Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Spa / B
10.05. - 12.05.2013

Sachsenring
07.06. - 09.06.2013

Nürburgring
02.08. - 04.08.2013

Red Bull-Ring / A
09.08. - 11.08.2013

Lausitzring
30.08. - 01.09.2013

Slovakiaring
13.09. - 15.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


Tabellen

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Alessi/Keilwitz gewinnen 100. ADAC GT Masters Rennen
Buhk/Götz in der Tabelle auf Rang zwei

Vom 13. bis 15. September betraten die Protagonisten der ADAC GT Masters absolutes Neuland. An diesem Wochenende standen die Läufe dreizehn und vierzehn in der Slowakei und zwar auf dem Slovakiaring auf dem Programm. Das ADAC GT Masters feiert Jubiläum: Das Rennwochenende auf dem Slovakia Ring markiert das 50. Wochenende in der Geschichte der "Liga der Supersportwagen". Erstmals gastiert diese Serie auf der 2009 eröffneten Rennstrecke, rund 40 km südöstlich der Hauptstadt Bratislava gelegen. Der 5,922 km lange Kurs, der zu den längsten Rennstrecken in Europa zählt, ist für die meisten Piloten des ADAC GT Masters Neuland. An der Tabellenspitze sind die ersten vier Teams mit Corvette, Porsche, BMW und Mercedes-Benz bei vier noch ausstehenden Rennen nur durch 16 Punkte voneinander getrennt. Als Tabellenführer reisten hier Daniel Keilwitz/Diego Alessi (Callaway Competition), sie konnten bislang vier Mal truimphieren mit 136 Punkten an, gefolgt von Robert Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport) mit 133 und Dominik Baumann/Claudia Hürtgen (PIXUM Team Schubert) mit 120 Punkten. Punktgleich liegen sie mit Maximilian Götz/Maximilian Buhk (Polarweiss Racing) auf diesem Rang.

Bei 16 Punkten Differenz auf die Tabellenführer haben die beiden Piloten von Polarweiss Racing beim vorletzten Rennwochenende der Saison beste Chancen im Titelkampf. Sergey Afanasiev und Andreas Simonsen kämpfen im zweiten Mercedes-Benz SLS AMG von Polarweiss Racing im ADAC GT Masters nicht um den Titel, wollen auf dem Slovakia Ring aber ein Highlight setzen. Das russisch-schwedische Duo feierte auf der Strecke bei Bratislava vor drei Wochen einen Sieg in der FIA GT-Series mit ihrem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und will auch im ADAC GT Masters wieder auf das Podium fahren. Für Dominik Baumann ist diese Rennstrecke kein Neuland. Er konnte auf dieser fahrerisch anspruchsvollen Strecke schon einen Sieg feiern. Hingegen für die Tabellenführer schon. Diego Alessi versucht durch das Internet die Schalt- und Bremspunkte zu lernen. Dazu sieht er sich auch Aufnahmen von den Rennen in voller Länge an, um herauszufinden, an welchen Stellen der Strecke es im Rennen kritische Situationen geben könnte. Der Lokalmatador Filip Sladecka startet im Audi R8 für die Mannschaft von THE BOLSS YACO Racing. Er hatte bereits auf dem Red Bull Ring ein Gastspiel gegeben. Hier in seiner Heimat tritt er zusammen mit Philipp Geipel an.

Vier Rennen vor dem Saisonende spitzt sich auch der Kampf in der Gentlemen-Wertung zu. Die Tabellenzweite Christina Nielsen (Farnbacher Racing) hat zuletzt mit ihrem zweiten Saisonsieg im Porsche 911 Punkte auf Tabellenführer und Markenkollege René Bourdeaux (Tonino by Herberth Motorsport) gutgemacht. Christina Nielsen startet auf dem Slovakia Ring mit einem neuen Teamkollegen und teilt sich ihren Porsche erstmals mit dem zweifachen ADAC GT Masters-Laufsieger, dem Polen Kuba Giermaziak. Die beiden Porsche-Piloten müssen allerdings aufpassen, denn der Drittplatzierte, Remo Lips aus der Schweiz, der sich eine Corvette mit ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Lennart Marioneck (Callaway Competition) teilt, kam mit zwei Klassensiegen in vier Rennen zuletzt gut in Fahrt. Der Chevrolet Camaro GT von SaReNi United absolviert am kommenden Wochenende auf dem Slovakia Ring seinen zweiten Auftritt im ADAC GT Masters in dieser Saison. Lokalmatador Stefan Rosina startet gemeinsam mit dem ADAC GT Masters-Champion von 2010, Albert von Thurn und Taxis, in dem mächtigen US-Sportwagen bei seinem Heimspiel.

