Hockenheim
27.04. - 29.04.2012

Brands Hatch / GB
17.05. - 19.05.2013

Red Bull Ring / A
31.05. - 02.06.2013

Lausitzring
14.06. - 16.06.2013

Norisring
12.07. - 14.07.2013

Moskau / RUS
02.08. - 04.08.2013

Nürburgring
16.08. - 18.08.2013

Oschersleben
13.09. - 15.09.2013

Zandvoort / NL
27.09. - 29.09.2013

Hockenheim
18.10. - 20.10.2013


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Dreifach-Sieg für BMW
Bruno Spengler veläßt die Steiermark als Tabellenführer

Vom 31. Mai bis 02. Juni gastiert die DTM zum dritten Mal in Österreich und zwar in der Steiermark. Nach dem ersten Auslandsrennen auf der Insel in Brands Hatch, ist es das zweite Auslandsgastspiel. Gefahren wird auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring, er zählt zu der zweitlängsten Strecke im Rennkalender und hat wegen seiner großen Höhenunterschiede eine ganz eigenwillige Charakteristik. Die Anforderungen an Fahrer und Autos könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Brands Hatch eine Abtriebsstrecke war, ist in Spielberg vor allem aerodynamische Effizienz gefragt. Besonders spektakulär wird der Einsatz des "Drag Rduction Systems" hier werden, mit dem der Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach gestellt werden kann. Gleich drei Geraden mit anschließenden engen Kurven bieten sich in Spielberg nahezu ideal für den Einsatz des Systems an, das dem Verfolger einen Geschwindigkeitsvorteil verschafft und so das Überholen erleichtert. Spannende Manöver sind garantiert. Als Tabellenführer kommt Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) mit 29 Punkte hierher gereist, gefolgt von Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer ) mit 28 und Augusto Farfus (BMW Team RBM) mit 25 Punkte. Auf Rang vier befindet sich der beste Mercedes-Pilot mit Gary Paffett (Euronics Mercedes AMG) mit 20 Punkten.

Die Feuertaufe hat der Audi RS 5 DTm bereits in Brands Hatch bestanden. Die Audi-Mannschafft will an diesem Wochenende nachlegen, denn die Steiermark ist ein gutes Pflaster für die Ingolstädter. Bei beiden Rennen seit der Wiedereröffnung stand ein Audi-Pilot ganz oben auf dem Podium. In der vergangenen Saison war das DTM-Rennen in Spielberg ein Thriller. Martin Tomczyk überquerte als Zweiter die Ziellinie und errang seine erste Podestplatzierung als BMW Werksfahrer. Auch Joey Hand feierte eine Premiere. Der US-Amerikaner sammelte als Neunter seine ersten beiden DTM-Punkte. Pech dagegen hatte der spätere Champion Bruno Spengler. Er musste seinen BMW Bank M3 DTM in Folge mehrerer Attacken durch die Konkurrenz nach dem zweiten Boxenstopp in der Garage abstellen. Hier auf dem Red Bull Ring will BMW Motorsport seine Erfolgsserie nach einem Sieg und zwei zweiten Plätzen in den ersten beiden Rennen der Saison 2013 fortsetzen. Vor dem Rennen in Österreich führt BMW Team Schnitzer die Teamwertung mit 46 Zähler an vor BMW Team RBM mit 41 und Stihl/AMG Mercedes mit 34 Zähler.

Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix): "Spielberg ist eine sehr schöne Strecke, auf die ich mich freue. Schon vergangenes Jahr haben wir ein spannendes Rennen mit vielen Überholmanövern erlebt. Jetzt, mit dem DRS und den Optionsreifen, gibt es bestimmt noch mehr Action. Nach dem Erfolg in Brands Hatch kann ich es natürlich kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu gehen und um den nächsten Sieg zu kämpfen."

Dieter Gass (Leiter DTM): "Wir haben gute Erinnerungen an Spielberg, denn wir waren dort in den vergangenen beiden Jahren sehr stark. Besonders für Edoardo (Mortara) bedeutet das sicherlich eine zusätzliche Motivation. Wir haben unser Auto seit 2012 leicht modifiziert und sind deshalb optimistisch, dass wir wieder eine gute Leistung zeigen werden."

Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer): "In Spielberg gehe ich immer sehr gerne an den Start. Die Fans sind super und sorgen für eine einmalige Atmosphäre. Die Strecke ist in eine wunderschöne Berglandschaft eingebettet. Diese Nähe zur Natur macht den Kurs einzigartig. Der Red Bull Ring gleicht einer Berg- und Talbahn. Zudem weist er viele schnelle Kurven, aber auch harte Bremspunkte auf – ein perfekter Kompromiss. Es macht großen Spaß, dort zu fahren. Ich freue mich schon jetzt riesig auf das Wochenende."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Mit dem bisherigen Verlauf der Saison können wir mehr als zufrieden sein. Nach zwei Rennen haben wir bereits einen Sieg und zwei zweite Plätze auf dem Konto. Alle vier Teams sowie unsere acht Fahrer zeigen bisher viel versprechende Leistungen. Natürlich hatten wir beim vergangenen Rennen in Brands Hatch hier und da auch ein wenig Pech. Aber alles in allem hätten wir uns kaum einen besseren Start in unser zweites DTM-Jahr wünschen können. Aber wir wissen, dass wir uns den Erfolg auf der Strecke in jedem Rennen aufs Neue hart erarbeiten müssen. Das gilt auch für die anstehende Aufgabe in Spielberg. Die Steiermark ist ein toller Gastgeber. Daher freuen wir uns sehr darauf, dass der Red Bull Ring auch in dieser Saison wieder im DTM-Rennkalender vertreten ist. Das DRS und die Optionsreifen dürften auf dieser Strecke wieder eine größere Rolle spielen als zuletzt in Brands Hatch."

Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé): "Der Saisonstart könnte kaum abwechslungsreicher sein: Nach dem kurzen und winkligen Kurs in Brands Hatch erwartet uns in Spielberg eine der längsten und schnellsten Strecken des Jahres. Im vergangenen Jahr bin ich dort ein gutes Rennen gefahren und holte als Dritter meinen ersten DTM-Podestplatz auf dieser Strecke. An dieses Ergebnis würde ich gerne mit meiner ersten Podiumsplatzierung in diesem Jahr anknüpfen - am liebsten natürlich zwei Plätze besser als vor einem Jahr. Unsere Rennpace war in Brands Hatch stark, in Spielberg wollen wir - wie im Vorjahr - auch im Qualifying wieder ganz vorne mitmischen."

Toto Wolff (Mercedes-Benz Motorsportchef): "Im Verlauf der Saison bin ich mit der DTM und der Formel 1 in so vielen Ländern der Welt unterwegs, dass ich mich sehr darauf freue, in Spielberg einmal ein Rennen in meiner österreichischen Heimat zu erleben. Die Atmosphäre vor vollen Tribünen auf dem Red Bull Ring ist in jedem Jahr aufs Neue fantastisch und die Strecke bietet eingebettet in die Berglandschaft eine einzigartige Kulisse im DTM-Kalender. In den ersten beiden Saisonrennen erzielten wir jeweils eine Podiumsplatzierung, in Spielberg würden wir nun gerne zum ersten Mal in dieser Saison ganz oben stehen. Gary Paffett ist nach seiner Strafe in Brands Hatch zusätzlich motiviert, seinen ersten Saisonsieg zu holen, aber auch unsere Mercedes-Junioren haben in den ersten beiden Läufen gezeigt, dass Podiumsplatzierungen möglich sind."

Am Samstagmorgen begaben sich die Fahrer zum ersten Mal auf die 4,326 Kilometer lange Strecke um ihr freies Training von 90 Minuten unter die Räder zu nehmen. Gegenüber dem Freitag hatte sich das Wetter gebessert. Es war trocken und die Temperaturen waren auch etwas gestiegen. Zunächst wechselten die Positionen immer wieder. Bei noch zwölf Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Filipe Albuquerque (Audi Sport Team Rosberg) mit einer Zeit von 1:25,664 Minuten und 27 gefahrenen Runden an die Spitze gesetzt, gefolgt von Adrien Tambay (Audi Sport Team Abt) und Edoardo Mortara (Audi Sport Team Rosberg). Der Tabellenführer befand sich auf Rang sechs. Der beste BMW-Pilot war zu dieser Zeit Timo Glock (BMW Team MTEK) auf Platz vier.

Mit Daniel Juncadella (Stern Mercedes AMG) war der schnellste Mercedes-Fahrer auf Rang zwölf unterwegs. In den letzten Minuten war Edoardo Mortara etwas auf Abwegen geraten. Er räuberte mächtig über die Curbs. Zur gleichen Zeit war Pascal Wehrlein (Mercedes AMG) mit technischen Problemen in langsamer Fahrt unterwegs und stand dann plötzlich auf der Strecke. Nachdem die Uhr auf Null stand, war Joey Hand (BMW Team RBM) nach 37 Runden mit einer Zeit von 1:25,407 Minuten der schnellste Pilot im Feld, gefolgt von Mike Rockenfeller und Filipe Albuquerque. Als bester Mercedes-Pilot hatte sich Daniel Juncadella auf Rang 15 platziert. Der amtierende Meister musste sich zunächst mit Platz neun zufrieden geben.

