Hockenheim
03.05. - 05.05.2013

Nürburgring 24h
17.05. - 19.05.2013

Red Bull-Ring / A
31.05. - 02.06.2013

Lausitzring
14.06. - 16.06.2013

Norisring
12.07. - 14.07.2013

Nürburgring
16.08. - 18.08.2013

Oschersleben
13.09. - 15.09.2013

Zandvoort / NL
27.09. - 29.09.2013

Hockenheim
18.10. - 20.10.2013


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Doppelsieg für Kevin Estre
Philipp Eng setzte alles auf eine Karte

Im Rahmen der DTM gastiert der Porsche Carrera Cup vom 31. Mai bis 02. Juni in Österreich. Gefahren wird in der Steiermark auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring. Nach einer siebenjährigen Pause kehrte der schnellste Markenpokal Cup Deutschlands 2011 wieder in die Steiermark zurück. Der Niederländer Jaap van Lagen beherrschte im Jahr 2011 das Alpen-Wochenende. Im Jahr darauf sahen der Brite Sean Edwards und der Österreicher Norbert Siedler als Erste die Zielflagge. Der Traditionskurs wurde 2011 nach grundlegender Renovierung als eines der modernsten Motorsportzentren Europas wieder eröffnet. Zwischen schnellen Bergauf-Abschnitten liegen sehr enge Kurven, wo die Fahrer brutal über die Randsteine räubern, um maximal Schwung mitzunehmen. Der Franzose Kevin Estre (Attempto Racing) reiste als Tabellenführer mit 54 Punkten hierher nach Österreich an, gefolgt von dem Briten Sean Edwards (Team Deutsche Post by Project 1) mit 46 und dem Niederländer Jaap van Lagen (FE Racing by Land Motorsport) mit 44 Punkten. Als bester deutscher Pilot lag Christian Engelhart (Konrad Motorsport) mit 41 Zähler auf Rang fünf in der Meisterschaft und wollte hier alles daran setzen, um weiter nach vorne zu kommen.

Am Freitagnachmittag begaben sich die Fahrer zum freien Training hinaus auf die Strecke. Diese Session fand bei kühlem und regnerischem Wetter statt. Zunächst wechselten die Positionen des öfteren. Nach sechs Runden hatte der Brite Sean Edwards (Team Deutsche Post by Project 1) mit einer Zeit von 1:49,717 Minuten das Zepter übernommen, gefolgt von Nicki Thiim (Attempto Racing) und Jaap van Lagen (FE Racing by Land Motorsport). Nach zwanzig gefahrenen Minuten hatte Sean Edwards seine eigene Bestzeit nochmals unterboten und legte für alle anderen die Meßlatte bei 1:49,249 Minuten. Beim nächsten Umlauf hatte Norbert Siedler (Aust Motorsport) den Briten auf Rang zwei verwiesen. Der Tabellenführer lag zu dieser Zeit auf Rang acht.

Bei noch 17 Minuten verbleibender Zeit wurde das Training mit der roten Flagge unterbrochen. Zu dieser Zeit war Sean Edwards mit einer Zeit von 1:48,229 Minuten wieder der Schnellste. Hinter ihm lagen Alex Riberas (Attempto Racing powered by Motovision) und Nicki Thiim. Nach kurzer Zeit konnten die Fahrer wieder auf die Strecke hinaus. Nachdem die 60 Minuten zu Ende waren war niemand schneller als Sean Edwards. Er hatte eine Zeit von 1:47,468 Minuten gefahren, gefolgt von Norbert Siedler und Nicki Thiim. Kevin Estre musste sich zunächst mit Rang vier zufrieden geben. Als bester deutscher Pilot war Felipe Fernandez Laser (Konrad Motorsport) auf Platz fünf unterwegs. Der Schnellste aus der B-Wertung war Dominic Jöst (Attempto Racing) auf Rang 21.

Für die Fahrer wurde es am Samstagmittag ernst, denn nun musste das Qualifying in Angriff genommen werden, in dem die Startaufstellung für das Rennen am Nachmittag ausgefahren wird. Zunächst begaben sich alle 32 Protagonisten auf die Strecke. In der ersten Session kamen die 15 Schnellsten von ihnen weiter. Hier hatte sich Norbert Siedler nach zehn Runden mit einer Zeit von 1:33,340 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz durchgesetzt, gefolgt von Jaap van Lagen und Kevin Estre. Zunächst einmal wechselten hier immer wieder die Positionen. Connor de Philippi war plötzich in langsamer Fahrt unterwegs und musste dann von den Streckenposten weggeschoben werden, anscheinend hatte er einen Motorschaden. In die zweite Sitzung zogen dann noch Nicki Thiim, Sean Edwards, Elia Erhart, Kyle Marcelli, Marko Klein, Pieter Schrothorst, Alex Riberas, Philipp Eng, Bas Schrothorst, Fabian Thuner und Luca Stolz ein.

