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Eberle fliegt zu viertem Saisonsieg
Turbulentes Markenpokal-Spektakel sieht Calcum als Sieger

Dino Calcum und Tomas Pekar sind die beiden Hauptanwärter auf die Titelkrone des Renault Clio Cup Bohemia 2013. An diesem Wochenende starten weit über 20 Piloten im Rahmen des Czech Truck Prix im tschechischen Most zur vorletzten Veranstaltung. 60.000 Zuschauer werden erwartet.

Vor der langen Sommerpause konnte Dino Calcum in Oschersleben Anfang Juli seinen zweiten Saisonsieg einfahren. Damit reist der Bochumer von Stucki Motorsport mit 19 Punkten Vorsprung zur Tschechien-Tour des Renault Clio Cup Bohemia, die auch das Saisonfinale in Brünn am ersten Oktober-Wochenende umfasst. Der Vorjahres-Vierte Tomas Pekar kommt seinem Ziel, die Saison unter den Top 3 zu beenden, immer näher. Die Lücke auf den Drittplatzierten, Pascal Eberle von Steibel Motorsport, beträgt 51 Punkte. Nach drei Siegen in Folge fiel der Schweizer im zweiten Rennen in Oschersleben aus. Eine Kollision in der Startrunde verpasste den Titelambitionen des 22-Jährigen einen herben Dämpfer. 128 Punkte sind insgesamt noch offen, wobei das schlechteste Resultat jedes Piloten gestrichen wird. Die Streichergebnisse halten das Titelrennen also zwangsweise bis zum Schluss offen, da erst alle Resultate ermittelt werden müssen.


Renault

Hinter dem Schweizer Andreas Stucki ist dessen Landsmann René Leutenegger Fünfter der Meisterschaft und gleichzeitig Führender in der Gentleman Wertung für Piloten ab 40 Jahre. Der Tscheche Lukas Uxa liegt hier abgeschlagen auf Rang zwei vor Alf Ahrens. Der Schlaug Pilot erlebt eine wechselhafte Saison, konnte jedoch zuletzt im zweiten Rennen auf seiner Heimstrecke von Oschersleben mit Platz zwei brillieren.

Enger gestaltet sich der Kampf in der Junior-Wertung für die Piloten bis maximal 20 Jahre. Target Fahrer Mike Hesse konnte mit einem Doppelsieg in Oschersleben knapp die Tabellenführung vor dem bis dato tonangebenden Julien Schlenther von Schlaug Motorsport übernehmen. Der Steibel-Routinier Bernhard Schnell fährt in Most sein erstes Rennen in der Saison 2013. Die Mannschaft von Lubner Motorsport ging zuletzt beim Lauf im Rahmen des 24 Stunden-Rennens auf der Nordschleife mit drei Chinesen an den Start. Diesmal betreut das Team um Mirko Lubner den Start des Kroaten Tiki Ivosevic. Der 41-Jährige fuhr bislang im polnischen VW Castrol Cup.

Schon im Qualifying offenbarte der Steibel Motorsport Pilot aus der Schweiz mit souveräner Pole Position seine Ambitionen für den ersten Lauf zum Renault Clio Cup Bohemia im tschechischen Most. Bei warmen Spätsommertemperaturen führte Pascal Eberle vom Start weg durch das 30-minütige erste Rennen. Sein Schweizer Landsmann Stefano Comini vom Team Target Competition brachte seine zweite Position ebenfalls durch die heikle erste Schikane auf der 4,219 Kilometer langen Naturstrecke.


Renault

Der Premierenmeister des Renault Clio Cup Bohemia, Reto Wüst, verlor seinen guten dritten Startplatz und fiel auf Rang fünf zurück. Stattdessen rückte Tabellenführer Dino Calcum von Platz vier auf. Den vierten Platz belegte sein Herausforderer Tomas Pekar, der in der Gesamtwertung nur 19 Zähler hinter dem Bochumer lag. Hinter Wüst fuhr dessen Landsmann Andreas Stucki, der von Rang fünf aus startete und einen Rang gegen Pekar in der ersten Runde verlor. Der Tscheche war nur von Platz sechs gestartet.

Während Eberle vorne langsam davonzog, kämpften Comini und Calcum ohne Platzverschiebungen um Platz zwei. Im zweiten Rennteil gesellte sich auch Tomas Pekar zu der Gruppe. Sechs Minuten vor Rennende ging er an seinem Titelkonkurrenten Calcum vorbei. Doch der Stucki Pilot holte sich in der letzten Runde seinen zehnten Podestplatz im elften Rennen zurück. Mit souveränen 4,3 Sekunden Vorsprung feierte Pascal Eberle seinen vierten Saisonsieg und ist damit deutlich der erfolgreichste Pilot nach Siegen im bisherigen Saisonverlauf. Stefano Comini brachte Platz zwei ins Ziel, während Dino Calcum seinen Titelrivalen Pekar mit Rang drei abermals in Schach hielt. Andreas Stucki überholte Reto Wüst und wurde damit Fünfter. Wüst wird entsprechend der Auslosung, die über das Ausmaß des Reversed-Grid-Verfahrens entscheidet, in den zweiten Lauf am Sonntag von der Pole Position starten.

