moment schlüpfte auch noch Adrien Tambay hindurch. Zu dieser Zeit hatte man den Tabellenführer zu seinem zweiten Stopp hereingeholt. Zwölf Runden vor Schluß kam der Führende zum zweiten Mal in die Box. Nachdem Mike Rockenfeller seinen zweiten Stopp absolviert hatte kam er wieder hinter dem Briten Gary Paffett auf die Strecke zurück. Der zweite Boxenstopp von Pascal Wehrlein war nicht ganz optimal. Man musste bei ihm auch noch etwas den Kühler reinigen. Mattias Ekström konnte auf der Start und Zielgeraden mit Überschuß an Roberto Merhi vorbeiziehen und lag damit auf Rang zehn. Der Führende Gary Paffett hatte sich wieder einen Vorsprung von 1,7 Sekunden erarbeitet. Es standen noch acht Runden auf der Uhr. Hinter ihm lagen Mike Rockenfeller und Robert Wickens. Als bester BMW-Pilot war Bruno Spengler auf Platz sechs unterwegs. In der Schlußphase musste Bruno Spengler sich noch den Attacken von Daniel Juncadella zur Wehr setzen. Mattias Ekström auf Platz neun hatte noch keinen Weg gefunden an Edoardo Mortara vorbeizugehen. In der 48. Runde presste sich Daniel Juncadella mit der Brechstange an den Tabellenführer vorbei. Von alledem bekam Gary Paffett nichts mit, denn er hatte sich mit 4,2 Sekunden auf und davon gemacht. Marco Wittmann war an Miguel Molina vorbeigezogen und hatte somit Platz vierzehn eingenommen. Edoardo Mortara hatte in den letzten acht Minuten Mattias Ekström nicht halten können und musste diesen ziehen lassen. Mike Rockenfeller und Christian Vietoris auf den Plätzen zwei und drei fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Unterdessen wurde Miguel Molina nach hinten durchgereicht. Er lag zwei Runden vor Schluß nur noch auf Platz 17. Nach 52 Runden wurde Gary Paffett mit einem Vorsprung von 6,8 Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Mike Rockenfeller und Christian Vietoris. Der Tabellenführer konnte sich auf den letzten Metern gegenüber Mattias Ekström durchsetzen und sah die Ziellinie auf Platz sieben und war damit auch bester BMW-Pilot. Die Meisterschaft führt nun Mike Rockenfeller mit 59 Punkten an vor Bruno Spengler, der ebenfalls 59 Punkte hat, gefolgt von Gary Paffett mit 47 Punkten. In der Teamwertung liegt BMW Team Schnitzer mit 81 Zähler auf Rang eins vor Stihl/AMG Mercedes mit 67 und Audi Sport Team Phoenix mit 59 Zähler. Auch in der Konstruktionswertung hat BMW mit 177 Punkte die Nase vorne, gefolgt von Mercedes-Benz mit 126 und Audi mit 101 Punkten. ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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