Diese 15 Fahrer machten sich nach einiger Zeit wiederum bereit, um die endgültige Startposition auszufahren. Bei noch fünf Minuten verbleidender Zeit hatte Kevin Estre mit 1:33,739 Minuten Rang eins eingenommen, gefolgt von Philipp Eng und Jaap van Lagen. Bei dieser Reihenfolge sollte es aber nicht bleiben. Auf Platz vier liegend hatte Luca Stolz in der ersten Kurve mit Übersteuern zu kämpfen und drehte sich dort. Unterdessen war Jaap van Lagen auch etwas auf Abwegen unterwegs. Zwischenzeitlich hatte Kevin Estre seine eigene Bestzeit nochmals unterboten. In der Schlußphase hatte sich Norbert Siedler mit 8/100stel Sekunden vor Kevin Estre auf Platz eins geschoben. Damit holte er sich dann nach sechs Runden mit einer Zeit von 1:32,886 Minuten die Pole-Position. Hinter ihmn werden Kevin Estre und Sean Edwards ins Rennen gehen. Elia Erhart hatte sich in seiner letzten Runde von Rang elf bis auf Platz sieben verbessert.

Ihren ersten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Piloten am Samstagabend bei trockenem Wetter unter die Räder. Eigentlich sollte der Lauf am Nachmittag stattfinden, doch er musste wegen Neuerrichtung von Leitschienen, da diese bei einem Unfall der Formel 3 zu sehr beschädigt worden waren, hinter das Qualifying der DTM gelegt werden. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position für wenige Meter behaupten und führte das weit gefächerte Feld in die erste Kurve. Aus dem hinteren Feld mussten bereits einige weit nach außen fahren. Nachdem Kevin Estre den Pole-Setter niedergerungen hatte, übernahm er nun die Führung. Einen harten Kampf lieferten sich Christian Engelhart und Marko Klein. Hier ging es um den fünften Platz. Im Verlauf der zweiten Runde hatte Sascha Halek es übertrieben, war von der Strecke abgekommen und stand in verkehrter Richtung neben der Strecke.

Nach der ersten Runde führte Kevin Estre mit einem knappen Vorsprung von 0,4 Sekunden, gefolgt von Norbert Siedler und Sean Edwards. Für Nicki Thiim und Robert Lukas war zu diesem Zeitpunkt das Rennen bereits gelaufen, denn der Däne war mit Chrtistian Engelhart aneinander geraten und hatte sich dort das Fahrzeug beschädigt. Robert Lukas hatte auch mit Problemen das Rennen neben der Strecke beendet. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Philipp Eng versuchte sich in der dritten Runde Jeffrey Schmidt zurecht zulegen und ging vorbei. Danach fuhr er auf Rang zehn. Elia Erhart musste sich Alex Riberas geschlagen geben. Damit hatte er einen Platz eingebüst. Die ersten beiden hatten sich bereits mit über zwei Sekunden vom Feld gelöst. Der Führende Franzose musste absolute Kampflinie fahren, denn der Österreicher versuchte immer wieder ihn niederzuringen. Auch Sean Edwards musste sich gegenüber Jaap van Lagen zur Wehr setzen. Elia Erhart lag nach vier Runden wieder auf Rang sieben und hatte viele Fahrzeuge im Schlepptau. Beim nächsten Umlauf hatte er sich dann Luft verschafft.

Bas Schothorst auf Platz 19 fahrend hatte eine Armada von sechs Fahrzeugen hinter sich. Hier wurde hart um jede Position gekämpft. Christian Engelhart auf Rang fünf fahrend veruchte an die beiden vor ihm fahrenden Jaap van Lagen und Sean Edwards näher heranzukommen. Alex Riberas setzte sich hart gegenüber zwölf ihm verfolgenden Fahrzeugen zur Wehr. Hier ging es um den neunten Platz. Im Verlauf der zehnten Runde war Philipp Eng an Felipe Fernandez Laser dran. Im nachhinein reichte es aber dann doch nicht ihn niederzuringen. Unterdessen hatte Sascha Halek sich im Kiesbett eingegraben. In den letzten sieben Miunten fuhren die ersten mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Zwischenzeitlich war Felipe Fernandez Laser etwas von der Strecke abgerutscht. Im hinteren Feld tobte das pralle Leben. Dort waren sehr viele Fahrzeuge dicht hintereinander unterwegs.

