Hockenheim
27.04. - 29.04.2012

Red Bull-Ring / A
01.06. - 03.06.2012

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29.06. - 01.07.2012

Nürburgring
17.08. - 19.08.2012

Nürburgring Unfall
19.08.2012

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14.09. - 16.09.2012

Hockenheim
19.10. - 21.10.2012


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Kelvin van der Linde wird Meister 2013
Manuel Reuter gewinnt die Legenden-Wertung

Vom 18. bis 20. Oktober stand der letzte Lauf in der Saison 2013 des VW Scirocco R-Cup im Rahmen der DTM im Badischen auf dem Programm. Gefahren wurde auf der traditionsreichen Strecke von Baden Württemberg, dem Hockenheimring. Dieser Kurs hat eine lange Geschichte. 1932 eröffnet, machte sich der Ring zunächst als Motorradrennstrecke, ab den 1960er Jahren auch als Austragungsort der Formel 1 einen Namen. Populär wurde Hockenheim besonders dank seiner kilometerlangen Geraden durch den Wald und die berüchtigte Ostkurve. Beide Streckenteile fielen 2002 allerdings einem Umbau zum Opfer. Seitdem ist die Strecke stark verkürzt und misst aktuell 4,57 Kilometer. Die Einfahrt ins Motodrom, auf dessen Tribünen nicht selten zigtausende Fans für Stimmung sorgen, sorgt bei den Fahrern jedoch nach wie vor für Gänsehaut-Feeling. Vor dem großen Finale auf dem Hockenheimring könnte die Spannung nicht größer sein. Mit dem Südafrikaner Kelvin van der Linde (290 Punkte), dem Dänen Kasper H. Jensen (247 Punkte) und dem Südafrikaner Jordan Lee Pepper (232 Punkte) haben gleich drei Fahrer noch Chancen auf den Titelgewinn. Wer am Ende die Nase vorne haben wird, musste abgewartet werden.

Le-Mans-Sieger, DTM-Asse und Extremsportler Felix Baumgartner sind beim Finallauf des Volkswagen Scirocco R-Cup die Stargäste beim Dreikampf um den Titel. Die erfahrenen Motorsport-Legenden Manuel Reuter, Frank Biela (beide D), Laurent Aïello und Éric Hélary (beide F) garantieren beim neunten und letzten Saisonrennen am 19. Oktober auf dem Hockenheimring beste Rennaction. Ein besonderes Highlight ist auch der Auftritt von Felix Baumgartner, der vor gut einem Jahr mit seinem Fallschirmsprung aus der Stratosphäre weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Als Gaststarter im Scirocco R-Cup geht in Hockenheim der Direktor eines Bauunternehmens auf die Strecke. Der Brite Aaron Mason hat sich die Teilnahme am Saisonfinale mit dem Gesamtsieg beim Volkswagen Racing Cup auf der Insel verdient. In seinem Cup-Scirocco feierte er in dieser Saison fünf Siege und hat sich mit insgesamt 16 Triumphen zum erfolgreichsten Rennfahrer der Geschichte der Rennserie gekrönt. Seine Motorsport-Karriere startete Mason übrigens erst 2009. Ebenfalls als Gaststarter in Hockenheim dabei ist der Journalist Roger Frauenrath vom Aachener Zeitungsverlag. Er hatte sich das Cockpit mit einem Sieg beim Saisonfinale der Volkswagen Motorsport Kart-Challenge powered by Dunlop im Michael-Schumacher-Kartcenter in Kerpen verdient.

Am Freitag von 15.25 Uhr bis 16.10 Uhr stand das freie Training für die Pilotinnen und Piloten auf dem Zeitplan. Dieses fand bei trockenem und warmen Wetter statt. Am Ende htte sich der Südafrikaner Jordan Lee Pepper mit 19 Runden und einer Zeit von 1:57,070 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von dem Tabellenführer und der Dänin Michele Gatting. Kasper H. Jensen musste sich zunächst mit Rang sechs zufrieden geben. Als schnellste Legende war Eric Helary auf Rang acht unterwegs. Manuel Reuter, Laurent Aiello und Frank Biela belegetn die Ränge neun, elf und zwölf. Die drei Gaststarter Aaron Mason, Felix Baumgartner und Roger Frauenrath hatten sich auf den Plätzen 23, 24 und 25 platziert. Die zweite Dame im Feld, die Schwedin Mikaela Ählin-Kottulinsky nahm Rang 17 ein.

