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10.05. - 12.05.2013

Monaco
24.05. - 26.05.2013

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28.06. - 30.06.2013

Nürburgring
05.07. - 07.07.2013

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26.07. - 28.07.2013

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Von der Pole zum Sieg
Porsche-Junior Michael Christensen holt ersten Supercup-Sieg

Bein "Großes Preis von Deuschland" der Formel 1 auf dem Nürburgring ging es für den Porsche Michelin Supercup in die vierte Runde. Auf der traditionsreichen Strecke in der Eifel, cirka 70 Kilometer südlich von Köln gelegen, wurden schon 1927 erste Rennen gefahren. Die berüchtigte Nordschleife, vom ehemaligem F1-Weltmeister Jackie Stewart auch liebevoll "Grüne Hölle" getauft, ist für viele Piloten auch heute noch eine der größten Herausforderungen im Motorsport. Der Porsche Michelin Supercup startet allerdings auf dem 1982 neu entstandenen modernen Grand-Prix-Kurs. Vor allem das launische, oft wechselhafte Eifelwetter auf dem 5.148 Kilometer langen Kurs bereitet Teams und Fahrern nicht selten Probleme. Die Berg und Talbahn mit einem Mix aus schnellen und langsamen Kurven gilt in Fahrerkreisen als recht anspruchsvoll. Der Fahrbahnbelag bietet wenig Grip und erfordert extreme Fahrwerkseinstellung mit viel Sturz.

Bei für die Eifel selteneren sonnigen Wetter an Renntagen fuhr der Porsche Junior Michael Christensen im freien Training mit einer Zeit von 2:01,052 Minuten die schnellste Zeit gefolgt vom Sieger in Silverstone, Nicki Thiim (Attempto Racing). Rand drei ging an den Niederländer Jeroen Mul vom Team Bleekemolen gefolgt von Tabellenführer Sean Edwards (Allyuoneed by Project 1).

Der Porsche-Junior aus Dänemark holte auf dem Nürburgring seine erste Pole-Position im Porsche Mobil 1 Supercup. Mit seinem vom Team DAMS eingesetzten 460 PS starken neuen Porsche 911 GT3 Cup, der auf der siebten Generation des 911 basiert, war er im spannenden Qualifying in der Eifel 0,039 Sekunden schneller als der Franzose Kévin Estre (Attempto Racing). Seine Bestzeit fuhr er bei sonnigem Sommerwetter in der allerletzten Runde. Bereits vor einer Woche war er in Silverstone aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen und dann Dritter geworden.

Das Qualifying für das vierte Saisonrennen des attraktiven Markenpokals war hart umkämpft. Die ersten 15 Piloten lagen alle innerhalb einer Sekunde. Hinter dem Spitzenduo fuhr der Pole Kuba Giermaziak (VERVA Racing Team) die drittschnellste Zeit und bildet zusammen mit dem Dänen Nicki Thiim (Attempto Racing) die zweite Startreihe. Der für das Team Allyouneed by Project 1 startende Brite Sean Edwards musste sich mit dem fünften Startplatz begnügen. Der Pockinger Michael Ammermüller (Lechner Racing), als einziger Supercup-Pilot in dieser Saison bei jedem Rennen auf dem Podium, wurde Sechster.

Für Porsche-Junior Klaus Bachler lief das Qualifying nicht optimal. Mit dem ersten Reifensatz rutschte er von der Strecke in die Reifenstapel. Danach konnte er sich bis zum Ende des Qualifyings nicht weiter verbessern. Der für FÖRCH Racing fahrende Österreicher musste sich mit dem zwölften Startplatz begnügen. Noch weiter hinten landete Jean-Karl Vernay (MRS GT-Racing). Der Franzose, der als Gewinner des International Cup Scholarship in dieser Saison von Porsche im Porsche Mobil 1 Supercup gefördert wird und vor zwei Wochen bei den 24 Stunden von Le Mans mit Porsche einen Klassensieg (GTE-Am) feiern konnte, beendete das Qualifying auf dem 20. Platz.

Michael Christensen, DAMS (Porsche-Junior, Startplatz 1): "Schneller zu sein als alle anderen, wenn es darauf ankommt – das ist ein gutes Gefühl. Dafür gibt’s zwar keine Punkte, aber immerhin die beste Startposition im Rennen. Mein Auto war gut, genau wie ich es wollte, auch mit dem ersten Reifensatz, obwohl ich da nicht sehr schnell unterwegs war. Wir haben uns dann entschieden, mit dem zweiten Satz noch mal rauszufahren. Diese Rechnung ging auf."