Sascha Halek war unterdessen aus dem Kiesbett befreit worden und kam dann zur Box zurück. In der B-Wertung dar Dominic Jöst auf Platz 20 fahrend der Schnellste, gefolgt von Rolf Ineichen. Sean Johnston und Fabien Thuner tauschten etwas den Lack aus. Unterdessen war ein Fahrzeug aus dem Team Bleekemolen im Bereich des Kühlers beschädigt. Dort floß nicht nur Wasser sondern auch Kühlflüssigkeit aus. Für die nachfolgenden Piloten wurde es nun sehr rutschig. Nach vierzehn Runden wurde Kevin Estre als Sieger abgewunken, gefolgt von Norbert Siedler und Sean Edwards. Christian Engelhart und Elia Erhart beendeten das Rennen auf den Plätzen fünf und sieben. Auf Rang 19 kam der beste Pilot aus der B-Wertung mit Dominic Jöst, gefolgt von Rolf Ineichen auf Rang 21 und Wolf Nathan auf Platz 22.

In der A-Wertung hat Kevin Estre weiterhin mit 74 Punkten die Nase vorne, gefolgt von Sean Edwards mit 62 und Jaap van Lagen mit 58 Punkten. Die B-Wertung führt Daniel Allemann mit 64 Zähler an vor Rolf Ineichen mit 54 und Dominic Jöst mit 48 Zähler.

Der fünfte Lauf des Porsche Carrera Cup stand für die Piloten am Sonntagmorgen auf dem Programm. Das Wetter hatte sich wieder verschlechtert. Es hatte die ganze Nacht geregnet und es war wieder kühler geworden. Die Strecke war immer noch ziemlich feucht. Es gingen alle außer Philiip Eng auf Regenreifen hinaus. Der Österreicher pokerte und hatte Slicks aufgezogen. Er wird aus der vierten Startreihe aus das Rennen aufnehmen. Auch beim zweiten Start an diesem Wochenende klappte alles ohne Probleme. Diesmal wurden aber zwei Einführungsrunden absolviert, um die Reifen einigermaßen auf Temperatur zu bringen. Norbert Siedler, der von der Pole aus ins Rennen ging, gefolgt von Kevin Estre und Sean Edwards hatte einen mäßigen Start. Kevin Estre hatte sich bereits wieder in Führung gesetzt, gefolgt von Sean Edwards. Wenig später schoß Norbert Siedler in den Notausgang und hatte dadurch Plätze verloren.

Überall im Feld kam es zu Drehern und Ausrutschern. Nicki Thiim und Sean Edwards gerieten aneinander, mit der Folge, das der Brite sich drehte. Thomas Langer und Sascha Halek drehten sich auch auf der Strecke. Nach der ersten Runde führte Kevin Estre mit einem Vorsprung von 1,7 Sekunden, gefolgt von Christian Engelhart und Jaap van Lagen. Im gesamten Feld rumpelte es. Philipp Eng war unterdessen auf Rang 26 unterwegs. Sean Edwards hatte sich auf Platz 28 nach seinem Dreher wieder einreihen müssen. Zwischenzeitlich hatte Florian Scholze eine Durchfahrtstrafe wegen nicht korrekten Einhaltens der Startposition erhalten. Nicki Thiim und Daniel Allemann erhielten ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Daniel Allemann war unterdessen bereits in die Box gekommen. Im gesamten Feld wurden harte Zweikämpfe ausgetragen. Der Führende hatte bereits einen Vorsprung von 1,2 Sekunden.

Elia Erhart auf Platz sechs fahrend hatte eine Armada von sieben Fahrzeugen hinter sich. Nach vier Runden kam Nicki Thiim zu seiner Strafe herein. Felipe Fernandez Laser hatte sich Elia Erhart zurecht gelegt und konnte vorbeigehen. Doch der Gegenkonter ließ nicht lange auf sich warten und der Pilot von Aust Motorsport holte sich seine Platzierung wieder zurück. Nicki Thiim hatte sich auf Rang 25 wieder eingereiht. Für Sascha Halek war zu dieser Zeit schon lange die Messe gelesen, denn nach einer Kollision mit einem anderen Kontrahenten musste er das Fahrzeug neben der Strecke abstellen. Einen harten Kampf lieferten sich Bas Schothorst und Sean Johnston um Platz 16. Die Strategie von Philipp Eng auf Slicks hinaus zu gehen, ging zunächst noch nicht auf, denn er fuhr immer noch auf Rang 29. Die ersten vier Kevin Estre, Christian Engelhart, Norbert Siedler und Jaap van Lagen fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her.