Nach dem ersten ADAC GT Masters-Einsatz in diesem Jahr im August auf dem Red Bull Ring hat das ein komplett neues Fahrzeug aufgebaut und in Details weiter verbessert. Rückblickend war das Wochenende auf dem Red Bull Ring für das Team eher enttäuschend. In beiden Rennen musste der Camaro GT3 von der letzten Position starten, nachdem SaReNi nach einem Motorwechsel das Qualifying auslassen musste. Im ersten Rennen schied von Thurn und Taxis nach einem Unfall bereits in der Startrunde aus. Beim zweiten Einsatz am Sonntag reichte es nach einer Durchfahrtsstrafe noch für Platz 20. Auf dem Slovakia Ring will das hochmotivierte Team nun auf jeden Fall bessere Ergebnisse einfahren.

Daniel Keilwitz (Callaway Competition): "Wir kennen die Strecke nicht und auch das Team ist dort noch nicht gefahren. Ich erwarte sicherlich kein einfaches Wochenende."

Robert Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport): "Der Slovakia Ring ist Neuland für uns. Wir haben dort keine Erfahrungswerte."

Dominik Baumann (PIXUM Schubert Team): "Ich kenne die Strecke sehr gut und ich glaube, dass wir auf dem Slovakia Ring vorn mit dabei sind."

Maximikian Buhk (Polarweiss Racing): "Wir kommen nach Platz vier zuletzt auf dem Lausitzring mit einem guten Ergebnis zum Slovakia Ring. Bei einem Rennen zur FIA GT Series vor vier Wochen waren Audi und BMW gut dabei, allerdings wir auch, wie der Sieg von unseren Teamkollegen gezeigt hat."

Teammanager Tomas Enge (Team SaReNi United): "Wir haben auf dem Red Bull Ring schon gezeigt, dass der Camaro GT3 kein langsames Auto ist, auch wenn es zu keinem guten Ergebnis gereicht hat. Zum Slovakia Ring werden wir mit einem komplett neuen Auto anreisen und möchten natürlich mit besseren Ergebnissen zeigen, dass wir wieder ein Stück vorangekommen sind und die Enttäuschung von Österreich hinter uns lassen. Mit Albert (von Thurn und Taxis) und Stefan (Rosina) haben wir zwei gute Rennfahrer im Auto sitzen. Ich denke, dass wir eine gute Performance abliefern können."

Das erste freie Training stand am Freitagmorgen von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr auf dem Programm. In dieser Session wechselten wie immer die Positionen des öfteren. Am Ende hatten sich dann Sergey Afanasiev/Andreas Simonsen (Polarweiss Racing) mit 24 Runden und einer Zeit von 2:04,295 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Rahel Frey/Christopher Haase (Prosperia C. Abt Racing) und Jeroen den Boer/Simon Knap (DB Motorsport). Den beiden Polarweiss-Piloten kam dabei ihre Streckenkenntnis auf dem Slovakia Ring zur Gute, denn vor vier Wochen gewannen Afanasiev/Simonsen dort einen Lauf der FIA GT-Serie. Auf Platz vier befanden sich Christopher Mies/René Rast (Prosperia C. Abt), die lange Zeit an der Spitze lagen. Prosperia C. Abt Racing war mit allen drei Audi in den Top-Zehn vertreten, Christer Jöns/Markus Winkelhock landeten auf Rang acht. Maximilian Buhk/Maximilian Götz (Polarweiss Racing) mussten sich zunächst mit Rang sieben zufrieden geben. Die Tabellenführer hatten sich unterdessen auf Platz elf platziert. Auf Rang zehn und 15 wurden Dominik Baumann/Claudia Hürtgen (PIXUM Team Schubert) , die Tabellendritten und der Tabellenzweite Robert Renauer mit seinem Teamkollegen Martin Ragginger (Tonino powered by Herberth Motorsport) gewertet.