Am späten Samstagnachmittag wurde es dann für die Piloten ernst, denn nun standen die vier Sessions auf dem Programm, in denen die Startaufstellung ausgefahren wird. In der ersten Sitzung gehen alle Fahrer hinaus auf die Strecke. In 16 Minuten haben sie Zeit sich unter die schnellsten 16 zu fahren. Diese kommen dann in Q2 weiter. Als erster ging Mike Rockenfeller auf die Strecke, gefolgt von Jamie Green. Er setzte für alle anderen eine Zeit von 1:26,034 Minuten, gefolgt von Jamie Green und Miguel Molina. Bei dieser Reihenfolge sollte es aber lange nicht bleiben. Immer wieder wechselten die Positionen.

Nach vier gefahrenen Runden hatte sich Filipe Albuquerque mit einer Zeit von 1:25,066 Minuten an die Spitze gesetzt. Nachdem dann alle auf der Strecke waren, hatten sich bei noch sieben Minuten zu fahrender Zeit Bruno Spengler, Mattias Ekström, Roberto Merhi, Joey Hand, Andry Priaulx und Dirk Werner nicht qualifiziert um in Q2 zu kommen. Als Daniel Juncadella auf seiner schnellen Runde unterwegs war, hatte er zuviel riskiert, mit der Folge dass das Auto etwas quer kam. Damit war in diesem Moment nur Rang dreizehn für ihn drin. Als die Zeit abgelaufen war hatte sich Marco Wittmann mit einer Zeit von 1:24,836 Miuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Bruno Spengler und Edoardo Mortara. Aus dem Raster herausgefallen waren: Jamie Green, Adrien Tambay, Joey Hand, Miguel Molina, Roberto Merhi und Andy Priaulx.

Nach einer Pause von sieben Minuten ging es dann wieder von vorne los. Die 16 übrig gebliebenen Fahrer hatten elf Minuten Zeit sich unter die schnellsten zehn zu fahren. Nach zwei absolvierten Runden war Filipe Albuquerque mit einer Zeit von 1:25,062 Minuten der schnellste Pilot im Feld. Hinter ihm lagen Bruno Spengler und Gary Paffett. Bei noch fünf Minuten zu fahrender Zeit wechselten die Positionen immer noch. Zu diesem Zeitpunkt waren nicht mehr mit dabei: Daniel Juncadella, Mike Rockenfeller, Christian Vietoris, Marco Wittmann und Robert Wickens.

Zwischenzeitlich hatte sich Bruno Spengler an die Spitze gefahren. Hinter ihm lagen nun Augusto Farfus und Edoardo Mortara. Als die schwarz/weiß karrierte Flagge geschwenkt wurde, hatte niemand die Zeit von Bruno Spengler mit 1:24,675 Minuten knacken können. In der letzten Runde schaffte Timo Scheider es sich auf Rang neun zu schieben. Das gleiche galt für Mike Rockenfeller, der nahm Platz acht ein. Von den Startplätzen elf bis 16 werden damit Dirk Werner, Pascal Wehrlein, Timo Glock, Daniel Juncadella, Mattias Ekström und Christian Vietoris starten.

Marco Wittmann hatte es in seiner letzten Runde geschafft sich auf Platz zwei zu platzieren und war damit weiter gekommen. Timo Scheider kam nicht weiter und steht damit auf Startplatz fünf. Am Ende war niemand an die Zet von Bruno Spengler herangekommen. Timo Scheider, Filipe Albuquerque, Robert Wickens, Mike Rockenfeller und Martin Tomczyk werden von den Startplätzen fünf bis neun aus ins Rennen gehen. Gary Paffett nimmt das Rennen aus der fünften Startreihe aus auf, da er nicht an Q3 teilnehmen konnte, weil bei seinem Fahrzeug Leistungsverlust festgestellt worden war.

