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![]() Mike Rockenfeller holt sich vorzeitig den Meistertitel Augusto Farfus gewinnt das Rennen in den Dünen ![]() Vom 27. bis 29. September fand der vorletzte Lauf der DTM in dieser Saison statt. Zum vierten Mal sind die Piloten in diesem Jahr zu Gast im Ausland. Das neunte Rennen fand im niederländischen Badeort Zandvoort an der Nordseeküste statt. Der 4,307 Kilometer lange Kurs liegt rund 45 Minuten von Amsterdam entfernt, steht seit 2001 jedes Jahr im Rennkalender und gilt als eine der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken der Saison. Feiner Sand von den Dünen macht den Asphalt neben der Ideallinie oft extrem rutschig. Der Einsatz des „Drag Reduction System“ (DRS), mit dem die Fahrer den Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach stellen, bietet sich vor allem auf der Start-Ziel-Geraden an. Als Tabellenführer reist der Audi-Pilot Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) mit 128 Punkten in die Niederlande. Mit einem Vorsprung von 33 Punkten auf BMW-Fahrer Augusto Farfus (BMW Team RBM) hat Mike Rockenfeller bereits im vorletzten Rennen gute Chancen auf den ersten DTM-Titel in seiner Karriere. Die Meisterschaft kann nur zwischen diesen beiden entschieden werden, denn Mercedes-Pilot Christian Vietoris (HWA) hat 71 Zähler auf dem Konto und liegt damit abgeschlagen auf Rang drei der Meisterschaft. Mike Rockenfeller würde bei einem Sieg oder einem zweiten Platz bereits vorzeitig als Meister nach Hause fahren. Augusto Farfus muss den Abstand zu dem Deutschen auf maximal 25 Punkte verkürzen, um beim Finale in Hockenheim am 20. Oktober noch eine Titelchance zu haben. Für die vier BMW DTM-Teams wird es an der Nordsee jedoch auch darum gehen, eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen, und wertvolle Punkte für die Herstellerwertung zu sammeln. Dort liegt BMW aktuell mit 276 Zählern an der Spitze gefolgt von Audi (267) und Mercedes-Benz (237). Zandvoort zählt zu den absoluten Lieblingsstrecken der Audi-Piloten. Grund dafür ist die Charakteristik des Kurses mit Kuppen, schnellen Kurven und mehreren Überholmöglichkeiten sowie die einzigartige Lage in den Dünen direkt an der niederländischen Nordseeküste. Die Statistik bestätigt das gute Gefühl der Rennfahrer: Auf keiner anderen Strecke im Rennkalender war Audi seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 erfolgreicher als in Zandvoort. Sieben Mal stand ein Pilot der Vier Ringe bisher ganz oben auf dem Podium. Spitzenreiter ist Mattias Ekström mit insgesamt drei Siegen in den Niederlanden. Neben Tabellenführer Mike Rockenfeller haben sich auch die Markenkollegen Mattias Ekström, Tom Kristensen und Edoardo Mortara bereits in die Siegerliste dieser Rennstrecke eingetragen. Der ehemalige Audi-Pilot Laurent Aiello feierte 2002 in Zandvoort vorzeitig seinen Titelgewinn. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider startete hier schon vier Mal von der Pole-Position, ein Sieg blieb ihm allerdings bisher verwehrt. Bei den letzten beiden Rennen am 29. September in Zandvoort (NL) und 26. Oktober in Hockenheim geht das STIHL Mercedes AMG C-Coupé von Robert Wickens im neuen knallig-orangenen STIHL TIMBERSPORTS-Design auf die Strecke. Der Look, der auf die Timbersports-Weltmeisterschaft am 25. und 26. Oktober in Stuttgart verweist, bekam von den Fans auf der STIHL TIMBERSPORTS-Facebookseite die meisten Likes. Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix): "Zandvoort ist meine Lieblingsstrecke. Ich freue mich riesig auf das Rennen und möchte natürlich auch die Meisterschaft dort gewinnen. Man kann das zwar nicht erzwingen, aber wir wissen, wie es geht: Wir müssen und werden hoch konzentriert unsere Arbeit machen und dann schauen, ob es reicht oder nicht. Wenn nicht, erleben wir halt ein heißes Finale in Hockenheim. Aber Zandvoort ist so eine tolle Strecke, die uns außerdem gut liegt, sodass ich vorsichtig optimistisch an die Nordsee reise." Augusto Farfus (BMW Team RBM): "In der vergangenen Saison hat uns das Wetter einen Streich gespielt. Es war sehr wechselhaft. Deshalb hoffe ich, dass die Bedingungen dieses Mal konstant bleiben. Dann sollten wir eine gute Performance zeigen können, denn die Strecke liegt unserem Auto. Die entscheidende Frage wird allerdings sein, wie lange die Reifen halten. Denn der Kurs weist von allen DTM-Strecken den höchsten Reifenverschleiß auf. Nur wer im Rennen die perfekte Strategie hat, kann hier gewinnen. Ich habe nichts zu verlieren und gehe top-motiviert ins Wochenende." Christian Vietoris (HWA, Mercedes AMG C-Coupé): "Zandvoort ist eine coole Strecke, aber auch eine absolute Herausforderung für uns Fahrer. Es gibt viele schnelle Kurven und dazu gehören einige Mutkurven. Fahrerisch gesehen ist das Rennen eines der Highlights im Rennkalender. Besonders im zweiten Sektor kann man viel Zeit gewinnen oder verlieren. Das Rennwochenende in Oschersleben verlief für mich von Anfang an sehr schwierig und ich werde alles geben, um diese Enttäuschung mit einem guten Ergebnis auf einem so anspruchsvollen Kurs wie in Zandvoort vergessen zu machen. Mein Ziel für den Rest der Saison ist es, den dritten Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen und vielleicht sogar noch Vizemeister zu werden. Damit würde ich mein Saisonziel, in die Top-Fünf der Meisterschaft zu kommen, mehr als erfüllen." Dieter Gass (Leiter DTM): "Zandvoort ist erfahrungsgemäß ein gutes Pflaster für uns. Zwar hat die Saison gezeigt, dass die Kräfteverhältnisse aus dem Vorjahr nicht unbedingt zutreffen müssen, aber trotzdem reisen wir optimistisch zum vorletzten Rennen der Saison. Wir haben in Oschersleben gesehen, wie sich eine geschlossene Mannschaftsleistung in den verschiedenen Wertungen der DTM niederschlägt. Also ist ein starkes Teamergebnis auch in Zandvoort unser Ziel." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Unser dritter Saisonsieg in Oschersleben hat jedem im Team noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub verliehen. Wir nehmen also viel Schwung mit nach Zandvoort und haben uns auch für das vorletzte Rennen der Saison 2013 wieder einiges vorgenommen. Dass wir in Augusto Farfus den einzigen Fahrer im Feld bei uns haben, der neben Mike Rockenfeller noch Chancen auf den Gewinn des Fahrertitels hat, ist großartig. Wir werden alles dafür geben, damit die Fans wie schon 2012 in Hockenheim einen echten Showdown um den Titel erleben werden und die Entscheidung erst im letzten Rennen fällt. Und was dann möglich ist, haben wir im vergangenen Jahr gesehen. In der Herstellerwertung liegen wir vorne. Diese Führung wollen wir in Zandvoort verteidigen. Um das zu erreichen, müssen wir in der Breite ein besseres Ergebnis erreichen als zuletzt in Oschersleben. Genau das ist unser Ziel." Toto Wolff, (Mercedes-Benz Motorsportchef): "In Zandvoort erwartet uns am kommenden Wochenende eine der beliebtesten Rennstrecken in der DTM, die von Fahrern und Fans gleichermaßen für ihren Charakter als Berg- und Talbahn geschätzt wird. Das vergangene Rennwochenende in Oschersleben verlief leider nicht nach unseren Erwartungen. Die Mannschaft hat in den vergangenen anderthalb Wochen hart gearbeitet und die Performance im Qualifying und im Rennen in Oschersleben analysiert. Schon in Zandvoort wollen wir sowohl am Samstag als auch am Sonntag wieder an der Spitze kämpfen, um uns mit einem guten Ergebnis auf unser Heimrennen beim großen DTM-Finale in Hockenheim am 20. Oktober einzustimmen." Am Samstagmorgen von 9.05 Uhr bis 10.35 Uhr nahmen die Piloten ihr freies Training bei trockenem Wetter in Angriff. Die Positionen wechselten immer wieder. Am Ende hatte sich Augusto Farfus (BMW Team RBM) mit 37 Runden und einer Zeit von 1:31,904 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt. Hinter ihm lagen Edoardo Mortara (Audi Sport Team Rosberg) und Adrien Tambay (Audi Sport Team Abt). Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) musste sich zunächst mit Platz sechs zufrieden geben. Als bester Mercedes-Pilot befand sich Christian Vietoris (HWA, Mercedes AMG) auf Rang zehn. Der amtierende Meister Bruno Spengler (BMW Team Schnitzer) hatte sich auf Rang sieben platziert. In der Top 10 befanden sich vier BMW, fünf Audi und ein Mercedes-Fahrzeug. Start der ersten Qualifying-Session. Tabellenführer Mike Rockenfeller eröffnet die Session. Der Durchgang dauert 16 Minuten und die besten 16 Fahrer kommen in Q2. Mike Rockenfeller beginnt seine erste gezeitete Runde. Die Uhr für den Tabellenführer stoppt bei 1:32,278 Minuten. Aber die Zeit hat nur kurz Gültigkeit: Augusto Farfus erobert Platz eins mit 1:31,467 Minuten - 0,543 Sekunden schneller als Rocky. Hinter Augusto Farfus wechseln die Positionen im Sekundentakt: Aktuell ist Joey Hand Zweiter vor Edoardo Mortara, Adrien Tambay, Filipe Albuquerque und Mike Rockenfeller. Timo Glock kommt mit den linken Rädern neben die Strecke, kann seinen BMW M3 DTM aber kontrollieren und setzt das Qualifying fort. Timo Scheider verbessert sich auf den dritten Rang. Noch keine gezeitete Runde sind Jamie Green, Robert Wickens, Mattias Ekström, Daniel Juncadella, Christian Vietoris und Pascal Wehrlein gefahren. Timo Scheider kann sich um eine weitere Position verbessern. Hinter Augusto Farfus belegt er aktuell Rang zwei. Die Plätze 17 bis 22 belegen knapp fünf Minuten vor dem Ende der Session Bruno Spengler, Pascal Wehrlein, Daniel Juncadella, Miguel Molina, Dirk Werner und Mattias Ekström. Sie wären in Q2 nicht dabei. Mattias Ekström verbessert sich von Platz 22 auf 15. Joey Hand löst Timo Scheider auf Platz zwei ab. Ein 'Unsafe Release' von Miguel Molina in der Boxengasse wird untersucht. Mike Rockenfeller fährt hinter Augusto Farfus und Joey Hand auf den dritten Rang. Bruno Spengler kann sich von Rang 19 auf 12 verbessern. Pascal Wehrlein schafft den Sprung auf Platz zehn. Mattias Ekström verbessert sich auf 15. Augusto Farfus beendet die Session als Schnellster vor Adrien Tambay, Joey Hand, Mike Rockenfeller und Timo Scheider. Nicht in Q2 dabei sind Christian Vietoris, Jamie Green, Martin Tomczyk, Daniel Juncadella, Robert Wickens und Roberto Merhi. Mike Rockenfeller eröffnet erneut die Session. Elf Minuten haben die Fahrer Zeit sich für den dritten Teil des Qualifyings zu qualifizieren. Die besten zehn kommen eine Runde weiter. Der Tabellenführer setzt mit 1:31,684 Minuten auch die erste Bestzeit. Neue Bestzeit von Augusto Farfus mit 1:30,951 Minuten bedeuten vorläufig Platz eins für den Brasilianer. Zur Halbzeit ist Augusto Farfus der einzige Fahrer, der eine Rundenzeit unter 1:31 Minuten fahren konnte. Adrien Tambay ist mit 0,080 Sekunden Rückstand Zweiter vor Timo Scheider und Marco Wittmann. Gary Paffett ist hinter Joey Hand Sechster. Die Plätze elf bis 16 belegen aktuell Bruno Spengler, Filipe Albuquerque, Mattias Ekström, Mike Rockenfeller, Pascal Wehrlein und Miguel Molina. Mike Rockenfeller kann sich mit 1:31,247 Minuten auf Platz fünf verbessern. Damit rutscht Andy Priaulx auf den elften Platz ab. Von Platz dreizehn auf sieben kann