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![]() Doppelsieg für Kelvin van der Linde Dänin zwei Mal auf dem Stockel ![]() Nach dem gelungenen Auftakt auf dem Hockenheimring steht im Volkswagen Scirocco R-Cup das einzige Auslands-Gastspiel in diesem Jahr bevor. Auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg werden die Saisonläufe Nummer zwei und drei mit den 285 PS starken Scirocco über die Bühne gehen. Am Start sind 19 Nachwuchs-Rennfahrer aus neun Nationen und vier Berühmtheiten im Legend-Cup. Mit dabei sind Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und sein Sohn Johannes für die „Motorsport-Allstars“ sowie Klaus Niedzwiedz und Christian Danner für die „DTM-Legenden“. Nach dem ersten Saisonrennen führen im Legend-Cup die „DTM-Legends“ mit 37 : 33 Punkten gegen die „Motorsport-Allstars“. Nicola Larini hatte beim Saisonstart in Hockenheim für die DTM-Legenden nicht nur die separate Wertung, sondern auch die Gesamtwertung gewonnen. In diesem Jahr wird der Legend-Cup erstmals als Teamduell ausgetragen. Pro Wochenende kommt es zum Duell „zwei vs. zwei“. Dabei werden die Punkte wie in der DTM vergeben (25-18-15-12) und pro Team addiert. Als Spitzenreiter in der Gesamtwertung geht Kasper H. Jensen in das zweite Rennwochenende im Scirocco R-Cup. Der Däne belegte in Hockenheim zwar nur Platz zwei hinter Nicola Larini, aber der ehemalige Formel-1-Pilot bekam als Starter im Legend-Cup keine Punkte für das Klassement. Jensen hatte im Vorjahr bereits Platz drei in der Gesamtwertung belegt und gilt nun als erster Titelfavorit. Schärfster Kontrahent ist ausgerechnet eine Landsfrau: Michelle Gatting holte beim Saisonstart nach einer bravourösen Leistung als erste Pilotin in der Geschichte des Scirocco R-Cup einen Podestplatz. In der Junior-Wertung führt der Deutsche Lukas Schreier. Neben Michelle Gatting steht eine zweite Frau im Fahrerfeld mit insgesamt 22 Startern. Mikaela Åhlin-Kottulinsky aus Schweden liegt nach dem Auftakt auf einem starken neunten Platz in der Gesamtwertung. Ihr Großvater Freddy Kottulinsky (S) feierte 1980 im Volkswagen Iltis den ersten Sieg für Volkswagen bei der Rallye Dakar. Im 19-köpfigen Feld der Nachwuchsrennfahrer sind auch zwei Österreicher vertreten. Als Gaststarter ist Marcel Müller nur in Spielberg mit von der Partie. Der 18-Jährige feierte schon große Erfolge im Kartbereich, sein Vorbild ist Sebastian Vettel. Die zweite Austria-Hoffnung Luca Rettenbacher (18) ist bei allen Saisonläufen des Scirocco R-Cups dabei. Der Kfz-Mechatronik-Lehrling hat seine kompletten 25 Urlaubstage für seinen großen Traum vom Rennfahren verplant. Wie in der vergangenen Saison haben die Fahrerinnen und Fahrer die Möglichkeit, das Push-to-pass-System einzusetzen, wodurch sich die Leistung des Scirocco kurzzeitig um 50 PS auf 210 kW (285 PS) erhöht. Neu: Im Gegensatz zu 2012 ist der Einsatz von Push-to-pass in der Qualifikation verboten. Im Rennen ist der Einsatz von Push-to-pass begrenzt: Die aus den ersten drei Reihen gestarteten Fahrerinnen und Fahrer dürfen 15 Mal auf den Extra-Power-Knopf drücken. Die Startreihen vier bis sechs haben 16 Versuche. Den folgenden drei Startreihen ist ein weiterer Versuch gestattet. Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor:"Nachdem beim Auftakt in Hockenheim mit Nicola Larini sogar eine Legende das Rennen gewinnen konnte, werden diesmal die jungen Fahrer sicher den Sieger stellen wollen – auch wenn wir mit Strietzel Stuck, Christian Danner und Klaus Niedzwiedz hochkarätige Legenden am Start haben. Toll für den Scirocco R-Cup, dass sich Strietzel Stuck nach seinem offiziellen Rücktritt für einen Gaststart noch mal hinters Lenkrad des Scirocco schwingt – eine besondere Ehre! Für unsere Junioren- und Pro-Fahrer ist das Wochenende sehr wichtig: Zwei Rennen bedeuten doppelte Punkte und damit eine gute Möglichkeit, Boden gutzumachen oder sich in der Meisterschaft abzusetzen." Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck:"Eigentlich hatte ich ja meinen offiziellen Rücktritt vom Motorsport 2011 nach dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring verkündet, aber für den Gaststart in der Legenden-Wertung im Scirocco R-Cup mache ich eine kleine Ausnahme. Für uns alte Haudegen ist es ja eher eine Show-Veranstaltung, auch wenn der sportliche Ehrgeiz natürlich vorhanden ist. Und ich freue mich – neben dem Aufeinandertreffen mit Christian und Klaus – auch besonders, dass ich im Allstar-Team zusammen mit meinem Sohn Johannes fahre. Klar, dass wir in Spielberg die Teamwertung gewinnen wollen!" Kasper H. Jensen, Gesamtspitzenreiter Scirocco R-Cup: "Der Kurs in Spielberg ist fantastisch – übrigens auch die Szenerie rundherum mit dem Bergpanorama. Ich möchte an diesem Wochenende das Maximum von Punkten in den beiden Rennen holen. Schließlich ist es definitiv mein Ziel, die Gesamtwertung zu gewinnen. Ich will diesen Titel so sehr – also habe ich gar keine andere Möglichkeit, als ihn zu holen." Michelle Gatting, Gesamtzweite Scirocco R-Cup: "Das erste Podium war natürlich ein schöner Start in die Saison. Aber ich habe mich auch intensiv auf die Rennen im Volkswagen Scirocco R-Cup vorbereitet. Spielberg ist ein sehr, sehr großer Kurs mit einer superlangen Geraden. Ich will mich selbst nicht so unter Druck setzen, deshalb ist ein Platz unter den Top Fünf mein Mindestziel. Aber natürlich will ich immer gewinnen." Am Freitagnachmittag von 16.55 Uhr bis 17.40 Uhr stand das freie Training auf dem Programm. Dieses fand bei kühlem und regnerischem Wetter statt. Zunächst wechselten die Positionen des öfteren. Nach zwei gefahrenen Runden hatte sich Victor Bouveng mit einer Zeit von 2:01,121 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Johannes Stuck und Michelle Gatting. Die Zeiten wurden in dieser Sitzung immer schneller. Bei noch 17 Minuten verbleibender Zeit war Kelvin van der Linde der schnellste Pilot im Feld. Hinter ihm lagen Johannes Stuck und Jordan Lee Pepper. Kapser H.Jensen befand sich nur auf 23. Entweder war er mit Problemen unterwegs oder er probierte etwas aus. Auf Platz zehn befand sich die beste Dame im Feld und zwar Michelle Gatting. Nach ein paar weiteren Umläufen hatte sich Johannes Stuck in Führung gesetzt und war damit auch bester Legenden-Fahrer. Auf Platz zwei lag nun Kelvin van der Linde, gefolgt von Jordan Lee Pepper. Einen Sprung nach vorne hatte Michelle Gatting gemacht, denn sie belegte den sechsten Rang. In der Schlußphase hatte sich dann Patrick Eisemann auf Platz eins geschoben. Unterdessen hatte der Tabellenführer jetzt einiges zugelegt und befand sich auf Platz dreizehn. Nachdem das freie Training abgewunken worden war, war niemand schneller als der Legenden-Pilot Johannes Stuck. Er hatte 22 Runden absolviert und eine Zeit von 1:55.803 Minuten gefahren. Hinter ihm lagen Kelvin van der Linde und Patrick Eisemann. Klaus Niedzwiedz, Strietzel Stuck und Christian Danner, die weiteren Legenden-Fahrer nahmen die Ränge zehn, 16 und 19 ein. Der Tabellenführer musste sich zunächst mit Rang 15 zufrieden geben. Michelle Gatting war als beste Dame auf Platz dreizehn unterwegs. Am Samstagmittag