Julien Schlenther entscheidet mit Gesamtplatz sieben von Startrang zwölf aus nach dem enttäuschenden Wochenende in Oschersleben die Junior Wertung für sich. Sein mit zwei Punkten Vorsprung angereister Gegner Mike Hesse beschädigte seinen Clio bei einer Berührung in der ersten Kurve nach dem Start und kam nicht über Position 20 hinaus. Mit Platz acht gewann Milan Haering bei seinem Heimspiel in der Gentleman Wertung. Thomas Kern, in Most wieder zu seiner letztjährigen Mannschaft von Schlaug Motorsport zurückgekehrt, wurde Neunter vor René Leutenegger. Mit Rang zwei in der Gentleman Wertung stellte der Schweizer bereits am vorletzten Wochenende den Meistertitel in der Wertung für die Piloten ab einem Alter von 40 Jahren sicher. Mike Ahrens wuchs mit Startplatz sieben über sich hinaus, beendete das Rennen jedoch in der letzten Runde mit Reifenschaden. Auch die beiden Debütanten Bernhard Schnell und Tiki Ivosevic sahen die Zielflagge nicht. Im zweiten Rennen am Sonntagnachmittag werden sie die Chance zur Wiedergutmachung bekommen.


Renault

Entsprechend des Losverfahrens, welches über den Umfang des Reversed-Grid-Verfahrens nach Rennen eins entscheidet, bestand die erste Startreihe für die zweiten 30 Minuten aus den Schweizern Reto Wüst und Andreas Stucki. Mit einem Blitzstart schoss der Vortages-Zweite, Stefano Comini, von Platz fünf aus beim Einbiegen in die erste Schikane neben den Spitzenreiter Wüst. Dieser wurde durch einen Ausflug ins Kiesbett auf Rang 18 durchgereicht. Auch Comini erging es nicht besser. Schon eine Kurve später endete das Rennen für den Target Competition Piloten in der Leitplanke.

In diesem Startgetümmel würfelte sich das Feld komplett durcheinander. Der von Platz vier gestartete Dino Calcum lag nach der ersten Runde vor seinem Titelrivalen Tomas Pekar in Führung. Andreas Stucki blieb noch Position drei. Dahinter duellierten sich Milan Haering und Julien Schlenther um Platz vier. Zwischenzeitlich konnte sich der Essener Schlenther vor dem Tschechen halten, der jedoch kurz vor Rennhalbzeit die alte Reihenfolge wiederherstellte. Auch der glänzend aufgelegte Peter-Conradin Schreiber gesellte sich später zu diesem Kampf. Bald darauf schied Schlenther mit technischen Problemen aus. Sein Widersacher in der Junior-Wertung, der Rietberger Mike Hesse, musste ebenfalls früh die Segel streichen. In der Sonderwertung für die Piloten bis maximal 20 Jahre bleibt es also bei nur elf Punkten Differenz vor dem letzten Rennwochenende.


Renault

Auch der Vortages-Sieger Pascal Eberle erlebte einen rabenschwarzen Sonntag. Dem Start aus der Boxengasse und der beherzten Aufholjagd bis auf Rang sechs folgte ein ebenfalls technisch bedingter Ausfall. Die verbliebenen Titelchancen des 22-jährigen KFZ-Mechatronikers sind mit 86 Zählern Rückstand theoretischer Natur. Mit seinem ungefährdeten dritten Saisonsieg baute Dino Calcum den Vorsprung auf den zweitplatzierten Tomas Pekar um sechs Punkte auf insgesamt 28 Zähler aus. 60 Punkte werden im Rahmenprogramm der FIA ETCC in Brünn am ersten Oktober-Wochenende noch vergeben, wobei auch die Streichresultate berücksichtigt werden müssen.


Renault

Andreas Stucki feierte mit Position drei sein drittes Podium. Als Gesamtvierter gewann Milan Haering bei seinem Heimspiel auch im zweiten Rennen die Gentleman-Wertung. Hier steht seit diesem Wochenende René Leutenegger als Meister fest. Der Schweizer reiste kurioserweise schon am Samstag ab, um tags darauf in seiner Heimat bei einem Bergrennen zu starten. Nach rundenlangem Kampf mit Haering wuchs Peter-Conradin Schreiber mit Platz fünf über sich hinaus. Der Schweizer freute sich über sein mit Abstand bestes Saisonergebnis. Gleiches gilt für Sebastian Steibel mit Platz sechs. Der Sohn des Teamchef-Urgesteins Claus Steibel siegte damit in der Junior-Wertung. Dahinter komplettierten Thomas Kern, Mike Ahrens, Gabriel Prinoth sowie Peter Surovic die ersten Zehn vor Ronja Assmann. Kern egalisierte mit Rang sieben sein bisher bestes Ergebnis, während die weiteren Genannten ihres sogar übertrafen.

In der Nationenwertung liegt die Schweiz mit 577 Punkten in Front, gefolgt von Deutschland mit 500 Punkten und der Tschechischen Republik, die 340 Punkte auf ihr Konto verbuchen können. Auf den folgenden Plätze liegen Polen, Italien, Dänemark und Österreich.

Lukas Gajewski

Aktuelle Fotos vom Rennen findet ihr - schön nach Fahrern sortiert - unter www.motorracepics.de !!!