sich Mattias Ekström verbessern. Edoardo Mortara wäre damit als Elfter raus. Auch Miguel Molina konnte sich verbessern von Platz 15 auf sieben. Marco Wittmann übernimmt von Augusto Farfus Platz eins. Edoardo Mortara fährt mit 1:30,919 Minuten die schnellste Runde in Q2. Mattias Ekström, Gary Paffett, Dirk Werner, Pascal Wehrlein, Andy Priaulx und Bruno Spengler verpassen den Einzug in Q3. Sie beenden den zweiten Qualifying-Abschnitt auf den Positionen elf bis 16. Nach einigen Minuten ging es dann in Q3. Erneut steht Mike Rockenfeller ganz vorne an der Boxenausfahrt. Elf Minuten dauert der Durchgang und die schnellsten vier Fahrer kämpfen anschließend in Q4 um die Pole-Position für das Rennen in Zandvoort. Mike Rockenfeller setzt auch die erste Bestzeit von 1:32,923 Minuten. Platz eins ist aber nur von kurzer Dauer. Joey Hand übernimmt Platz eins. Damit führt Joey Hand vor Timo Glock, Marco Wittmann, Adrien Tambay, Mike Rockenfeller und Miguel Molina. Ohne Zeiten sind Augusto Farfus und Filipe Albuqueruque. Wenig später verbessert sich Mike Rockenfeller von Platz fünf auf eins mit einer Zeit von 1:31,345 Minuten. Miguel Molina lag auf Rang zwei. Um 15:31 Uhr übernimmt Augusto Farfus Platz eins mit einer Zeit von 1:31,123 Minuten. Marco Wittmann kann sich auf Platz drei verbessern. Am Ende der Session kämpfen nur noch Augusto Farfus, Timo Scheider, Marco Wittmann und Mike Rockenfeller in Q4 um die Pole-Position In Q4 haben wir Fahrer nur eine gezeitete Runde zur Verfügung, in der alles passen muss. In umgekehrter Reihenfolge des Q3 werden sie auf die Reise geschickt. Damit mussste Mike Rockenfeller als Erster eine gezeitete Runde fahren. Die Uhr blieb bei ihm bei 1:31,325 Minuten stehen. Der nächste war Marco Wittmann. Er konnte die Zeit unterbieten und stellte sich mit 1:30,894 Minuten auf Platz eins. Jetzt hatten es nur noch Timo Scheider und Augusto Fafrus in der Hand von der Pole zu starten. Beide konnten aber im nachhinein die Zeit von Marco Wittmann nicht knacken. Er wird am Sonntag von der Pole starten, gefolgt von Augusto Farfus, Mike Rockenfeller und Timo Scheider. Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 1): "In meinem ersten Jahr in der DTM gleich auf der Poleposition zu stehen, ist einfach unglaublich. Das Qualifying war eine enge Angelegenheit. Aber im Einzelzeitfahren ist mir dann eine fast perfekte Runde gelungen. Das ist ein fantastischer Tag für mich. Danke an das BMW Team MTEK, das mir ein super Auto zur Verfügung gestellt hat. Auf diesen Erfolg habe ich lange hingearbeitet." Augusto Farfus (BMW Team RBM, Platz 2): "Glückwunsch an Marco zu seiner ersten Poleposition in der DTM. Auch ich wäre gerne von P1 gestartet, aber er hat eine fantastische Rundenzeit hingelegt. Ich habe mich sowohl im freien Training wie auch im Qualifying sehr gut gefühlt. Allerdings hat sich die Strecke im Verlauf der Sessions immer wieder verändert. Deshalb bin ich sehr zufrieden mit meinem zweiten Startplatz. Ich freue mich schon jetzt auf das Rennen." Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix, Platz 3): "Es ist eine gute Startaufstellung, sie hat Würze. Ich bin mit meiner Position zufrieden, aber nicht mit meiner Pace im Qualifying. Ich habe alles gegeben, hatte aber etwas mit dem Auto zu kämpfen. Es wird morgen nicht leicht, Augusto (Farfus) zu knacken. Aber mein Ziel bleibt unverändert, das Rennen zu gewinnen." Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé, Platz, 12): "Ein schwieriges Qualifying mit einem unbefriedigenden Ergebnis für uns. Wir hatten schon heute Vormittag im Training Schwierigkeiten und veränderten das Auto deshalb bis zum Qualifying noch einmal. Im Q1 war ich dann Fünfter, das sah viel besser aus. Im zweiten Run von Q2 hatte ich aber leider nur sehr wenig Grip und verlor viel Zeit im ersten Sektor. Wenn es so eng zugeht wie in der DTM, machen wenige Zehntel einige Startpositionen aus. Platz zwölf ist keine gute Ausgangslage, aber in Oschersleben bin ich von dort noch bis auf Rang sechs vorgefahren - in Brands Hatch sogar bis aufs Podium. Es ist also noch nichts verloren. Wir können morgen im Rennen noch ein gutes Ergebnis erzielen." Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Mike Rockenfeller hat sich aus eigener Kraft auch hier eine gute Ausgangsposition für das Rennen erarbeitet. Nun wird es ganz wichtig sein, morgen im Rennen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es weiß noch niemand, wie sich die Optionsreifen hier verhalten werden – und das Überholen ist in Zandvoort nicht leicht. Die DTM-Fans dürfen sich auf ein spannendes Rennen freuen, bei dem schon der Start und die erste Kurve brisant werden, da beide Titelaspiranten in der Startaufstellung eng beisammen stehen.“" Wolfgang Schattling (Leiter DTM-Management): "Das war leider ein enttäuschendes Qualifying für uns, daran besteht kein Zweifel. Jetzt müssen wir analysieren, woran es gelegen hat und dann mit einer kämpferischen Einstellung ins Rennen gehen. Unsere Long Runs im Training waren gut, aber auf dieser Strecke ist es schwierig, Positionen gutzumachen. Allerdings haben unsere Fahrer in dieser Saison schon mehrmals gezeigt, dass sie mit einem guten Rennspeed und einer cleveren Strategie im Rennen einige Positionen aufholen konnten. Wir werfen die Flinte garantiert nicht ins Korn und wollen diese Saison mit positiven Ergebnissen hier in Zandvoort und erst Recht beim Finale in Hockenheim beenden." Pünktlich um 13.30 Uhr ging es in die vorletzte Einführungsrunde in dieser Saison. Der Start funktionierte ohne Probleme und Augusto Farfus kann direkt die Führung übernehmen. Marco Wittmann wehrte sich dann auch noch gegen Mike Rockenfeller. Die Rennleitung untersuchte unterdessen ob Mike Rockenfeller einen Frühstart hingelegt hatte. In der ersten Runde konnte Joey Hand an Timo Scheider vorbeiziehen und Platz fünf einnehmen. Für Roberto Merhi war zu dieser Zeit das Rennen bereits gelaufen, denn er kam unplanmäßig in die Box und gab dort mit technischen Problemen auf. In der S-Kurve konnte Joey Hand an Filipe Albuquerque auf Rang vier vorbeiziehen. Timo Scheider konnte seinen fünften Rang nicht behaupten und musste diesen an Timo Glock abgeben. Zwischenzeitlich kam das Ergebnis der Rennleitung: kein Frühstart bei Mike Rockenfeller. Die ersten Boxenstopps erfolgten in der vierten Runde. Als erste kamen Marco Wittmann, Timo Scheider, Edoardo Mortara, Dirk Werner, Gary Paffett und Pascal Wehrlein herein. Nach sieben gefahrenen Runden hatte sich Augusto Farfus bereits einen Vorsprung von 2,657 Sekunden erarbeitet. So nach und nach kamen auch die anderen Piloten zu ihrem ersten Stopp herein. Zwei Runden später hatte Mike Rockenfeller den Vorsprung von Augusto Farfus verkürzen können. Der Führende Brasilianer wurde in der dreizehnten Runde zur Box zitiert. Bei ihm wurden Standard-Slicks aufgezogen. Nach zwei weiteren Runden kam dann auch der Tabellenführer zu seinem ersten Pflichtboxenstopp herein. Nach seinem Stopp sortierte sich Mike Rockenfeller hinter Augusto Farfus und Marco Wittmann wieder ein. Unterdessen waren Gary Paffett und Andy Priaulx schon zum zweiten Mal in der Box gewesen. Im Verlauf der 19. Runde konnte Robert Wickens Timo Glock niederringen und Platz elf einnehmen. Seinen zweiten und letzten Boxenstopp absolvierte Mike Rockenfeller in Runde 21. Vier Runden später konnte Mike Rockenfeller beim