Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Spa-Francorchamps / B
10.05. - 12.05.2013

Sachsenring
07.06. - 09.06.2013

Nürburgring
19.07. - 21.07.2013

Red Bull-Ring / A
09.08. - 11.08.2013

Lausitzring
30.08. - 01.09.2013

Slovakiaring / SK
13.09. - 15.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


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Johannes Leidinger beim letztn Lauf aus der Wertung genommen
Meisterschaft wird am "grünen Tisch" entschieden

Die letzten beiden Rennen in dieser Saison nahmen die Piloten der Deutschen Tourenwagen Challenge des DMSB – ADAC PROCAR vom 27. bis 29. September im Rahmen des ADAC Masters Weekend auf dem Hockenheimring in Angriff. Am kommenden Sonntag entscheidet sich wer wahrscheinlich der letzte Super 2000-Meister der Division 1 wird. Als Tabellenführer kam Jens Weimann (Thate Motorsport) mit 106 Punkte ins Badische gereist, gefolgt von seinem stärksten Konkurrenten Johannes Leidinger (Liqui Moly Team Engstler) mit 92 Punkten. Auf Rang drei in der Meisterschaft liegt der Schweizer Markus Huggler (Huggler Motorsport) mit 52 Zähler. Er lässt es sich nicht nehmen, beim Finale noch einmal ins Lenkrad zu greifen. Mit von der Partie ist auch Ex-DTM- und DTC-Pilot Thomas Winkelhock, der bereits vor 15 Jahren in einem BMW 320i in Hockenheim an den Start ging. Zwischen Jens Weimann und Johannes Leidinger wird sich entscheiden, wer am Ende sich die Krone aufsetzen darf. Insgesamt werden noch 20 Punkte für einen Doppelsieg vergeben. Für den Tabellenführer ist es nicht nur das letzte Rennwochenende, sondern generell das letzte Rennwochenende, denn er wird nicht mehr ins Lenkrad greifen.

Johannes Leidinger (Liqui Moly Team Engstler): "Ich muss 14 Punkte auf Jens aufholen, dann sind wir punktgleich. Das ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, aber ein Doppelsieg ist das einzige, was ich dazu beitragen kann."

Jens Weimann (Thate Motorsport): "Ich kümmere mich im kommenden Jahr um die Kartkarriere meiner Tochter und werde nicht mehr selbst ins Lenkrad fahren. Ich werde versuchen, mich aus allem rauszuhalten. Für mich ist es wichtig, zwei gute und unfallfreie Rennen zu fahren. Für den Rest sind die anderen verantwortlich."

Das freie Training fand am Freitagmittag nach der Mittagspause bei schönstem Herbstwetter statt. Zunächst wechselten die Positionen. Im nachhinein musste diese Sitzung dann mit der roten Flagge abgebrochen werden, weil David Griessner aus der Division 2 Öl verloren hatte und die Strecke damit eingesaut hatte. Diese musste nun in aller Ruhe gereinigt werden. Man stellte dann einen Motorschaden fest. Im nachhinein war niemand schneller als Markus Huggler. Er hatte neun Runden gefahren mit einer Zeit von 1:54,910 Minuten. Hinter ihm lagen Jens Weimann und Thomas Winkelhock. Johannes Leidinger musste sich zunächst mit Rang vier zufrieden geben.

Am Samstagmorgen begaben sich die Fahrer dann zum zweiten feien Training hinaus. Die Zeiten gegenüber gestern wurden schneller. Dieses wurde nach einiger Zeit mit der roten Flagge unterbrochen, weil Johannes Leidinger von der Strecke geflogen war. Am Schluß hatte sich Jens Weimann mit acht Runden und einer Zeit von 1:54,266 Minuten gegenüber allen anderen durchgesetzt. Hinter ihm lagen Johannes Leidinger, Markus Huggler und Thomas Winkelhock.

Am Samstagnachmittag wurde es dann ernst für die Piloten, denn nun mussten sie ihre Startaufstellung für das Rennen am Sonntagmorgen ausfahren. Diese Session fand bei strahlenstem Sonnenschein statt. Die Zeiten gegenüber heute morgen wurden schneller. Wie immer wechselten die Positionen. Am schluß hatte sich Jens Weimann nach drei Runden mit einer Zeit von 1.53,622 Minuten die Pole-Position gesichert. Hinter ihm werden Thomas Winkelhock und Johannes Leidinger starten. Markus Huggler musste sich mit der vierten Startposition zufrieden geben.

Der Start zum vorletzten Lauf in dieser Saison fand am Sonntagmittag bei trockenem aber kühlem Wetter statt. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne Problme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten. Nach der ersten Runde führte weiterhin Jens Weimann vor Johannes Leidinger, der zwischenzeitlich Thomas Winkelhock niedergerungen hatte. Er hatte nur einen knappen Vorsprung von 0,808 Sekunden. Thomas Winkehock war auf Platz vier zurückgefallen und versuchte nun Markus Huggler unter Druck zu setzen. Im Verlauf der fünften Runde kam der erste ernsthafte Angriff von Johannes Leidinger auf den Tabellenführer. Hinter diesen beiden riss das Feld dann erst einmal etwas ab. Der Führende musste absolute Kampflinie fahren. Zwischenzeitlich war Thomas Winkelhock an Markus Huggler vorbeigegangen und nahm nun Platz drei ein.