Die letzten vier Fahrer hatten nun nur eine gezeitete Runde, um sich auf die Pole zu fahren. Sie werden in umgekehrter Reihenfolge aus Q3 auf die Reise geschickt. Damit musste Augusto Farfus vor Edoardo Mortara, Marco Wittmann und Bruno Spengler als Erster hinaus und legte für die anderen drei die Meßlatte bei 1:25,183 Minuten. Bei ihm waren die Reifen noch nicht auf Temperatur und dann hatte er auch noch ein paar kleine Fehler. Das würde für die Pole nicht reichen. Edoardo Mortara war nun der Nächste, der versuchte nach der Pole zu greifen. Ausgesprochen knapp reichte es sich um auf Platz eins zu schieben und zwar mit einer Zeit von 1:25,056 Minuten.

Den Dritten den man auf die Strecke hinausschickte war der Rookie Marco Wittmann. Mit 59/1000stel Sekunden reichte es ihm sich vor Edoardo Mortara auf Platz eins zu schieben. Als Letzter war nun der amtierende Meister an der Reihe. Der erste Sektor ging zu seinen Gunsten aus. Beim zweiten Meßpunkt ließ er Zeit liegen. Am Ende hatte es dann gereicht und er holte sich mit 1:24,836 Minuten die Pole, gefolgt von Marco Wittmann und Edoardo Mortara. Augsto Farfus wird von Rang vier aus ins Rennen gehen. In der ersten Startreihe hatten sich zwei BMW-Piloten platziert. Der beste Mercedes-Pilot stand mit Robert Wickens in der vierten Startreihe.

Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer, Platz 1): "Ich freue mich total über diese Poleposition, meine erste in dieser Saison. Das Qualifying ist sensationell gelaufen. Ich hatte ein fantastisches Auto, konnte in jeder Phase pushen. Mein BMW Bank M3 DTM hat genau das gemacht, was ich wollte. Allerdings sind erst 50 Prozent des Jobs erledigt, morgen geht es um die Punkte. Und die Jungs hinter mir haben DRS und werden alles versuchen, mich zu überholen."

Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 2): "Schon nach dem dritten Qualifying meiner DTM-Karriere aus der ersten Startreihe ins Rennen zu gehen, ist einfach sensationell. Ich bin überglücklich und freue mich vor allem für mein BMW Team MTEK, das einen tollen Job gemacht hat. Insgesamt hat BMW Motorsport ein großartiges Qualifying gezeigt. Für das Rennen morgen sind wir gut gerüstet. Schon in Hockenheim und Brands Hatch war meine Pace im Rennen sehr gut. Ich freue mich auf den Lauf in Spielberg. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben. Mal sehen, wie das Wetter mitspielt."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Was für ein Wahninns-Qualifying für BMW! Bruno Spengler als Champion auf Pole, Rookie Marco Wittmann direkt dahinter auf Platz zwei, dazu Augusto Farfus als Vierter – wir sind alle super happy. Noch nie zuvor seit unserem Comeback sind wir mit drei Fahrern in die Top-4 gefahren. Das BMW Team Schnitzer hat sich ganz souverän durch das Qualifying gearbeitet. Unser neues BMW Team MTEK hat einen fantastischen Job gemacht, das freut mich ganz besonders. Ein Riesen-Kompliment an die ganze Mannschaft, das war eine ganz starke Vorstellung. Heute hat das Wetter gehalten, aber morgen kann viel passieren."

Edoardo Mortara (Audi sport Team Rosberg, Platz 3): "Es war ein gutes Qualifying, ich habe alles aus dem Auto herausgeholt. Die erste Runde in Q1 war nicht großartig. Danach habe ich hundertprozentig Druck gemacht und mir sind keine Fehler unterlaufen. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Leider gibt es eine Lücke zu Bruno (Spengler) und den beiden BMW. Aber wir geben weiterhin alles, um ganz nach vorn zu kommen."

Dieter Gass (Leiter DTM): "Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge: Wir wollten versuchen, uns hier als Mannschaft geschlossener weiter vorn präsentieren. Das ist uns mit drei Audi in den ersten drei Reihen geglückt. Leider hat es dieses Mal nicht ganz gereicht, um in die erste Startreihe zu kommen. Aber es ist vorn sehr eng. Ich glaube, wir sind noch in einer guten Ausgangsposition."

Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG C-Coupé, 7. Platz): "Das war heute ein schwieriges Qualifying, aber es lief aus meiner Sicht immerhin besser als zuletzt in Brands Hatch. Meine erste Runde im Q3 begann fantastisch, aber dann machte ich in Kurve sechs einen Fehler. Wer weiß, vielleicht hätte es sonst für das Weiterkommen ins Q4 gereicht? Wenn man bedenkt, dass ich vor zwei Wochen von Startplatz 13 aufs Podium gefahren bin, bin ich heute mit Platz sieben durchaus zufrieden."