Zum zweiten freien Training am Freitagmittag wurden die Zeiten schneller. Diesmal waren Jeroen den Boer/Simon Knap mit einer Zeit von 2:03,474 Minuten die schnellsten im Feld. Hinter ihnen lagen Frank Kechele/Dominik Schwager (Lambda Performance) und Maximilian Buhk/Maximilian Götz. Verbessern konnten sich Dominik Baumann/Claudia Hürtgen, sie nahmen jetzt Rang sechs ein. Diego Alessi/Daniel Keilwitz und Martin Ragginger /Robert Renauer mussten sich mit den Plätzen elf und 16 zufrieden geben. Die Schnellsten von morgens und Rahel Frey/Christopher Haase waren auf den Rängen neun und zwölf abgerutscht. Auch im zweiten Training auf dem 5,922 km langen Slovakia Ring brachte die Mannschaft von Prosperia C. Abt Racing wieder alle drei Audi R8 LMS ultra in die Top-Zehn. Christopher Mies/René Rast landeten auf Rang fünf, Rahel Frey/Christopher Haase auf Rang neun. Schnellstes Porsche-Team waren wie im ersten Training am Vormittag Philip Frommenwiler und Mario Farnbacher im 911 GT3 R von Farnbacher Racing. Andreas Wirth und Christian Hohenadel (Callaway Competition) fuhren in ihrer Corvette Z06 vor ihre Teamkollegen und aktuellen Tabellenführern Diego Alessi/Daniel Keilwitz auf Rang zehn.

Andreas Simonsen (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3): "Nachdem es im ersten freien Training gut für uns lief, hatte ich in der zweiten Session Probleme mit massivem Übersteuern. In der Schikane ist mir das Auto so stark ausgebrochen, dass ich dachte, ich lande in den Reifenstapeln und das Wochenende sei vorbei. Ich habe die Reifenstapel dann aber haarscharf verpasst. Ich hoffe, wir kommen dem Problem auf die Spur. Denn mit den neuen Reifen war ich sechs Zehntelsekunden langsamer als mit alten, gebrauchten. Das ist schon sehr ungewöhnlich."

Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3): "Das Wochenende wird sehr schwierig, denn die Strecke ist für unsere Corvette noch deutlich schlechter als erwartet. In den vielen kurvigen Passagen fehlt uns einfach Abtrieb. Die Zeit, die wir dort verlieren, können wir auf den Geraden nicht kompensieren."

Robert Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R): "Wir haben ein schwieriges Wochenende erwartet und genau das scheint auch einzutreten. Der Slovakia Ring ist einfach keine Porsche-Strecke. Regen würde uns hier sehr helfen. Aber vielleicht gewinnt ja hier der BMW von DB oder der Ford. Das wäre für uns in der aktuellen Situation der Meisterschaft gar nicht mal so schlecht."

Am Freitagnachmittag wurde es dann ernst für die Fahrerinnen und Fahrer, denn nun standen die beiden Qualifyings in denen die Startaufstellungen für das samstägige und sonntägige Rennen ausgefahren werden auf dem Programm. In der ersten Session wechselten die Positionen des öfteren. Am Schluß hatten sich Frank Kechele/Dominik Schwager (Lambda Performance) mit drei Runden und einer Zeit von 2:02,341 Minuten Startplatz eins gesichert, gefolgt von Simon Knap/Jeroen den Boer und Philipp Frommenwiler/Mario Fanrbacher (Fanrbacher Racing). Maximilian Götz/Maximilian Buhk starten von Rang vier. Dominik Baumann/Claudia Hürgen und Robert Renauer/Martin Ragginger mussten sich mit den Startplätzen neun und elf zufrieden geben. Die Tabellenführer müssen das Rennen aus der elften Startreihe aus aufnehmen. Als bester Gentleman konnte sich Remo Lips mit seinem Teamkollegen Lennart Marioneck (Callaway Competition) auf Startplatz 16 platzieren.