Anbremsen der Tarzanbocht Timo Scheider überholen. Zu dieser Zeit kam Augusto Farfus zu seinem zweiten Stopp in die Box. Edoardo Mortara war der letzte Pilot der in der 29. Runde seinen zweiten Stopp hinter sich brachte. Augusto Farfus führte nach 31 Runden das Feld mit einem Vorsprung von 12,775 Sekunden an, gefolgt von Mike Rockenfeller und Timo Scheider. Auf den weiteren Positionen befanden sich Marco Wittmann, Adrien Tambay, Joey Hand, Filipe Albuquerque, Gary Paffett, Miguel Molina und Pascal Wehrlein. Auf Platz elf hatte sich Mattias Ekström gefahren, nachdem er zuvor Dirk Werner überholt hatte. Beim nächsten Umlauf hatte der Audi-Pilot Pascal Wehrlein niedergerungen und sich damit auf Platz zehn gefahren. In der 37. Runde konnte Mattias Ekström, er war auf den Options-Reifen unterwegs Gary Paffett überholen und nahm nun Platz acht ein. Nach einer Kollision mit Jamie Green drehte sich Dirk Werner in das Kiesbett hinein. Sofort kam das Safety Car heraus, damit der Gestrandete in aller Ruhe geborgen werden konnte. Der Re-Start erfolgte dann in der 44. Runde. Wieder zwei Plätze gut gemacht hatte Mattias Ekström. Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn der Schwede rang noch Adrien Tamby nieder. Danach machte er sich über Marco Wittmann her. Dieser musste seinen vierten Rang dann an den Schweden abgeben. Im niederländischen Zandvoort gewann Augusto Farfus nach 44 Runden das neunte Saisonrennen vor Mike Rockenfeller und Timo Scheider. Der zweite Platz reichte Mike Rockenfeller zum vorzeitige Sieg der Meisterschaft. Mit 142 Punkte wurde Mike Rockenfeller vorzeitig Meister vor Augsuto Farfus mit 116 und Christian Vietoris mit 71 Punkten. In der Teamwertung liegt Audi Sport Team Phoenix mit 151 Zähler auf Rang eins, gefolgt von BMW Team RBM mit 148 und Stihl/AMG Mercedes mit 141 Zähler. In der Herstellerwertung hat Audi mit 325 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen BMW mit 317 und Mercedes-Benz mit 239 Punkten. Augusto Farfus (BMW Team RBM, Platz 1): "Das Rennen war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Im ersten Stint konnte ich mich zwar erst von Mike Rockenfeller absetzen, aber dann sind meine Reifen eingebrochen. Er hat aufgeholt, und ich war in echten Schwierigkeiten. Auf den Standardreifen lag mein Auto dann besser, und ich konnte mich endgültig absetzen. Ich habe heute meinen Job so gut wie möglich erledigt. Glückwunsch an Mike Rockenfeller zum hoch verdienten Gewinn des Titels. Er hatte eine brillante Saison, vor seiner Leistung ziehe ich meinen Hut. Ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein, denn mein zweites Jahr in der DTM war sehr stark. Ich danke dem Team für eine super Saison." Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix, Platz 2): "Ich brauche jetzt ein paar Minuten alleine, um den Erfolg zu realisieren. Es war ein langes Rennen, durch den Start hatte es etwas Würze. Nachdem ich Marco Wittmann überholt hatte, habe ich kurz vom Sieg geträumt, als ich zu Augusto (Farfus) aufschloss. Aber auf dem Standardreifen tat ich mich schwer. Ich war froh, dass Timo (Scheider) hinter mir war und mir den Rücken freihielt." Timo Scheider (Audi Sport Team Abt, Platz 3): "Es war eine harte Saison bis heute. Wir haben es Schritt für Schritt geschafft, zurückzukommen und die Leistungen abzurufen, die wir uns vorgenommen hatten. Das hat heute funktioniert. Und es fühlt sich besonders gut an, weil wir Mike (Rockenfeller) unterstützen konnten, den Titel zu gewinnen. Er hat den Titel wirklich verdient. Glückwunsch an Mike Rockenfeller, Audi und das Audi Sport Team Phoenix." Gary Paffett (URONICS Mercedes AMG C-Coupé, 9. Platz): "Gratulation an Mike Rockenfeller