In der B-Wertung war Chris Bauer auf Platz 19 der schnellste Pilot. Florian Scholze kam nun zu seiner Durchfahrtssrafe herein. Chris Bauer und Rolf Ineichen lieferten sich einen harten Kampf. Wenig später hatte Chris Bauer zuviel riskiert, drehte sich und kam mit zwei Rädern in den Kies. Er konnte sich zwar selbst befreien, hatte dadurch aber Plätze verloren. Da die Strecke nun immer trockener wurde, konnte Philipp Eng Boden gut machen. Zu dieser Zeit hatte sich Luca Stolz im Kiesbett eingegraben. Norbert Siedler war in den letzten Runden immer näher an Christian Engelhart herangekommen und setzte ihn arg unter Druck. Hier ging es um Platz zwei auf dem Stockel. Kyle Marcelli war in der elften Runde etwas auf Abwegen unterwegs. Philipp Eng geriet nach einem Zweikampf mit Chris Bauer ins straucheln und musste durchs Kiesbett. Damit war seine Aufholjagd erst einmal gestoppt. Elia Erhart auf Platz fünf hatte auch zuviel riskiert und schoß ab ins Kiesbett.

Dies konnte er von allein verlassen, hatte aber seine Patzierung verloren. Rundenlang dauerte der Kampf um Position zwei mit Christian Engelhart und Norbert Siedler immer noch an. Dies spielte alles Kevin Estre in die Karten, denn er hatte bereits einen Vorsprung von 4,2 Sekunden herausgefahren. Sean Edwards hatte sich in der Zwischenzeit auf Rang 15 nach vorne garbeitet und versuchte nun den Anschluß an Kyle Marcelli zu bekommen. Phillippi de Connor auf Rang sechs war unterdessen der beste Junior im Feld. Philipp Eng war fünf Sekunden schneller unterwegs als die Spitze. Er lag bei noch sieben zu fahrenden Umläufen auf Rang 22. Das Problem für ihn war, einmal der Verkehr und zum anderen die feuchte Strecke. Die Ideallinie war trocken, aber daneben war es immer noch feucht und die zu Überholenden verließen natürlich die Ideallinie nicht, somit musste er immer wieder auf die feuchte Strecke ausweichen. Zu dieser Zeit war Jeffrey Schmidt mit Problemen zur Box zurückgekehrt.

Bei noch neun Minuten zu fahrender Zeit setzte Felipe Fernandez Laser den Niederländer Jaap van Lagen auf Platz vier arg unter Druck. Alex Riberas und Chris Bauer schoßen von der Strecke. Der erste Kandidat landete im Kiesbett und der zweite nahm auf der nassen Wiese eine Reklametafel mit. Philipp Eng rang einen Kontrahenten nach dem anderen nieder. Er hatte sich in der Schlußphase auf Platz zehn katapultiert. Es dauerte nicht lange und er legte sich dann Elia Erhart zu recht. Er fuhr eine schnelle Runde nach der anderen. Von alledem kam Kevin Estre an der Spitze nichts mit, denn er war mit 5,0 Sekunden auf und davon gefahren. Beim 17. Umlauf hatte er Marko Klein und Philippi de Connor vor sich. In dieser Runde hatte er sich diese beiden geschnappt und lag damit auf Patz sechs. Nach 18 Runden wurde Kevin Estre als Sieger abgewunken vor Christian Engelhart und Norbert Siedler. Philipp Eng kam als Sechster ins Ziel. Sean Edwards und Nicki Thiim sahen den Zielstrich auf den Plätzen dreizehn und vierzehn. Die B-Wertung gewann Rolf Ineichen vor Georg Engelhardt und Dominic Jöst.

In der A-Wertung führt weiterhin Kevin Estre mit 94 Punkten vor Christian Engelhart mit 71 und Jaap van Lagen mit 70 Punkten. Rolf Ineichen hat in der B-Wertung mit 74 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Dominic Jöst mit 64 und Daniel Allemann mit 64 Zähler.


CS

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