|
||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||
|
![]() Doppelsieg für Kevin Estre Dominic Jöst gewinnt in der B-Wertung ![]() Vom 03. bis 05. Mai fand der Saisonauftakt des Porsche Carrera Cups im Rahmen der DTM im Badischen statt. 35 Piloten gingen am Freitagnachmittag im schnellsten Markenpokal Deutschlands auf dem Hockenheimring ins freie Training. Insgesamt 17 Wertungsläufe finden in dieser Saison statt. 16 davon werden im Rahmen der DTM sowie ein Start wird im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring ausgetragen. Für die gestandenen Profis und die jungen Talente ist der legendäre Kurs an diesem Wochenende eine erste Standortbestimmung im Kampf um einen der traditionsreichsten Markenpokale der Welt. In diesem Jahr bekommen der Spanier Alex Riberas (Attempto Racing powered by Motorvision) und der US-Amerikaner Connor de Phillippi (Förch Racing by Lukas Motorsport) als Porsche Junioren ihre große Chance und machen in Hockenheim vielleicht den ersten Schritt auf dem Weg in eine große Rennsportkarriere. Das erste freie Training nahmen die Protagonisten am Freitagnachmittag von 15.25 Uhr bis 16.25 Uhr unter die Räder. In dieser einen Stunde wechselten immer wieder die Positionen. Am Schluß hatte dann der Brite Sean Edwards (Team Deutsche Post by Project 1) nach 27 Runden mit einer Zeit von 1:43,065 Minuten die Nase vorne, gefolgt von dem Niederländer Jaap van Lagen (FE Racing by Land - Motorsport) und dem Österreicher Philipp Eng (MRS GT-Racing). Als bester deutscher Fahrer konnte sich Christian Engelhart (Konrad Motorsport) auf Rang sechs platzieren. Die beiden Junioren Connor de Phillippi und Alex Riberas nahmen die Ränge acht und neun ein. Am Samstagmittag mussten die Protagonisten dann das Qualifying in Angriff nehmen. Dieses findet in zwei Sitzungen statt. In der ersten begeben sich alle 35 Fahrer hinaus für 20 Minuten. Danach kommen die besten 15 von ihnnen weiter und haben dann noch einmal zehn Minuten Zeit um sich auf die Pole zu fahren. Geenüber gestern fanden die Piloten ganz andere Witterungsbedingungen vor und zwar waren sie diesmal mit Regenreifen unterwegs, da es die ganze Nacht geregnet hatte und immer noch regnete. Immer wieder kam es zu Positionswechseln. Bei noch acht Minuten zu fahrender Zeit in der ersten Session hatte sich Christian Engelhart auf Rang eins geschoben, gefolgt von Nicki Thiim und Kevin Estre. Sean Edwards befand sich auf Rang fünf. Als bester Junior war Connor de Phillippi auf Rang sieben unterwegs. Drei Plätze dahinter befand sich der zweite Junior mit Alex Riberas. Zwischenzeitlich war der Canadier Kyle Marcelli etwas auf Abwegen unterwegs. EinenSsprung nach vorne hatte Felipe Fernandez Laser gemacht und war auf Rang drei vorgefahren. Am Ende war in der ersten Sitzung niemand schneller als Kevin Estre mit 1.57,899 Minuten, gefolgt von Christian Engelhart und Felipe Fernandez Laser. Dies war die Startaufstellung für das Rennen am Samstagnachmittag. Als bester Junior nimmt Connor de Phillippi das Rennen von rang acht aus auf. Die ersten drei und folgende Piloten zogen dann in die zweite Session mit Nicki Thiim, Sean Edwards, Jaap van Lagen, Robert Lukas, Connor de Phillippi, Norbert Siedler, Jeffrey Schmidt, Fabien Thuner, Peter Schothhorst, Alex Riberas, Philipp Eng und Marko Klein ein. Nach einer kurzen Pause begaben sich diese 15 Piloten noch einmal für zehn Minuten hinaus um die Pole für das zweite Rennen am Sonntag auszufahren. Nachdem nun alle hinausgefahren waren, setzte Sean Edwards für alle anderen die Meßlatte mit einer Zeit von 1:58,604 Minuten, gefolgt von Fabien Thuner und Nicki Thiim. Bei dieser Reihenfolge sollte es aber nicht bleiben, denn Kevin Estre konnte noch einiges zulegen und hatte nach zwei Runden sich mit einer Zeit von 1;:56,833 Minuten an die Spitze gefahren. Christian Engelhart und Sean Edwards nahmen die Ränge zwei und drei ein. Die Pole-Position hatte sich Kevin Estre mit fünf gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:56,833 Minuten geholt, gefolgt von Christian Engelhart und Sean Edwards. Als bester Junior-Pilot wird Alex Riberas von Rang zehn aus ins Rennen gehen. Direkt dahinter startet der zweite Junior Pilot. Jeffrey Schmidt nimmt das Rennen aus der vierten Startreihe aus auf. Ihren ersten Lauf nahmen die Fahrer am Samstagmittag bei strahlendem Sonnenschein unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seinen Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Mit