Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Spa-Francorchamps / B
10.05. - 12.05.2013

Sachsenring
07.06. - 09.06.2013

Nürburgring
19.07. - 21.07.2013

Red Bull-Ring / A
09.08. - 11.08.2013

Lausitzring
30.08. - 01.09.2013

Slovakiaring / SK
13.09. - 15.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Technische Probleme verhindern Doppel-Sieg
Johannes Leidinger am Sonntagnachmittag als Sieger abgewunken

Vom 10. bis 12. Mai gastiert die ADAC Masters in Belgien und zwar in Spa Francorchamps. Mit von der Partie ist wieder die DMSB ADAC Procar Division 1. An diesem Wochenende geht es darum, Zeichen zu setzen, denn am Sonntag wird nach dem vierten Rennen sicher erstmals über Favoriten gesprochen. Für die meisten Piloten ist es das erste Mal, dass sie in Spa Francorchamps auf die Strecke gehen. Der traditionelle rund sieben Kilometer lange Kurs ist bekannt für seine blinden Kurven und natürlich für die "Eau Rouge". Es ist das erste von insgesamt drei Auslandsrennen. Neue Strecken sind bei den Tourenwagenpiloten immer beliebt, umso mehr, wenn es sich um eine so abwechslungsreichen Circuit wie den belgischen handelt. An diesem Wochenende wird Christian Klien als Gaststarter ins Lennkrad greifen und ist ein großer Fan dieser Strecke. Er hat in der Formel 1 hier seine ersten Punkte geholt. Nur Gutes kann auch der Niederländer Ardi van der Hoek von Spa berichten. Punktgleich reisen hier nach Belgien der Schweizer Markus Huggler (Huggler Motorsport) und Jens Weimann (Thate Motorsport) jeweils mit 16 Punkten an. Ardi van der Hoek (RSK Motorsport) belegt mit neun Zähler Rang vier in der Meisterschaft. Der amtierende Meister geht an diesem Wochenende mit einem brandneuen Motor an den Start. Jens Weimann und Johannes Leidinger (Liqui Moly Team Engstler) wollen hier in Spa wieder Punkte gutmachen, denn in Oschersleben kam es defektbedingt bei Letzterem nicht dazu.

Ardi van der Hoeck (RSK Motorsport): "Es ist eine meiner Lieblingsstrecken und mit einem Tourenwagen bin ich hier noch nie gefahren, das wird sicher spannend."

Am Freitagmittag mussten sich die Piloten bereit machen, ihr erstes freies Training in Angriff zu nehmen. Dieses fand bei trockenem aber kühlem Wetter statt. Immer wieder wechselten die Positionen. In der Schlußphase hatte sich Ardi van der Hoek mit einer Zeit von 2:44,182 Minuten an die Spitze gesetzt, gefolgt von Christian Klien und Jens Weimann. Der Ex-Formel 1-Pilot konnte aber noch einiges zulegen und war nach acht absolvierten Runden mit einer Zeit von 2:42,860 Minuten der schnellste Mann im Feld. Hinter ihm lagen der Niederländer Ardi van der Hoek und der amtierende Meister Jens Weimann. Johannes Leidinger und Markus Huggler nahmen die Ränge vier und fünf ein.

Von 9.15 Uhr bis 9.40 Uhr nahmen die Piloten am Samstagmorgen ihr zweites freies Training unter die Räder. Auch in dieser Session hatte sich der Österreicher Christian Klien mit acht gefahrenen Runden und einer Zeit von 2:41,165 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz durchgesetzt. Er war zwei Sekunden schneller als der amtierende Meister. Hinter ihm lagen Jens Weimann und Johannes Leidinger. Ardi van der Hoeck und Markus Huggler mussten sich mit den Plätzen vier und fünf zufrieden geben.

Für die Fahrer wurde es am späten Samstagnachmittag ernst, denn nun stand das Qualifying auf dem Programm, in dem die Startaufstellung für das erste Rennen am Sonntagmorgen ausgefahren wird an. Immer wieder wechselten die Positionen. Am Ende hatte sich dann der Liqui Moly Pilot Christian Klien gegenüber allen anderen in Szene gesetzt und holte sich nach sieben absolvierten Runden mit einer Zeit von 2:57,570 Minuten die Pole-Position, gefolgt von seinem Teamkollegen Johannes Leidinger und dem amtierenden Meister Jens Weimann. Ardi van der Hoek und Markus Huggler werden das Rennen von den Startplätzen vier und fünf aus aufnehmen.

Bevor die Piloten sich am Sonntagmorgen bereit machten, in ihre Startaufstellungen zu fahren, hatte die Rennleitung das Rennen als Wet Race erklärt, denn es hatte fast die ganze Nacht hindurch stark geregnet. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten, er wurde aber direkt von Johannes Leidinger attackiert. Nach einiger Zeit hatte er sich etwas Luft verschaffen können. Markus Huggler auf Rang vier fahrend hatte Jens Weimann vor sich und versuchte den Anschluß an dem amtierenden Meister zu bekommen. Doch dieser konnte sich im Verlauf der zweiten Runde absetzen. Nach zwei Runden hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar war Johannes Leidinger an dem Pole-Setter vorbei gegangen. Diese beiden haten sich mit über sechs Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt.