Nach einer kurzen Pause ging die Sache dann wieder von vorne los, jetzt wurde die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag ausgefahren. Auch hier gab es des öfteren Positionswechsel. Hier schafften es alle drei Prosperia C.Abt Racing Audis sich auf die Startplätz eins bis drei zu stellen. Die Pole-Position holten sich Christer Jöns/Markus Winkelhoci mit einer Zeit von 2:02,584 Minuten und drei gefahrenen Runden, gefolgt von den Teamkollegen Rahel Frey/Christopher Haase und Christopher Mies/Rene Rast. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann und Maximilian Götz/Maximilian Buhk nahmen die Startplätze vier und fünf ein. Diego Alessi/Daniel Keilwitz werden in der fünften Startreihe stehen. Von Startplatz sechs werden der beste Gentleman Toni Seiler mit seinem Kolleghen Mike Parisy ins Rennen gehen.

Nach einiger Zeit hatte die Rennleitung ein neues Qulifying für das zweite Rennen herausgegeben und zwar hatte man Folgendes festgestellt: Der Ford GT, Startnummer 14, wurde nach der Entscheidung Nr. 16 der Sportkommissare am Slovakia Ring von der Wertung des Qualifyings zwei ausgeschlossen. Bei der technischen Nachkontrolle wurde ein Verstoß gegen Artikel 30.1b des Sportlichen Reglements des ADAC GT Masters festgestellt, anstelle der vorgeschrieben Benzinmenge von zwei Kilogramm, konnten die technischen Kommissare nur eine Benzinmenge von 925 Gramm feststellen. Dominik Schwager verliert so Startplatz fünf und muss in Rennen zwei aus der letzten Position starten. Eine "Grid Penalty" für das erste Rennen erhielt Florian Stoll (MS RACING). Stoll hatte während einer Qualifying-Unterbrechung bei geschwenkter roter Flagge einen Konkurrenten überholt. Anstatt von Position zehn startet der Audi R8 LMS ultra mit der Startnummer #1 nun von Position 20 in das erste Rennen. Alfred Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport) wurde nach einem Verstoß gegen Artikel 23.7 des sportlichen Reglements die schnellste Rundenzeit im Qualifying 2 gestrichen. Der Porsche-Pilot fuhr im Qualifying bereits in der "fast lane", bevor die Boxenampel grün anzeigte. Die Annullierung der schnellsten Rundenzeit hat keine Änderung der Startposition von Renauer zur Folge.

Frank Kechele (Lambda Performance-Ford GT), Pole Position Rennen 1: "Ich konnte lange nicht mehr sagen, dass eine Runde absolut perfekt war, aber an meiner Runde heute konnte man nichts mehr verbessern. Es hat einfach perfekt gepasst und mittlerweile verstehen wir das Auto einfach auch immer besser. Die Strecke macht Spaß und heute kam uns auch die kühle Witterung entgegen. Bei diesen Bedingungen funktioniert unser Ford sehr gut, das haben wir schon in Spa gesehen. Im Titelkampf mache ich mir trotz der Pole aber keine Illusionen, dafür liege ich in der Tabelle zu weit hinten - meine Titelchance beträgt vielleicht 3 Prozent."

Markus Winkelhock: (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), Pole Position Rennen 2: "Meine erste Pole Position beim 100. ADAC GT Masters-Rennen zu erobern ist natürlich sehr schön. Nach den Ergebnissen aus dem freien Training hätte ich nicht erwartet, dass es hier zur Pole reichen könnte. Aber das Auto hat sich perfekt angefühlt und ich habe es schlicht und einfach auf den Punkt gebracht."

Christopher Haase (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), Startplatz zwei, Rennen 2: "Mein Getriebe war im Qualifying defekt, ich musste zwei Mal an die Box fahren. Der Getriebe-Potentiometer war nicht in Ordnung. Den haben wir dann getauscht, danach blieb mir aber nur noch für eine Runde Zeit. Die Reifen war dann zum Ende auch nicht mehr optimal, aber die Runde hat einfach optimal gepasst."

Simon Knap. (DB Motorsport-BMW Z4), Startplatz zwei, Rennen 1: "Der zweite Startplatz ist toll, ich bin sehr mit dem Qualifying zufrieden. Das Auto läuft hier perfekt. Es kommt morgen sehr auf den Start an. Wenn wir nach dem Start vorn liegen, kann es ein richtig gutes Ergebnis geben."