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Gratulation an BMW, sie sind im Moment sehr stark und haben uns derzeit etwas voraus. Wir können mit dem Rennwochenende in Brands Hatch und dem heutigen Qualifying hier in Spielberg nicht zufrieden sein, aber in unserem Team sind alle Kämpfer und echte Racer und wir wollen schon morgen im Rennen zurückschlagen. Ich bin zuversichtlich, dass Gerhard Ungar und seine Mannschaft das hinbekommen und wir dieses kleine Zwischentief gemeinsam überwinden werden. Für Gary ist es heute leider unglücklich gelaufen, aber auch er hat auf dieser Strecke mit einigen Überholmöglichkeiten noch alle Chancen, ein gutes Ergebnis einzufahren. Das wird ein spannendes Rennen."

Ihren dritten Lauf in der Saison nahmen die Fahrer am Sonntagmittag unter die Räder. Bevor man in die Startaufstellung fuhr fing es leicht an zu regnen. Dieser hörte aber schon nch kurzer Zeit wieder auf. Drei Piloten waren um fünf Startplätze nach hinten gesetzt worden, weil sie in der Gelbphase zu schnell unterwegs waren. Es waren Mike Rockenfeller, Paul Green und Andy Priaulx. Sie werden daher von den Rängen dreizehn, 21 und 22 starten. Dreizehn Piloten hatten beim Start die Option-Tyres aufgezogen. Die ersten zehn Fahrer waren auf den Option-Tyrers unterwegs. Es waren: Bruno Spengler, Edoardo Mortara, Timo Scheider, Robert Wickens, Pascal Wehrlein, Marco Wittmann, Augusto Farfus, Filipe Albuquerque und Martin Tomczyk. Aus den hinteren Reihen waren es: Miguel Molina, Jamie Green und Andy Priaulx. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte weiter das Feld an. In der ersten Kurve mussten bereits aus dem hinteren Feld einige weit nach außen. Marco Wittmann hatte einen Platz verloren. Überall im Feld wurden schon harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Martin Tomczyk hatte Boden gut gemacht. Er war bis auf Rang fünf nach vorne gefahren. Nach der ersten Runde führte Bruno Spengler mit einem Vorsprung von 1,4 Sekunden, gefolgt von Edoardo Mortara und Marco Wittmann.

Das Trio hinter dem Führenden hatte sich ein wenig vom übrigen Feld abgesetzt. Im Verlauf der dritten Runde waren sich Jamie Green und Daniel Juncadella nicht ganz einig, mit der Folge das der Mercedes-Pilot sich drehte und Plätze verlor. Zwischenzeitlich hatte Marco Wittmann sich seinen zweiten Platz wieder zurückgeholt. Hinter ihm lieferten sich Edoardo Mortara und Augusto Farfus einen harten Zweikampf. Es dauerte nicht lange und dieses Gespann war wieder an Marco Wittmann dran. Nach vier gefahrenen Runden kamen schon Dirk Werner, Joey Hand, Timo Glock, Mike Rockenfeller und Robert Wickens zum ersten Stopp herein. Unterdessen hatte sich Martin Tomczyk mit der Brechstange innen an Timo Scheider vorbeigedrängt und nahm Platz fünf ein. In der Anfangsphase hatten Gary Paffett und Robert Wickens etwas den Lack ausgetauscht. Danach lehnte sich dann auch Felipe Albuquerque an den Briten an. Mattias Ekström hatte zu dieser Zeit die Box aufgesucht. Edoardo Mortara erhielt von der Rennleitung das Zeichen, dass er einen Platz zurücksetzen muß, da er sich durch Abkürzen der Strecke einen Vorteil verschafft hatte. Als bester Mercedes-Pilot war nach acht Runden Robert Wickens auf Rang sechs unterwegs. Martin Tomczyk war zurückgereicht worden und zwar bis auf Platz acht. Zuvor hatte er einen harten Kampf mit Gary Paffett ausgetragen. Hier tauschte man leicht den Lack aus. Der BMW-Pilot musste auch weit nach außen, um eine Kollision zu vermeiden.