Jens Weimann auf Rang drei fahrend hatte nach vorne und hinten genug Luft. Im Verlauf der dritten Runde hatte Christian Klien sich im Windschatten von Johannes Leidinger herangezogen und ging dann vorbei. Doch so leicht wollte sich der Saaarländer nicht geschlagen geben und versuchte den Anschluß an den Führenden nicht zu verlieren. Ardi van der Hoek und Markus Huggler fuhren auf den Plätzen vier und fünf mit einem gewissen Respektabstand. Nach sechs Runden hatte sich Christian Klien mit über drei Sekunden abgesetzt. Diesen Vorsprung konnte er auch in der Schlußphase weiter ausbauen. Nach neun Runden wurde Cristian Klien mit einem Vorsprung von 6,204 Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Johannes Leidinger und Jens Weimann. Ardi van der Hoek und Markus Huggler sahen das Ziel auf den Rängen vier und fünf.

In der Meisterschaft führt Jens Weimann mit 22 Punkten, gefolgt von Markus Huggler mit 20 und Johannes Leidinger mit 16 Punkten. Thate Motorsport hat in der Teamwertung mit 22 Zähler die Nase vorne vor Huggler Motorsport mit 20 und Liqui Moly Team Engstler mit 16 Zähler.

Ihren vierten Lauf nahmen die Fahrer am Sonntagnachmittag unter die Räder. Der stehende Start funktionierte genauso gut wie morgens der fliegende Start und Christian Klien, der von der Pole startete, konnte seine Führungsposition behaupten und führte das Feld durch die erste Kurve und hoch in die "Eau Rouge". Wenig später versuchte Markus Huggler Ardi van der Hoek niederzuringen. Doch dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. An der Spitze hatten sich Christian Klien und Johannes Leidinger wieder etwas absetzen können. Bereits in der ersten Runde hatte Markus Huggler vor Start und Ziel etwas Schwierigkeiten, denn dort stand er plötzlich etwas quer. Nach der ersten Runde führte Christian Klien mit einem Vorsprung von 0,420 Sekunden, gefolgt von Johannes Leidinger und Jens Weimann.

Im Verlauf der zweiten Runde bekam Christian Klien Probleme, denn er wurde immer langsamer und musste die Konkurrenz ziehen lassen. Ardi van der Hoek hatte sich an Jens Weimann auf Rang zwei herangearbeitet. Johnnes Leidinger führte das Feld mit über drei Sekunden an. Zwischenzeitlich war Christian Klien in die Box gekommen und muste dort das Rennen früher beenden als geplant. Runde um Runde baute Johannes Leidinger nun seinen Vorsprung immer mehr aus. Bei noch elf Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Jens Weimann von Ardi van der Hoek befreien können. Von alledem bekam Johannes Leidinger nichts mit, denn sein Vorsprung war auf 6,793 Sekunden angewachsen. Fünf Minuten vor Schluß erhielt Ardi van der Hoek von der Rennleitung eine Verwarnung wegen Verlassens der Strecke. Die Piloten aus der Division 1 fuhren alle ein Rennen für sich. Sie hatten nach vorne und hinten genug Luft. Nach neun Runden sah Johannes Leidinger mit einem Vorsprung von 19,580 Sekunden als Erster das Ziel, gefolgt von Jens Weimann und Ardi van der Hoek. Markus Huggler kam als Vierter ins Ziel.

In der Meisterschaft hat Jens Weimann 30 Punkte auf seinem Konto vor Johannes Leidinger mit 26 und Markus Huggler mit 25 Punkten. Thate Motorsport hat in der Teamwertung mit 30 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Liqui Moly Team mit 26 und Markus Huggler mit 25 Zähler.

Johannes Leidinger (Liqui Moly Team Engstler): "Nach einem eher durchwachsenen Start der Saison in Oschersleben tun die 18 Punkte von hier meinem Punktekonto im Hinblick auf die Meisterschaft sehr gut, so dass ich zufrieden bin und mir für den Sachsenring vornehmen kann, mir die Führung in der Division 1 zu holen."

Teamchef von Ardi van der Hoek, Rainer Koch: "Wir fahren heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab. Wir freuen uns riesig über den Podiumsplatz von Ardi, sind aber gleichzeitig traurig über den Motorschaden bei Pascal. Er hat hier viel dazugelernt und hätte die Möglichkeit gehabt, aufs Podium zu klettern. Aber jetzt schauen wir schon Richtung Sachsenring und ich bin mir sicher, dass wir uns dort weiter steigern können."

Ardi van der Hoek (RSK Motorsport): "Der dritte Platz ist super, aber es wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Wir wollten für das zweite Rennen noch auf Slicks wechseln, aber da war es schon zu spät. Zu Beginn war noch alles gut, aber in der zweiten Hälfte bin ich schon ziemlich ins Rutschen gekommen. Jetzt bin ich gespannt auf den Sachsenring – die Strecke kenne ich noch nicht."


CS

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