sehr viel Disziplin ging es hier hindurch. Weit gefächert ging es auf die Spitzkehre zu. Dort sortierten sie sich alle ordentlich ein. Im hinteren Feld hatte trotzdem einer der Fahrer etwas Schwierigkeiten und zwar war es Bill Barazetti. Er wurde dort umgedreht. Nach der ersten Runde führte der Pole-Setter mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden, gefolgt von Christian Engelhart und Sean Edwards. Im Verlauf der zweiten Runde waren sich in der Spitzkehre mehrere Piloten nicht einig, mit der Folge das Pieter Schothorst umgedreht wurde. Für ihn war das Rennen dort bereits zu Ende. Zu dieser Zeit waren Wolf Nathan und Bill Barazetti schon zur Box gekommen. Mit Problemen war auch Thomas Langer unterwegs. Zwei Piloten erhielten eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts und zwar waren es Dominic Jöst und Chris Bauer. Wenig später erhielt auch Kyle Marcelli eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Überall im Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Nach vier Runden kamen Dominic Jöst und Kyle Marcielli zu ihrer Strafe durch die Box. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er hatte seinen Vorsprung bereits auf 2,1 Sekunden ausgebaut. Als bester Junior war Connor de Phillippi unterwegs. Er hatte einen harten Kampf mi tFelipe Fernandez Laser auszutragen. Hier ging es um Rang neun. Als bester Amateur war Hoevert Vos auf Rang 18 unterwegs. Jeffrey Schmidt hatte eine Armada von drei Fahrzeugen hinter sich. Er musste absolute Kampflinie fahren um seinen elften Platz zu verteidigen. Auch Christian Engelhart auf Platz zwei wurde hart bedrängt von Sean Edwards, Jaap van Lagen, Nicki Thiim und Norbert Siedler. In der achten Runde war Elia Erhart auf die Curbs gekommen, schoß über die Strecke und schlug heftigst mit der Fahrerseite in die Mauer ein. Bei Halbzeit des Rennens stand Bill Barazetti zur Überundung an. Er machte aber ohne weiteres Platz. Sean Edwards hatte sich in der zehnten Runde Christian Engelhart zurecht gelegt und zog an dem Pioloten von Konrad Motorsport vorbei. Kevin Estre an der Spitze fuhr ein einsames Rennen, denn er hatte seinen Vorsprung schon auf 4,9 Sekunden ausgebaut. Im elften Umlauf kam das Safety Car heraus, weil man das Fahrzeug von Elia Erhart nicht bergen konnte. Es stand an einer zu gefährlichen Stelle. Das Rennen wurde dann unter Safety Car zu Ende gefahren. Kevin Estre holte sich einen Start-Ziel-Sieg nach vierzehn Runden, gefolgt von Sean Edwards und Christian Engelhart. Als bester Junior wurde Connor de Phillippi auf Rang neun abgewunken. Zwei Plätze dahinter sah der nächste Junior Alex Riberas das Ziel. Hoevert Vos sah als bester Amateur auf Platz vierzehn das Ziel. Jeffrey Schmidt beendete sein erstes Rennen im Porsche Carrera Cup auf Rang zehn. Er war von Platz zehn aus ins Rennen gegangen. In der A-Wertung führt Kevin Estre mit 20 Punkten vor Sean Edwards mit 18 und Christian Engelhart mit 16 Punkten. In der B-Wertung hat Hoevert Vos mit 20 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Rolf Ineichen mit 18 und Daniel Allemann mit 16 Zähler. Am Sonntagmorgen machten sich die Protagonisten bereit, ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende in Angriff zu nehmen. Dieser fand wiederum bei trockener Strecke statt. Auch dieser Start funktionierte nach der Einführungsrunde ohne Probleme. Kevin Estre der Sieger vom Vortag konnte seine Pole-Position behaupten und führte das riesige Feld in die erste Kurve. Christian Engelhart hatte beim Start einen Platz eingebüst. Zur gleichen Zeit waren für Hoevert Vos und Sascha Halek das Rennen neben der Strecke früher beendet als geplant. Zuvor hatte es eine Rangelei gegeben, in dem beide unverschuldet verwickelt waren. Bill Barazetti kam dann auch mit einem beschädigten Fahrzeug zur Box zurück. Zu dieser Zeit führte Kevin Estre mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden, gefolgt von Sean Edwards und Christian Engelhart. Die Rennleitung schickte nun das Safety Car heraus um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Als bester Junior befand sich Connor de Phillippi auf Platz elf. Nach fünf Runden erfolgte dann der Re-Start. Der Führende gab nun das Tempo vor. Er konnte seine Position auch behaupten. Er versuchte sich zwar sofort von der Meute zu lösen. In der sechsten Runde waren sich Lukas Stolz und Kyle Marcielli in der Spitzkehre nicht