stand von 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr das Qulifying für Rennen 1 auf dem Zeitplan. Die Fahrerinnen und Fahrer fanden ganz andere Witterungsbedingungen gegenüber dem freien Training vor, denn es war trocken und die Temperaturen waren auch gestiegen. Wie immer wechselten die Positionen des öfteren. Johannes Stuck konnte mit einem Ersatzfahrzeug an dieser Session teilnehmen, denn sein Fahrzeug stand mit einer krummen Hinterachse in der Boxengasse. Bei Halbzeit des Zeittainings hatte sich Michele Gatting mit einer Zeit von 1:46,914 Minuten auf Rang eins gefahren, gefolgt von Kelvin van der Linde und Kasper H. Jensen. Als bester Legenden-Pilot war Strietzel Stuck auf Platz vierzehn unterwegs. In der ersten Kurve nach Start und Ziel waren einige der Fahrer, wie Dennis Trebing und Jordan Le Pepper so schnell unterwegs, das sie die Curbs hart genommen hatten und dadurch mächtig aufstiegen, so das die beiden rechten Reifen vollkommen in der Luft waren. Am Ende des Qualifyings hatte sich Kevin van der Linde nach zwölf Runden mit einer Zeit von 1:46,686 Minuten die Pole-Position gesichert, gefolgt von Michele Gatting und Kasper H. Jensen. Als bester Legenden-Pilot wird Strietzel Stuck von Rang 15 aus ins Rennen gehen. Johannes Stuck, Klaus Niedzwiedz und Christian Danner mussten sich mit den Startplätzen 18, 20 und 21 zufrieden geben. Der österreichische Gaststarter Marcel Müller nimmt aus der elften Startreihe das Rennen auf. Ihren ersten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Pilotinnen und Piloten am Samstagnachmittag bei trockenem Wetter in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position für wenige Meter behaupten und ging als Erste in die erste Kurve. Dort mussten schon einige aus dem hinteren Feld weit nach außen gehen. Nach dieser Kurve hatte Michele Gatting die Führung übernommen. Es dauerte aber nicht lange und Kelvin van der Linde wollte auf der Außenbahn an der Dame vorbei gehen. Doch diese schmiss die Türe zu. Überall wurden harte aber faire Zweikämpfe im Feld ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Michele Gatting vor Kelvin an der Linde und Dennis Trebing. Als beste Legende fuhr Johannes Stuck auf Rang 16. Die Führende hatte bereits drei Mal das Push-to-Pass-System aktiviert. Im Verlauf der zweiten Runde war der US-Amerikaner Dennis Trebing etwas auf Abwegen unterwegs. Er verlor dadurch einen Platz. Die ersten beiden hatten sich etwas vom übrigen Feld abgesetzt. Die schnelle Dänin musste sich harten Attacken des Südafrikaners erwehren. Dieser konnte dann auf der Innenbahn vorbeigehen, nachdem Michele Gatting wieder 50 PS mehr abgerufen hatte, konnte sie wieder die Führung übernehmen. Es dauerte nicht lange und Kelvin van der Linde drückte auch auf den Knopf und zog an der Dame vorbei. An der Spitze wurde hart aber fair gekämpft. Zusammen ging es durch die Remus-Kurve. Die beiden ließen sich Luft genug zum Atmen. Kasper H. Jensen auf Rang drei hatte alle Hände voll zu tun sich Jordan Lee Pepper vom Hals zu halten. Dennis Trebing war bis auf Rang sieben zurückgefallen. Die zweite Dame im Feld Mikaela Ählin-Kottulinsky befand sich auf Platz fünf. Zwischenzeitlich hatte Klaus Niedzwiedz von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen Frühstarts. Ein hartes Duell lieferten sich Vater und Sohn Stuck um Rang 17. In der sechsten Runde war Luca Rettenbacher auf Platz acht liegend von der Strecke abgekommen, nachdem er von Yann Ehrlacher einen Schubser erhalten hatte und musste dort das Rennen beenden. Er hatte auch einige