Dominik Baumann ( PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3), Startplatz vier, Rennen 2: "Startplatz vier ist ein gutes Ergebnis. Es stehen zwar drei Audis vor mir, aber damit kann ich gut Leben. Wir haben noch 20kg Erfolgsballast vom Rennen auf dem Lausitzring an Bord, unter diesen Umständen ist der Startplatz sehr gut. Der Start im Rennen morgen wir sicherlich sehr spannend, denn auf der langen und breiten Start-Ziel-Geraden sind die Starts extrem schwierig."

Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3); Startplatz 22, Rennen 1: "Ich habe offenbar für einige Sekunden mein Gehirn komplett ausgeschaltet. Ich habe in Kurve sechs etwas zu weit nach rechts ausgeholt, um einen größeren Radius fahren zu können und bin dabei prompt im Kies gelandet. Was ich mir dabei gedacht habe, weiß ich selbst nicht. Jetzt

Die Niederländer Simon Knap und Jeroen den Boer (DB Motorsport) haben im BMW Z4 das Premierenrennen des ADAC GT Masters am Samstagmittag auf dem Slovakia Ring in der Slowakei gewonnen. Diese siegten bei schwierigen Witterungsbedingungen auf nasser Strecke mit 9,274 Sekunden Vorsprung auf Christer Jöns und Markus Winkelhock ( beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Claudia Hürtgen und Dominik Baumann ( beide PIXUM Team Schubert) eroberten im BMW Z4 in einem Fotofinish auf der Ziellinie den dritten Rang. Der erste Lauf der ADAC GT Masters in der Slowakei wurde nach starken Regenfällen am Vormittag aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety-Car gestartet und nach drei Runden freigegeben. Polesetter Frank Kechele (Lambda Performance) übernahm im Ford GT auf regenasser Strecke die Führung, geriet aber sofort unter Druck von Knap. Sieben Runden folgte der Niederländer dem Ford GT, bevor er Freank Kechele in der zehnten Runde überholte und sich an der Spitze sofort absetzte. Bis zum Fahrerwechsel Simon Knap den Vorsprung auf fünf Sekunden aus. Nach dem Pflichtboxenstopp setzte Jeroen den Boer dann die starke und fehlerlose Fahrt fort und lag zwischenzeitlich mit 15,2 Sekunden Vorsprung an der Spitze, bevor er Tempo rausnahm und souverän zum ersten Saisonsieg fuhr.

Hart umkämpft waren die beiden weiteren Podiumsplätze. Markus Winkelhock setzte sich in einem packenden Duell gegen Maximilian Buhk (Polarweiss Racing) im Mercedes-Benz SLS AMG durch und übernahm Rang zwei. In einem Fotofinish auf der Ziellinie mussten sich Maximilian Buhk und Teamkollege Maximilian Götz auch noch dem BMW von Claudia Hürtgen/Dominik Baumann Dominik Baumann erwischte aus der letzten Kurve eine bessere Linie und lag im Ziel nur 0,026 Sekunden vor dem Mercedes-Benz. Kechele und Teamkollege Dominik Schwager mussten sich aus dem Kampf um die Podiumsplätze vorzeitig verabschieden. Nach einer Zeitstrafe aufgrund eines Vergehens beim Boxenstopp kam das Ford-Team auf Rang 14 ins Neben Simon Knap und Jeroen den Boer gab es auf dem Slovakia Ring einen heimlichen Sieger: Robert Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport) fuhr im Porsche 911 mit Martin Ragginger hinter dem Audi R8 von Christopher Mies/René Rast auf Rang sechs und übernahm damit drei Rennen vor dem Saisonende die Tabellenführung. Durch die Tabellenführung von Robert Renauer liegen Fahrer von Tonino powered by Herberth Motorsport nun an der Spitze der Fahrer- und Gentlemen-Wertung. Die bisherigen Tabellenführer, Diego Alessi /Daniel Keilwitz ( Callaway Competition), mussten in ihrer Corvette nach einem Fehler von Diego Alessi im Qualifying als Letzte starten und blieben auf Rang 15 ohne Punkte.