zum Gewinn des DTM-Meistertitels. Er ist eine fantastische Saison gefahren und hat den Titel verdient. Wir haben versucht, ihn zu schlagen, aber leider hat es nicht geklappt. Der neunte Platz ist ein enttäuschendes Ergebnis für mich, aber von Startposition zwölf war nicht viel mehr drin. Wir wählten eine recht aggressive Strategie mit zwei frühen Boxenstopps, weil wir wussten, dass das Überholen auf dieser Strecke ziemlich schwierig sein würde, erst recht ohne die Hilfe von DRS. Diese Taktik ging zunächst gut auf und brachte mir einige Positionsgewinne ein, aber gegen Ende meines langen Schlussstints hatte ich leider nicht mehr genügend Grip, um mich weiter zu verbessern. Mit einer besseren Startposition hätte ich an der Spitze mitkämpfen können. Für das Saisonfinale bei unserem Heimrennen in Hockenheim wünsche ich mir nun, wieder vorne dabei zu sein und die Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden." Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Augusto Farfus hat einmal mehr ein sensationelles Rennen gezeigt. Das war sein dritter Saisonsieg, der vierte Podestplatz in Folge und zugleich der 50. Sieg eines BMW M3 in der DTM: Diese Zahlen sprechen für sich. Gleichzeitig aber auch Glückwunsch an Mike Rockenfeller und Audi. ‚Rocky‘ hat einmal mehr ein sehr starkes Rennen gezeigt. Er ist ein absolut verdienter Champion. Über den gesamten Saisonverlauf war er unglaublich konstant und steht zu recht ganz vorne. Natürlich hätten wir im Rennen gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr errungen. Allerdings hat uns dann der Rennverlauf am Schluss nicht mehr in die Karten gespielt. Auch wenn die Fahrerwertung nun entschieden ist, wollen wir den Fans beim Saisonabschluss in Hockenheim eine tolle Show bieten und in der Hersteller- sowie in der Teamwertung am Schluss ganz vorne stehen." Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Einen DTM-Titel zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes. Ich denke, Mike (Rockenfeller) wird das erst in den nächsten Tagen und Wochen so richtig realisieren. Er ist ein absolut verdienter und würdiger DTM-Champion 2013 – das hat er heute einmal mehr gezeigt. Glückwunsch an ihn, das Audi Sport Team Phoenix aber auch alle bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm. Nach der schwierigen Saison 2012 haben wir den RS 5 DTM im Winter trotz der engen Reglementvorgaben entscheidend verbessert. Dasselbe gilt für den R18 e-tron quattro, mit dem wir Le Mans gewonnen haben und kurz vor dem Titelgewinn in der Langstrecken-Weltmeisterschaft stehen. Beide Programme parallel zum Erfolg zu führen, war ein Kraftakt für die ganze Mannschaft. Aber er hat sich gelohnt." Wolfgang Schattling, (Leiter DTM-Management): "Toto Wolff und ich gratulieren Mike Rockenfeller und Audi zum vorzeitigen Titelgewinn. Es ist eine klasse Leistung, die DTM-Meisterschaft schon beim vorletzten Rennen in Zandvoort zu gewinnen. Davor müssen wir den Hut ziehen. Augusto Farfus und BMW gewannen heute verdient das Rennen mit einer starken Leistung. Für uns war es leider ein Wochenende, das wir am besten schnell abhaken sollten, um uns auf das Finale in Hockenheim und die anstehende, harte Arbeit im Winter für die neue Saison zu konzentrieren. Leider war unser Qualifying-Speed hier nicht so gut wie auf anderen Strecken, das kostete uns bessere Startpositionen und damit die Chance auf ein gutes Rennergebnis. Jetzt gilt unsere volle Konzentration der Lösung unserer Probleme und unserem Heimrennen in Hockenheim, wo wir die Saison in drei Wochen positiv abschließen möchten." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
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