Nach einer Berührung von Johannes Leidinger und Jens Weimann verlor Letzterer das Fahrzeug. Er schoß von der Strecke und knallte heftig in die Reifenstapel. Stark havariert musste er dort das Rennen früher beenden als geplant. Johannes Leidinger konnte seine Fahrt weiter fortsetzen, wurde jetzt aber von Thomas Winkelhock attackiert. Es dauerte nicht lange und Thomas Winkelhock setzte sich neben den Saarländer und ging dann auch vorbei. Damit hatte es einen Führungswechsel gegeben. Unterdessen bekam Johannes Leidinger von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen der Aktion mit Jens Weimann. Außerdem wird der Vorfall noch den Rennkommissaren vorgelegt. In der neunten Runde standen die Überrundungen aus der Division 2 an. Diese gingen aber alle ohne Probleme von statten. Nach zehn Runden trat Johannes Leidinger dann seine Strafe an und musste dem Feld hinterher eilen. Nach dreizehn Runden gewann Thomas Winkelhock mit einem Vorsprung von 4,754 Sekunden vor Markus Huggler und Johannes Leidinger.

Am späten Sonntagnachmittag ging es dann zum letzten Mal hinaus auf die Strecke um Rennen Nr.16 hinter sich zu bringen. Nach diesem Lauf wird der Meister 2013 noch nicht feststehen, denn diese Entscheidung wird später am "grünen Tisch" entschieden und zwar hatte das Liqui Moly Team Engstler gegen die Bestrafung von Johannes Leidinger, er sollte disqualifiziert werden, Einspruch eingelegt. Der Start erfolgte diesmal stehend und auf der Pole-Position befand sich Thomas Winkelhock, gefolgt von Markus Huggler und Johannes Leidinger. Jens Weimann konnte dem Rennen nur von er Boxenmauer zuschauen, da sein Fahrzeg in der kurzen Zeit nicht repariert werden konnte.

Nach dem Ausschalten der Boxenampel kam der Pole-Setter nicht so gut weg und Markus Huggler konnte die Führung übernehmen, gefolgt von Johannes Leidinger. Es dauerte aber nicht lange und der Liqui Moly Team Engstler Pilot hatte sich an die Spitze gefahren, weil der Schweizer seine Führung nicht behaupten konnte. Im nachhinein hatte er dann auch nicht Thomas Winkelhock hinter sich halten können. Nach der ersten Runde führte Johannes Leidinger vor Thomas Winkelhock und Markus Huggler. Der Schweizer konnte dieses Tempo diesmal ohne weiteres mitgehen. Nach dem Getriebeschaden im Qualifying wurde Markus Huggler von seinen anderen Kollegen moralisch erst einmal aufgebaut. Nach zwei Runden hatte sich Thomas Winkelhock Johannes Leidinger zurecht gelegt und ihn niedergerungen. Er versuchte sich auch direkt abzusetzen.

Im Verlauf der sechsten Runde versuchte Markus Huggler in der Spitzkehre an Johannes Leidinger vorbeizugehen, doch dieser schlug ihm erst einmal die Türe vor der Nase zu. Zur gleichen Zeit verhielt der Führende eine Verwarnung wegen Verlassens der Streckenbegrenzung. Eine Runde später hatte sich der Schweizer auf Rang zwei geschoben und konnte dann auch noch an Thomas Winkelhock vorbeigehen. Damit war er neuer Führender. An der Spitze kam es immer wieder zu Führungswechseln. So konnte Thomas Winkelhock in der Ameisenkurve wieder die Führung übernehmen. Markus Huggler konnte dann im nachhinein Johannes Leidinger auch nicht halten und musste ihn in der Spitzkehre ziehen lassen. Nach acht gefahrenen Runden standen die Überrundungen aus der Division 2 an. In der Schlußphase hatte Johannes Leidinger die Führung übernommen, gefolgt von Markus Huggler und Thomas Winkelhock.

Bei einem Zweikampf zwischen Johannes Leidinger und Markus Hugger, hier kam es dann auch zu einer leichten Berührung, ließ sich der Führende weit raustragen. Da in diesem Moment Markus Huggler aber neben ihm war, musste er mitziehen und beide schossen weit über die Strecke hinaus. Es hätte nicht fehlt gefehlt und sie wären in die Mauer eingeschlagen. Von dieser Aktion profitierte natürlich Thomas Winkelhock, der sich wieder an die Spitze gesetzt hatte. Johannes Leidinger konnte dann aber Thomas Winkelhock niederringen und wurde nach dreizehn Runden als Sieger abgewunken. Platz zwei und drei gingen an Thomas Winkelhock und Markus Huggler. Letzterer hatte sich in der letzten Runde in der Sachskurve noch gedreht.

Am Sonntagabend um 20.35 Uhr hatte die Rennleitung ein neues Rennergebnis für Rennen zwei herausgegeben und zwar hatte man Johannes Leidinger vorerst aus der Wertung genommen. Die nachfolgenden Piloten rutschten aber im Rennergebnis nicht nach oben, sondern behielten ihre Platzierungen so wie sie ins Ziel gekommen waren. Damit ist die Punktewertung und auch die Teamwertung unter Vorbehalt.

In der Meisterschaft liegt weiterhin Jens Weimann mit 106 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Johannes Leidinger mit 92 und Markus Huggler mit 66 Punkten. Mit 106 Zähler hat in der Teamwertung Thate Motorsport das Sagen vor Liqui Moly Team Engstler mit 92 und Huggler Motorsport mit 66 Zähler.


CS

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