Joey Hand hatte in der elften Runde plötzlich nach seinem Boxenstopp seinen voderen linken Reifen verloren. Er hatte noch Glück, das er das Fahrzeug auf der Strecke halten konnte und wenig später dann neben der dieser ausrollte. An der Spitze war der Vorsprung des Führenden geschrumpt, denn Marco Wittmann war auf 0,8 Sekunden heran gekommen. Nachdem Martin Tomczyk nach seinem ersten Stopp wieder auf die Strecke hinaus ging, ging es zwischen ihm und Christian Vietoris zur Sache. Er konnte zunächst den Mercedes-Piloten noch nicht niederringen. Andy Priaulx war von Rang 22 aus ins Rennen gegangen und hatte sich bereits bis auf Platz zwölf nach vorne gearbeitet. Zu dieser Zeit erhielt Gary Paffett eine Boxenstrafe von zwei Sekunden. Nach dreizehn Runden waren die ersten zwölf Fahrer noch nicht zu ihrem ersten Stopp hereingekommen. Im Verlauf der 15. Runde hatte Martin Tomczyk sich einen Kampf mit Roberto Merhi und Daniel Juncadella geliefert. Bei dieser Aktion erhielt er dann von Roberto Merhi einen kleinen Schubser hinten aufs Heck mit der Folge, das der BMW-Pilot sich hinausdrehte und leicht einschlug. Martin Tomczyk konnte seine Fahrt aber wieder aufnehmen und zwar auf Rang 21. Timo Glock hatte es zu dieser Zeit geschafft an Andy Priaulx vorbeizugehen und fuhr damit auf Paltz neun. Jamie Green, den man auch um fünf Startplätze nach hinten gesetzt hatte, befand sich auf Rang sieben. Er hatte aber noch keinen Boxenstopp erledigt.

Mike Rockenfeller hatte Timo Scheider niederringen können und versuchte nun den Anschluß an Andy Priaulx zu bekommen. Bruno Spengler hatte sich wieder Luft verschaffen können und war mit 1,9 Sekunden auf und davon gefahren. Roberto Merhi musste zehn Sekunden in der Box stehen, weil er Martin Tomczyk umgedreht hatte. Mike Rockenfeller hatte nach 20 Runden Andy Priaulx niedergerungen. Dieser machte nun einen kleinen Fehler, er kam zu weit nach außen und Timo Scheider konnte vorbeiziehen. Aus der Spitzengruppe war nun Edoardo Mortara zu seinem ersten Stopp hereingekommen. Danach reihte er sich auf Rang acht wieder ein. Hinter ihm lag Augusto Farfus, der kurz zuvor seinen Stopp absolviert hatte. Marco Wittmann holte sich nach 22 Runden die harten Reifen und musste sich auf Rang sieben einsortieren. Jetzt kam es zu einem Kampf zwischen Edoardo Mortara und Marco Wittmann. Auch hier tauschte man etwas den Lack aus. Im nachhinein hatte sich Marco Wittmann durchgesetzt und zog an dem Italiener vorbei. Nach diesem Zweikampf wurde Edoardo Mortara noch mal in die Box zitiert. Mattias Ekström ,Adrien Tambay, Edoardo Mortara und Filipe Albuquerque waren die einzigen Fahrer, die ihre zwei Stopps schon hinter sich hatten. Sie lagen auf den Rängen 18 und 19. Dafür waren Bruno Spengler, Gary Paffett, Pascal Wehrlein, Jamie Green und Miguel Molina die ersten fünf die noch gar nicht in der Box gewesen waren.

Der Führende hatte seinen Vorsprung auf 11,5 Sekunden ausgebaut. Martin Tomczyk hatte bereits seine zwei Stopps absolviert, war aber nur auf Rang 21 unterwegs. Das Fahrzeug hatte beim Einschlag wohl doch etwas abbekommen. Nach 28 Runden kam der Führende zu seinem ersten Stopp herein. Er kam vor Miguel Molina und Timo Glock auf Rang vier wieder auf die Strecke zurück. Bei noch 32 Minuten zu fahrender Zeit führte Pascal Wehrlein vor Jamie Green und Bruno Spengler. Die ersten beiden mussten aber ihre zwei Boxenstopps noch hinter sich bringen. Nach 30 Runden kam Jamie Green herein. Bei ihm gab es Probleme, denn der Stopp dauerte sehr lange. Martin Tomczyk war zu dieser Zeit in die Box gekommen und gab dort das Rennen früher auf als geplant. Beim nächsten Umlauf kam dann auch Pascal Wehrlein herein. Er kam zurück auf die Strecke hinter Augusto Farfus auf Platz neun. Bruno Spengler führte das Feld jetzt wieder mit 2,3 Sekunden an. Der Audi-Pilot Miguel Molina hatte noch keinn einzigen Stopp hinter sich gebracht. Zwischenzeitlich war Timo Glock in der Box gewesen, bei ihm dauerte der Stopp aber länger als geplant. Danach lag er auf Rang zehn und hatte alle Boxenstopps hinter sich gebracht. Die vor ihm fahrenden Fahrer mussten alle noch einmal und Miguel Molina sogar noch zwei Mal in die Box kommen.

