Oschersleben
26.04. - 28.04.2013

Nürburgring 24h
17.05. - 19.05.2013

Sachsenring
07.06. - 09.06.2013

Nürburgring
19.07. - 21.07.2013

Red Bull Ring / A
09.08. - 11.08.2013

Lausitzring
30.08. - 01.09.2013

Hockenheim
27.09. - 29.09.2013


Tabellen

Mini-Starter

Serien-Infos



Start-Ziel-Sieg für Nico Bastian
Kein glückliches Wochenende für Bernhard Wagner

Nach dem Auswärtsspiel beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf der Nordschleife fährt die MINI TROPHY gleich wieder auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken Deutschlands, dem Sachsenring. Der 3,645 Kilometer lange Rundkurs in der Nähe von Chemnitz bietet eine abwechslungsreiche Streckenführung. Steve Kirsch als Lokalmatador kennt den Sachsenring wie seine Westentasche und somit gilt der 34-Jährige aus dem Team Frensch-Power-Motorsport natürlich als Mitfavorit auf den Sieg. Ein weiterer Kandidat für einen erfolgreichen Abschluss des Rennwochenendes ist der mit 73 Punkten Gesamtführende Jürgen Schmarl (Team Fast Forward) aus Österreich. Patrick Assenheimer (Team Petronas-Rugieri Racing), der Sieger der Nürburgring-Nordschleife rangiert mit 67 Punkten in der Gesamtwertung auf Platz zwei.

Starke Konkurrenz bekommen die Fahrer allerdings auch von Nico Bastian, dem Meister der MINI Challenge 2011. Nach seinem Podiumsplatz beim ADAC Zurich 24h-Rennen wird er als Gaststarter in der MINI TROPHY auf dem Sachsenring antreten. Aber bei der MINI TROPHY wird nicht nur um das Podium gekämpft. Heiß begehrt ist auch der MINI John Cooper Works Wanderpokal, welcher bei jedem Rennwochenende für besondere Leistungen verliehen wird. Am Sachsenring gilt: Das Team, welches im ersten Rennen die meisten Punkte einfährt, erhält den Wanderpokal in Form eines MINI John Cooper Works Coupé bis zur nächsten Veranstaltung.

Am Freitagmittag nach der Mittagspause gingen die 16 Pilotinnen und Piloten zum freien Training hinaus auf die Strecke. Nach zwei gefahrenen Runden hatte sich Dirk Lauth (Racing 4 Friends) an die Spitze gefahren. Bei der nächsten Umrundung konnte sich der Lokalmatador Steve Kirsch (Frensch Power Motorsport) mit einer Zeit von 1:37,596 Minuten in Szene setzen. Hinter ihm befand sich der Tabellenführer Jürgen Schmarl (Team Fast Forward) und der Gaststarter Nico Bastian (Team MINI Trophy). Als beste Dame war Doreen Seidel (Frensch Power Motorsport 2) auf Platz dreizehn unterwegs. Einen Rang vor ihr befand sich ihr Teamkollege Bernhard Wagner. Bei Halbzeit dieser Sitzung hate der Österreicher Jürgen Schmarl einiges zugelegt und sich mit einer Zeit von 1:37,454 Minuten in Führung gesetzt.

Zwei Minuten später hatte Steve Kirsch wieder das Zepter übernommen. Diese beiden tauschten ihre Platzierungen immer wieder. Nach dreißig Minuten war Steve Kirsch nach dreizehn Runden mit einer Zeit von 1:37,080 Minuten der schnellste im Feld, gefolgt von Jürgen Schmarl und Andreas Fleischmann, dem Teamkollegen von Jürgen Schmarl. Als bester Gentleman-Driver befand sich Dirk Lauth auf Rang sechs. Einen Platz davor wurde der Gaststarter abgewunken. Bernhard Wagner und Doreen Seidel mussten sich zunächst mit den Plätzen zwölf und dreizehn zufrieden geben. Die beiden anderen Damen im Feld Cora Schumacher (Besaplast Team Dombek 2) und Victoria Froß (IMC Motorsport) belegten die Ränge 15 und 16.