Für die Protagonisten wurde es am Samstagvormittag ernst, denn nun stand das Qualifying, in dem die Startaufstellung für das Rennen am Nachmittag ausgefahren wird, auf dem Programm. Zunächst einmal wechselten die Positonen immer wieder. In der Anfangsphase hatte Mikaela Ählin-Kootulinsky für alle anderen eine Zeit von 1:58,806 Minuten gefahren. Es dauerte aber nicht lange und nach drei Runden hatte sich Yann Ehrlacher auf Platz eins gefahren, gefolgt von Matthias Bäuerle und Mikaela Ählin-Kottulinsky. Wenig später kreiselte der Inder Ambalavanan Sandeep Kumar in der Spitzkehre von der Strecke. Er konnte seine Fahrt aber weiter fortsetzen. In der Schlußphase hatte Matthias Bäuerle sich mit einer zeit von 1.57,746 Minuten an die Spitze gefahren. Hinter ihm lagen Yann Ehrlacher und Nicolai Moller Madsen.

Am Ende dieser Session hatte niemand die Zeit von Matthias Bäurle knacken können. Damit wird er am Nachmittag von der Pole aus ins Rennen gehen, gefolgt von Yann Ehrlacher und Nicolai Moller Madsen. Der Tabellenführer wird von Startplatz fünf aus ins Rennen gehen. Jordan Lee Pepper, sein stärkster Widersacher steht nur in der sechsten Statreihe. Die schnellste Legende war Manuel Reuter. Er startet von Rang 15. Laurent Aiello, Eric Helary und Frank Biela stehen auf den Startplätzen 17, 19 und 21. Die Gaststarter Aaron Mason, Felix Baumgartner und Roger Frauenrath stehen in den Startreihen elf, zwölf und dreizehn. Als beste Dame nimmt Michele Gatting das Rennen von Position sechs aus auf. Mikaela Ählin-Kottulinsky platzierte sich in der fünften Startreihe.

Ihren letzten Lauf in dieser Saison nahmen die Pilotinnen und Piloten am Samstagnachmittag bei trockenen Bedingungen unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Überall im Feld wurden schon harte Positionskämpfe ausgetragen. Yann Ehrlacher war nicht gut weggekommen, denn er hatte einiges an Boden verloren. Durch die Spitzkehre kamen sie fast alle gut hindurch. Im hinteren Feld wurde einer umgedreht und konnte danach dem Feld hinterher eilen. Nach er ersten Runde führte weiterhin Matthias Bäurle, gefolgt von Dennis Trebing und Kasper H. Jensen. Zwischenzeitlich war Ross Wylie in die Box zurückgekommen. Kelvin van der Linde hatte einen Platz gut gemacht. Die ersten vier hatten sich unterdessen vom übrigen Feld abgesetzt. Michele Gatting auf Platz fünf fahrend hatte eine Armada von neun Fahrzeugen hinter sich. Als bester Legenden-Pilot war Eric Helary auf Platz vierzehn unterwegs. Aaron Mason auf Rang 19 war der schnellste Gaststarter. Jordan Lee Pepper hatte bereits drei Plätze gut gemacht.

Laurent Aiello auf Rang 15 hatte sich harten Attacken von Manuel Reuter zu erwehren. Bei dem Franzosen hing der Beifahrerspiegel flatternd herunter. Im Verlauf der vierten Runde hatte sich Dennis Trebing den Pole-Setter zurecht gelegt und rang ihn nieder. Felix Baumgartner auf Rang 21 liegend versuchte an dem Inder dranzubleiben und ihn vielleicht niederzuringen. Zur gleichen Zeit hatte Yann Ehrlacher von Mikaela Ählin-Kottulinksy einen Schubser bekommen und musste danach das Rennen früher neben der Strecke beenden als geplant. In diese Kollision war auch noch Luca Rettenbacher verwickelt worden. Zwischenzeitlich hatte sich Jordan Lee Pepper sich seiner Heckschürze entledigt. Überall im Feld ging es munter einher. Roger Frauenrath hatte unterdessen Boden gut gemacht und lag auf Platz 21 hinter Felix Baumgartner. Manuel Reuter hatte sich Laurent Aiello zurecht gelegt und war an ihm vorbeigegangen und nahm somit Platz dreizehn ein

Der Franzose hatte nun alle Hände zu tun sich Sven Müller vom Hals zu halten. Der US-Amerikaner an der Spitze konnte sich nach sechs Runden noch nicht richtig vom Feld absetzen. Nach sieben Runden musste der Führende Dennis Trebing seine Durchfahrtsstrafe wegen Verlassens der Strecke antreten. Danach durfte er sich auf Rang 15 wieder einreihen. Zur gleichen Zeit hatte Kelvin van der Linde Mattias Bäurle niedergerungen und die Führung übernommen. An der Spitze fuhr nun nur noch ein Trio. Michele Gatting auf Rang vier war die beste Dame im Feld. Nachdem eingangs der Start und Zielgeraden Mattias Bäurle etwas zu weit nach außen kam konnte Kasper H. Jensen an ihm vorbeiziehen und Rang zwei einnehmen. Nach acht Runden musste Mikaela Ählin-Kottulinsky das Rennen nach einer Kollision neben der Strecke früher beenden als geplant. Unterdessen war Felix Baumgartner auf Abwegen unterwegs. Hoppelnd ging es durchs Grüne und dann wieder auf die Strecke hinaus.