36 Runden lang fuhr Miguel Molina auf den weichen Reifen, erst dann kam er herein und kam vor Jamie Green auf Platz zehn wieder zurück auf die Strecke. Zehn Runden standen noch auf der Uhr und zehn Fahrer mussten noch einmal zur Crew kommen. Miguel Molina und Dirk Werner fuhren auf die Remus-Kurve zu. Hier hatte sich dann Miguel Molina durchgesetzt und war am BMW-Piloten vorbei gegangen. Jetzt bekam Dirk Werner es mit Mattias Ekström zu tun. Hier ging es um Rang zehn. Der Stopp von Marco Wittmann dauerte 3,5 Sekunden und er konnte vor Timo Glock auf Rang fünf wieder auf die Strecke hinausfahren. Bei einem Vorsprung von 5,7 Sekunden kam der Führende Bruno Spengler herein und bei ihm zog man harte Reifen auf. Dieser Stopp dauerte 3,0 Sekunden. Er sortierte sich dann vor Marco Wittmann auf Platz vier wieder ein. Mike Rockenfeller führte nun das Feld an vor Christian Vietoris und Pascal Wehrlein, sie mussten aber alle noch einmal herein kommen. Sie hatten dafür noch sechs Runden Zeit. Mike Rockenfeller lag danach auf Rang sieben. Drei Piloten vor ihm mussten aber noch die Box aufsuchen. Cristian Vietoris und Pascal Wehrlein kamen zeitgliech in die Box. Miguel Molina hatte man auch in die Box zitiert. Damit war die Reihenfolge wieder hergestellt und es führte wieder Bruno Spengler mit einem Vorsprung von 2,5 Sekunden, gefolgt von Marco Wittmann und Timo Block.

Mattias Ekström konnte in der Schlußphase an Augusto Farfus vorbeigehen und hatte damit Platz fünf eingenommen. Gary Paffett hatte Dirk Werner vor sich und vesuchte Runde um Runde an ihm vorbeizugehen, doch de BMW-Pilot schlug ihm jedes Mal die Türe vor der Nase zu. Nach 47 Runden holte sich BMW einen Dreifachsieg mit Bruno Spengler, gefolgt von Marco Wittmann und Timo Glock. Der beste Audi-Pilot mit Mike Rockenfeller befand sich auf Rang vier. Christian Vietoris auf Rang sieben war bester Mercedes-Fahrer. Pascal Wehrlein auf Platz zehn war wieder in die Punkte gefahren.

In der Meisterschaft hat Bruno Spengler mit 53 Punkten die Führung übernommen vor Mike Rockenfeller mit 41 und Augusto Farfus mit 33 Punkten. In der Teamwertung hat BMW Team Schnitzer mit 75 Zähler die Nase vorne, gefolgt von BMW Team RBM mit 49 und BMW Team MTEK mit 47 Zähler. Auch in der Konstruktionswertung liegt BMW mit 171 Punkten auf Rang eins. Platz zwei und drei nehmen Audi mit 67 und Mercedes-Benz mit 65 Punkten ein.

Bruno Spengler ( BMW Team Schnitzer, Platz 1): "Einen Dreifach-Sieg zu feiern, ist einfach sensationell. Das passiert nicht so oft im Rennsport. Wir haben eines dieser Wochenenden erwischt, auf das man sein ganzes Leben hinarbeitet. Aber es war nicht so einfach, wie es ausgesehen hat. Zwar war meine Pace im gesamten Rennen sehr gut, allerdings musste ich in der Mitte meines ersten Stints pushen, um vorne zu bleiben. Dieser Sieg gehört meinem BMW Team Schnitzer. Die Strategie, der späte zweite Stopp: Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 2): "Ich bin super-happy mit meinem zweiten Platz. Bruno war heute einfach nicht zu schlagen. Mein Start war nicht besonders gut, danach hatte ich allerdings eine fantastische Pace und konnte eine Lücke zu den Verfolgern herausfahren. Das Rennen ist für mein BMW Team MTEK einfach sensationell verlaufen. Auch mein Teamkollege Timo Glock hat es, genau wie ich, in seinem erst dritten DTM-Lauf auf das Treppchen geschafft. Das muss gefeiert werden."