Für die Pilotinnen und Piloten wurde es am Samstagmorgen ernst, denn nun mussten sie ihr Qualifying, in dem die Startaufstellung für das Rennen am Nachmittag ausgefahren wird, unter die Räder nehmen. Nach drei Runden hatte sich Steve Kirsch mit einer Zeit von 1:37,839 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Dirk Lauth und Steven Fürsch. Bei noch 24 Minuten zu fahrender Zeit war Henry Littig von der Strecke geflogen und dadurch wurde das Training mit der roten Flagge unterbrochen. Nachdem man ihn in aller Ruhe geborgen und zurück ins Fahrerlager gebracht hatte, nahm man diese Sitzung wieder auf.

In der Schlußphase hatte sich dann Jürgen Schmarl mit 1:36,399 Minuten in Führung gesetzt. Hinter ihm lagen Andre Fleischmann und Thomas Tekaat. Steve Kirsch befand sich auf Rang vier. Bernhard Wagner war auf Platz zehn unterwegs. Direkt dahinter befand sich Doreen Seidel die damit beste Dame im Feld war. Am Ende hatte sich Andre Fleischmann nach dreizehn Runden die Pole-Position mit einer Zeit von 1:36,381 Minuten gesichert. Hinter ihm werden Jürgen Schmarl und Thomas Tekaat ins Rennen gehen. Steve Kirsch hatte sich auf Startplatz vier platziert. Bernhard Wagner hatte sich um zwei Ränge verbessert und steht in der vierten Startreihe. Als beste Dame wird Doreen Seidel das Rennen von Platz elf aus aufnehmen. Reinhard Nehls wird als schnellster Gentlemen-Driver von Startplatz sieben aus ins Rennen gehen.

Als die Fahrerinnen und Fahrer in ihrer Startaufstellung standen fing es sehr stark an zu regnen und es blitze und donnerte. Aus Sicherheitsgründen ließ die Rennleitung die Fahrzeuge wieder in die Box zurückführen. Das Rennen wurde um dreißig Minuten verschoben und als Wet-Race deklariert. Der Neustart fand dann um 16.20 Uhr statt. Es wurden diesmal zwei Einführungsrunden gefahren. Nico Bastian musste das Rennen aus der letzten Startreihe aufnehmen, da er mit technischen Problemen im Qualifying nicht gewertet worden war. Danach erfolgte der Start dann ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Steve Kirsch war auf der Außenbahn unterwegs und hatte einen guten Start. Bernhard Wagner war unterdessen etwas ins straucheln geraten, nachdem er von einem anderen Kontrahenten angeschubst worden war.

Zwischenzeitlich hatte Steve Kirsch die Führung übernommen und machte sich auf und davon. Hinter ihm ging es mächtig zur Sache. Wenig später gerieten Thomas Tekaat und Patrick Assenheimer aneinander, mit der Folge das Thomas Tekaat sich drehte und in verkehrter Richtung auf der Strecke stand. Patrick Assenheimer suchte danach die Box auf. Nach der ersten Runde führte Steve Kirsch bereits mit einem Vorsprung von 1,436 Sekunden, gefolgt von Andre Fleischmann und Jürgen Schmarl. Nico Bastian hatte sich bereits auf Rang sechs nach vorne gefahren. Als bester Gentlemen-Driver war Dirk Lauth auf Rang fünf unterwegs. Bei einem Duell zwischen Cora Schumacher und Doreen Seidel war Letztere die Leittragende, denn sie rutschte von der Strecke durchs Kiesbett und schlug dann in die Reifenstapel ein.

Der Gaststarter Maximilian Koch hatte sich zunächst auf Rang drei und dann auf Platz zwei geschoben. Von alledem bekam der Führende nichs mit, denn er war mit 3,797 Sekunden auf und davon gefahren. In der vierten Runde hatte Bernhard Wagner das Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten können und stand dann plötzlich quer. Zuvor hatte er wieder einen Schubser erhalten und zwar von Cora Schumacher. Danach war das Fahrzeug krumm und er versuchte das Rennen zu Ende zu bringen. Er befand sich zu dieser Zeit auf Rang neun. Danach musste er sich auf Platz zwölf wieder einreihen. Andre Fleischmann auf Platz drei hatte eine Armada von drei Fahrzeugen hinter sich. Reinhard Nehls hatte seine siebte Position behaupten können. Jürgen Schmarl musste absolute Kampflinie fahren, denn er wurde immer mehr unter Druck gesetzt von Dirk Lauth. Hier ging es um die vierte Position. Cora Schumacher auf Rang zehn war als beste Dame im Feld unterwegs.