Kelvin van der Linde holte sich nach elf gefahrenen Runden seinen fünften Saisonsieg und beendete die Saison 2013 als Meister. Hinter ihm kamen Kasper H. Jensen und Mattias Bäurle ins Ziel. Michele Gatting beendete das Rennen als beste Dame auf Platz vier. Die Legenden-Wertung gewann Manuel Reuter vor Eric Helary und Frank Biela. Sie kamen auf den Rängen zehn, elf und dreizehn ins Ziel. Laurent Aiello wurde als Fünfzehnter gewertet. Auf Platz vierzehn kam der schnellste Gaststarter mit Aaron Mason. Felix Baumgartner und Roger Frauenrath sahen die Zielflagge auf den Rängen 19 und 20.

Mit 348 Punkten holte sich Kelvin van der Linde den Meistertitel vor Kasper H. Jensen mit 295 und Jordan Lee Pepper mit 256 Punkten. Der Juior Cup ging an Jordan Lee Pepper mit 320 Zähler, gefolgt von Nicolai Moller Madsen mit 303 und Manuel Fahnauer mit 260 Zähler. Die Motorsport-Allstars gewannen mit 213 Punkten vor den DTM-Legenden mit 183 Punkten.

Kelvin van der Linde, Meister 2013: "Ich wollte keinen Frühstart machen, deshalb bin ich sehr vorsichtig ins Rennen gegangen. Mit Platz drei war ich dann eigentlich happy, denn ich wusste genau, dass das zum Titelgewinn reichen würde. Aber dann hat Dennis Trebing eine Durchfahrtsstrafe bekommen und ich habe mir gedacht: Warum soll ich nicht versuchen zu gewinnen? Ich habe mir dann ein schönes Duell mit Matthias Bäurle geliefert. Er war sehr fair und hat nicht in den Meisterschaftskampf zwischen mir und Kasper eingegriffen. Es ist einfach ein grandioses Jahr für mich. Ich bin unglaublich stolz, Champion im Scirocco R-Cup zu sein."

Felix Baumgartner, Gaststarter: "Beim Start war das Adrenalin schon spürbar! Das Rennen im Scirocco-Cup hat mir einen riesigen Spaß gemacht. Da draußen auf der Strecke geht es ja mächtig ab, das ist alles unglaublich eng. Es war ganz sicher nicht das letzte Mal, dass ich mitgefahren bin, ich komme wieder – so viel steht fest!"

Manuel Reuter, Legenden-Pilot: "Mein Start war eine Katastrophe, ich hatte viel zu viel Wheelspin. Dadurch habe ich bestimmt drei oder vier Plätze verloren. Ich habe dann erstmal geschaut, wo die anderen den Push-to-pass-Button drücken. Daraufhin habe ich mir meine Strategie zurechtgelegt und mich nach vorne gekämpft. Wir haben uns einige tolle Duelle geliefert, da ging es um Zentimeter. Aber so muss Tourenwagensport sein: spektakulär, Tür an Tür und mit Überholmanövern aus dem Windschatten heraus. Den Scirocco-Cup zeichnet all das aus – man kann Volkswagen zu dieser Serie nur gratulieren."

Éric Hélary, Legenden-Pilot: "Mir hat es Riesenspaß gemacht, ich habe die Zeit mit meinem besten Freund Laurent Aïello und meinen Start im Cup-Scirocco wirklich sehr genossen. Im Qualifying hat es nicht so toll geklappt, aber dann konnte ich im Rennen richtig viele Plätze gutmachen. Ich hatte ein phantastisches Wochenende hier beim Volkswagen Scirocco R-Cup.“"

Frank Biela, Legenden-Pilot: "Für mich war es jetzt das fünfte Mal im Scirocco-Cup und jede Mal ist es grandios! Für mich ist es immer wieder schön, an so einem Wochenende alte Rennfahrerkollegen von früher zu treffen. Natürlich will auf der Strecke jeder von uns der Erste sein, aber letztlich steht der Spaß im Vordergrund. Die jungen Piloten fahren extrem gut, vor allem aber sind es immer faire Rennen. Dabei wird es aber nie langweilig, denn bei aller Fairness geht es ganz schön zur Sache mit jeder Menge Überholattacken."


CS

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