Kévin Estre, Attempto Racing (Startplatz 2): "Ich bin glücklich über diesen zweiten Startplatz. Allzu verwöhnt bin ich ja in dieser Saison bisher noch nicht. Es war ein sehr enges Qualifying, ich war sehr nah dran an der Pole-Position. Die erste Startreihe ist aber auch gut. Jetzt hoffe ich, dass wir für Sonntag ein gutes Auto haben und ich dann besser abschneide als in den ersten drei Rennen."

Kuba Giermaziak, Verva Racing Team (Startplatz 3): "Ich habe zwei kleine Fehler gemacht, sonst hätte es vielleicht zur Pole gereicht. Beim meinem Team, das mir ein tolles Auto hingestellt hat, habe ich mich schon dafür auch schon entschuldigt. Ich wollte unbedingt die Pole, doch man hat heute wieder gesehen: Auch wenn man ein schnelles Auto hat und die Strecke gut kennt, muss man doch alles aus sich herausholen, um in diesem starken Feld vorne zu landen. Im Rennen haben wir trotzdem gute Chancen. Unser Speed stimmt, das haben wir in Silverstone gesehen. Mit einem guten Start kann ich vielleicht sogar um den Sieg fahren."

Klaus Bachler, FÖRCH Racing by Lukas MS (Porsche-Junior, Startplatz 12): "Das war nix heute. Ich bin sehr enttäuscht. Mit meinem ersten Reifensatz hatte ich einen Abflug, nach einem der dümmsten Fehler, die ich je gemacht habe. Danach ging, obwohl das Auto zum Glück nicht stark beschädigt war, nichts mehr zusammen. Mit dem zwölften Platz kann ich wirklich nicht zufrieden sein."

Jean-Karl Vernay, MRS GT-Racing (Gewinner International Cup Scholarship, Startplatz 20): "Das ist natürlich enttäuschend. Im Rennen wird es von so weit hinten extrem schwierig werden. Aber ich werde alles versuchen."

Es war das Wochenende des Michael Christensen: Auf dem Nürburgring fuhr der Porsche-Junior aus Dänemark die schnellste Zeit im freien Training, sicherte sich im Qualifying die Pole-Position und feierte im Rennen seinen ersten Sieg im Porsche Mobil 1 Supercup. Mit seinem vom Team DAMS eingesetzte Porsche 911 GT3 Cup,gewann der Supercup-Neuling mit 1,661 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Nicki Thiim (Attempto Racing). Als Dritter kam der Franzose Kévin Estre (Attempto Racing) ins Ziel.

Der souveräne Start-Ziel-Sieg, mit dem Michael Christensen seine Führung in der Rookiewertung des attraktiven Markenpokals weiter ausbaute, war der verdiente Lohn für eine fehlerfreie Leistung. Von der Pole-Position hatte der Porsche Junior, der in Silverstone als Dritter erstmals den Sprung auf ein Supercup-Podium geschafft hatte, einen sehr guten Start. Schon nach zwei Runden auf dem Eifelkurs konnte er sich von seinen Verfolgern absetzen. Obwohl sein Vorsprung zwischendurch von 1,7 auf nur noch 0,6 Sekunden zusammenschmolz, zeigte er auch unter Druck keine Nerven und fuhr seinen ersten Supercup-Sieg sicher nach Hause.

Zunächst war es ein Verfolger-Quartett, das sich bei sommerlich warmen Temperaturen auf die Spuren des Spitzenreiters heftete: Nicki Thiim, Kévin Estre, Sean Edwards sowie Kuba Giermaziak, der sich allerdings schon bald als Podiumskandidat verabschiedete: Beim Versuch, seinen Vordermann zu überholen, drehte sich der Pole vom VERVA Racing Team nach einer leichten Berührung und kreiselte nur eine Runde später, diesmal ohne Fremdeinwirkung, vollends ins Aus. Von der dritten Position aus hat sich Nicki Thiim lange mit angesehen, wie Michael Christensen an der Spitze einen komfortablen Vorsprung herausfuhr. Als er fünf Runden vor Schluss an seinem Teamkollegen Kévin Estre vorbeiging, war es schon zu spät, um den Spitzenreiter noch in größere Bedrängnis zu bringen. Kévin Estre musste in der Schlussrunde noch die heftigen Angriffe von Sean Edwards (Team Allyouneed by Project 1) abwehren. Doch der Brite riskierte nicht alles, sondern zog es vor, die sicheren Punkte für den vierten Platz mitzunehmen und so seine Führung in der Meisterschaft zu verteidigen.