Runde um Runde hatte sich Steve Kirsch immer mehr vom übrigen Feld abgesetzt. Nico Bastian war in der achten Runde langsamer unterwegs und somit kamen Reinhard Nehls und Steven Fürsch näher an ihn heran. Franjo Kovac hatte bei noch elf Minuten zu fahrender Zeit Cora Schumacher vor sich und versuchte jetzt sich die Dame zurecht zu legen. Andre Fleichmann und Jürgen Schmarl hatten immer noch keinen Weg gefunden an ihrem Vordermann vorbeizugehen. In der Schlußphase gingen Reinhard Nehls und Steven Fürsch zusammen durch Kurve dreizehn. Jeder ließ dem anderen hier die Luft zum Atmen. Beim nächsten Versuch von Steven Fürsch an Reinhard Nehls vorbeizugehen, schlug dieser ihm die Tür vor der Nase zu. Nach elf Runden hatte Steven Fürsch für einen kurzen Moment den Weg gefunden an Reinhard Nehls vorbeizugehen, doch beim Gegenkonter konnte Reinhard Nehls sich seinen siebten Rang wieder zurückholen.

An der Spitze fuhr Steve Kirsch ein einsames Rennen, denn er hatte seinen Vorsprung auf 5,303 Sekunden ausgebaut. Bernhard Wagner auf Platz zwölf hatte nach vorne und hinten auch genug Luft. In der letzten Runde hatte Dirk Lauth den Anschluß an Jürgen Schmarl wieder hergestellt. Zur gleichen Zeit wurde Nico Bastian von Steven Fürsch unter Druck gesetzt. Zuvor war er an Reinhard Nehls vorbeigegangen. Reinhard Nehls hatte zwischenzeitlich an Boden verloren. Nach 15 Runden holte sich Steve Kirsch bei seinem Heimrennen mit einem Vorsprung von 4,794 Minuten seinen zweiten Saisonsieg, gefolgt von dem Gaststarter Maximilian Koch und Andre Fleischmann. Jürgen Schmarl und Nico Bastian kamen auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Auf Rang vier wurde mit Dirk Lauth der beste Gentlemen-Driver abgewunken. Cora Schumacher als beste Dame und Bernhard Wagner sahen den Zielstrich auf den Rängen elf und zwölf.

In der Meisterschaft führt Jürgen Schmarl weiterhin mit 91 Punkten vor Steve Kirsch mit 87 und Andre Fleischman mit 83 Punkten. Dirk Lauth führt die Gentlemen-Wertung mit 60 Zähler an, gefolgt von Steven Fürsch mit 58 und Reinhard Nehls mit ebenfalls 58 Zähler. Auf Rang eins in der Teamwertung liegt Team Fast Forward mit 169 Punkten vor Frensch-Power-Motorsport mit 128 und Racing 4 Friends mit 118 Punkten.

Ihren fünften Lauf in dieser Saison nahmen die Protagonisten am Sonntagnachmittag unter die Räder. Da die ersten sechs ihre Platzierungen tauschen, stand diesmal Nico Bastian auf der Pole, gefolgt von Jürgen Schmarl und Dirk Lauth. Nach dem Ausschalten der Startampel funktionierte der Start ohne Probleme und man kam diszipliniert durch die erste Kurve. Der Pole-Setter hatte sich bereits mit einigen Wagenlängen in der ersten Runde abgesetzt. Überall im Feld kam es zu harten aber fairen Zweikämpfen. Nach der ersten Runde führte Nico Bastian mit einem Vorsprung von 2,201 Sekunden vor Dirk Lauth und Andre Fleischmann. Steve Kirsch befand sich auf Rang fünf. Bernhard Wagner auf Platz neun vesuchte Steven Fürsch unter Druck zu setzen. Als beste Dame war Cora Schumacher auf Rang dreizehn unterwegs.