ganz einig, mit der Folge das beide kollidierten und neben der Strecke landeten. Wolf Nathan erhielt von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Zwei weitere Piloten erhielten ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe wegen zu frühen startens. Es waren Chris Bauer und Georg Engelhardt. Die ersten drei hatten sich unterdessen etwas vom Feld abgesetzt. Einen harten Kampf lieferten sich Nicki Thiim und Jaap van Lagen. Von diesem Duell profitierte dann Norbert Siedler. Der Österreicher konnte nämlich den Niederländer niederringen und nahm nun Platz sechs ein. Auch im hinteren Feld wurde hart um jede Position gekämpft. Im Verlauf der neunten Runde setzte Nicki Thiim Philipp Eng unter Druck. Im nachhinein konnte der Österreicher den Dänen nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Der Führende hatte sich bei Halbzeit des Rennens immer noch keine Luft verschaffen können. Unterdessen konnte Nicki Thiim sich von dem Trio hinter sich absetzen. Der Däne versuchte nun den Anschluß an die drei Führenden zu bekommen. Robert Lukas hatte alle Hände voll zu tun seinen achten Platz zu verteidigen, denn ihm im Nacken saßen Felipe Fernandez Laser, Connor de Phillippi und Alex Riberas. Philipp Eng hatte gleich in einer Runde zwei Plätze eingebüst, denn an ihm waren Norbert Siedler und Jaap van Lagen vorbei gegangen. Danach war er nur noch auf Rang sieben unterwegs und musste sich harten Attacken von Robert Lukas erwehren. Letzterer hatte aber auch noch drei weitere Fahrzeuge im Schlepptau. Absolute Kampflinie fahren musste auch Norbert Siedler fahren, denn Jaap van Lagen versuchte ihn immer wieder in einen Fehler zu treiben. Bei noch neun Minuten zu fahrender Zeit erhielt Georg Engelhardt von der Rennleitung die schwarze Flagge, denn er hatte seine Durchfahrtsstrafe nicht angetreten. Nachdem Connor de Phillippi zu weit nach außen gekommen war, konnte der zweite Junior Alex Riberas ohne weiteres an ihm vorbzeiziehen und hatte sich damit auf Platz zehn geschoben. Florian Scholz musste wegen eines Reifenschadens hinten rechts das Rennen nach vierzehn Runden in der Box früher beenden als geplant. Zur gleichen Zeit hatte Philipp Eng wieder einen Platz eingebüst. Er wurde jetzt von beiden Junioren attackiert. Nicki Thiim auf Rang vier fahrend hatte sich Runde um Runde an die Spitze herangerbeitet. Der Abstand zu Christian Engelhart betrug nur noch 1,6 Sekunden. Die ersten drei fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Nach 18 gefahrenen Runden holte sich der Franzose Kevin Estre einen Doppelsieg. Hinter ihm kamen Sean Edwards und Christian Engelhart ins Ziel. Philipp Eng hatte es noch geschafft, die beiden Junioren hinter sich zu halten und beendete das Rennen auf Platz neun. Als bester Junior überquerte Alex Riberas auf Platz zehn das Ziel. Mit nur einem Abstand von 0,2 Sekunden sah der zweite Junior Connor de Phillippi auf Platz zwölf die Zielflagge. Die B-Wertung hatte Dominick Jöst gewonnen vor Rolf Ineichen und Daniel Allemann. In der A-Wertung liegt Kevin Estre auf Rang eins mit 40 Punkten, gefolgt von Sean Edwards mit 36 und Christian Engelhart mit 32 Punkten. Rolf Ineichen hat in der B-Wertung mit 36 Zähler die Nase vorne vor Daniel Allemann mit 32 und Dominic Jöst mit 27 Zähler. Christian Engelhart (Konrad Motorsport): "Ich kann absolut zufrieden sein. Zum Saisonstart gleich zweimal auf dem Podium zu stehen und Meisterschaftspunkte zu sammeln, ist klasse. Hätte mir das vorher jemand gesagt, hätte ich sofort unterschrieben. Trotzdem wäre in beiden Rennen noch mehr für mich möglich gewesen. Am Sonntag konnte ich die schnellste Rennrunde fahren. Darauf und auf die zwei Pokale lässt sich aufbauen." Karsten Molitor (MRS GT-Racing): "Das war kein guter Sonntag für uns. Aus Startposition vier einen neunten Rang mitzunehmen ist natürlich sehr enttäuschend. Generell hatte die Strecke sehr wenig Grip am Sonntag, warum Philipp jedoch so große Probleme hatte, müssen wir noch genau analysieren. Der Rest ist natürlich noch viel trauriger. Zwei schwer beschädigte Fahrzeuge und dann noch ein Reifenschaden. Viel schlimmer hätte es nicht kommen können. Wir hatten wirklich große Hoffnungen und sind verständlicherweise sehr enttäuscht. Wir müssen jetzt nach vorn schauen und hoffen, dass es in 14 Tagen auf der Nürburgring Nordschleife entsprechend besser läuft." ![]() Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! Tabellen:
|
|