Der Pockinger Michael Ammermüller (Lechner Racing Team), der es in allen drei bisherigen Saisonrennen aufs Podium geschafft hatte, musste sich diesmal mit dem fünften Platz begnügen. Sechster wurde der stark fahrende Supercup-Neuling Ben Barker (Team Bleekemolen) aus Großbritannien. Der österreichische Porsche-Junior Klaus Bachler (FÖRCH Racing) machte im Rennen drei Plätze gut und landete auf dem neunten Platz. Noch erfolgreicher war die Aufholjagd von Jean-Karl Vernay (MRS GT-Racing): Der Franzose war nur vom 20. Startplatz losgefahren – und kam als Elfter ins Ziel.

Michael Christensen, DAMS (Porsche-Junior, Sieger): "Es ist ein großartiges Gefühl, mein erstes Rennen im Porsche Mobil 1 Supercup gewonnen zu haben. Meine einzige Sorge war der Start. Doch der hat gut geklappt, und danach war es eigentlich recht einfach. Ich hatte schnell einen Vorsprung herausgefahren und wollte dann vor allem keinen Fehler machen. Als die anderen näher kamen, hätte ich zur Not schon noch etwas zulegen können."

Nicki Thiim, Attempto Racing (Zweiter): "Das Rennen hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben wichtige Punkte für die Meisterschaft geholt, so kann es weitergehen. Wenn ich früher an Kévin vorbeigegangen wäre, hätte ich Michael vielleicht noch stärker unter Druck setzen können. So aber ging nach vorne nichts mehr. Ich bin aber auch so zufrieden und freue mich mit ihm über seinen ersten Supercup-Sieg. Es tut immer wieder gut, bei der Siegerehrung die dänische Nationalhymne zu hören."

Kévin Estre, Attempto Racing (Dritter): "Am Anfang kam ich mit meinem Auto nicht so gut zurecht, da war Nicki schneller. Später wurde es dann besser, doch dann habe ich einen Fehler gemacht und mir einen Reifen platt gebremst. Das war’s dann für mich. Ich bin froh, den dritten Platz ins Ziel gerettet zu haben."

Klaus Bachler, FÖRCH Racing by Lukas MS (Porsche-Junior, Neunter): "Es war ein gutes Rennen. Für mich war vor allem wichtig, mal wieder Punkte mitgenommen zu haben. Ich hatte einen super Start und war, glaube ich, schon Achter, als mir einer hinten aufs Auto gefahren ist. Ich habe mich gedreht und dadurch natürlich Zeit verloren. In der Schlussphase konnte ich mich dann aber wieder etwas nach vorne kämpfen."

Jean-Karl Vernay, MRS GT-Racing (Gewinner International Cup Scholarship, Platz 11): "Vom 20. Startplatz loszufahren und als Elfter ins Ziel zu kommen, ist nicht schlecht. Es hätte zwar noch besser laufen können, aber ich bin zufrieden, endlich mal Punkte geholt zu haben. Das war immerhin ein kleiner Lichtblick."

Karsten Molitor (Teamchef MRS GT-Racing): "So wirklich zufrieden sind wir nicht. Wir haben zwar mit dem elften Rang von Jean-Karl wichtige Punkte geholt, müssen aber nach wie vor feststellen, dass wir ein Problem im Qualifying haben. Wenn man von so weit hinten starten muss, sind die Karten eigentlich schon gelegt. Die anderen schlafen eben nicht und machen in der Regel auch keine Fehler. Das Rennen von Jean-Karl war eine großartige Kampfleistung und ein weiterer Beweis dafür, dass es uns am Rennspeed nicht fehlt. Wir wissen um unsere Schwäche und haben im Vergleich zu Silverstone bereits Fortschritte gemacht. Allerdings müssen wir weiter hart daran arbeiten unser Qualifying zu verbessern."


Foto: DM

YS / Porsche