Maximilian Koch hatte seinen Mentor vor sich und versuchte an diesen vorbeizugehen. Einen harten Kampf lieferten sich auch Dirk Lauth und Reinhard Nehls um die sechste Position. Da Dirk Lauth nach zwei Runden auf Rang sechs zurückgefallen war, hatte Andre Fleischmann Platz zwei inne, gefolgt von Jürgen Schmarl. An der Spitze setzte sich der Führende immer weiter ab. Sein Vorsprung war schon auf 3,809 Sekunden angewachsen. In der fünften Runde musste Dirk Lauth sich Thomas Tekaat geschlagen geben. Doreen Seidel hatte einiges zulegen können und war auf Rang zwölf vorgefahren und setzte jetzt Patrick Assenheimer unter Druck. Dieser konnte sich dann aber von der Dame absetzen. Steve Kirsch auf Platz vier hatte viel riskiert, war mit einer guten Showeinlage von der Strecke gekommen und dann hoppelnd durchs Kiesbett unterwegs. Er konnte seinen Rang aber verteidigen. Der Vorsprung von Jürgen Schmarl war nun aber größer geworden.

Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er baute Runde um Runde seinen Vorsprung immer weiter aus. Steve Kirsch hatte jetzt Maximilian Koch und Thomas Tekaat im Nacken sitzen. In der achten Runde endete der Versuch an Steve Kirsch dran zu bleiben damit, das er auf die Curbs kam, etwas durch den Dreck und danach rutschte er quer über die Strecke und schlug dann seitlich ein. Damit war das Rennen für ihn früher beendet als geplant. Dirk Lauth auf Platz sechs führte ein Quartett mit Reinhard Nehls, Bernhard Wagner und Steven Fürsch an. Um den Havaristen in aller Ruhe bergen zu können schickte die Rennleitung bei noch 15 Minuten zu fahrender Zeit das Safety Car heraus. Reinhard Nehls stand unterdessen unter Beobachtung der Rennleitung, denn er war an Dirk Lauth vorbeigegangen obwohl schon an einigen Stellen gelb geschwenkt worden war.

Es waren Bruchteile von Sekunden, wo die Flaggen hoch gingen. Reinhard Nehls war in der Safety Car Phase einmal durch die Boxengasse gefahren. Der Re-Start efolgte nach dreizehn Runden. Es standen jetzt noch sechs Minuten auf der Uhr. Nico Bastian konnte seine Führung behaupten und versuchte sich auch direkt abzusetzen. Bernhard Wagner hatte einen guten Start und lag auf Rang sechs. Beim nächsten Umlauf hatte Bernhard Wagner das Fahrzeug rausgeschmissen und hätte sich dabei beinahe überschlagen. Er blieb danach im Kiesbett liegen. Einen harten Kampf trugen Dirk Lauth und Doreen Seidel aus. Hier wurde auch ein wenig der Lack ausgetauscht. Doreen Siedel hatte zuvor sich harten Attacken von Patrick Assenheimer zu erwehren. Dieser hätte sie beinahe quer vor sich hergeschoben. Dirk Lauth hatte sich dann gegenüber Doreen Seidel durchgesetzt und Platz acht eingenommen. Der Führende bekam davon nichs mit, denn er war mit 1,357 Sekunden auf und davon gefahren.

Thomas Tekaat versuchte in der letzten Runde ausgangs der Kurve zwölf an dem Instruktor vorbeizugehen. Dieser schlug ihm aber die Tür vor der Nase zu. Nach 17 Runden sah Nico Bastian die Zieflagge als Erster, gefolgt von Andre Fleischmann und Jürgen Schmarl. Steven Fürsch überquerte als bester Gentlemen-Driver auf Platz sechs den Zielstrich. Drei Plätze dahinter lag die beste Dame mit Doreen Seidel.

In der Meisterschaft führt Jürgen Schmarl mit 115 Punkten vor Andre Fleischmann mit 113 und Steve Kirsch mit 107 Punkten. In der Teamwertung hat Team Fast Forward mit 223 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Frensch Power Motorsport mit 156 und Racing 4 Friends mit 148 Zähler. Dirk Lauth liegt mit 74 Punkten in der Gentlemen-Wertung auf Rang eins. Steven Fürsch hat ebenfalls 74 Punkte, gefolgt von Reinhard Nehls mit 67 Punkten.


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