In der Gentlemen-Wertung fuhr Tabellenführer René Bourdeaux (Tonino powered by Herberth Motorsport) zu seinem fünften Saisonsieg im Porsche 911 und baute damit seinen Vorsprung in der Tabelle auf Markenkollegin Christina Nielsen (Farnbacher Racing) aus, die Dritte wurde. Rang zwei ging an Corvette-Pilot Remo Lips (Callaway Competition). Der Schweizer führte zu Rennbeginn, musste dann aber in der zweiten Rennhälfte die Führung nach einem zu langsamen Boxenstopp an Bourdeaux und dessen Teamkollege Alfred Renauer abgeben. Nach Platz zwei im ersten Lauf Christer Jöns/Markus Winkelhock im zweiten Rennen am Sonntag beste Chancen auf ihren ersten Saisonsieg. Das Audi-Duo startet von der Pole Position in das 100. ADAC GT Masters-Rennen, gefolgt von deren Teamkollegen Rahel Frey/ Christopher Haase und Christopher Mies/Rene Rast. Dominik Baumann/Claudia Hürtgen starten im BMW als Vierte.

In der Meisterschaft führt Robert Renauer mit 141 Punkten vor Daniel Keilwitz/Diego Alessi mit 136 und Dominik Baumann/Claudia Hürtgen mit ebenfalls 136 Punkten. In der Teaamwertung hat Prosperia C. Abt Racing mit 181 Zähler die Nase vorne vor PIXUM Team Schubert mit 176 und Callaway Competition mit 165 Zähler. Auf Rang eins in der Gentlemen-Wertung liegt weiterhin Rene Bourdeaux mit 224 Punkten, gefolgt von Christina Nielsen mit 212 und Remo Lips mit 183 Punkten.

Jeroen den Boer (DB Motorsport-BMW Z4 GT3), Sieger: "Ich war nach dem Fahrerwechsel erst vorsichtig, da es meine ersten Meter im Nassen waren. Es lief aber sofort richtig gut, ich war zwei Sekunden schneller als meine Verfolger. Als es dann langsam abtrocknete, wurde es allerdings etwas

Simon Knap (DB Motorsport-BMW Z4 GT3), Sieger: "Gleich nach dem Start konnte ich Kechele folgen und war deutlich schneller als er. Ich habe dann auf meine Chance gewartet. Als ich vorbei war, konnte ich mich dann auch gleich von ihm absetzen."

Markus Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), Platz zwei: "Das Rennen war sehr gut und unser Audi hat perfekt funktioniert. Bei dem Duell mit Buhk in der Schlussphase wollte ich es nicht mit der Brechstange versuchen und habe auf meine Chance gelauert. Die hat sich dann auch ergeben. Ich hatte dann allerdings zwei Mal Kontakt mit dem Mercedes. Seine risikoreiche Fahrweise hat mich schon etwas gewundert, denn schließlich fährt er um die Meisterschaft."

Christer Jöns (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), Platz zwei: "Der Start hinter dem Safety Car war absolut gerechtfertig, denn am Start waren die Bedingungen sehr schwierig. Ich habe mich erst etwas zurückgehalten, denn mein Teamkollege Mies lag vor mir, kämpfte aber mit ABS-Problemen. Nachdem er einen kleinen Ausrutscher hatte, bin ich dann vorbei und konnte auch gut attackieren. Markus (Winkelhock) hat unseren Audi dann gut ins Ziel gebracht. Ich hatte nur bei dem Zweikampf von ihm mit Buhk etwas Sorge, denn der Mercedes ist schon sehr hart gefahren."

Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3), Platz drei: "Mit Platz drei bin ich sehr zufrieden. Das Rennen war heute sehr schwierig und die Bedingungen haben sich zum Rennende sehr verändert. In der letzten Runde konnte ich dann auf der Ziellinie noch Maximilian Buhk überholen. Ich habe ihn in der letzten Kurve auf der Außenbahn überholt und hatte dann Glück."

Maximilian Götz (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3), Rang vier: "Ich hatte über einige Runden Probleme mit der Sicht, denn vor mir fahrende Konkurrenten sind hinter der Schikane immer durch den Dreck und habe meine Frontschreibe verschmutzt. Mit zunehmend abtrocknender Strecke wurde es mit unserem Auto nicht einfacher. Aber wir haben mit Platz vier den Rückstand auf die Tabellenspitze reduziert."