Teile vom Fahrzeug verloren. Die Rennleitung schickte sofort das Safety Car heraus, um die Strecke in aller Ruhe säubern zu können. Zu dieser Zeit führte Michele Gatting vor Kelvin van der Linde und Kasper H. Jensen. Für Klaus Niedzwiedz war das Rennen auch frühzeitig beendet, denn er bekam die schwarze Flagge gezeigt, weil er seine Durchfahrtsstrafe nicht angetreten hatte. Der Re-Start erfolgte nach sieben Runden und ging zu Gunsten der Dänin aus. Sie hatte noch drei Mal die Möglichkeit den Knopf zu drücken um die 50 PS mehr abzurufen. Es dauerte aber nicht lange und Kelvin van der Linde konnte die Führung übernehmen und setzte sich auch direkt vom übrigen Feld ab. Michele Gatting hatte unterdessen einen kleinen Schubser von Jordan Lee Pepper erhalten. Sie konnte das Fahrzeug aber auf der Strcke halten. Dennis Trebing hatte Boden gut gemacht und befand sich auf Rang vier. Beim nächsten Umlauf erhielt die Dänin einen Schlag von Dennis Trebing hinten auf das rechte Hinterrad. Sie kam ins trudeln, konnte aber das Fahrzeug wieder stabilisieren. Unterdessen war Patrick Eisemann abseits der Strecke unterwegs. An der Spitze hatte sich Kelvin van der Linde mit 3,5 Sekunden vom Feld abgesetzt. Zur gleichen Zeit war Klaus Niedzwiedz in die Box gekommen. Statt aber anzuhalten, fuhr er einfach durch. Yann Ehrlacher hatte auch eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen push another car. Michele Gatting auf Platz zwei fahrend hatte eine Armada von sechs Fahrzeugen hinter sich. Zur gleichen Zeit hatte Ross Wylie von Manuel Fahnauer einen Schubser bekommen, mit der Folge, das er seitlich in die Leitplanken einschlug. Danach versuchte er seine Fahrt wieder aufzunehmen, merkte aber dass das Auto machte was es wollte und Marcel Müller, der jetzt plötzlich um die Kurve kam, konnte Ross Wylie nicht mehr ausweichen und schoß in ihn hinein. Er wurde nun auch noch von einem anderen Kontrahenten weiter in die Leitplanken gedrängt. Das Rennen wurde erst einmal mit der roten Flagge unterbrochen. Die Havaristen mussten erst einmal geborgen werden. Das Feld stellte sich nun auf der Start- und Zielgeraden auf. Zwei Runden standen noch auf dem Programm. Marcel Müller war von selbst aus dem Fahrzeug gestiegen, hatte sich aber wohl an der Hand verletzt. Ross Wylie konnte sich nach dem Verlassen des Fahrzeug nicht richtig auf den Beinen halen. Beide wurden ins Medical Center gebracht. Das Führungsfahrzeug setzte sich dann in langsamer Fahrt in Bewegung und führte das Feld nun in die Boxengasse hinein. Die zehnte gefahrene Runde war nun für das Ergebnis ausschlaggebend und danach hatte Kelvin van der Linde gewonnen vor Michele Gatting und Jordan Lee Pepper. Der Tabellenführer kam als Vierter ins Ziel. Auf Platz acht abgewunken wurde die zweite Dame im Feld Mikaela Ählin-Kottulinsky. Als beste Legende beendete Strietzel Stuck das Rennen auf Rang zwölf. Johannes Stuck und Christian Danner kamen auf den Plätzen 15 und 19 ins Ziel. In der Meisterschaft führt nun Kelvin an der Linde mit 50 Punkten, gefolgt von Michele Gatting mit 48 und Kasper H. Jensen mit 47 Punkten. In der Junior Wertung hat Jordan Lee Pepper mit 50 Zähler die Nase vorne vor Lukas Schreier mit 45 und Ross Wylie mit 41 Zähler. Kelvin van der Linde, Sieger: "Mein Start war nicht gut und Michelle hat von Beginn an mächtig Druck gemacht. Mit dem Überholmanöver kurz nach dem Start den Berg rauf hat sie mich und Kasper Jensen ganz schön überrascht. Wir haben uns das ganze Rennen dann einen harten, aber fairen Zweikampf geliefert. Ich habe versucht, mir