Timo Glock ( BMW Team MTEK, Platz 3): "Das war ein traumhaftes Wochenende für uns alle beim BMW Team MTEK. Schon im dritten Rennen mit beiden Autos auf das Podium zu kommen, und das nach so kurzer Vorbereitungszeit, das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Vielen Dank an meine Crew, die Strategie war heute perfekt. Es hat fast vier Jahre gedauert, bis ich es endlich mal wieder aufs Podium geschafft habe. Dass es jetzt so früh in der DTM geklappt hat, ist sensationell. Auch der Dreifach-Sieg von BMW ist großartig."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Das war ein historischer Triumph für BMW. Erstmals seit unserem DTM-Comeback haben wir es mit drei BMW Fahrern auf das Podium geschafft. Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft. Bruno Spengler hat ein fehlerfreies Rennen gezeigt, einen souveränen Start-Ziel-Sieg eingefahren und die Gesamtführung übernommen. Ein Riesen-Kompliment gebührt auch dem neuen BMW Team MTEK und Teamchef Ernest Knoors: Im erst dritten DTM-Rennen haben es unser junger Rookie Marco Wittmann und unserer etwas älterer Rookie Timo Glock als Zweiter und Dritter aufs Podium geschafft. Da kann man nur den Hut ziehen. Bei uns hat heute wirklich alles perfekt zusammengepasst. Das müssen wir erst einmal sacken lassen. Diesen Tag werden wir genießen."

Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix, Platz 4): "Platz vier ist grundsätzlich ein sehr gutes Ergebnis, wenn man von Rang 13 starten muss. Mein Team hat einen sehr guten Job gemacht und dafür ein großes Danke an meine Jungs. Auch das Auto lief fantastisch und ich konnte voll attackieren. Leider hing ich hinten manchmal im Verkehr fest und habe etwas Zeit verloren, aber insgesamt bin ich mit dem Rennen sehr zufrieden und freue mich über die Punkte hier in Spielberg – vor allem nach dem gestrigen Tag."

Dieter Gass (Leiter DTM): "Grundsätzlich können wir mit diesem Ergebnis natürlich nicht zufrieden sein. Wir sind nicht nach Spielberg gekommen, um Vierter und Fünfter zu werden. Wir haben schon mit mehr gerechnet und es sah am Samstag so aus, als würde es möglich sein. ‚Rocky’ (Mike Rockenfeller) und Mattias (Ekström) haben das Maximale herausgeholt, sie haben es geschafft, über eine starke Performance und eine gute Strategie auf den vierten und fünften Platz zu kommen. Das Problem war, dass wir die drei Audi, wir die in der Startaufstellung vorn hatten, im Rennverlauf verloren haben – und dadurch ein absolut gutes Ergebnis."

Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé, Platz 7): "Angesichts der schwierigen Ausgangssituation nach dem Qualifying bin ich mit meinem Rennen durchaus zufrieden. Ich konnte mit einer guten Strategie neun Positionen gutmachen und erneut wichtige Punkte mitnehmen. Unsere Rennpace ist gut, das bestätigen unsere beiden Podestplätze aus den ersten zwei Rennen. Unser Auto geht sanft mit den Reifen um und unsere Strategie ging wie geplant auf. Von daher Kompliment ans Team! Wir haben das Maximum aus dem momentan verfügbaren Paket herausgeholt und nun gilt es, dieses Paket zu verbessern. Wir müssen unsere Pace am Samstag steigern und bessere Startpositionen einfahren, dann können wir auch im Rennen um die Spitzenpositionen kämpfen."

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Mein Heimrennen in Spielberg hatte ich mir sicher anders vorgestellt - das war leider ein unerfreulicher und zäher Tag. Aber solche Tage gehören leider genauso zum Rennsport wie Siege - Glückwunsch an BMW. Unsere Truppe arbeitet mit Volldampf daran, die Performance zu steigern und bis zum nächsten Rennen auf dem Lausitzring werden wir dieses Wochenende genau analysieren. Gary wurde nach dem Start in der ersten Kurve weit nach draußen getragen und verlor einige Positionen. Seine Bestrafung war eine knifflige Entscheidung. Christian hatte eine gute Strategie und konnte als Siebter wertvolle Punkte holen. Ganz besonders freue ich mich für Timo Glock, der seinen ersten Podestplatz in der DTM erzielt hat - das ist für die gesamte Serie eine sehr schöne Nachricht."


CS

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