René Bourdeaux (Tonino powered by Herberth-Porsche 911 GT3 R), Sieger Gentlemen-Wertung: "In den ersten Runden war es nicht einfach, die Sicht war sehr schlecht. Ich bin Remo (Lips) gefolgt, nach dem Boxenstopp konnte mein Teamkollege Alfred Renauer die Führung in der Klasse übernehmen. Dass Christina (Nielsen) heute hinter mir ins Ziel gekommen ist, erleichtert mich etwas, denn dadurch konnte ich meine Tabellenführung etwas ausbauen."

Am Sonntagmittag haben Diego Alessi und Daniel Keilwitz (Callaway Competition) in ihrer Corvette auf dem Slovakia Ring das 100. Rennen des ADAC GT Masters gewonnen. Die beiden Corvette-Piloten eroberten durch ihren fünften Saisonsieg nach einem packenden Rennen in der Slowakei die Tabellenführung zurück und liegen vor dem Finale in Hockenheim mit 14 Punkten Vorsprung an der Spitze der Fahrerwertung. Christopher Mies und René Rast (Prosperia C. Abt Racing) wahrten ihre Titelchancen mit Platz zwei im Audi R8 ebenso wie ADAC GT Masters-Titelverteidiger Maximilian Götz und Maximilian Buhk (Polarweiss Racing), die im Mercedes-Benz SLS AMG Dritte wurden. Daniel Keilwitz erobert mit grandiosem Start aus dem Mittelfeld die Führung. Den Grundstein zum Sieg legte Daniel Keilwitz mit einem Bilderbuchstart. Von Startposition zehn aus katapultierte sich der Corvette-Pilot gefolgt von Maximilian Buhk im Mercedes-Benz noch vor der ersten Kurve über die Außenbahn an die Spitze. Durch einen kleinen Fehler von Daniel Keilwitz in der Startrunde konnte Maximilian Buhk dann für wenige Kurven die Führung übernehmen, bevor der Corvette-Pilot konterte und wieder vorn lag. Von dem Moment an ließ sich Daniel Keilwitz ebenso wie Teamkollege Diego Alessi nach dem Fahrerwechsel die Führung nicht mehr nehmen.

Dabei proftierten die Corvette-Piloten auch vom Pech von Rast/Mies im Audi. Kurz vor dem Fahrerwechsel reduzierte Rene Rast im drittplatzierten Audi mit einer Reihe von Bestzeiten seinen Rückstand auf die Spitzenreiter Daniel Keilwitz und Maximilian Buhk. Durch ein Problem beim Anlassen des Audi nach dem Fahrerwechsel auf Teamkollege Christopher Mies gingen aber sechs Sekunden und damit die Chance auf die Führung für das Audi-Duo verloren. Mies ging nach dem Fahrerwechsel knapp hinter Alessi als Zweiter wieder auf die Strecke und brachte seinen Audi 1,747 Sekunden hinter der siegreichen Corvette ins Ziel. maximilian Buhk und maximilian Götz sahen die Zielflagge als Dritte und liegen gemeinsam mit Robert Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport), der im Porsche 911 mit Martin Ragginger Siebter wurde, vor dem Finale in Hockenheim punktgleich in der Fahrerwertung auf Rang zwei. Maximilian Sandritter und Jörg Müller (PIXUM Team Schubert) fuhren im BMW Z4 GT3 vor dem von der Pole Position gestarteten Audi-Duo Christer Jöns und Markus Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing) als Vierte ins Ziel.

Beim Finale in Hockenheim kämpfen insgesamt elf Fahrer auf Supersportwagen von Corvette, Mercedes-Benz, Porsche, BMW und Audi noch um den Titel. Rechnerische Titelchancen haben auch noch Claudia Hürtgen und Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert) im BMW Z4, die am Sonntag Pech hatten und nach einem Ausrutscher und einer Zeitstrafe nach einem Vergehen beim Boxenstopp als Zehnte noch einen Punkt einfuhren. Eine theoretische Titelchance haben auch noch Simon Knap und Jeroen den Boer (DB Motorsport), die im BMW Z4 das Rennen am Samstag auf dem Slovakia Ring gewannen und am Sonntag Achte wurden. Einen Führungswechsel gab es zwei Rennen vor dem Saisonende auch in der Gentlemen-Wertung. Christina Nielsen (Farnbacher Racing) feierte im Porsche 911 ihren dritten Saisonsieg und übernahm dadurch die Tabellenführung von Markenkollege René Bourdeaux (Tonino powered by Herberth Motorsport), der als Vierter den Sprung auf das Podium verpasste. Corvette-Pilot Remo Lips fuhr mit Unterstützung von ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Lennart Marioneck (Callaway Competition) auf Rang zwei. Vor dem Finale in Hockenheim sind die beiden Tabellenführer Christina Nielsen und Rene Bourdeaux an der Spitze der Gentlemen-Wertung nur durch einen Punkt getrennt.

