Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Spa-Francorchamps / B
10.05. - 12.05.2013

Sachsenring
07.06. - 09.06.2013

Nürburgring
19.07. - 21.07.2013

Red Bull-Ring / A
09.08. - 11.08.2013

Lausitzring
30.08. - 01.09.2013

Slovakiaring / SK
13.09. - 15.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


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Vierter Saisonsieg hintereinander für Johannes Leidinger
Reiner Kuhn schlug sich tapfer in der Steiermark

Im Rahmen des ADAC GT Masters Weekend fanden die Läufe neun und zehn der Deutsche Tourenwagen Challenge des DMSB – ADAC PROCAR vom 09. bis 11. August in Österreich in der Steiermark statt. Gefahren wurde auf dem Red Bull Ring. Dieser wurde am 15. Mai 2011 unter seinem heutigen Namen wiedereröffnet und der umgebaute 4,318 Kilometer lange Kurs den nationalen und internationalen Motorsportbegeisterten vorgestellt. Als Tabellenführer mit 62 Punkte in der Meisterschaft reiste Jens Weimann (Thate Motorsport) hier an, gefolgt von Johannes Leidinger (Liqui Moly Team Engstler) mit 56 und Markus Huggler (Huggler Motorsport) mit 52 Punkten.

Am Freitag von 14.05 Uhr bis 14.30 Uhr stand für die Piloten das erste freie Training auf dem Programm. Nach sechs gefahrenen Runden musste diese Session mit der roten Flagge unterbrochen werden, da Kai Jordan (H & R Spezialfedern) aus der Division 2 von der Strecke abgekommen war. Zu dieser Zeit war Jens Weimann (Thate Motorsport) mit einer Zeit von 1:44,785 Minuten der schnellste Mann im Feld, gefolgt von Johannes Leidinger (Liqui Moly Team Engstler) und Reiner Kuhn (ADAC Saarland e.V.), der das VIP und Presseauto an diesem Wochenende pilotiert. Bei noch sechseinahlb Minuten verbleibender Zeit wurde das Training wieder aufgenommen. Am Schluß dieser Sitzung hatte niemand die Zeit von Jens Weimann unterboten. Damit war er der schnellste Fahrer im Feld. Hinter ihm lagen Johannes Leidinger und Reiner Kuhn.

Das zweite freie Training nahmen die Piloten am Samstagmorgen unter die Räder. Die Zeiten gegenüber gestern wurden schneller. Nach acht gefahrenen Runden hatte sich Jens Weimann mit einer Zeit von 1:43,914 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Johannes Leidinger und Reiner Kuhn. Letzterer hatte sich zeitmäßig auch verbessern können und war dreizehn Runden in diesen 25 Minuten gefahren.

Für die Fahrer wurde es dann am Samstagnachmittag ernst, denn nun musste die Startaufstellung für das sonntägige Rennen ausgefahren werden. Bei noch 20 Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Johannes Leidinger nach vier Runden mit einer Zeit von 1:42,600 Minuten in Szene gesetzt. Hinter ihm lagen Jens Weimann und Reiner Kuhn. Es dauerte nicht lange und der Führende konnte seine eigene Bestzeit nochmals unterbieten. Nach neun absolvierten Runden und einer Zeit von 1:42,353 Minuten war Johannes Leidinger in die Box gekommen. Jens Weimann versuchte nun noch die Zeit des Führenden zu unterbieten. Sektor eins und zwei hatte er gut gemeistert. Aber in Sektor drei ließ er Zeit liegen. Er konnte seine eigene Zeit zwar verbessern, aber um auf die Pole zu fahren, reichte es nicht. In der letzten Minute war Reiner Kuhn immer noch auf der Strecke und verbesserte sich zeitmäßig Runde um Runde. Zwischenzeitlich war auch Jens Weimann in die Box gekommen. Am Ende hatte sich Johannes Leidinger mit einer Zeit von 1:42,353 Minuten die Pole gesichert, gefolgt von Jens Weimann und Reiner Kuhn.

Die Rennleitung sprach im nachhinein noch für Jens Weimann und Reiner Kuhn noch eine Strafe ausm, weil sie im freien Traiing unter gelb zu schnell gewesen waren. Sie werden daher um fünf Startplätze nach hinten versetzt. Damit steht Jens Weimann neben Ralf Glatzel und Reiner Kuhn neben Thomas Krebs aus der Division 2 in den Startreihen drei und vier.