die Push-to–pass-Versuche für die zweite Rennhälfte aufzusparen und das hat gut funktioniert, trotz der Safety-Car-Phasen. Insgesamt bin ich superglücklich über meinen ersten Sieg. Für mich war die Strecke neu, daher war es eine Mischung aus Racing und Strecke kennenlernen." Michele Gatting, Zweite: "Das war ein anstrengendes und hartes Rennen. Ab der dritten Runde hatte ich keine Servolenkung mehr, aber ich habe gekämpft. Den zweiten Platz wollte ich unbedingt verteidigen. Im Moment bin ich noch etwas enttäuscht darüber, dass ich die zwischenzeitige Führung nicht ins Ziel bringen konnte. Aber wahrscheinlich wird sich das später noch in Freude über mein zweites Podium in Folge legen. Nach dem dritten Rang in Hockenheim jetzt der zweite Platz in Spielberg – wer weiß, vielleicht geht es beim nächsten Rennen am Norisring ja noch eine Stufe höher auf dem Treppchen…" Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, Legenden-Pilot, Sieger: "Nachdem mir mein Sohn Johannes gestern im Training fast zwei Sekunden eingeschenkt hat, hatte ich eine schlaflose Nacht (lacht). Aber das hat mir offenbar gut getan, denn heute habe ich es der Jugend nochmal gezeigt. Ein bisserl Respekt vor den Alten ist ja auch nicht schlecht! Mir hat der kurze Ausflug zurück ins Renncockpit Riesenfreude gemacht und der Sieger-Schampus schmeckt mir nach wie vor. Der Scirocco R-Cup ist in jedem Fall extrem anspruchsvoll und professionell. Respekt, was die Nachwuchs-Burschen und auch die Mädels drauf haben." Johannes Stuck, Legenden-Pilot, Zweiter: "Nach dem guten Training gestern im Regen, wo ich die schnellste Zeit hatte, bin ich heute etwas enttäuscht von meiner Leistung. Auf der trockenen Piste lief es definitiv nicht so gut für mich. Aber das Rennwochenende hat trotzdem großen Spaß gemacht. Vor allem, weil ich nochmal die Chance hatte, gegen meinen Vater zu fahren. Schade eigentlich, dass er aufgehört hat – sein Speed ist immer noch gut. Respekt! Wir haben uns ein paar schöne Zweikämpfe geliefert, aber am Schluss hat er doch die Nase vorn gehabt." Christian Danner, Legenden-Pilot, Dritter: "Leider hab ich schon im Qualifying die Chance auf ein besseres Rennen vertan. Aber mir hat´s wie immer im Scirocco-Cup großen Spaß gemacht. Meinen Hut ziehe ich vor Strietzel, der hier sogar vor seinem Sohn ins Ziel gekommen ist. Das zeigt: Die Jugend ist schnell, aber die Alten haben es noch nicht verlernt. Am Nürburgring gehe ich nochmal an den Start, dann will ich aber definitiv weiter vorn landen." Der dritte Wertungslauf nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Sonntagnachmittag hinter dem DTM-Rennen bei trockenem Wetter unter die Räder. Die ersten acht des Zieleinlaufs vom Vortag tauschen ihre Platzierungen. Damit stand nun Mikaela Ählin-Kottulinsky auf der Pole-Position, gefolgt von Nicolai Moller Madsen und Manuel Fahnauer. Der neue Tabellenführer Kelvin van der Linde ging von Startplatz acht aus ins Rennen. Ross Wylie der gestern eine Kollision mit Marcel Müller hatte, konnte mit einem Ersatzfahrzeug aus der zweiten Startreihe starten. Marcel Müller ging es zwar gut, aber er nahm am Rennen nicht teil. Da Dennis Trebing und Yann Ehrlacher im nachhinein von der Rennleitung eine 30 Sekunden-Strafe erhalten hatten, nahmen sie das Rennen von den Positionen 16 und 17 aus auf. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Die Pole-Setterin hatte beim Ausschalten der Ampel ihre Position nicht behaupten können, denn bereits nach der ersten Kurve führte Manuel Fahnauer das Feld an. In dieser Kurve kam schon einer aus dem hineren Feld quer heraus. Einen sehr guten Start hatte Kelvin van der Linde, denn er war bereits bis auf Platz drei vorgefahren. Überall im Feld kam es schon zu harten aber fairen Zweikämpfen. Zwischenzeitlich war es zu einem Damenduell zwischen Mikaela Ählin-Kottulinsky und Michelle Gatting gekommen. Letztere hatte von ihrer Kontrahentin einen Schubser aufs Heck bekommen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Manuel Fahnauer mit einem knappen Vorsprung von 0,7 Sekunden vor Kelvin van der Linde und Nicolai Moller Madsen. Im Verlauf der zweiten Runde hatte Matthias Bäuerle es etwas übertrieben, denn er hebelte etwas aus. Zu dieer Zeit hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar hatte Kelvin van der Linde wieder das Zepter übernommen. Die ersten beiden konnten sich auch direkt etwas vom übrigen Feld absetzen. Patrick Eisemann hatte es übertrieben, er konnte das Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten und landete im Kiesbett. Danach kam er dann zur Box und gab dort das Rennen früher auf als geplant. Kasper H. Jensen auf Platz vier hatte eine Armada von mehreren Fahrzeugen hinter sich. Unterdeseen war Nicolai Moller Madsen in einem 45 Grad Winkel unterwegs. Er fing das Fahrzeug ab und setzte seine Fahrt weiter fort. Ross Wylie war bis auf Platz dreizehn zurückgefallen. Luca Rettenbacher hatte nach drei Runden schon einiges an Boden gut gemacht. Er war von Rang 18 bis auf Platz elf vorgefahren. Michele Gatting hatte sich Kasper H. Jensen zurecht gelegt und ging an ihm vorbei und lag damit auf Rang vier. Mikaela Ählin-Kottulinsky fuhr auf Platz sechs. An der Spitze hatte sich Kelvin van der Linde mit 1,2 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Im Verlauf der vierten Runde konnte Luca Rettenbacher an Victor Bouveng vorbeigehen. Um Platz acht ging es zwischen Matthias Bäuerle und Lukas Schreier mächtig zur Sache. Beim nächsten Umlauf war Lukas Schreier vorbeigegangen. Jorden Lee Pepper auf Platz sieben fahrend hatte alle Hände voll zu tun sich Lukas Schreier vom Hals zu halten. Kelvin van der Linde setzte sich unterdessen immer weiter vom Feld ab. Sein Vorsprung war auf 2,3 Sekunden angewachsen. Manuel Fahnauer musste sich harten Attacken von Nicolai Moller Madsen erwehren. Hier ging es um den zweiten Platz. Michele di Martino hatte von der Rennleitung eine Verwarnung bekommen wegen Verlassens der Strecke. Matthias Bäuerle hatte es in der siebten Runde endlich geschafft auf der Start und Zielgeraden an Lukas Schreier vorbeizugehen. Zwischen diesen beiden dauerte der Kampf rundenlang an. Hier kam es immer wieder zu Positionswechseln. Die Pole-Setterin befand sich weiterhin auf Rang sechs. Beim nächsten Umlauf hatte sich Michele Gatting an Nicolai Moller Madsen vorbeigeschoben und dessen dritten Rang eingenommen. Luca Rettenbacher auf Rang zehn fahrend hatte vier Fahrzeuge im Schlepptau. In der Schlußphase hatte Manuel Fahnauer Michele Gatting nicht mehr halten können und musste diese ziehen lassen. Michele Gatting konnte noch zwei Mal 50 PS mehr abrufen, hingegen ihr direkter Verfolger Manuel Fahnauer noch fünf Mal. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er war mit 4,9 Sekunden auf und davon gefahren. Manuel Fahnauer blieb zunächst hinter der Dänin und wartete ab. Mikaela Ählin-Kottulinsky hatte in der Zwischenzeit ihr Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten können und musste durchs Kiesbett, dies kostete natürlich einige Plätze. Danach kam die Schwedin in die Box und beendete dort das Rennen früher als geplant. Zwei Runden vor Schluß hatte Michele Gatting nur noch einen Schuß über gegenüber Manuel Fahnauer mit drei Schüssen. Um die Plätze vier, fünf und sechs war ein harter Kampf entstanden zwischen Nicolai Moller Madsen, Kasper H. Jensen und Jordan Lee Pepper. Es dauerte nicht lange und Kasper H. Jensen ging an Nicolai Moller Madsen vorbei und hatte damit Rang vier eingenommen. Runde um Runde hatte sich der Führende weiter abgesetzt. In der letzten Runde hatte sich Jordan Lee Pepper Nicolai Moller Madsen zurecht gelegt und ging vorbei. Er beendete damit das Rennen auf Platz fünf. Um Platz zwei ging es immer noch zwischen Michele Gatting und Manuel Fahnauer zur Sache. Im nachhinein konnte Manuel Fahnauer dann doch noch an Michele Gatting vorbeigehen. Doch so leicht wollte sich die Dänin nicht geschlagen geben. Der Gegenkonter kam kurz vor Start und Ziel. Um eine Kollision zu vermeiden hatte Manuel Fahnauer die Türe etwas zu weit aufgemacht und Michele Gatting schlüpfte hindurch. Im gleichen Atmenzug tat das auch noch Kasper H. Jensen. Damit hatte Manuel Fahnauer auf der Start und Zielgeraden in der letzten Runde zwei Plätze verloren. Er überquerte die Ziellinie auf Platz vier und war damit auch bester Junior im Feld. Nach zwölf Runden wurde Kelvin van der Linde mit einem Vorsprung von über zehn Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Michele Gatting und Kasper H. Jensen. Im nachhinein gab die Rennleitung dann ein neues Ergebnis heraus und zwar hatte Jordan Lee Pepper eine Zeitstrafe von einer Sekunde bekommen und wurde dadurch nur auf Platz sechs gewertet. Nicolai Moller Madsen rutschte damit auf Platz fünf. In der Meisterschaft führt weiterhin Kelvin van der Linde mit 80 Punkten vor Michele Gatting mit 72 und Kasper H. Jensen mit 67 Punkten. In der Junior Wertung liegt Jordan Lee Pepper mit 70 Zähler vor Nicolai Moller Madsen mit 65 und Lukas Schreier mit 61 Zähler. Die Motorsport-Allstars führen mit 76 Punkten, gefolgt von den DTM Legenden mit 52 Punkten. Kelvin van der Linde, Sieger: "Was soll ich sagen: Spielberg war ein Superwochenende für mich! Doppelsieg und die Führung in der Meisterschaft – besser kann die Saison nicht losgehen. Mein Start war in Ordnung, in Kurve 2 haben alle die Linie auf der Innenbahn gewählt. Ich bin einfach außen geblieben und mit Push-to-pass vorbeigezogen. Als ich dann auch noch Manuel überholen konnte, war ich sicher, dass ich das Rennen gewinnen kann." Michele Gatting, Zweite: "Wow! Das war wirklich ein extrem enges Rennen. Vor der letzten Kurve habe ich gedacht, jetzt riskiere ich alles oder nichts. Es war ganz schön knapp, aber das wollen die Leute schließlich sehen. Ich bin sehr glücklich über meinen zweiten Podestplatz an diesem Wochenende. Dabei war mein Start nicht perfekt und ich habe in der ersten Rennhälfte zu viele Push-to-pass verbraucht. Dadurch ist es mit Manuel Fahnauer zu einem spannenden Duell gekommen, das ich dann zum Glück in der letzten Kurve für mich entschieden habe." Kasper H. Jensen, Dritter: "Für mich hat das Rennen durch den Ausrutscher von Manuel kurz vor dem Ziel ein glu?ckliches Ende genommen. Aber ein bisschen tut es mir für ihn auch leid, dass er seinen ersten Podiumsplatz so knapp verpasst hat. Ich denke, wir werden in dieser Saison noch einige spannende Rennen sehen. Michelles Leistung überrascht mich nicht. Man konnte schon in den Tests sehen, dass sie dieses Jahr sehr stark unterwegs ist." Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!! ![]() Tabellen: Tabellen:
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