In der Meisterschaft führen Diego Alessi/Daniel Keilwitz mit 161 Punkten vor Maximilian Götz/Maximilian Buhk mit 147 und Robert Renauer mit ebenfalls 147 Punkten. In der Teamwertung haben Prosperia C. Abt Racing 199 Zähler auf dem konto vor Callaway Competition mit 190 und PIXUM Team Schubert mit 188 Zähler. Christina Nielsen führt die Gentlemen-Wertung mit 237 Punkten an vor Rene Bourdeaux mit 236 und Remo Lips mit 201 Punkten.

Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3) Sieger: "Ich habe am Start den perfekten Moment erwischt, um auf das Gas zu gehen. Ich hatte etwas Glück, das die Vorderen den Start offenbar etwas verschlafen haben. Auf der Außenseite hatte ich dann komplett freie Bahn und war schon sehr überrascht, dass ich dann als Führender abbiegen konnte. Die Temperaturen sind uns heute entgegen gekommen, dazu haben wir noch Details an der Abstimmung geändert. Das Auto war komplett anders zu fahren als im Qualifying. Im vergangenen Jahr sind wir als Tabellenführer nach Hockenheim gekommen und haben die Meisterschaft im letzten Rennen verloren. Ich hoffe, dass wir es in diesem Jahr besser machen."

Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3), Sieger: "Ich muss mich vor allem bei Daniel für den tollen Start bedanken. Wir sind mit einer sehr aggressiven Strategie in das Rennen gegangen, aber ich hatte mit keinem besserem Ergebnis als Platz fünf oder sechs gerechnet. Wir hätten nicht erwartet, dass wir im Rennen so einen guten Speed haben. Das war eine ziemliche Überraschung für mich. In den letzten zehn Minuten des Rennens hatte ich schon etwas Probleme mit dem Grip an der Hinterachse, aber in der Phase des Rennens ist das eigentlich normal. Es sieht derzeit gut für uns aus, aber so war es auch im vergangenen Jahr. Ich denke, in Hockenheim wird es nun richtig zur Sache gehen."

Christopher Mies (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), Rang zwei: "Beim Boxenstopp wollte das Autos nicht anspringen. Dadurch habe ich sechs Sekunden verloren, das wäre der Sieg gewesen. Gestern hatten wir Probleme mit dem ABS und ASR, heute wollte das Auto nicht anspringen, das war sehr ärgerlich."

Maximilian Buhk (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3) Rang drei: "Ich hatte beim Start etwas gepokert und das ist aufgegangen. Dass die Corvette dann so schnell von links kommt, hätte ich nicht erwartet. Wenn die Corvette in der derzeitigen Performance in Hockenheim weitermachen kann, werden die nur sehr schwer zu schlagen sein."

Maximilian Götz (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3) Rang drei: "Der Start von Maxi (Buhk) war toll, aber die Corvette konnten wir heute einfach nicht halten. Wir haben uns dann für einen frühen Stopp entschieden und ich war schon etwas überrascht, dass René Rast nach seinem Boxenstopp vor mir lag. Die beiden Führenden konnten sich dann etwas absetzen, aber ich konnte den Vorsprung auf den BMW hinter mir kontrollieren. Ich bin gespannt auf Hockenheim und hoffe, dort auf einen fairen Kampf und ein tolles Finale."

Christina Nielsen (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R), Siegerin Gentlemen-Wertung: "Unser Auto war heute im Rennen nicht besonders einfach zu fahren, aber wir haben unser Tempo gefahren und im Gegensatz zu unseren Konkurrenten haben wir uns im Rennen keinen Fehler erlaubt, sind ohne Strafe geblieben und haben so die Klasse gewonnen."


CS

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