Am Sonntagvormittag nahmen die Piloten dann ihren neunten Lauf bei Sonnenschein unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und der Pole-Setter kam sehr gut weg und führte weiterhin das Feld an. Jens Weimann schoß aus der dritten Startreihe direkt nach vorne und lag hinter dem Pole-Setter. Auch Reiner Kuhn erwischte einen guten Start und reihte sich auf Platz drei ein. Nach der ersten Runde überquerten sie in dieser Reihebnfolge die Ziellinie. Im Verlauf der dritten Runde versuchte Jens Weimann näher an Johannes Leidinger heranzukommen. Reiner Kuhn auf Platz drei fuhr souverän sein Rennen. An der Spitze konnte sich Johannes Leidinger nicht absetzen, denn Jens Weimann saß ihm mit einem Abstand von 0,519 Sekunden im Nacken.

Unterdessen konnte Reiner Kuhn das Tempo der beiden Führenden nicht mehr mitgehen. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit fuhr Reiner Kuhn mit einem Abstand von 15 Sekunden auf die Spitze hinter Jens Weimann. In der neunten Runde standen dann die Überrundungen aus der Divison 2 an. Johannes Leidinger kam an allen gut vorbei. Plötzlich drehte sich Jens Weimann, da Öl im Fußraum seiners BMw 320 si E90 ihn nur noch über die Pedalerie rutschen ließ. Dadurch war Johannes Leidinger an der Spitze auf und davon gefahren. Reiner Kuhn hatte auch keine Probleme an der Division 2 vorbeizugehen. Johannes Leidinger hatte einen Vorsprung von über 15 Sekunden herausgefahren. Jens Weimann konnte in der Schlußphase doch noch etwas näher herankommen. Nach 15 Runden holte sich Johannes Leidinger einen Start-Ziel-Sieg, gefolgt von Jens Weimann und Reiner Kuhn.

In der Meisterschaft hat Jens Weimann 70 Punkte auf seinem Konto, gefolgt von Johannes Leidinger mit 66 und Markus Huggler mit 52 Punkten. In der Teamwertung führt Thate Motorsport mit 70 Zähler vor Liqui Moly Team Engstler mit 66 und Huggler Motorsport mit 52 Zähler.

Jens Weimann (Thate Motorsport): "Das war total ärgerlich, denn ich denke, ich hätte ihn dieses Mal tatsächlich noch gekriegt. Zwar waren die Überrundungen wieder nicht ganz einfach, aber es war noch genügend Zeit."

Das Rennen Nr. 10 stand dann am Sonntagnachmittag auf dem Programm. Diesmal wurde stehend gestartet. Johannes Leidinger hatte wiederum die Pole-Position inne, gefolgt von Jens Weimann und Reiner Kuhn. Auch der zweite Start an diesem Wochenende funktionierte ohne weiteres. Nach dem Ausschalten der Startampel konnte Johannes Leidinger als Führender in die erste Kurve gehen. Jens Weimann lag ihm direkt in Schlagdistanz, gefolgt von Reiner Kuhn. Nach der ersten Runde führte Johannes Leidinger mit einem knappen Vorsprung von 0,312 Sekunden vor Jens Weimann und Reiner Kuhn. Nach drei gefahrenen Runden hatte Johannes Leidinger sich einen Vorsprung von 1,282 Sekunden herausgefahren. Es dauerte aber nicht lange und Jens Weimann hatte wieder den Anschluß gefunden. Nach acht absolvierten Runden standen die Überrundungen aus der Division 2 an.

Johannes Leidinger und Jens Weimann konnten ohne weiteres vorbeigehen. Auch Reiner Kuhn auf Platz drei hatte keine Schwierigkeiten vorbei zukommen. Im Verlauf der elften Runde hatte Jens Weimann zuviel riskiert mit der Folge, das er zu weit raus kam und dies konnte Johannes Leidinger sofort nutzen und sich weiter absetzen. Nachdem Jens Weimann sich wieder gefangen hatte war er auch ruck zuck wieder an Johannes Leidinger dran. Wenig später rutschte Jens Weimann erneut etwas weiter raus. Er konnte seine Position aber halten. Nach 15 Runden wurde Johannes Leidiger an diesem Wochenende zum zweiten Mal mit einem Vorsprung von 12,586 Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Jens Weimann und Reiner Kuhn. Für Johannes Leidinger war es der vierte Saisonsieg hintereinander.

In der Meisterschaft führt immer noch Jens Weimann mit 78 Punktern vor Johannes Leidinger mit 76 und Markus Huggler mit 52 Punkten. In der Teamwertung hat auch weiterhin Tahte Motorsport mit 78 Zähler die Nase vorne, gefogt von Liqui Moly Team Engstler mit 76 und Huggler Motorsport mit 52 Zähler.

„Die Luft ist sehr dünn und wir sind beide fast gleichauf. Je näher das Saisonfinale rückt, desto häufiger wird auch mit harten Bandagen gekämpft, aber da nehmen wir uns beide nichts und werden sicher noch einige Zweikämpfe austragen müssen bis entschieden ist, wer in diesem Jahr die Meisterschaft gewinnt.“


CS

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